Umfrage Wie sehr vertrauen wir der Wissenschaft?
Das Wissenschaftsmagazin "Nature", der "Scientific American" und dessen deutsche Ausgabe "Spektrum der Wissenschaft" befragen Menschen im Netz nach ihrem Vertrauen in die Forschung. Hier können Sie teilnehmen.
Die Folgen des Klimawandels, die Zukunft der Energieversorgung, der Kampf gegen Krankheiten, Hunger und Naturzerstörung: Hinter vielen Schlagzeilen, die uns heute über den Zustand der Welt informieren, verbirgt sich ein wissenschaftliches Thema.
Doch wie nehmen wir als Gesellschaft Wissenschaft und Wissenschaftler überhaupt wahr? Welche Haltung haben wir gegenüber den Verfahren und Denkweisen der Wissenschaft? Wieviel Wert messen wir ihren Ergebnissen bei? Und wie denken Menschen in unterschiedlichen Ländern über all diese Fragen?
Diese Umfrage wird derzeit in vielen Ländern weltweit durch das New Yorker Wissenschaftsmagazin Scientific American und dessen internationale Ausgaben, darunter Spektrum der Wissenschaft , in Kooperation mit dem britischen Fachmagazin Nature durchgeführt. Auch ZEIT-ONLINE-Leser haben hier die Möglichkeit, an der Umfrage teilzunehmen. Über die Ergebnisse wird berichtet.
- Datum 30.06.2010 - 12:36 Uhr
- Quelle spektrumdirekt.de
- Kommentare 12
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eher lauten, wie sehr vertrauen sie der Wirtschaft, denn hinter jeder Studie, jedem neuen Medikament, jedem neuen Fortschritt, stehen Wirtschaftliche Interessen.
Also ist meine Antwort dazu : Ein sehr geringes Vertrauen.
Wirtschaftliche Interessen sind nicht zu vermeiden und per se auch nicht gefährlich. Bei den von Ihnen genannten Beispielen - Medikamente, Forschung - werden zumindest Werkzeuge verwendet, um die Macht der wirtschaftlichen Interessen durch objektive Faktoren einzuschränken. Problematisch ist es dagegen, wenn man sich von diesen Werkzeugen lossagt und dem Irrsinn Tür und Tor öffnet. Daher finde ich es gefährlich, wenn in z. B. der Homöopathie, der Esoterik, der Astrologie usw keine Kontrollinstanzen mehr existieren und nur noch die puren wirtschaftlichen Interessen zählen. Geradezu absurd wird es, wenn diese Geschäftemacherei mit den existierenden aber Kontrollen unterworfenen wirtschaftlichen Interessen der seriösen Seite begründet wird.
Wirtschaftliche Interessen sind nicht zu vermeiden und per se auch nicht gefährlich. Bei den von Ihnen genannten Beispielen - Medikamente, Forschung - werden zumindest Werkzeuge verwendet, um die Macht der wirtschaftlichen Interessen durch objektive Faktoren einzuschränken. Problematisch ist es dagegen, wenn man sich von diesen Werkzeugen lossagt und dem Irrsinn Tür und Tor öffnet. Daher finde ich es gefährlich, wenn in z. B. der Homöopathie, der Esoterik, der Astrologie usw keine Kontrollinstanzen mehr existieren und nur noch die puren wirtschaftlichen Interessen zählen. Geradezu absurd wird es, wenn diese Geschäftemacherei mit den existierenden aber Kontrollen unterworfenen wirtschaftlichen Interessen der seriösen Seite begründet wird.
Dieses Stichwort sagt valles über das Mainstreemkartenhaus
der heutigen "unabhängigen" Wissenschaften aus!
Ich glaube, dass es anders als noch vor 20 Jahren, Wissenschaftfelder gibt die man als seriöser Mensch nicht beackern sollte! Es sei denn man ist, wie einst Giordano Bruno, bereit mit seiner Existenz zu spielen!
Es entbehrt nicht einer gehörigen Portion Ironie, dass Sie "climagate" ansprechen.
Denn ich gehe davon aus, dass Sie regelmäßig Zeitung lesen, aber dennoch nicht mitbekommen haben, dass Monate nach der Konferenz die Zeitung, welche die Story maßgeblich mit verbreitet hat, zugeben musste, dass nichts dran ist.
All die Zeitungen, welche nur die Nachrichten abgeschrieben haben, haben von diesem kleinen Korrekturartikel nichts mitgekriegt und dementsprechend nicht darüber berichtet.
Heute glaubt doch tatsächlich Hinz und Kunz, die globale Erwärmung wäre eine Verschwörung des Weltklimarats und ein paar Wissenschaftlern.
Quellen:
1) http://www.newsweek.com/b...
2) http://www.wissenslogs.de...
3) http://www.fr-online.de/i...
Die Konsequenz aus dem Skandal, der keiner ist, aber dennoch seinen Zweck nicht verfehlt hat, muss jeder für sich selbst ziehen.
"Climategate" ist eines der besten Beispiele dafür, wie weit sich die Gesellschaft von der Wissenschaft entfernt hat und wie wenig grundlegende wissenschaftliche Vorgehensweisen und Werkzeuge, wie beispielsweise elementare Logik, in den nicht wissenschaftlich bewanderten Bevölkerungsschichten verankert sind und verstanden werden. Insbesondere der Vorwurf des Betrugs auf dem Gebiet der Klimaerwärmung ist nichts weniger als lachhaft, da dieser Vorwurf die stillschweigende Annahme voraussetzt, dass Temperaturwerte seit 150 Jahren systematisch durch tausende Wissenschaftler bereits in einer Zeit gefälscht wurden da die Klimatologie noch nicht einmal ein eigenständiges Fachgebiet darstellte.
Habe ich Sie eigentlich richtig verstanden, dass man vor zwanzig Jahren Astrologie noch als anständiger Mensch betreiben konnte?
(Btw.: Anders als bei der Astrologie sind die Thesen der Klimatologie überprüfbar. Und: Hier schreibt ein Physiker, kein Klimatologe.)
Es entbehrt nicht einer gehörigen Portion Ironie, dass Sie "climagate" ansprechen.
Denn ich gehe davon aus, dass Sie regelmäßig Zeitung lesen, aber dennoch nicht mitbekommen haben, dass Monate nach der Konferenz die Zeitung, welche die Story maßgeblich mit verbreitet hat, zugeben musste, dass nichts dran ist.
All die Zeitungen, welche nur die Nachrichten abgeschrieben haben, haben von diesem kleinen Korrekturartikel nichts mitgekriegt und dementsprechend nicht darüber berichtet.
Heute glaubt doch tatsächlich Hinz und Kunz, die globale Erwärmung wäre eine Verschwörung des Weltklimarats und ein paar Wissenschaftlern.
Quellen:
1) http://www.newsweek.com/b...
2) http://www.wissenslogs.de...
3) http://www.fr-online.de/i...
Die Konsequenz aus dem Skandal, der keiner ist, aber dennoch seinen Zweck nicht verfehlt hat, muss jeder für sich selbst ziehen.
"Climategate" ist eines der besten Beispiele dafür, wie weit sich die Gesellschaft von der Wissenschaft entfernt hat und wie wenig grundlegende wissenschaftliche Vorgehensweisen und Werkzeuge, wie beispielsweise elementare Logik, in den nicht wissenschaftlich bewanderten Bevölkerungsschichten verankert sind und verstanden werden. Insbesondere der Vorwurf des Betrugs auf dem Gebiet der Klimaerwärmung ist nichts weniger als lachhaft, da dieser Vorwurf die stillschweigende Annahme voraussetzt, dass Temperaturwerte seit 150 Jahren systematisch durch tausende Wissenschaftler bereits in einer Zeit gefälscht wurden da die Klimatologie noch nicht einmal ein eigenständiges Fachgebiet darstellte.
Habe ich Sie eigentlich richtig verstanden, dass man vor zwanzig Jahren Astrologie noch als anständiger Mensch betreiben konnte?
(Btw.: Anders als bei der Astrologie sind die Thesen der Klimatologie überprüfbar. Und: Hier schreibt ein Physiker, kein Klimatologe.)
Es entbehrt nicht einer gehörigen Portion Ironie, dass Sie "climagate" ansprechen.
Denn ich gehe davon aus, dass Sie regelmäßig Zeitung lesen, aber dennoch nicht mitbekommen haben, dass Monate nach der Konferenz die Zeitung, welche die Story maßgeblich mit verbreitet hat, zugeben musste, dass nichts dran ist.
All die Zeitungen, welche nur die Nachrichten abgeschrieben haben, haben von diesem kleinen Korrekturartikel nichts mitgekriegt und dementsprechend nicht darüber berichtet.
Heute glaubt doch tatsächlich Hinz und Kunz, die globale Erwärmung wäre eine Verschwörung des Weltklimarats und ein paar Wissenschaftlern.
Quellen:
1) http://www.newsweek.com/b...
2) http://www.wissenslogs.de...
3) http://www.fr-online.de/i...
Die Konsequenz aus dem Skandal, der keiner ist, aber dennoch seinen Zweck nicht verfehlt hat, muss jeder für sich selbst ziehen.
"Climategate" ist eines der besten Beispiele dafür, wie weit sich die Gesellschaft von der Wissenschaft entfernt hat und wie wenig grundlegende wissenschaftliche Vorgehensweisen und Werkzeuge, wie beispielsweise elementare Logik, in den nicht wissenschaftlich bewanderten Bevölkerungsschichten verankert sind und verstanden werden. Insbesondere der Vorwurf des Betrugs auf dem Gebiet der Klimaerwärmung ist nichts weniger als lachhaft, da dieser Vorwurf die stillschweigende Annahme voraussetzt, dass Temperaturwerte seit 150 Jahren systematisch durch tausende Wissenschaftler bereits in einer Zeit gefälscht wurden da die Klimatologie noch nicht einmal ein eigenständiges Fachgebiet darstellte.
Habe ich Sie eigentlich richtig verstanden, dass man vor zwanzig Jahren Astrologie noch als anständiger Mensch betreiben konnte?
(Btw.: Anders als bei der Astrologie sind die Thesen der Klimatologie überprüfbar. Und: Hier schreibt ein Physiker, kein Klimatologe.)
Wirtschaftliche Interessen sind nicht zu vermeiden und per se auch nicht gefährlich. Bei den von Ihnen genannten Beispielen - Medikamente, Forschung - werden zumindest Werkzeuge verwendet, um die Macht der wirtschaftlichen Interessen durch objektive Faktoren einzuschränken. Problematisch ist es dagegen, wenn man sich von diesen Werkzeugen lossagt und dem Irrsinn Tür und Tor öffnet. Daher finde ich es gefährlich, wenn in z. B. der Homöopathie, der Esoterik, der Astrologie usw keine Kontrollinstanzen mehr existieren und nur noch die puren wirtschaftlichen Interessen zählen. Geradezu absurd wird es, wenn diese Geschäftemacherei mit den existierenden aber Kontrollen unterworfenen wirtschaftlichen Interessen der seriösen Seite begründet wird.
Ich habe nun an dieser Umfrage teilgenommen, und man erkennt, dass die Autoren derselben schon nicht richtig verstehen, was Vertrauen in die Wissenschaft bedeutet.
Man kann natürlich der Wissenschaft vertrauen, wie man einer Religion oder Ideologie, oder vielleicht sogar einer anderen Person vertraut. Vertrauen ist da etwas, was dem menschlichen Wesen entspricht und auf irgendwie positiven Erfahrungen beruht.
Vertrauen in die Wissenschaft sollte aber das Vertrauen in die eigene Vernunft sein. Ich vertraue der wissenschaftlichen Methode (insbesondere der, der Naturwissenschaften, aber durchaus auch anderen), weil ich sie verstanden habe. Ich vertraue ihren Ergebnissen, wenn ich halbwegs einschätzen kann, dass diese Methodik ordentlich angewandt wurde und ich vertraue den Ergebnissen soweit das die Methodik hergibt.
Ich vertraue sicher nicht allem, was Repräsentanten der Wissenschaft (also in erster linie Forscher irngend einer Art) von sich geben, wenn das über ihre reinen Forschugsergebnisse hinausgeht oder ich nichts über das Entstehen dieser Ergebnisse weiß. Ich vertraue schon gar nicht der Interpretation dieser Ergebnisse, die dann an mich herangetragen werden.
Ein solcher rationaler Zugang zu Wissenschaft ist nach meinem Eindruck das, was fehlt, die entweder wissenschaftliche Erkenntnisse weitgehend ablehnen oder jede neue wissenschaftlich gefärbte Behauptung glauben.
Die Studie misst aber vor allem das: Wie sehr wird wissenschaftlichen Authoritäten vertraut.
Man vertraut in Gott, in die Kirche oder in die Gunst der Stunde. Aber gerade der Wissenschaft zu vertrauen, wäre grundfalsch. Vertrauen läuft dem Prinzip der Wissenschaft entgegen, denn Wissenschaft beruht auf der menschlichen Fähigkeit des Zweifelns und Hinterfragens. Was die Wissenschaft tatsächlich an Wissen generiert, ist nur leider schwer zu erahnen, denn die sensationsverliebte Presse bringt a) nur Meldungen aus der Wissenschaft, die sich gut vermarkten lassen und b) überhöht diese teils in so grotesker Weise, daß weniger versierte Leser leicht die falschen Schlüsse ziehen. Daher sollte die Frage eher lauten: Wie sehr vertrauen wir in die Medien, die uns jeden Happen bis zur Unkenntlichkeit vorkauen. Antwort ist auch ganz einfach: uneingeschränkt.
Die Umfrage schonmal ausprobiert? Unbeholfene Suggestivfragen, Abfrage von Kreationismus und ganz viel anderes Zeug, was auf ein doch sehr traditionelles "deficit-model"-Wissenschaftsbild der 'Autoren' schließen lässt. So bestätigen sich nur die eigenen Vorurteile und kann mich als Kämpfer gegen die anti-wissenschaftliche und anti-fortschrittliche, immer noch total unwissende Öffentlichkeit bestätigen.
Ein halbes Jahrhundert Science Studies sind offensichtlich in der Nature-Redaktion noch nicht mal ansatzweise angekommen. Ach ja, da war ja was:
Man mag diese Sozialwissenschaftler nicht so, die haben keine Methoden und können ihre Objekte nicht anfassen und in irgendwelchen Geräten rumschubsen. Dann ist aber auch ein Fragebogen überflüssig, der "Einstellungen" abfragt und das auch noch so schlecht macht. Oder ist das die vielgerühmte naturwissenschaftliche Objektivität, Genauigkeit und Rationalität? Kästchen zum Auszählen?.
Hätte man vielleicht doch mal mit einem von 'Denen' reden sollen.
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