Astronomie Bleistift-Spuren im Mondgesicht
Auf dem Mond muss es Kohlenstoff in Reinform geben, vermuten Forscher. Sie fanden Graphit in einem Mond-Stückchen, das Astronauten schon 1972 zur Erde gebracht hatten.
© Robert Michael/AFP/Getty Images

Vollmond über der Kunstakademie in Dresden. Auch ohne Fernrohr lassen sich die Mondkrater erkennen, die vor rund vier Milliarden Jahren bei Asteroiden-Einschlägen entstanden
Die beiden Astronauten Harrison Schmitt und Eugene Cernan sind die bislang letzten Menschen, die den Mond betreten haben. Ganze 38 Jahre ist es her, dass sie nach ihrer Landung im Taurus-Littrow-Tal, ganz in der Nähe des Mare Serenitatis , ein winziges Stückchen Gestein aufsammelten. Zurück auf der Erde wurde das Steinchen unter der Nummer 72255 im Johnson Space Center in Houston von der Weltraumbehörde Nasa archiviert. Insgesamt brachte die Besatzung der Apollo 17-Mission 1972 mehr als 100 Kilogramm Mondgestein mit.
Jetzt hat die kleine Mondprobe neue Beachtung gefunden, denn Wissenschaftler um Andrew Steele vom Carnegie-Institut in Washington haben darin Spuren von Graphit und damit erstmals Kohlenstoff in Reinform entdeckt. Das Ergebnis ihrer Forschungen stellen sie in der aktuellen Ausgabe des Magazins Science vor. "Eigentlich haben wir im Rahmen einer anderen Studie an Fundstück Nummer 72255 gearbeitet, bei der wir Apatit-Gestein auf Wasservorkommen untersuchten ", sagte Steele. Aus Neugier analysierte der Biochemiker das Steinchen genauer – und fand festen Kohlenstoff.
Graphit ist ein Mineral, das wir aus der Mine von Bleistiften kennen. Es ist eine der drei festen Formen, in der wir reinen Kohlenstoff kennen, neben Diamanten und Fullerenen , kugelförmigen Molekülen, die in ihrem Aufbau der Struktur eines Fußballs gleichen.
Auf den Mond gelangte die Probe vermutlich vor vier Milliarden Jahren in der Zeit des Großen Bombardements. Damals trafen zahlreiche Einschläge zum Teil riesiger Asteroiden den Mond, die unterschiedliches Material dorthin brachten. Auch die Erde war einem solchen Asteroiden-Sturm ausgesetzt. Doch wurden die Krater auf unserem Planeten durch Wind und Wetter weitgehend abgetragen. Auf dem Mond gibt es keine Atmosphäre, daher sind die Mondmeere und -gebirge auch heute noch gut zu erkennen. Und der Mond ein wichtiges Forschungsobjekt für Geologen, die anhand von Gesteinsspuren mehr über die Entstehung unseres Sonnensystems herausfinden wollen.
Um die Zusammensetzung des Gesteins zu bestimmen, durchleuchteten die Wissenschaftler es mit Laserstrahlen. Dabei wird das Licht beim Auftreffen auf die Probe entsprechend seiner unterschiedlichen Wellenlängen gestreut. Die Forscher interessierte in diesem Fall ein ganz bestimmter Effekt, den Physiker als Raman-Streuung kennen. "Dabei werden die Laserstrahlen nach dem Auftreffen auf das Gestein in einer anderen Frequenz reflektiert, die Rückschlüsse auf das Material zulässt", sagt Andres Steele.
Er und sein Team stießen so auf nur wenige Nanometer kleine Graphit-Bläschen und Graphit-Kristalle, die wie winzige Nadeln angeordnet waren. Dass die Probe vom Mond nachträglich mit irdischem Graphit verunreinigt wurde, halten die Wissenschaftler für unwahrscheinlich. Dagegen spreche die spezielle Anordnung der Kristalle im Gestein, schreiben sie in Science .
Der Brocken Nummer 72255 setzt sich aus verschiedenen Fragmenten zusammen und entstand vermutlich bei einem Asteroiden-Einschlag. Nach Ansicht der Wissenschaftler war das Graphit entweder bereits in dem Asteroiden enthalten, als er auf dem Mond einschlug, oder es bildete sich während des Aufpralls aus kohlenstoffhaltigem Gas.
