Umwelt- und Klimaschutz Im Schwarm für eine bessere Welt
Kann die Schwarmintelligenz helfen, unsere Gesellschaft nachhaltiger zu machen? In Köln trafen sich Forscher und Designer, um das zu ergründen.
"Trotz aller Individualisierung wollen wir nicht gern alleine sein." So grundlegend diese menschliche Eigenschaft, so fundamental ist für den Trendforscher Peter Wippermann ihre Konsequenz. Um zu verstehen, wohin sich die Welt im Zeitalter sozialer Netzwerke entwickelt, komme man nicht am Begriff der Schwarmintelligenz vorbei, sagte er zum Tag für nachhaltige Gestaltung an der ecosign-Akademie in Köln.
"Schwärme(n) für Nachhaltigkeit" war das Treffen von Designern und Wissenschaftlern überschrieben. Das Ziel: Herausarbeiten, wie die Schwarmforschung nicht nur Metaphern für Netz-Phänomene liefern kann, sondern sich ganz handfest für eine gute Sache anwenden lässt, nämlich um grünen Produkten, Dienstleistungen und Technologien zum Durchbruch zu verhelfen. Kein unumstrittenes Unterfangen.
Erstmals in die öffentliche Diskussion rückte die Schwarmintelligenz vor gut fünf Jahren durch Frank Schätzings Roman Der Schwarm . Schwarmintelligenz steht für eine Problemlösung bottom-up: Jedes Individuum im Schwarm nimmt eigenständig Informationen auf und verarbeitet sie, indem es sich mit anderen austauscht. Auch wenn dann jeder über sein Verhalten selbst entscheidet, kann die Weisheit der Vielen (so heißt auch ein einschlägiges Buch, im Original: The Wisdom of the Crowds von James Surowiecki) andere, womöglich bessere Lösungen hervorbringen als ein zentralistisch und hierarchisch strukturiertes System.
Vorbild ist die Natur. Zugvögel navigieren als Schwarm so präzise , dass sie Tausende Kilometer entfernte Ziele finden; Fische schwimmen in geometrischen Formationen, von denen der einzelne Fisch nichts weiß. Dabei ergeben sich die scheinbar von Geisterhand gesteuerten Schwarmmanöver aus ganz einfachen Regeln, wie in Köln der Schwarmexperte Jens Krause erklärte. Nötig sind nur drei konzentrische Zonen, um das einzelne Individuum, sagt der Berliner Biologieprofessor. Ganz innen herrscht Abstoßung – die Schwarmmitglieder vermeiden zu kollidieren. Weiter außen grenzt die Orientierungszone an: Dort passen die Einzelnen ihre Bewegungsrichtung an ihre nahen Nachbarn an. In der dritten, noch etwas weiter gefassten Zone herrscht nur eine gewisse Anziehungskraft.
Simuliert man im Computer Schwärme, die diesen drei Regeln gehorchen, lassen sich damit alle an Vögel- oder Fischschwärmen beobachteten Formationen nachbilden, erklärt Krause. Interessant mit Blick auf Anwendungen ist dabei: Steuern wenige Individuen im Schwarm ein bestimmtes Ziel an – etwa weil sie wissen, wo Futter zu finden ist – lässt sich der ganze Schwarm oft bereitwillig mitziehen. Und zwar nicht nur im Computer.
In Zusammenarbeit mit der WDR-Sendung Quarks und Co ließ Krause vor drei Jahren 200 Menschen durch eine Messehalle laufen und dabei simple Schwarmregeln befolgen: nicht sprechen oder gestikulieren, nur immer auf Armlänge zu den anderen bleiben. Steuerten fünf Prozent der Teilnehmer dabei bewusst ein Ziel an, bewegte sich der ganze "Schwarm" dorthin. "Die uniformierten Teilnehmer sind sich dabei oft gar nicht bewusst, dass sie gelenkt werden", erläutert Krause.
