Ein Ergebnis überrascht: Der Neandertaler hat genetisch nichts mit Afrikanern gemein
Das Ergebnis verblüfft: "Es ist nicht das Szenario, das wir uns vorgestellt hatten", sagt Richard Green. Der Neandertaler hat nämlich genetische Gemeinsamkeiten mit Europäern und Ostasiaten aber nicht mit Afrikanern. Die einfachste Annahme, wonach alle unsere Vorfahren von einer kleinen afrikanischen Bevölkerung abstammen, wackelt. Denn offenbar war es nicht so, dass ein Frühmensch den anderen ablöste und sie nicht gleichzeitig existierten. Außerdem dürfte der Neandertaler sich noch deutlich weiter verbreitet haben, als Fossilienfunde es bislang nahe legen.
Die Forscher warfen außerdem einen besonderen Blick darauf, ob sich im Neandertaler-Genom Erbgutabschnitte finden lassen, deren Pendants beim modernen Menschen im Verdacht stehen, an der Entstehung bestimmter Erkrankungen beteiligt zu sein, wie Diabetes, Autismus, Schizophrenie oder Trisomie 21. Ob die Frühmenschen bereits an ähnlichen Krankheiten litten oder wann sich erste entsprechende Mutationen entwickelt haben könnten, wissen die Wissenschaftler aber bisher nicht. "All dies sind nur Hinweise auf Gene, die man nun eingehender untersuchen sollte", sagte Pääbo.
Schon jetzt ähnelt der Aufwand, den die Forscher betreiben mussten, einem unglaublich aufwendigen Puzzlespiel. Für die Analyse des Erbguts entnahmen sie Proben aus Knochenresten des Neandertalers, die an vier verschiedenen Orten in Europa in den vergangenen Jahren ausgegraben wurden (siehe Infografik). Die Erbgutsequenz erhielten die Forscher aus wenigen Gramm zermahlener Knochensplitter, die zum Teil mehr als 60.000 Jahre alt sind.
Ein weiteres Problem: Rund 95 Prozent einer Probe bestehen aus dem Erbgut von Bakterien und Mikroorganismen. Die Forscher entwickelten neue Methoden, um diese Verunreinigungen herauszulösen. Und sie arbeiteten unter reinsten Laborbedingungen, damit sich keine DNA der Wissenschaftler mit dem Neandertaler-Genom vermischte.
Die Autoren der Studie sind längst nicht am Ende ihrer Arbeit angekommen. Weitere Einblicke in die genetischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Mensch und Neandertaler werden folgen. In der Genbank des National Center for Biotechnology Information kann jeder das Genom des Frühmenschen demnächst einsehen. Die Datenmenge ist jetzt schon riesig, doch viele weitere DNA-Analysen sind nötig, um die aktuellen Ergebnisse zu untermauern. Unser alter Verwandter wird dabei immer geheimnisvoll bleiben, doch einige Rätsel werden ihm die Paläogenetiker sicher noch entlocken können.
- Datum 06.05.2010 - 20:10 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 51
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:









Die Erbinformation der Spezies der Hominiden ist in so vielen Sequenzen identisch oder ähnlich, daß man auch die Ähnlichkeit zwischen Drosophilia und Mensch als umwefend bezeichnen könnte. Genau so ist es mit den blödsinnigen Nachbildungen aus Knochenfragmenten von Schädeln der Urmenschen, die Gesichter zeigen mit Knollennasen - wie in diesem Artikel. Hat sich schon einer gefragt, weshalb manche Konterfeinachbildungen im Gesicht rasiert sind oder zumindest mit Dreitagebart abgebildet sind???
Sie wissen doch gar nicht, welche Gensequenzen hier verglichen wurden. Aber Hauptsache mal 'ne dezidierte Meinung 'rausgehauen, egal wie unqualifiziert.
Ja, bei der Graphischen Aufbereitung von solchen Forschungsergebnissen frage ich mich auch immer:
Müssen die so ungepflegt aussehen? Wie wäre es, wenn sie weniger Falten hätten, schon einen Kamm erfunden hätten und evtl. sogar statt der Lumpen einfache aber schicke Kleidung tragen würden.
Sie wissen doch gar nicht, welche Gensequenzen hier verglichen wurden. Aber Hauptsache mal 'ne dezidierte Meinung 'rausgehauen, egal wie unqualifiziert.
Ja, bei der Graphischen Aufbereitung von solchen Forschungsergebnissen frage ich mich auch immer:
Müssen die so ungepflegt aussehen? Wie wäre es, wenn sie weniger Falten hätten, schon einen Kamm erfunden hätten und evtl. sogar statt der Lumpen einfache aber schicke Kleidung tragen würden.
....tragen ein kleines bisschen Neandertaler in sich."