"Unsere Entdeckung lässt vermuten, dass Kohlenstoff in Graphitform und vielleicht auch in anderen Zuständen mit Asteroiden auf den Mond kam, sich mit Felsgestein verbunden hat, und dort überdauerte", sagt Steele. Und er erwartet weitere Entdeckungen dieser Art. Die Untersuchungsmethoden seien sehr viel besser geworden, weswegen in den Mondproben, die Apollo-Astronauten zur Erde brachten, möglicherweise noch großes Potenzial für die Forschung stecke.
- Datum 01.07.2010 - 19:44 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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DAs wäre doch echt spannend wenn der Mond wertvolle SChätze hätte. Die Nationen der Welt gieren nach den Rohstoffen des Mondes dann gibts wohl bald auch Mondtourismus =)
außer er kommt in der Form von Diamanten vor.
Graphit und Ruß, andere sehr viel häufigere Kohlenstoffformen, lohnen eine Mondexpedition nicht. Bleistifte kosten ja bekanntlich kein Vermögen.
Das interessante an dieser Entdeckung ist etwas ganz anderes.
Ohne Kohlenstoff sind Aminosäuren und Eiweiß, die unerlässlichen Voraussetzungen für Leben wie wir es auf der Erde kennen, nicht möglich.
Vorsorglicher Hinweis: Damit will ich nicht andeuten, dass es den Mann auf dem Mond gibt.
außer er kommt in der Form von Diamanten vor.
Graphit und Ruß, andere sehr viel häufigere Kohlenstoffformen, lohnen eine Mondexpedition nicht. Bleistifte kosten ja bekanntlich kein Vermögen.
Das interessante an dieser Entdeckung ist etwas ganz anderes.
Ohne Kohlenstoff sind Aminosäuren und Eiweiß, die unerlässlichen Voraussetzungen für Leben wie wir es auf der Erde kennen, nicht möglich.
Vorsorglicher Hinweis: Damit will ich nicht andeuten, dass es den Mann auf dem Mond gibt.
außer er kommt in der Form von Diamanten vor.
Graphit und Ruß, andere sehr viel häufigere Kohlenstoffformen, lohnen eine Mondexpedition nicht. Bleistifte kosten ja bekanntlich kein Vermögen.
Das interessante an dieser Entdeckung ist etwas ganz anderes.
Ohne Kohlenstoff sind Aminosäuren und Eiweiß, die unerlässlichen Voraussetzungen für Leben wie wir es auf der Erde kennen, nicht möglich.
Vorsorglicher Hinweis: Damit will ich nicht andeuten, dass es den Mann auf dem Mond gibt.
..gibt es mich! Im übrigen ist hier kein Graphit, hier ist alles aus Käse ;)
Nach Ansicht unserer emsigen deutschen Verschwörungsttheoretiker waren die Amerikaner ja überhaupt nie auf dem Mond. Was für eine Erklärung haben sie wohl für das Mondgestein?
Die Paar Steinchen haben die irgendwo am weggesrand zusammen gesammelt, kann ja jeder behaupten, dass er auf dem Mond gewesen wäre und was mitgenommen hat.
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf rein verschwörungstheoretische Beiträge und setzen Sie sich stattdessen bitte sachlich mit dem Thema auseinander. Danke. Die Redaktion/cs
Entfernt. Bitte sehen Sie von verschwörungstheoretischen Fragen ab und beteiligen Sie sich bitte mit sachlichen Beiträgen an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/cs
Oh mein Gott, wie kann man nur so einen Schwachsinn zusammenschreiben?!
Da ich aufgrund der letzten Sätze nicht davon ausgehen kann, dass dieser Kommentar ironisch gemeint war muss ich doch sagen, dass es sich hie rum einen miserabel informierten Kleingeist handelt.
Dazu das Lunar Laser Ranging:
Ganz infaches Prinzip, Apollo-11 hat im Jahre 1969 Laser-Retroreflektoren auf dem Mond installiert (zwei weitere haben Apollo-14 und 15 im Jahre 1971 installiert)
Es wird nun ein Laserimpuls von der Erde zum Mond auf diese Reflektoren geschossen und auf der Erde mit Hilfe eines Photomultipliers wieder aufgenommen.
Durch die Zeitdifferenz (und mit Hilfe der bekannten Laser-/Lichtgeschwindigkeit) lässt sich so die Distanz zwischen Mond und Erde bestimmen.
Dieses Verfahren wäre unmöglich, würden nicht auf dem drei Reflektoren installiert sein.
Wer das ganze genauer nachlesen will, kauft sich einfach ein Astronomiebuch oder guckt einfach mal bei Wikipedia rein.
http://de.wikipedia.org/w...
Wer das ganze dann immer noch nicht glaubt, einfach mal nachmachen oder zu einem der Observatorien gehen und sich das ganze Angucken.
Aber bitte, bitte nicht dumm irgendwelche Verschwörungstheorien in die Welt blasen, weil man selbst grad nichts zu tun hat und aus irgendeinem Grund die bösen Amis nicht mag.
Das ganze Prinzip noch einmal humuristisch Verpackt aber immer noch korrekt:
http://www.youtube.com/wa...
Zensur bei der Zeit. So weit sind wir also schon gekommen, dass Wahrheit als "Verschwörungstheorie" gebrandmarkt und zensiert wird.
Naja mich wundert eh nichts mehr, seit die Zeit zum Teil sogar dieselben gekauften Artikel wie Spiegel benutzt, Werbung für Krieg und Gentechnik macht, und der Spiegel zum Großteil nur noch Boulevardpresse à la Bild Zeitung macht.
Was unterscheidet einen Politiker von einem Journalisten ? - Der eine lügt für eine Partei der andere für alle
Oh mein Gott, sie sind wirklich Immun gegen Erkenntnis, Einsicht und Wissen.
Sie sind einfach nicht in der Lage wissenschaftliche Fakten richtig zu Interpretieren geschweige denn auf sie einzugehen.
Anstatt einfach mal auf alle und jeden loszugehen, zu wettern und zu hetzen, lesen sie sich bitte erst einmal meinen Artikel und die dazu angegebenen Hintergrundinformationen durch.
Dann würde ich gerne mal ihre Meinung bzw. Verschör...entschuldigung, Wahrheit über die lunaren Reflektoren lesen.
Denken sie bitte nach bevor sie gegen etwas Hetzen von dem sie keine Ahnung haben!
Ich hab mir ihre Lebensgeschichte (in einem ihrer Kommentare zu einem anderen Artikel) durchgelesen.
Und wenn sie den "gleichgeschalteten Medien" nicht mehr glauben, dann lesen sie ein FACHBUCH, oder befragen einen Wissenschaftler oder Professor.
Sonst kann ich ihnen auch nicht weiterhelfen.
Liebe Redaktion,
bitte, so Ihnen das möglich ist, stellen Sie die beiden gelöschten Kommentare wieder her. Wenn sich die beiden User lächerlich machen wollen, bitte sehr.
Behauptungen, die USA wären nicht auf dem Mond gelandet sind üblicherweise mit elementarer Logik auf Kindergartenniveau zu widerlegen, sie zu zensieren wäre aber unwissenschaftlich. Mich würden zumindest die "Argumente" interessieren.
Oh mein Gott, sie sind wirklich Immun gegen Erkenntnis, Einsicht und Wissen.
Sie sind einfach nicht in der Lage wissenschaftliche Fakten richtig zu Interpretieren geschweige denn auf sie einzugehen.
Anstatt einfach mal auf alle und jeden loszugehen, zu wettern und zu hetzen, lesen sie sich bitte erst einmal meinen Artikel und die dazu angegebenen Hintergrundinformationen durch.
Dann würde ich gerne mal ihre Meinung bzw. Verschör...entschuldigung, Wahrheit über die lunaren Reflektoren lesen.
Denken sie bitte nach bevor sie gegen etwas Hetzen von dem sie keine Ahnung haben!
Ich hab mir ihre Lebensgeschichte (in einem ihrer Kommentare zu einem anderen Artikel) durchgelesen.
Und wenn sie den "gleichgeschalteten Medien" nicht mehr glauben, dann lesen sie ein FACHBUCH, oder befragen einen Wissenschaftler oder Professor.
Sonst kann ich ihnen auch nicht weiterhelfen.
Liebe Redaktion,
bitte, so Ihnen das möglich ist, stellen Sie die beiden gelöschten Kommentare wieder her. Wenn sich die beiden User lächerlich machen wollen, bitte sehr.
Behauptungen, die USA wären nicht auf dem Mond gelandet sind üblicherweise mit elementarer Logik auf Kindergartenniveau zu widerlegen, sie zu zensieren wäre aber unwissenschaftlich. Mich würden zumindest die "Argumente" interessieren.
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