Astronomie Forscher entdecken bislang hellsten Stern
Der R136a1 strahlt zehn Millionen Mal stärker als die Sonne und hat die 265-fache Masse. Ein Forscherteam entdeckte den Rekordstern in 165.000 Lichtjahren Entfernung.
Ein internationales Astronomenteam hat in einem Sternhaufen einen Riesenstern entdeckt, dessen Masse 265 mal größer ist als die der Sonne. Das Team um Paul Crowther von der britischen Universität Sheffield und des Astrophysikalischen Instituts in Potsdam führten die Untersuchung mithilfe des sogenannten Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile durch.
Demnach hat der Rekordstern mit der Nummer R136a1 aus dem Sternhaufen RMC 136a fast die zehnmillionenfache Leuchtkraft der Sonne und ist damit der hellste bislang entdeckte Stern.
Die Ergebnisse der Studie sollen in dem britischen Fachmagazin Monthly Notices of the Royal Astronomical Society veröffentlicht werden.
Bei seiner Entstehung dürfte der Stern sogar mehr als die 300-fache Masse der Sonne gehabt haben. Bislang galt das 150-fache der Sonne als höchstmögliche Masse, die ein Stern haben kann, ohne instabil zu werden.
"Im Gegensatz zu Menschen werden solche Sterne als Schwergewichte geboren", sagte Crowther. "Anstatt zu wachsen, nehmen sie ab, wenn sie älter werden." Sehr massereiche Sterne erzeugten starke Winde, die wiederum Materie von der Oberfläche des Sterns nach außen trieben.
Die Forscher stießen in ihren Beobachtungen auf zwei Sternhaufen und entdeckten mehrere Riesensterne, die allesamt millionenfach heller sind als die Sonne. Der Sternhaufen RMC 136a, in dem sich der Rekordstern befindet, liegt in 165.000 Lichtjahren Entfernung, der zweite mit der Kennung NGC 3603 ist 22.000 Lichtjahre von der Erde entfernt.
- Datum 21.07.2010 - 16:28 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP
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Wer will denn auf diese Distanz den Supersternhaufen in Einzelsterne auflösen ? Man kann ja noch nicht mal genau bestimmen aus wieviel Sternen das System Eta Carinae besteht und das befindet sich nicht in einer anderen Galaxie. Genauso schwanken die Gewichtsangaben für VV Cephei zwischen 25 und 100 Sonnenmassen. Und dann will man für ein Objekt das 20x weiter entfernt ist mit exakt 265 Sonnenmassen definieren? Sollte mich nicht wundern wenn man in ein paar Jahren lesen kann, das es sich bei R136a1 um ein Mehrfachsternsystem handelt, und so die Masse wieder mal nach unten korrigiert wird.
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