Astrophysik Ein Monsterauge sucht die Dunkle Energie
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Das Rätsel um die Dunkle Materie und die Dunkle Energie

Dunkle Materie und Dunkle Energie stellen Kosmologen vor ein Rätsel, da sie beides nicht erklären können. Noch dazu bewirken die beiden Phänomene sogar jeweils das genaue Gegenteil des anderen. Das ist zumindest die Theorie. Während Dunkle Materie dafür sorgt, dass sich Sterne zu Galaxien und Galaxien zu Galaxienhaufen zusammenballen, treibt die Dunkle Energie das All immer weiter und immer schneller auseinander. Irgendwann in der Geschichte des Universums muss es zu einem Umschwung gekommen sein, der die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Alls von "immer langsamer" auf "immer schneller" umgestellt hat. Obschon die Expansion des Weltraums durch die Ansammlung von Materie zunächst abgebremst wurde, gewann die ominöse Dunkle Energie irgendwann die Oberhand und sorgt nunmehr dafür, dass sich der Kosmos beschleunigt ausdehnt.

"Eigentlich wissen wir nur, was die Dunkle Energie nicht ist und was sie nicht tut", sagt Richard Massey vom Royal Observatory im schottischen Edinburgh . Sie leuchte nicht, sie reflektiere nicht, sie reagiere nicht mit der übrigen Materie. "Es ist eine Art Parallelwelt, die sich ausschließlich durch ihre Anziehungskraft nachweisen lässt." Fast ein Viertel des gesamten Universums besteht aus der unverstandenen Dunklen Materie, und sogar fast drei Viertel bestehen aus der ebenso ominösen Dunklen Energie. "Diese unbekannte Form von Energie spielt sich bislang völlig außerhalb des menschlichen Wahrnehmungsbereiches ab", sagt Sandra Faber, Professorin für Astronomie und Astrophysik am Lick Observatorium der Universität von Kalifornien.

120 Wissenschaftler aus 13 Forschungseinrichtungen in den USA, Brasilien, Spanien und Großbritannien werden deswegen ab 2011 rund 200.000 Galaxien mit der Dark Energy Camera fotografieren. Fünf Jahre lang wollen sie jede Nacht mehr als 100 Aufnahmen machen und diese zur Auswertung an die Universität von Illinois schicken. Anfang kommenden Jahres soll die Dark Energy Camera vom Fermilab auf die Reise zum Teleskop in den chilenischen Anden gehen, wo nach wenigen Monaten das Sammeln der Bilder beginnen wird.

 
Leser-Kommentare
    • ERM
    • 29.07.2010 um 11:17 Uhr

    Es gibt keine dunkle Materie. Es wird irgendwann anti Gravitation entdeckt und dann funktionieren die Gleichungen auch wieder. Von allem gibt es plus und Minus nur Gravitation und dunkte Masse soll es geben.

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    ... so einfach ist es nicht. Aber dass die Dunkle Materie verdammt nach dem Lichtwellenäther riecht, an den man bis zu den Experimenten von Michelson (1881) und Morley (1887) glaubte, das scheint mir eindeutig.

    Und wenn schon: Was gibt es spannenderes, als sich zu irren? Wie sonst hätten wir je so etwas wie Wissenschaft entwickeln können?

    ... so einfach ist es nicht. Aber dass die Dunkle Materie verdammt nach dem Lichtwellenäther riecht, an den man bis zu den Experimenten von Michelson (1881) und Morley (1887) glaubte, das scheint mir eindeutig.

    Und wenn schon: Was gibt es spannenderes, als sich zu irren? Wie sonst hätten wir je so etwas wie Wissenschaft entwickeln können?

  1. ... so einfach ist es nicht. Aber dass die Dunkle Materie verdammt nach dem Lichtwellenäther riecht, an den man bis zu den Experimenten von Michelson (1881) und Morley (1887) glaubte, das scheint mir eindeutig.

    Und wenn schon: Was gibt es spannenderes, als sich zu irren? Wie sonst hätten wir je so etwas wie Wissenschaft entwickeln können?

    Antwort auf "ach was"
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    • PGMN
    • 29.07.2010 um 14:29 Uhr

    Der Lichtwellenäther müsste, sollten nicht eine ganze Menge anderer physikalischer Grundsätze verletzt sein, homogen und isotrop über das Universum verzteilt sein. Dies ist aber, was man aus Beobachtungen des kosmischen Mikrowellenhintergrundes und galaktischen radialen Geschwindigkeitsverteilungen schließen kann, nicht der Fall.

    Viel interessanter in dieser Hinsicht hingegen ist, denke ich, die dunkle Energie, denn diese entspricht tatsächlich der kosmologischen Konstanten, die Einstein damals als "meine größte Eselei" bezeichnete.

    • PGMN
    • 29.07.2010 um 14:29 Uhr

    Der Lichtwellenäther müsste, sollten nicht eine ganze Menge anderer physikalischer Grundsätze verletzt sein, homogen und isotrop über das Universum verzteilt sein. Dies ist aber, was man aus Beobachtungen des kosmischen Mikrowellenhintergrundes und galaktischen radialen Geschwindigkeitsverteilungen schließen kann, nicht der Fall.

    Viel interessanter in dieser Hinsicht hingegen ist, denke ich, die dunkle Energie, denn diese entspricht tatsächlich der kosmologischen Konstanten, die Einstein damals als "meine größte Eselei" bezeichnete.

  2. ...sagen die meisten internationalen Meldungen zu dem Thema, nicht 520.

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    Redaktion

    ...sind korrekt. Danke für den Hinweis, lieber Herr Rasch.

    Im Text wurde die Zahl geändert.

    Grüße

    Redaktion

    ...sind korrekt. Danke für den Hinweis, lieber Herr Rasch.

    Im Text wurde die Zahl geändert.

    Grüße

  3. Redaktion

    ...sind korrekt. Danke für den Hinweis, lieber Herr Rasch.

    Im Text wurde die Zahl geändert.

    Grüße

    Antwort auf "570 Megapixel..."
    • PGMN
    • 29.07.2010 um 14:29 Uhr

    Der Lichtwellenäther müsste, sollten nicht eine ganze Menge anderer physikalischer Grundsätze verletzt sein, homogen und isotrop über das Universum verzteilt sein. Dies ist aber, was man aus Beobachtungen des kosmischen Mikrowellenhintergrundes und galaktischen radialen Geschwindigkeitsverteilungen schließen kann, nicht der Fall.

    Viel interessanter in dieser Hinsicht hingegen ist, denke ich, die dunkle Energie, denn diese entspricht tatsächlich der kosmologischen Konstanten, die Einstein damals als "meine größte Eselei" bezeichnete.

    Antwort auf "Ich fürchte, ..."
    • jaha
    • 29.07.2010 um 14:32 Uhr

    Im allgemeinen Sprachgebrauch impliziert das Wort "Weltraumteleskop" nicht, daß das Teleskop in den Weltraum schaut, sondern daß es sich außerhalb der Erdatmosphäre befindet (siehe z.B. http://de.wikipedia.org/w...).
    In Anbetracht der Tatsache daß das Blanco 4-meter-Teleskop, an dem die DECam installiert werden soll, in den chilenischen Anden steht, sollte die Formulierung im Teaser vielleicht noch einmal überdacht werden.

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