Es erging ihnen also wie den Stichlingen, die Krause in seinem Labor zusammen mit einem oder mehreren "Robofischen" im Aquarium schwimmen lässt. Die Plastikattrappen, von einem unterhalb angebrachten Roboterarm mittels eines Magneten gesteuert, werden mühelos zu Leittieren für die echten Fische. Sind genügend Robofische da, können diese die anderen Tiere sogar dazu bewegen, ihre ureigensten Interessen zu missachten: Der Schwarm lässt sich von einer Futterstelle weg ziehen oder in einer Kamikaze-Aktion an einem Raubfisch vorbei. Dabei gilt, dass sich die Anführer durch nichts als ihre Zielstrebigkeit auszeichnen. "Niemand wird dazu geboren – jedes Individuum kann zum Anführer werden", betont Krause.
- Datum 31.08.2010 - 19:54 Uhr
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Schwarmverhalten an sich empfinde ich als sehr interressantes Thema, aber bei Sätzen wie: "Das Bild vom Robofisch beflügelt die Fantasie, Menschen und ihre Entscheidungen in ähnlicher Weise zu beeinflussen.", erzeugen in mir doch schon ein mulmiges Gefühl.
Die Absicht, die Menschen zur Nachhaltigkeit zu lenken mag nobel gedacht sein. Wenn ich aber im gleichen Abschnitt davon lese, dass die werbetreibende Wirtschaft Interesse an einer möglichen technischen Umsetzung hat, dann kann ich mich nur Herrn Welzer anschließen: "Ich möchte mir [...] gar keine Schwarmgesellschaft vorstellen", Parallelen zu vergangenen Zeiten oder auch zu düsteren Science-Fiction-Visionen sind da wohl kaum zu übersehen.
....vielleicht beschleichen. Denkt man aber an menschliches Schwarmverhalten, gelenkt oder spontan, so fällen Einem sofort die letzten Tage um Sarrazin, Love Parade, die Finanzkrise, Maos Kulturrevolution oder Rwanda ein.
Da nutzt es nicht abzuwinken, wie teilweise getan wird, wir verhielten uns nicht als Schwarm, weil wir sprechen können und intelligent seien. Solche Sprüche scheinen mir immer eine maßlose Hybris zu demonstrieren.
Ich weiß nicht was die Regeln sind, die uns treiben. Aber wir verhalten uns offensichtlich vielfach als Herde und oft zum Nachteil auch sehr großer Minderheiten. Wir wissen nicht, wie das geschieht, aber es geschieht. Da ist es schon schön, dass man sich mit den Grundlagen und Mechanismen beschäftigt.
Je mahr wir davon verstehen, desto wichtiger wird es sein, unsere staatliche Organisationen mit robusten institutionellen Kontrollen auszustatten. Die, die wir momentan haben, würden den dann für die Regierungspersonen wahrscheinlich greifbaren Mechanismen nie widerstehen können. Da wir aber die Regeln noch nicht kennen, wissen wir nicht, wie schön die daraus erwachsende brave neue Welt wäre.
....vielleicht beschleichen. Denkt man aber an menschliches Schwarmverhalten, gelenkt oder spontan, so fällen Einem sofort die letzten Tage um Sarrazin, Love Parade, die Finanzkrise, Maos Kulturrevolution oder Rwanda ein.
Da nutzt es nicht abzuwinken, wie teilweise getan wird, wir verhielten uns nicht als Schwarm, weil wir sprechen können und intelligent seien. Solche Sprüche scheinen mir immer eine maßlose Hybris zu demonstrieren.
Ich weiß nicht was die Regeln sind, die uns treiben. Aber wir verhalten uns offensichtlich vielfach als Herde und oft zum Nachteil auch sehr großer Minderheiten. Wir wissen nicht, wie das geschieht, aber es geschieht. Da ist es schon schön, dass man sich mit den Grundlagen und Mechanismen beschäftigt.
Je mahr wir davon verstehen, desto wichtiger wird es sein, unsere staatliche Organisationen mit robusten institutionellen Kontrollen auszustatten. Die, die wir momentan haben, würden den dann für die Regierungspersonen wahrscheinlich greifbaren Mechanismen nie widerstehen können. Da wir aber die Regeln noch nicht kennen, wissen wir nicht, wie schön die daraus erwachsende brave neue Welt wäre.
"The Wisdom of the Crowds" von James Surowiecki
beginnt mit der Geschichte des britischen Anthropologen Francis Galton. 1906 besuchte er im Alter von 84 Jahren in der Nähe seiner Heimatstadt Plymouth einen Bauernmarkt. Dort wurden Wetten darauf angenommen, wieviel Gewicht das Fleisch eines lebenden Ochsen nach seiner Schlachtung auf die Waage bringen würde. Zu den Wettern gehörten Schlachter und Bauern, aber auch viele unbedarfte Bürger, die keine Ahnung von Fleischverarbeitung hatten. Er beschloss eine kleine Untersuchung durchzuführen. Nachdem die Wetten abgeschlossen waren, sammelte Galton die 787 Eingaben ein und ermittelte aus ihnen die durchschnittliche Schätzung. Das Ergebnis überraschte ihn sehr: Die durchschnittliche Schätzung betrug 1197 Pfund, nur ein Pfund weniger als das abschließende Gewicht von 1198 Pfund. Selbst der Gewinner lag nicht so dicht an der Wahrheit.
Surowiecki schloss daraus: Jedes Individuum verfügt zwar über ein begrenztes Wissen, doch die kollektive Intelligenz ist oft exzelent, vorrausgesetzt sie ist richtig zusammengesetzt.
Ein weiteres Besipiel für die Weisheit der Menge ereignete sich 1986 im Nachspiel der tragischen Explosion der Raumfähre Chalenger:
Weil der Start im Fernsehen übertragen wurde, konnte jeder das Unglück sehen, so dass sich die Nachricht blitzschnell verbreitete. Sobald die Neuigkeit die Börse erreicht hatte, begannen Investoren, Aktien der vier wesentlichen Firmen abzuwerfen, die am Bau der Challenger beteiligt waren:
Lockheed, Martin Marietta, Rockwell und Morton Thiokol.
Gegen Ende des Tages hatten sich jedoch fast alle Kurse wieder erholt, außer der von Morton Thiokol, der zwölf Prozent unter dem vorigen Wert stehen blieb. Die Händler hatten instinktiv das Gefühl, dass diese Firma schuld war. Erst sechs Monate später fand man heraus, dass die von Morton Thiokol gefertigten Dichtungsringe an den Starterraketen die Ursache des Unglücks waren.
Surowiecki kam anhand seiner Forschungen zu der Vermutung, dass die Zuverlässigkeit der Weisheit einer Menge von drei Faktoren bestimmt wird:
Diversität: Die Individuen müssen möglichst unterschiedlich sein, da sie sonst alle ähnlich denken.
Unabhängikeit: Jeder muss seine eigene Meinung äußern dürfen, ohne sich dabei einer anderen anschließen zu müssen.
Dezentralisation: Keiner darf das Recht an der Lösung für sich beanspruchen, denn oftmals hält man Informationen zurück um später daraus einen Nutzen zu ziehen.
Das sind im wesentlichen auch die Fehler, die wir heute bei der Entscheidungsfindung (z.B. politisch) machen.
Danke!
Danke!
Ich halte den Artikel für einen guten Ansatz, aber leider driftet er ab in etwas, dass nicht wirklich mit der Intelligenz des Schwarmes zu tun hat.
Wie sich Menschengruppen verhalten ist eher eine Sache der Chaostheorie. Wenn man sich Guppen von Menschen anschaut die panisch durch die Gegend rennen, wirkt das alles wie zufällig, ungesteuert und ohne Sinn. Schaut man aber genauer hin, verfolgt die Bahnen der einzelnen Menschen, kann man das System dahinter entdecken, nämlich dass jeder für sich ein Ziel hat und dieses verfolgt. Das macht es nicht mehr zufällig, sondern nurnoch chaotisch. Im Chaos ist eine Ordnung versteckt, man erkennt sie nur nicht so leicht.
Wenn die Leute auf eine Tür zustürmen, hat jeder das gleiche Ziel, muss aber einen anderen Weg nehmen. Deshalb behindern sie sich gegenseitig, weil viele den gleichen Weg nutzen. Wenn ich eine Säule davor stelle, gibt es mehrere Möglichkeiten, mehr Wege um zu einem von den beiden Zielen zu kommen. Das Chaos wird geordneter, weil sich die Menschen jetzt wieder für ein "eigenes" Ziel entscheiden können und die Wege anders planen als wäre nur eine Tür da.
Schwarmintelligenz ist also eher für das Finden von Lösungen nützlich, als für das Verhalten in panischen Situationen. Denn in so einer panischen Situation braucht man keine Schwarmintelligenz, weil jeder das gleiche Ziel hat und es nur eine begrenzte Anzahl an Möglichkeiten gibt.
...meine 2 cent zu dem thema...
"20 Jahre lang haben wir gedacht: Wenn wir die Menschen aufklären, was wir uns durch unsere Lebensweise ökologisch antun, ändern wir unser Verhalten. Das hat sich nicht bestätigt."
Ökonomen haben das noch nie gedacht. Ökonomen mögen vielfach die soziale Interdependenz menschlichen Verhaltens unterschätzen (oder haben es jedenfall traditionell getan), aber sie haben recht darin, dass es in der Regel naiv ist, Großgesellschaften allein durch Information oder Appelle an den guten Willen zu steuern. Abgesehen von Fällen absoluter Massenhysterie muss das individuelle Selbstinteresse in den Dienst genommen werden, damit sich Verhalten in großem Ausmaß und nachhaltig ändert.
Informationen allein machen die Menschen nur unzufrieden. Wir wissen, was eigentlich passieren sollte, und sehen, dass es nicht passiert (oder dass der Gutwillige nur der Dumme ist): Politikverdruss!
Es gibt viele Menschen, die sich dank der spirituellen Entwicklung, die Nächstenliebe und gemeinschaftliches Miteinander predigt für einen anderen Weg entscheiden.
Ich kann dem nicht zustimmen, dass der gute Wille machtlos ist. Das einzige, was diese Entwicklung zum Positiven aufhält sind die Menschen, die darüber lachen, die nicht verstehen wollen und die unbelehrbar sind und Angst haben es einfach einmal auszuprobieren.
Selbst wenn man sich nur mit der positiven Perspektive beschäftigt, darüber liest, fühlt man sich besser. Offenheit ist der erste Schritt zur Besserung. Leider sind die Menschen verschlossen in ihrer pessimistischen Sichtweise. Das sich da nichts ändert ist doch klar.
Es gibt viele Menschen, die sich dank der spirituellen Entwicklung, die Nächstenliebe und gemeinschaftliches Miteinander predigt für einen anderen Weg entscheiden.
Ich kann dem nicht zustimmen, dass der gute Wille machtlos ist. Das einzige, was diese Entwicklung zum Positiven aufhält sind die Menschen, die darüber lachen, die nicht verstehen wollen und die unbelehrbar sind und Angst haben es einfach einmal auszuprobieren.
Selbst wenn man sich nur mit der positiven Perspektive beschäftigt, darüber liest, fühlt man sich besser. Offenheit ist der erste Schritt zur Besserung. Leider sind die Menschen verschlossen in ihrer pessimistischen Sichtweise. Das sich da nichts ändert ist doch klar.
Es gibt viele Menschen, die sich dank der spirituellen Entwicklung, die Nächstenliebe und gemeinschaftliches Miteinander predigt für einen anderen Weg entscheiden.
Ich kann dem nicht zustimmen, dass der gute Wille machtlos ist. Das einzige, was diese Entwicklung zum Positiven aufhält sind die Menschen, die darüber lachen, die nicht verstehen wollen und die unbelehrbar sind und Angst haben es einfach einmal auszuprobieren.
Selbst wenn man sich nur mit der positiven Perspektive beschäftigt, darüber liest, fühlt man sich besser. Offenheit ist der erste Schritt zur Besserung. Leider sind die Menschen verschlossen in ihrer pessimistischen Sichtweise. Das sich da nichts ändert ist doch klar.
Jetzt stelle ich mir im einfachsten Fall einen Mallorca-Ferienflieger vor, in dem aus Kostengründen der Pilot eingespart wird und jeder Passagier über zwei Knöpfe am Sitz des Vordermanns die einzuschlagende Richtung vorgibt.
In einer erweiterten Versuchsanordnung stelle ich mir vor, daß man die Mitglieder des deutschen Bundestags und der Länderpalamente in ein paar vollgetankte A380 setzt und sie im gleichen Prinzip ihrer überlegenen "Schwarmintelligenz" übergibt.
Sehr hübsch, ich habe selten einen treffenderen und netteren (und böseren) cleveren Kommentar hier gelesen!
Schwarm"intelligenz" heißt exakt: Keine soziale Interaktion, keine Individualität. Nimm einen (Fisch, Vogel) raus, keiner merkt es. Bienen, Barsche und Schätzings Schwarm (und wohl auch die Deutschen samt ihrer Regierung) sind kein Schwarm.
Th.R.
Im Gegensatz zu Tieren haben Menschen nun mal kein einheitliches Bewusstsein in positivem, arterhaltendem Sinne. Tiere sind durch ihren Instikt mehr oder weniger gleichgeschaltet. Und unterscheiden sich ja unter anderem gerade dadurch von Menschen.
http://germanhistorydocs.... copy1.jpg
Da waren es dann wohl doch eher solche unschwärmlerischen Einzelfiguren, die die Tropfen des „Heilwassers Menschlichkeit“ darstellten und im unguten Bewusstseinsschwarm zischend verglühten:
http://www.spiegel.de/fot...
In gewissem Sinne mag es sich natürlich so verhalten, dass es nun mal Menschen auf der Erde gibt, die sich von anderen Menschen mit gleicher Bewusstseinsentwicklung angezogen fühlen und sich sozusagen freiwillig in Massen agglomerieren.
Das hat dann aber wohl eher weniger mit Instinkten und mit Schwarmkonfiguration zu tun, als wiegesagt mit dem Stell-dich-ein gleicher Bewusstseinslage, frei nach dem Motto: gleich-und-gleich-gesellt-sich gern.
http://www.welt.de/multim...
Hier schafft die gemeinsame Zielführung sozusagen eine Art „Schwarm“. Ein „Schwarm“, in dem es nun mal gerade nicht um Innovation und um die Entwicklung von neuen Ideen sondern ganz im Gegenteil um die gemeinsame Hingabe an etwas Überideelles geht.
Zusammengefasst:
Bewusstsein kann also durchaus in Agglomerationen anzutreffen sein und sich dann natürlich auch dementsprechend verstärken, bzw. vertiefen.
Umgekehrt führen Agglomerationen niemals zwangsläufig zu vertieftem Bewusstsein und zu innovativem schon gar nicht.
Der Mensch ist nun mal kein rein biologistisches Wesen, sondern, hat – gerade im Gegensatz zu Tieren als einziges Lebewesen auf der Erde die Fähigkeit „aktives“, d.h. nicht-instinktgebundenes Bewusstsein zu entwickeln.
Was einzelne Exemplare Mensch ja durchaus auch immer wieder im gegen-den-Strom-der-Zeit schwimmen geradezu brilliant und glänzend unter Beweis stellten:
http://2.bp.blogspot.com/...
http://87.106.216.177/zur...
http://www.lebenshaus-alb...
Nochmal anders ausgedrückt:
Erst der einzelne Funke und DANN das Feuer. Erst Bewusstsein und dann Ausrichtung an diesem. Erst der Geist und dann dessen Umsetzung in der Materie.
Niemals jedoch umgekehrt. Nicht beim Menschen. Sorry.
Sehr hübsch, ich habe selten einen treffenderen und netteren (und böseren) cleveren Kommentar hier gelesen!
Schwarm"intelligenz" heißt exakt: Keine soziale Interaktion, keine Individualität. Nimm einen (Fisch, Vogel) raus, keiner merkt es. Bienen, Barsche und Schätzings Schwarm (und wohl auch die Deutschen samt ihrer Regierung) sind kein Schwarm.
Th.R.
Im Gegensatz zu Tieren haben Menschen nun mal kein einheitliches Bewusstsein in positivem, arterhaltendem Sinne. Tiere sind durch ihren Instikt mehr oder weniger gleichgeschaltet. Und unterscheiden sich ja unter anderem gerade dadurch von Menschen.
http://germanhistorydocs.... copy1.jpg
Da waren es dann wohl doch eher solche unschwärmlerischen Einzelfiguren, die die Tropfen des „Heilwassers Menschlichkeit“ darstellten und im unguten Bewusstseinsschwarm zischend verglühten:
http://www.spiegel.de/fot...
In gewissem Sinne mag es sich natürlich so verhalten, dass es nun mal Menschen auf der Erde gibt, die sich von anderen Menschen mit gleicher Bewusstseinsentwicklung angezogen fühlen und sich sozusagen freiwillig in Massen agglomerieren.
Das hat dann aber wohl eher weniger mit Instinkten und mit Schwarmkonfiguration zu tun, als wiegesagt mit dem Stell-dich-ein gleicher Bewusstseinslage, frei nach dem Motto: gleich-und-gleich-gesellt-sich gern.
http://www.welt.de/multim...
Hier schafft die gemeinsame Zielführung sozusagen eine Art „Schwarm“. Ein „Schwarm“, in dem es nun mal gerade nicht um Innovation und um die Entwicklung von neuen Ideen sondern ganz im Gegenteil um die gemeinsame Hingabe an etwas Überideelles geht.
Zusammengefasst:
Bewusstsein kann also durchaus in Agglomerationen anzutreffen sein und sich dann natürlich auch dementsprechend verstärken, bzw. vertiefen.
Umgekehrt führen Agglomerationen niemals zwangsläufig zu vertieftem Bewusstsein und zu innovativem schon gar nicht.
Der Mensch ist nun mal kein rein biologistisches Wesen, sondern, hat – gerade im Gegensatz zu Tieren als einziges Lebewesen auf der Erde die Fähigkeit „aktives“, d.h. nicht-instinktgebundenes Bewusstsein zu entwickeln.
Was einzelne Exemplare Mensch ja durchaus auch immer wieder im gegen-den-Strom-der-Zeit schwimmen geradezu brilliant und glänzend unter Beweis stellten:
http://2.bp.blogspot.com/...
http://87.106.216.177/zur...
http://www.lebenshaus-alb...
Nochmal anders ausgedrückt:
Erst der einzelne Funke und DANN das Feuer. Erst Bewusstsein und dann Ausrichtung an diesem. Erst der Geist und dann dessen Umsetzung in der Materie.
Niemals jedoch umgekehrt. Nicht beim Menschen. Sorry.
Sehr hübsch, ich habe selten einen treffenderen und netteren (und böseren) cleveren Kommentar hier gelesen!
Schwarm"intelligenz" heißt exakt: Keine soziale Interaktion, keine Individualität. Nimm einen (Fisch, Vogel) raus, keiner merkt es. Bienen, Barsche und Schätzings Schwarm (und wohl auch die Deutschen samt ihrer Regierung) sind kein Schwarm.
Th.R.
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