Bakterium NDM-1 Das Ende der Antibiotika
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"Manche Leute nehmen Antibiotika wie Smarties"

Weil diese Resistenzen häufig auf Plasmide, kleine Genringe außerhalb des Erbguts, ausgelagert sind, können sie leicht von Zelle zu Zelle weitergegeben werden. In der Darmflora des Menschen begegnen sich dann Bakterien aus der Umwelt und Krankheitserreger und können sich austauschen. Normalerweise übernehmen die Erreger solche Resistenzen nicht, weil sie keinen Vorteil bieten. "Nur wenn die Keime Antibiotika ausgesetzt sind, dann haben die mit Resistenz einen Überlebensvorteil", sagt Elisabeth Meyer von der Charité.

Das größte Problem sei deshalb, dass mit Antibiotika so sorglos umgegangen werde. "Im Gegensatz zu Holland darf in Deutschland jeder Arzt oder Zahnarzt Antibiotika verschreiben. Dort dürfen es nur Spezialisten", sagt Meyer. "Manche Leute nehmen das wie Smarties", kritisiert sie. Dabei seien Antibiotika weder fiebersenkenden Mittel noch Schmerztabletten. "Wenn ich unnötig Antibiotika nehme, dann zerstöre ich ein wirksames Medikament und das ist ein soziales Gut."

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Einen vernünftigen Umgang mit Antibiotika fordert auch Martin Kaase vom NRZ: "Antibiotika sollten vermieden werden, wo es geht und breit wirksame Antibiotika nur dann eingesetzt werden, wenn schmalere nicht ausreichend wirken würden." Patienten sollten beachten, dass sie die Antibiotika regelmäßig und bis zum Ende einnehmen. Auch der Einsatz von Antibiotika in der Tierzucht trage zu dem Problem bei. Außerdem müssten sich Krankenhäuser auf die Resistenzen einstellen. "Risikopatienten, die zum Beispiel aus bestimmten Ländern kommen, müssen schon bei der Aufnahme untersucht werden", sagt er.

Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass Deutschland allein das Problem lösen kann. "In Ländern wie den USA und China wird noch sorgloser mit Antibiotika umgegangen als in Deutschland", sagt Meyer. "Das sind Riesenlaboratorien für die Züchtung von Resistenzen."

Erschienen im Tagesspiegel

*Text von der Redaktion geändert

 
Leser-Kommentare
  1. ... noch ein paar Monate, dann verkaufen uns die Pharmakonzerne wieder ein neues "Impfmittel", das uns vor den katastrophalen Folgen dieser Bakterien schützen soll.
    Vorher aber nochmal Panikmache a la BILD und RTL 2 - News und alles wird gut.

    Aber Scherz beiseite, hoffen wir mal, dass die Forschung bald neue, wirksamere Medikamente produzieren kann, die uns auch in 30 Jahren noch ein rosiges Leben ermöglichen.

  2. Das halte ich für Unsinn. Ein Ausweg liegt in Hygiene und geänderten baulichen Gegebenheiten. Norwegen zum Beispiel hat wenig Probleme mit in Krankenhäusern erworbenen, durch multiresistente Keime verursachte Infektionen, da dort jeder Patient zunächst isoliert und Tests mit ihm gemacht werden. http://books.google.de/bo... norwegen&source=bl&ots=u3aNvtLER8&sig=cUkatUk6k9pE522W1TyYNuMukIg&hl=de&ei=XZVrTMv3NpWfOLSCtZMC&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=4&ved=0CCYQ6AEwAw#v=onepage&q&f=false

    Andere Auswege sind im Artikel beschrieben, es fehlt aber noch ein wichtiger: wenn man nun schon Antibiotika nehmen muß, ist es wichtig, sie auch hinreichend lange zu nehmen. Tut man das nicht, gibt man den Erregern im eigenen Körper alle Chancen, Resistenzen zu entwickeln.

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    heute ist wirklich der Wurm drin
    http://tinyurl.com/2blgo6a

    Schon seit Jahrzehnten wird von der Gefahr pathogener
    Keime in Kliniken berichtet.Trotz oberflächlicher Hygiene -
    Einsatz von Desinfektionsmitteln ( wie Sarkotan )- scheint
    keine dauerhafte Lösung in Sicht." Kleine Änderungen" sollen
    trotzdem geholfen haben. So wurden Türklinken und Lichtschalter in einer Klinik mit Kupfer legierten Metallen
    ausgestattet.Weiter wurden konventionelle Klimaanlagen mit
    sogenannten Elektro-Ionen - Austauscher ersetzt.Labormessungen
    zeigten, daß diese Elektroklimaanlagen über eine Deckenione(die negative Ionen bildet)
    eine Keimdichte in kürzester Zeit eliminiert wurde.Interessant finde ich auch den Einsatz von EM (Effektive Mikroorganismen)als Reinigungsmittel.Der japanische Prof.
    Higa hat hier ein System entwickelt, wobei nach dem Prinzip
    der Symbioselenkung," gesundmachende Bakterien "(Symbionten) gegen "krankmachende" in Lösungen eingesetzt werden.Warum nicht kleine Helfer einsetzen?

    heute ist wirklich der Wurm drin
    http://tinyurl.com/2blgo6a

    Schon seit Jahrzehnten wird von der Gefahr pathogener
    Keime in Kliniken berichtet.Trotz oberflächlicher Hygiene -
    Einsatz von Desinfektionsmitteln ( wie Sarkotan )- scheint
    keine dauerhafte Lösung in Sicht." Kleine Änderungen" sollen
    trotzdem geholfen haben. So wurden Türklinken und Lichtschalter in einer Klinik mit Kupfer legierten Metallen
    ausgestattet.Weiter wurden konventionelle Klimaanlagen mit
    sogenannten Elektro-Ionen - Austauscher ersetzt.Labormessungen
    zeigten, daß diese Elektroklimaanlagen über eine Deckenione(die negative Ionen bildet)
    eine Keimdichte in kürzester Zeit eliminiert wurde.Interessant finde ich auch den Einsatz von EM (Effektive Mikroorganismen)als Reinigungsmittel.Der japanische Prof.
    Higa hat hier ein System entwickelt, wobei nach dem Prinzip
    der Symbioselenkung," gesundmachende Bakterien "(Symbionten) gegen "krankmachende" in Lösungen eingesetzt werden.Warum nicht kleine Helfer einsetzen?

  3. Ernsthaft, wir werden alle sterben.
    Vielleicht nicht an Antibiotikaresistenten Bakterien, aber die Todesrate beim Menschen ist üblicherweise 100%.

  4. heute ist wirklich der Wurm drin
    http://tinyurl.com/2blgo6a

  5. als würde der Doc einem die Probepackung (zum Feldversuch am unbedarften Patienten) vom Pharmafritzen hinterher werfen, wenn man nicht schnell genug die Tür hinter sich zumacht ;))

    Nein im Ernst, für jeden läppische Infektion gibt schon gleich mal die Chemiekeule "gegen das Leben". Genommen wird dann das im Grunde hilfreiche (und oft unglaublich kostspielige) Präparat nur bis es gerade mal besser geht, schließlich ist der beigefügte Waschzettel und die darin angedrohten Nebenwirkungen ja auch nicht gerade von Pappe. Gerade mal leicht angenockt kann sich das traktierte Bakterium dadurch wieder erholen, baldigst Resistenzen bilden und wird über den üblichen Weg aller Nahrungsmittel ausgeschieden und wieder der Allgemeinheit zur Verfügung.
    gestellt.

    Hmmm, und dann soll das ehedem segensreiche Medikament in den wirklich ernsten Fällen noch umfassend helfen, nachdem sein Pulver an simplen Pillepalle-Fällen bereits sinnlos verschossen worden ist? Tja.....

    Zum Glück forscht die Medizin an Instituten und Hochschulen aber weiter und offensichtlich auch sehr erfolgreich, bzw. vielversprechend: http://www.scinexx.de/wis... und sicher findet sich dann auch schon bald ein umtriebiger Pharmakonzern, der sich damit eine goldene Nase verdienen will, wenn er das neue Stöffchen herstellt und für teuer Geld an den Doc und die Patienten bringt!

    ....Auf das sich der Kreis wieder schließe....

  6. 7. Natur.

    Die Natur sucht sich seinen Weg, schliesslich haben Bakterien eine Aufgabe und einen Platz im System.

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    Antwort auf "Natur."
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