Das habe ich schon immer geahnt. Man braucht sich ja nur mal Oliver Kahn anzusehen ;-)
"All jene von uns, die außerhalb Afrikas leben, tragen ein kleines bisschen Neandertaler in sich"
Das habe ich schon immer geahnt. Man braucht sich ja nur mal Oliver Kahn anzusehen ;-)
kein weiterer Kommentar.
.
"All jene von uns, die außerhalb Afrikas leben, tragen ein kleines bisschen Neandertaler in sich"
Das habe ich schon immer geahnt. Man braucht sich ja nur mal Oliver Kahn anzusehen ;-)
kein weiterer Kommentar.
.
Sie wissen doch gar nicht, welche Gensequenzen hier verglichen wurden. Aber Hauptsache mal 'ne dezidierte Meinung 'rausgehauen, egal wie unqualifiziert.
Bei den unzähligen Sequenzen der Gene sind alle Lebewesen gleich und wahrscheinlich identisch. Nur die einen haben die eine Ausprägung, die anderen die andere Ausprägung.
Wir sind alle Leben, Lebewesen. Wir sind alle verwandt miteinander. Wir sind alle gleich.
Die Schnecke hat keine Knochen, aber ein Gehäuse,
Der Käfer hat keine Knochen, aber einen Chitinpanzer,
Der Vogel hat Federn zum fliegen,
aber wenn er herunerfällt vom Himmel
bricht er sich die Knochen
wohingegen ein Insekt ohne Knochen das überlebt.
Der eine Überlebt das
Bei den unzähligen Sequenzen der Gene sind alle Lebewesen gleich und wahrscheinlich identisch. Nur die einen haben die eine Ausprägung, die anderen die andere Ausprägung.
Wir sind alle Leben, Lebewesen. Wir sind alle verwandt miteinander. Wir sind alle gleich.
Die Schnecke hat keine Knochen, aber ein Gehäuse,
Der Käfer hat keine Knochen, aber einen Chitinpanzer,
Der Vogel hat Federn zum fliegen,
aber wenn er herunerfällt vom Himmel
bricht er sich die Knochen
wohingegen ein Insekt ohne Knochen das überlebt.
Der eine Überlebt das
entfernt.
Bitte äußern Sie sich gezielt zum Inhalt des Artikels und ziehen Sie keine unsachlichen Vergleiche. Danke. Die Redaktion/km
unsere Ururgroßmütter.
Diese auf der Hand liegende Theorie erklärt, warum in den Mitochondrien-DNA keine Ähnlichkeit vorhanden ist, in den übrigen DNA aber doch gelegentlich Verwandschaft feststellbar ist.
Die von vielen Anthropologen bisher vertretene Idee, die Neandertaler seien einfach eines Tages ausgestorben, hat mir nie eingeleuchtet. Zweifellos haben sie sich mit homo sapiens vermischt, ob per Notzucht oder auf normale Weise, denn sie lebten ja jahrtausendelang nebeneinander. Zudem begegnet man heute noch gelegentlich Menschen mit ausgesprochenen neandertalhaften Zügen.
Die von vielen Anthropologen bisher vertretene Idee, die Neandertaler seien einfach eines Tages ausgestorben, hat mir nie eingeleuchtet. Zweifellos haben sie sich mit homo sapiens vermischt, ob per Notzucht oder auf normale Weise, denn sie lebten ja jahrtausendelang nebeneinander. Zudem begegnet man heute noch gelegentlich Menschen mit ausgesprochenen neandertalhaften Zügen.
Die von vielen Anthropologen bisher vertretene Idee, die Neandertaler seien einfach eines Tages ausgestorben, hat mir nie eingeleuchtet. Zweifellos haben sie sich mit homo sapiens vermischt, ob per Notzucht oder auf normale Weise, denn sie lebten ja jahrtausendelang nebeneinander. Zudem begegnet man heute noch gelegentlich Menschen mit ausgesprochenen neandertalhaften Zügen.
vorausgesetzt, das Bild entspricht irgendwie der damaligen Wirklichkeit.
Die Knollennase erinnert mich nämlich spontan an eine alte Fernsehserie, die "Straßen von San Francisco".
...betrachtet man sich manche Branchen des Finanzkapitalismus und der Politik.
vorausgesetzt, das Bild entspricht irgendwie der damaligen Wirklichkeit.
Die Knollennase erinnert mich nämlich spontan an eine alte Fernsehserie, die "Straßen von San Francisco".
...betrachtet man sich manche Branchen des Finanzkapitalismus und der Politik.
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Beiträgen an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/cs
Ja, bei der Graphischen Aufbereitung von solchen Forschungsergebnissen frage ich mich auch immer:
Müssen die so ungepflegt aussehen? Wie wäre es, wenn sie weniger Falten hätten, schon einen Kamm erfunden hätten und evtl. sogar statt der Lumpen einfache aber schicke Kleidung tragen würden.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren