Schweinegrippe Das Virus lauert noch

Da war doch was? Der Schrecken des H1N1-Virus ist längst abgeklungen, die Schweinegrippe kein Thema mehr. Doch der Erreger wird weiter beobachtet.

Symbol eines unsichtbaren Feindes: Thailändische Schulkinder im vergangenen August mit  Mundschutz

Symbol eines unsichtbaren Feindes: Thailändische Schulkinder im vergangenen August mit Mundschutz

Im März 2009 registrieren die mexikanischen Gesundheitsbehörden die ersten Fälle von Schweinegrippe, ausgelöst durch ein neuartiges H1N1-Influenzavirus. Bald darauf gibt es Erkrankungen in den USA und am 25. April 2009 erklärt Margaret Chan, Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation WHO, das Grippeproblem zu einem Notfall von internationaler Bedeutung. Befürchtungen werden laut, die Welt könnte eine zweite Pandemie vom Ausmaß der Spanischen Grippe von 1918 mit Millionen von Toten erleben. Heute ist klar, dass diese Angst unbegründet war. Die Pandemie ist weitgehend abgeklungen, zumindest vorerst. Trotzdem ist die Gefahr noch nicht vorbei, schreiben WHO-Experten in einem Bericht über die Seuche im Fachblatt New England Journal of Medicine. Das Virus sollte noch immer genau beobachtet werden.

Mittlerweile sind 18.000 mit Labortests bestätigte Todesfälle an H1N1 zu beklagen, in Deutschland 254. Das sind weit weniger als die geschätzten 250.000 bis 500.000 Menschen, die weltweit jedes Jahr an einer "normalen" saisonalen Grippe sterben. Die rasche Ausbreitung der Schweinegrippe hat die saisonale Influenza aus dem Takt gebracht und sie fast völlig verdrängt. "Die saisonale Grippe hat nicht stattgefunden", sagt Susanne Glasmacher, Sprecherin des Robert-Koch-Instituts in Berlin. Wie genau es dazu kam, ist ungeklärt.

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Es ist also durchaus möglich, dass die überwiegend mild verlaufende neue Grippe so manchem das Leben gerettet hat, der sonst der herkömmlichen Grippe zum Opfer gefallen wäre. Allerdings kann man die Zahlen nicht direkt vergleichen. Während die Todesfälle durch die Schweinegrippe mit Labortests belegt sind, sind die Opferzahlen durch die saisonale Grippe nur geschätzt. Sie ergeben sich aus der Übersterblichkeit während der Grippesaison. Die in den Grippemonaten beobachtete erhöhte Sterblichkeit in der Bevölkerung wird zum Teil der Virusgrippe angerechnet. Wie hoch die Übersterblichkeit in der nun überstandenen Grippesaison war, steht aber erst im Herbst fest, wenn das Statistische Bundesamt seine Zahlen vorlegt. Erst dann ist ein Vergleich zu den letzten Jahren auf gleicher statistischer Basis möglich.

Hinzu kommt, dass das Pandemievirus viele Kinder und junge Erwachsene erkranken ließ, während Menschen jenseits der 60 eher verschont wurden. Sie besitzen offenbar noch einen gewissen Schutz aufgrund früherer Infektionen mit ähnlichen Influenzaviren. "Annähernd 90 Prozent der Todesfälle traten bei Menschen auf, die jünger als 65 waren", schreiben die WHO-Wissenschaftler im New England Journal. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen liegt bei 40 bis 50 Jahren. Berücksichtigt man nicht nur die Zahl der Todesfälle, sondern auch die der verlorenen Lebensjahre, erscheint H1N1 also in nicht mehr ganz so mildem Licht. Die Zahl der verlorenen Lebensjahre könnte sogar deutlich höher ausfallen, verglichen mit einer herkömmlichen Influenzaepidemie. Das ergaben Berechnungen von Cécile Viboud von den Nationalen Gesundheitsinstituten der USA.

Das Schweinegrippevirus erweist sich als anfällig für den Wirkstoff Oseltamivir (Tamiflu) ebenso wie für Zanamivir (Relenza), das eingeatmet werden muss. Eine rechtzeitige Behandlung kann die Heilung beschleunigen, die Gefahr von Komplikationen und vermutlich auch das Sterberisiko senken. Allerdings werden auch schon Viren beobachtet, die gegen Tamiflu resistent sind.

Leser-Kommentare
  1. Ach Leute das interessiert doch keine Sau mehr, wir haben bald die Wm und neben bei Feiern wir noch die Finanzkriese... Wie können Sie bloß erwarten, das sich Leute noch umsowas wie Ihre Gesundheit scheren, wenn es doch ans eingemachte und zwar um die schönen Scheine geht. Ihr Optimismus in ehren, doch noch einmal hochgepusht wird das Thema wohl nicht ;) Wen interessieren schon Menschen tzz...

  2. Entfernt. Wir freuen uns über Ihre Kritik, bitten Sie aber, diese sachlich und konstruktiv vorzubringen. Danke. Die Redaktion/cs

  3. In einer wissenschaftlichen Untersuchung oder Studie im Internet. Hängt das überleben der Viren von der Grundwassertemperatur ab. Man geht davon aus das die Viren über das Trinkwasser verbreitet werden. Chlor alleine beseitigt dieses Problem nicht. Empfohlen wird Ultrafiltration . Diese Ultrafilter kommen nur in wenigen Wasserwerken zum Einsatz. Wen es interessiert suchen nach "Wasserfilter".

    • Lutz1
    • 13.05.2010 um 11:17 Uhr

    Was ist das für ein Artikel?
    Ist der von der Pharmaindustrie gesponsort?
    Es ging darum das die Definition dahin geändert wurde das die Sterblichkeitsrate hoch sein muß um Stufe 6, die für die Impfstoffhersteller wie eine Gelddruckmaschine ist,auszurufen.
    Das wurde herausgestrichen und siehe da einen Monat später konnte jetzt die sogenannte Schweinegrippe als bedrohung Stufe 6 bewertet werden und die pharmahersteller haben sich an der im Verhältnis harmlosen Grippe dum und dämlich verdient und gleichzeitig einen Großversuch an der Bevölkerung mit einem schlecht geprüften Impfstoff durchgeführt.Es gab sehr wohl Komplikationen und Tote durch das Impfen.
    Polen hat garnicht geimpft und hatte kaum Tote durch Schweinegrippe. Seltsam oder doch nicht ?!
    Außerdem waren bei über 90% der in Deutschland offiziell an Schweinegrippe gestorbenen. Vorerkrankungen bekannt die schon ohne Schweinegrippeerkrankung so schwer waren das sie alleine zum Tod führen konnten.
    Hier wurde wie beim Terror eine Volksverdummung und Massenmanipulation von sogennanten Spezialisten.Politikern,Pharmariesen und Medien durchgeführt.

  4. Moin, moin

    Wenn ich das hier alles lese; "Die neue Grippe, also die sogenannte Schweinegrippe hat die saisonale Influenza aus den Takt gebracht, bzw. verdrängt" stehen meine Nackenhaare zu Berge!
    Wie kann es sein, dass die neue Grippe H1N1 die saisonale Grippe verdrängt? Viren fressen sich nicht gegenseitig auf! Entweder tritt eine Mutation beider Stämme auf oder beide Influenzagruppen wären zusammen aufgetreten!
    Hier meine, eine sehr logische Erklärung: Das Pharmakartell hat sich viel Hoffnung durch das H1N1-Virus gemacht, indem das Kartell mit der WHO, eine Weltweite Panik auslöste um ihre Impfungen gut vermarkten zu können (es war bis jetzt schon ein Milliardengeschäft)! Die saisonale Influenza wurde im Jahr 2009 erst gar nicht in den Umlauf gebracht! Und wie kann es sein, dass soooo schnell ein Impfstoff entwickelt wurde (eine Impfstoff zu entwickeln braucht seine Zeit) - ganz einfach, der Impfstoff war bereits, vor Ausbruch in der Entwicklung!
    Man weiß, bzw. es ist bewiesen, dass SARS, Maul und Klauenseuche und die Vogelgrippe aus einem Labor stammen! Und sehr wahrscheinlich die Immunkrankheit HIV auch.
    Eigentlich sollte man denken, dass das Pharmakartell nur gutes für uns tut. Falsch! Es geht um Geld, um viel Geld! Was bringt es den Pharmariesen, wenn die Bevölkerung völlig gesund ist – NICHTS!

    Abschnitt zwei folgt:

  5. Zudem kommt auch noch dass das Impfen nicht von Ärzten erfunden wurde! Fragen sie doch mal Ihren Arzt, ob eine gesunde Immunität durch Impfen oder durch das Anstecken besser ist.
    Bei Impfungen kann der Körper nur durch die äußere Eiweißwand eine Immunität aufbauen. Für eine richtige, gesunde Immunität braucht aber der Körper aber das innere Eiweiß, die nur durch direkten Kontakt mit den Viren erfolgen kann. Hier noch ein Link zum Thema Impfungen: http://www.chemtrails-inf...
    Ich will jetzt nicht sagen, das Impfen generell schlecht sind, aber leider wird dem Körper nur eine oberflächliche Immunität vorgeschaukelt. Von den Nebenwirkungen mal ganz abgesehen.
    Ich könnte noch vieles mehr schreiben, zb. über das Thema Krebs. Recherchieren sie doch mal, Krebs und Vitamin B17, Salvestrole! Hier geht es auch nur um Geld!

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