Infektionskrankheiten Wo die Intelligenz ihre Grenzen hat
Der Durchschnitts-IQ steigt weltweit, während wir Deutschen nicht mehr schlauer werden. Warum, fragen Forscher, und präsentieren eine neue Theorie.

Auch Menschen mit niedrigem IQ können große Fähigkeiten haben. Denn Standard-IQ-Tests ermitteln nur grob, wie Intelligent jemand ist
Der Mensch ist in den letzten hundert Jahren schlauer geworden – das jedenfalls besagen Studien zum Intelligenzquotienten (IQ). In den meisten westlichen Ländern stagnieren die Werte allerdings mittlerweile, während sie in den Entwicklungsländern weiter steigen. Woran das liegt, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Amerikanische Forscher haben nun eine neue Theorie: Laut ihrer Studie hängt die Intelligenz von der Anfälligkeit für Infektionskrankheiten ab.
Bereits in den achtziger Jahren beschrieb der neuseeländische Politologe James Flynn eine interessante Entwicklung: Die durchschnittliche gemessene Intelligenz der Weltbevölkerung wuchs bis in die neunziger Jahre stetig an. Und zwar um etwa drei IQ-Punkte pro Jahrzehnt. Seine Entdeckung ist heute als Flynn-Effekt bekannt.
In der Fachwelt rätselt man seit Jahren über die Ursachen des Flynn-Effekts. Sind über die Jahre nur die Ergebnisse von IQ-Tests besser geworden, etwa weil sich die Menschen an die Fragestellungen gewöhnt und eine Art Testweisheit erlangt haben? Oder haben sich die kognitiven Fähigkeiten als solche tatsächlich verbessert? Wenn dem so wäre, bleibt die Frage, welche Faktoren die Intelligenz begünstigen. Denn da die Veränderungen in relativ kurzer Zeit gemessen wurden, spricht einiges dafür, dass neben genetischen Veranlagungen auch Umwelteinflüsse eine Rolle spielen.
Frühere Untersuchungen, zum Beispiel die des Amerikaners Nigel Barber aus dem Jahr 2005, haben schon eine ganze Reihe plausibler Faktoren gefunden – etwa den Bildungsgrad der Menschen und die Alphabetisierung. Allerdings geht aus Barbers Daten nicht hervor, ob nun die zunehmende Bildung in entwickelten Ländern, die Intelligenz erhöht, oder ob intelligente Menschen mehr Wert auf Bildung legen. Ganz abgesehen davon, dass auch umstritten ist, was der bei einem Standard-Test ermittelte IQ wirklich über die Intelligenz eines Menschen aussagt.
Eine weitere Studie fand sogar eine signifikante Beziehung, eine Korrelation, zwischen dem IQ und der Wintertemperatur einer Region. Hier argumentierten die Autoren, dass im Laufe der Evolution ein kälteres Klima den Menschen ein größeres Denkvermögen abverlangte, um sich an die Temperaturen anzupassen. Dieser Ansatz erklärt jedoch nicht die Zunahme über die letzten Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts, in dem die regionalen Temperaturen – trotz des Klimawandels – relativ konstant gewesen sind.
Auch die Ernährung hat vermutlich Einfluss auf den IQ, denn ein Mangel an bestimmten Nährstoffen wirkt sich nachweislich negativ auf die Gehirnentwicklung aus.
Alle Untersuchungen offenbaren das Manko epidemiologischer Studien, die den Zusammenhang zwischen einer Erkrankung und einer bestimmten Ursache erforschen, in dem sie Häufigkeiten von Ereignissen miteinander vergleichen: Denn selbst eine nachweisbare Beziehung zweier Variablen wie Temperatur und IQ, sagt noch nichts über die Kausalität aus. Wissenschaftler versuchen zwar in solchen Studien, andere mögliche Ursachen auszuschließen, doch nicht immer ist das möglich.
Die drei Forscher Christopher Epping, Corey Fincher und Randy Thornhill von der Universität New Mexiko im amerikanischen Albuquerque haben im Fachmagazin Proceedings of the Royal Society B nun eine neue Hypothese publiziert: "Wir glauben, dass die weltweite Verteilung von kognitiven Fähigkeiten zumindest in großen Teilen von der jeweiligen Anfälligkeit für Infektionskrankheiten in der Region abhängt." Je anfälliger die Menschen einer Region seien, desto niedriger sei ihr IQ.
- Datum 30.06.2010 - 17:53 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 93
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:







Schon deshalb, weil gebildete (und damit in der Regel intelligentere Frauen) nur noch relativ wenig Kinder bekommen.
Das gehaltsbezogene Elterngeld sollte dem entgegenwirken,
was es aber nicht so richtig tut.
Die Ideologie der selbstbestimmten unabhängigen Frau ist einfach stärker als der dagegen stehende Kinderwunsch.
Würden die Antibabypillen auf den Bäumen wachsen, wären wir schon vor hunderttausenden von Jahren ausgestorben oder wieder total verdummt (Rückentwicklung zum Affen; wo wir herkommen, dahin können wir wohl auch zurückkehren)
Das sehe ich auch so!
Man muss es ja nichts so unverblümt wie Sarrazin sagen.
Aber dass hierzulande die eher weniger intelligenteren Leute mehr Kinder bekommen, ist zumindest von der Tendenz her kaum zu leugnen. Karrierestreben und Verhütungsmittel machen diese Negativauslese möglich.
Und wenn Intelligenz nur ein bisschen erblich ist und unser Gesellschaftsaufbau die Unterschiede nur ein bisschen widerspiegelt, geht das Niveau, was die biologischen Möglichkeiten angeht, immer weiter runter. Und man kann das nicht unendlich durch Förderungsmaßnahmen usw. kompensieren.
Die einzige Möglichkeit dagegen zu wirken, wäre ganz konsequent dafür zu sorgen, dass sich zu viele Kinder für die Falschen finanziell überhaupt nicht lohnen und es den Richtigen zumindest nicht schadet. Aber ich fürchte, wir sind schon lange über den Punkt, wo das mehrheitsfähig wäre. Da hat es schon zu drastische Verschiebungen in der Zusammensetzung der Bevölkerung gegeben.
Sozialdarwinisten wie Sie beide stoßen mich persönlich schlicht ab. Ihre Argumente bestätigen eher die im Artikel beschriebene These.
Was genau ist an den Aussagen abstoßend? Gewiss ist es keine ganzheitliche Erklärung für dieses Phänomen, aber dass beim IQ auch die Gene eine Rolle spielen lässt sich genausowenig leugnen wie der relative Kinderüberschuss in der Unterschicht, sowie der Kindermangel bei höheren Schichten.
Das sehe ich auch so!
Man muss es ja nichts so unverblümt wie Sarrazin sagen.
Aber dass hierzulande die eher weniger intelligenteren Leute mehr Kinder bekommen, ist zumindest von der Tendenz her kaum zu leugnen. Karrierestreben und Verhütungsmittel machen diese Negativauslese möglich.
Und wenn Intelligenz nur ein bisschen erblich ist und unser Gesellschaftsaufbau die Unterschiede nur ein bisschen widerspiegelt, geht das Niveau, was die biologischen Möglichkeiten angeht, immer weiter runter. Und man kann das nicht unendlich durch Förderungsmaßnahmen usw. kompensieren.
Die einzige Möglichkeit dagegen zu wirken, wäre ganz konsequent dafür zu sorgen, dass sich zu viele Kinder für die Falschen finanziell überhaupt nicht lohnen und es den Richtigen zumindest nicht schadet. Aber ich fürchte, wir sind schon lange über den Punkt, wo das mehrheitsfähig wäre. Da hat es schon zu drastische Verschiebungen in der Zusammensetzung der Bevölkerung gegeben.
Sozialdarwinisten wie Sie beide stoßen mich persönlich schlicht ab. Ihre Argumente bestätigen eher die im Artikel beschriebene These.
Was genau ist an den Aussagen abstoßend? Gewiss ist es keine ganzheitliche Erklärung für dieses Phänomen, aber dass beim IQ auch die Gene eine Rolle spielen lässt sich genausowenig leugnen wie der relative Kinderüberschuss in der Unterschicht, sowie der Kindermangel bei höheren Schichten.
Zitat: "Warum die durchschnittliche Intelligenz in Industrienationen nicht weiter steigt und in manchen europäischen Ländern langsam wieder abnimmt, erklärt das aber nicht."
Ich denke, dass hängt auch damit zusammen, dass seit Jahrzehnten anteilig mehr Kinder von Eltern stammen, die einen
geringe Bildungsgrad aufweisen.
Zu den genetischen Festlegungen wird dem Nachwuchs häufig ein Umfeld geboten, dass der Intelligensentwicklung nicht sehr zuträglich ist (Reizüberflutung durch Medien, kein Vorlesen, zu wenig intellektuelle Anregung etc.)
Nicht zu vergessen schließlich die massenhafte Einwanderung ungebildeter Menschen in den letzten Jahrzehnten.
Unter diesen Umständen würde es mich im Grunde eher verwundern, wenn unsere Gesellschaft NICHT verdummen würde.
Ich stimme nicht einem Komma in Ihrem Kommentar zu! Das bei einer Bevoelkerung von 80 Millionen und, sagen wir mal, 40 Jahren, eine Evolution zur Dummheit stattgefunden haben soll, ist biologischer Unsinn! Wir haben tausende Jahre gebraucht um uns dahin zu entwickeln, Milch von Kuehen zu vertragen. Und dann: was soll diese beleidigende Gleichsetzung Unterschicht = Dummheit. Das ich, obwohl ich aus einfachen Verhaeltnise komme, studiert habe, hat wenig mit meiner Intelligenz und viel mit der moralischen Unterstuetzung meiner Eltern und der finanziellen Unterstuetzung durch das Bafoeg zu tun! Das die Bildung etwas mit dem Beruf zu tun hat, glaube ich gerne; aber das der Beruf etwas ueber die Intelligenz aussagt, bezweifle ich stark! Davon abgesehen: wer sagt denn das Intelligenz wichtiger ist als alles andere? Sie wuerden wohl kaum in Ihrem Kommentar beklagen, das Deutschland immer haesslicher wird weil nur die Haesslichen Kinder bekommen. Intelligenz ist genauso Gluecksache wie Aussehen, und viele Dinge, die einen Menschen liebenswert machen haben ueberhaupt nichts mit seiner Intelligenz zu tun! Und dann zum Thema Einwanderer: erstens: wieder diese Vermischung ungebildet= dumm. Und zweitens: sein Heimatland zu verlassen - die Familie und die vertraute Umgebund zu verlassen - ist hart, aber wahrscheinlich, wenn es in diesem Land keine Optionen mehr gibt, ziemlich INTELLIGENT.
Ich stimme nicht einem Komma in Ihrem Kommentar zu! Das bei einer Bevoelkerung von 80 Millionen und, sagen wir mal, 40 Jahren, eine Evolution zur Dummheit stattgefunden haben soll, ist biologischer Unsinn! Wir haben tausende Jahre gebraucht um uns dahin zu entwickeln, Milch von Kuehen zu vertragen. Und dann: was soll diese beleidigende Gleichsetzung Unterschicht = Dummheit. Das ich, obwohl ich aus einfachen Verhaeltnise komme, studiert habe, hat wenig mit meiner Intelligenz und viel mit der moralischen Unterstuetzung meiner Eltern und der finanziellen Unterstuetzung durch das Bafoeg zu tun! Das die Bildung etwas mit dem Beruf zu tun hat, glaube ich gerne; aber das der Beruf etwas ueber die Intelligenz aussagt, bezweifle ich stark! Davon abgesehen: wer sagt denn das Intelligenz wichtiger ist als alles andere? Sie wuerden wohl kaum in Ihrem Kommentar beklagen, das Deutschland immer haesslicher wird weil nur die Haesslichen Kinder bekommen. Intelligenz ist genauso Gluecksache wie Aussehen, und viele Dinge, die einen Menschen liebenswert machen haben ueberhaupt nichts mit seiner Intelligenz zu tun! Und dann zum Thema Einwanderer: erstens: wieder diese Vermischung ungebildet= dumm. Und zweitens: sein Heimatland zu verlassen - die Familie und die vertraute Umgebund zu verlassen - ist hart, aber wahrscheinlich, wenn es in diesem Land keine Optionen mehr gibt, ziemlich INTELLIGENT.
und die Aufzucht von Nachkommen, heute scheint Intelligenz jedenfalls die Aufzucht von Nachkommen in hinreichender Zahl zu behindern.
In Industrieländern gibt es eine stetige Zunahme von Allergien und Autoimmunerkrankungen, diese stressen den Körper ännlich wie Infektionskrankheiten.
Das sehe ich auch so!
Man muss es ja nichts so unverblümt wie Sarrazin sagen.
Aber dass hierzulande die eher weniger intelligenteren Leute mehr Kinder bekommen, ist zumindest von der Tendenz her kaum zu leugnen. Karrierestreben und Verhütungsmittel machen diese Negativauslese möglich.
Und wenn Intelligenz nur ein bisschen erblich ist und unser Gesellschaftsaufbau die Unterschiede nur ein bisschen widerspiegelt, geht das Niveau, was die biologischen Möglichkeiten angeht, immer weiter runter. Und man kann das nicht unendlich durch Förderungsmaßnahmen usw. kompensieren.
Die einzige Möglichkeit dagegen zu wirken, wäre ganz konsequent dafür zu sorgen, dass sich zu viele Kinder für die Falschen finanziell überhaupt nicht lohnen und es den Richtigen zumindest nicht schadet. Aber ich fürchte, wir sind schon lange über den Punkt, wo das mehrheitsfähig wäre. Da hat es schon zu drastische Verschiebungen in der Zusammensetzung der Bevölkerung gegeben.
Es scheint zwar plausibel, laut darwinistischer Zuchtwahl zu schließen, dass die Menschen immer dümmer werden, weil Ungebildete und Dumme deutlich mehr Kinder kriegen als Gebildete und Intellektuelle. Aber das ist weltweit so und zwar schon lange, und die Menschheit ist nicht dümmer geworden. Das heißt zwangsweise, daß die Kinder der Dummen nicht alle dumm sind.
Im übrigen ist es gut, wenn die Geburtenraten negativ sind, denn alle Umweltzerstörung und Klimaerwärmung ist letztendlich auf die Übervölkerung zurückzuführen (Konzentration von Menschen pro Fläche). Man kann versuchen, noch so ökologisch zu leben - wenn's zu viele sind, wird die Umwelt zerstört. Genau wie mit zu vielen Ziegen auf einer Weide.
Es scheint zwar plausibel, laut darwinistischer Zuchtwahl zu schließen, dass die Menschen immer dümmer werden, weil Ungebildete und Dumme deutlich mehr Kinder kriegen als Gebildete und Intellektuelle. Aber das ist weltweit so und zwar schon lange, und die Menschheit ist nicht dümmer geworden. Das heißt zwangsweise, daß die Kinder der Dummen nicht alle dumm sind.
Im übrigen ist es gut, wenn die Geburtenraten negativ sind, denn alle Umweltzerstörung und Klimaerwärmung ist letztendlich auf die Übervölkerung zurückzuführen (Konzentration von Menschen pro Fläche). Man kann versuchen, noch so ökologisch zu leben - wenn's zu viele sind, wird die Umwelt zerstört. Genau wie mit zu vielen Ziegen auf einer Weide.
Die Anreize, um Kinder zu kriegen, sind falsch. Ehepaare (oder Partnerschaften, ganz gleich), wobei beide Partner ein hohes Einkommen haben, haben dies nur erreicht, weil sie nach dem Studium 5 bis 8 Jahre hart gearbeitet haben. In einer hohen Position dann moechte man nicht so einfach abtreten. Man schiebt das Kinderkriegen auf bis es nichts mehr damit wird.
Ehepaare mit geringem Einkommen sind frueher bereit, wenn sie bereit sind. Auch das Elterngeld bringt hierbei mehr.
Wenn nun theoretisch der IQ von Kindern von Eltern mit niedrigem Einkommen niedrig ist, fuehrt die Kinderlosigkeit bei Eltern mit hohem Einkommen und theoretisch hohem IQ dazu, dass wirklich der IQ im Durchschnitt stagniert.
Daher braucht es die richtigen Anreize. Elterngeld zu streichen waere nicht fair, besonders, wenn man nur Eltern mit niedrigem Einkommen im Auge hat. Ehepaare mit hohem Einkommen oder Einzelpersonen, die viel verdienen, sollten einen Nachteil bei den Renten hinnehmen. Wer ohne Kinder ist, sollte ab einem bestimmten Einkommen z.B. 30% Rentenversicherungsbeitrag leisten.
So koennte der theoretische Durchschnitts-IQ angehoben werden. Auch koennte die Kinderlosigkeit ueberwunden werden.
Wanderer
Solange unser Bildungssystem versucht Wissen UND Kreativität zu industrialisieren, bezweifle ich überhaupt die Möglichkeit einer messbaren Intelligenz.
es gibt sie also doch - zwischen all diesen unsäglichen kommentaren - eine andere sichtweise!
kenne sie den?
http://www.youtube.com/wa...
es gibt sie also doch - zwischen all diesen unsäglichen kommentaren - eine andere sichtweise!
kenne sie den?
http://www.youtube.com/wa...
Buchtipps für die Sarrazinanhänger hier, kennen Sie Peter Mersch?
http://www.amazon.de/Hurr...
http://www.amazon.de/Die-...
http://www.amazon.de/Evol...
Aber obere Theorie finde ich sehr interessant....
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren