Im Sternbild Hydrus kreisen mindestens fünf weitere Planeten
Nebst den bestätigten zwei (oder drei) Planeten im Kepler-9- System fand das Teleskop gut 700 weitere Himmelkörper, die als Exoplaneten infrage kommen. Die gilt es jedoch noch zu überprüfen. Der Satellit – benannt nach dem deutschen Astronomen Johannes Kepler – war im März 2009 ins All geschickt worden , um in den nächsten Jahren mehr als 150.000 Sterne innerhalb unserer Galaxie, der Milchstraße, nach erdähnlichen Planeten abzusuchen. Doch noch bevor Kepler überhaupt im All war, entdeckten Thüringer Wissenschaftler mithilfe des Corot -Satellits bereits den ersten Gesteinsplanet en außerhalb unseres Sonnensystems.
- Berechnung der Masse
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Um die Masse der fernen Himmelskörper zu bestimmen, nutzen die Astronomen die "Radialgeschwindigkeitsmethode". Kreist ein Exoplanet um seinen Mutterstern, dann hat das Tandem einen Rotationspunkt, der nicht mit dem Mittelpunkt des Sterns identisch ist.
Deshalb scheint der Stern für einen Beobachter auf der Erde zu taumeln. Kommt er uns näher, werden die von ihm ausgesendeten Lichtwellen gestaucht, entfernt er sich, werden sie gestreckt. Diese Veränderungen können gemessen und daraus die Masse des Exoplaneten berechnet werden.
Das funktioniert aber nur für Himmelskörper, die größer als unsere Erde sind.
- Größe und Dichte
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Die Größe der fernen Objekte wird mithilfe der "Transitmethode" ermittelt. Sie basiert auf der minimalen Verdunklung, die eintritt, wenn sich Exoplaneten zwischen ihren Mutterstern und einen Beobachter schieben. Letztere sind oft Weltraumteleskope wie Corot oder Kepler. Während Corot maximal ein halbes Jahr in die gleiche Richtung schaut und dabei eher Planeten mit kurzen Umlaufzeiten aufspürt, blickt Kepler bis zu vier Jahre in ein und dieselbe Himmelsregion und findet so auch Planeten mit längeren Umlaufzeiten.
Aber auch dieses Verfahren hat seine Grenzen. Ein Planet wie Jupiter würde das Licht eines sonnengroßen Sterns um nur ein Prozent verdunkeln. Der Effekt eines erdgroßen Planeten wäre noch hundertmal kleiner.
Aus der Masse und der Größe der Exoplaneten kann die Dichte berechnet werden. Die wiederum gibt Hinweise darauf, ob der ferne Himmelskörper aus Gas, Eis oder Fels besteht. (nes)
Seit dem ersten Fund aus dem Jahr 1992 – einem Planeten um den Pulsar PSR B1257+12 – haben Astronomen mehr als 450 gelistete Exoplaneten entdeckt. Ob Corot-7b , der kleinste erdähnliche Planet, oder Corot-9b – hier herrschen moderate Temperaturen zwischen minus 20 und plus 160 Grad Celsius – oder GJ 1214b , der zu mehr als der Hälfte aus Wasser besteht: Einer ist bedeutungsvoller als der andere, wenn es nach ihren Entdeckern geht.
Zu Beginn der Woche haben Astronomen der Europäischen Südsternwarte (ESO) nun schließlich das vermutlich planetenreichste ferne Sonnensystem aufgespürt. 127 Lichtjahre entfernt wird die Sonne HD 10180 im Sternbild Hydrus (Kleine Wasserschlange) von mindestens fünf Planeten umkreist. Wahrscheinlich habe der Stern sogar noch zwei weitere Begleiter, sagen die Wissenschaftler. Mit sieben Planeten wäre es das größte System, das Astronomen bisher in den Weiten des Alls aufgespürt haben.
"Dieser bemerkenswerte Fund macht deutlich, dass wir inzwischen in einer neuen Ära der Exoplanetenforschung angekommen sind: Es geht nicht mehr nur um einzelne Planeten, sondern um ganze Planetensysteme", sagt Christophe Lovis von der Universität Genf . Fabrycky sieht es ähnlich und ist davon überzeugt, dass man mit Kepler in Zukunft Planeten entdecken wird, die in ihren Temperaturen und chemischen Zusammensetzung der Erde ähneln.
- Datum 26.08.2010 - 19:45 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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OK, der Anfang ist etwas unbeholfen bzw. ungeschickt formuliert, denn es sind schon hunderte von Exoplaneten bekannt, auch wenn das die ersten waren, die dieser Satellit gefunden hat.
Leider muß man sagen, dass mehrere sehr viel leistungsfähigere Projekte inzwischen gecancelt oder auf unbestimmte Zeit verschoben worden sind (Darwin, Space Interferometry Mission, Terrestrial Planet Finder).
Der "heilige Gral" der Suche nach Exoplaneten ist der direkte Nachweis von freiem Sauerstoff in der Atmosphäre eines Planeten. Nicht nur, weil dieser für Leben (zumindest Leben wie wir es kennen) unabdingbar ist, sondern vor allem, weil Sauerstoff höchst reaktionsfreudig ist und ohne laufende Neuerzeugung in kürzester Zeit gebunden ist. Freier Sauerstoff wäre also ein sehr direktes Indiz für pflanzliches Leben. Man braucht aber sehr leistungsfähige Teleskope, um per Spektroskop die Zusammensetzung einer Atmosphäre untersuchen zu können und das geht praktisch nur mit ziemlich aufwendigen Weltraumteleskopen.
Ich halte das für eines der interessantesten Forschungsgebiete der Astronomie oder der Grundlagenwissenschaften überhaupt. Um so trauriger, wenn solche Projekte aus Geldmangel nicht realisiert werden, während für immer größere Teilchenbeschleuniger offenbar Geld da ist, obwohl die hier gewonnenen Erkenntnisse bis auf esoterische Physiker letztlich niemanden interessieren und eigentlich nichts anderes hervorbringen als immer verstiegenere Theorien und Teilchen-Zoos.
"während für immer größere Teilchenbeschleuniger offenbar Geld da ist, obwohl die hier gewonnenen Erkenntnisse bis auf esoterische Physiker letztlich niemanden interessieren"
Falsch. Sie scheinen nicht zu wissen, dass diese Teilchenbeschleuniger nahezu rund um die Uhr am Laufen sind und für viele Forscher rund um den Globus, wertvolle Experimente aus den unterschiedlichsten Bereichen liefern.
Und was den Nachweis von Sauerstoff auf Exoplaneten angeht, wäre ich mir auch nicht so sicher. Es gibt sehr viele unterschiedliche chemische Prozesse, die Sauerstoff freisetzen, da muss kein komplexer Organismus dahinterstecken
Hallo,
die paar Milliarden für den LHC sind gut investiertes Geld, so kann man von den Ergebnissen der Experimente zB auf Modelle der Sternenentwicklung schließen. Was mir mehr Sorgen macht, sind die Billiarden, die weltweit für die Rüstung vermeintlich ausgegeben werden müssen.
Wenn ich Autokrat wäre und auf mein Herz hören würde, würde ich in die Erziehung (und Bildung) der Jugend, die medizinische Forschung und die Astronomie und Raumfahrt investieren. Wenn wir alle wollten, würden wir noch in diesem Jahrhundert (in 90 Jahren) den Krebs besiegen, eine ständige Mannschaft auf dem Mars haben und dutzende terrae secundae nachgewiesen haben. Aber Helmut Schmidt schickt mich zum Arzt...
Grüße
"während für immer größere Teilchenbeschleuniger offenbar Geld da ist, obwohl die hier gewonnenen Erkenntnisse bis auf esoterische Physiker letztlich niemanden interessieren"
Falsch. Sie scheinen nicht zu wissen, dass diese Teilchenbeschleuniger nahezu rund um die Uhr am Laufen sind und für viele Forscher rund um den Globus, wertvolle Experimente aus den unterschiedlichsten Bereichen liefern.
Und was den Nachweis von Sauerstoff auf Exoplaneten angeht, wäre ich mir auch nicht so sicher. Es gibt sehr viele unterschiedliche chemische Prozesse, die Sauerstoff freisetzen, da muss kein komplexer Organismus dahinterstecken
Hallo,
die paar Milliarden für den LHC sind gut investiertes Geld, so kann man von den Ergebnissen der Experimente zB auf Modelle der Sternenentwicklung schließen. Was mir mehr Sorgen macht, sind die Billiarden, die weltweit für die Rüstung vermeintlich ausgegeben werden müssen.
Wenn ich Autokrat wäre und auf mein Herz hören würde, würde ich in die Erziehung (und Bildung) der Jugend, die medizinische Forschung und die Astronomie und Raumfahrt investieren. Wenn wir alle wollten, würden wir noch in diesem Jahrhundert (in 90 Jahren) den Krebs besiegen, eine ständige Mannschaft auf dem Mars haben und dutzende terrae secundae nachgewiesen haben. Aber Helmut Schmidt schickt mich zum Arzt...
Grüße
"während für immer größere Teilchenbeschleuniger offenbar Geld da ist, obwohl die hier gewonnenen Erkenntnisse bis auf esoterische Physiker letztlich niemanden interessieren"
Falsch. Sie scheinen nicht zu wissen, dass diese Teilchenbeschleuniger nahezu rund um die Uhr am Laufen sind und für viele Forscher rund um den Globus, wertvolle Experimente aus den unterschiedlichsten Bereichen liefern.
Und was den Nachweis von Sauerstoff auf Exoplaneten angeht, wäre ich mir auch nicht so sicher. Es gibt sehr viele unterschiedliche chemische Prozesse, die Sauerstoff freisetzen, da muss kein komplexer Organismus dahinterstecken
es wird der Eindruck erweckt, erdähnlichr Planeten müssten selten sein. tatsächlich ist es nur besonders schwierig, so einen nachzuweisen und noch schwieriger, seine Erdähnlichkeit zu beweisen. Nur eine Frage verfeinerter Methoden. dass es solche Planeten gibt, sollte niemanden überraschen.
Hallo,
die paar Milliarden für den LHC sind gut investiertes Geld, so kann man von den Ergebnissen der Experimente zB auf Modelle der Sternenentwicklung schließen. Was mir mehr Sorgen macht, sind die Billiarden, die weltweit für die Rüstung vermeintlich ausgegeben werden müssen.
Wenn ich Autokrat wäre und auf mein Herz hören würde, würde ich in die Erziehung (und Bildung) der Jugend, die medizinische Forschung und die Astronomie und Raumfahrt investieren. Wenn wir alle wollten, würden wir noch in diesem Jahrhundert (in 90 Jahren) den Krebs besiegen, eine ständige Mannschaft auf dem Mars haben und dutzende terrae secundae nachgewiesen haben. Aber Helmut Schmidt schickt mich zum Arzt...
Grüße
wenn man ne zweite Erde findet, dann heisst es: "Hätten wir das gewusst."
der beste beweis das es leben im all gibt sind wir. und das "Wir könnten eine ausnahme sein." sagt nur aus, dass man selbst nicht weiss, warum leben entsteht.
anstatt dummdämlich nach leben zu "suchen", sollte man lieber "herausfinden" warum leben überhaupt möglich ist.
aber lieber top-down, dann gibt es immer was zu tun..
....von komplexen Molekülen zu Einzellern usw stattgefunden hat. Natürlich war niemand dabei, aber man kann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sagen, wieso es Leben gibt.
http://de.wikipedia.org/w...
..wie wieder ein paradigmenwechsel stattfindet.
sowas ist immer ein hinweis darauf, dass man sich total auf dem holzweg befunden hatte, weil man keinen plan hatte.
ausserdem ist die molekulargeschichte für mich solange eine flache theorie, bis jemand aus einer ursuppe leben geschaffen hat.
und wenn ich das problem beim punkt nennen sollte: die menschen sollten sich lieber erstmal ausgiebig mit den problemen auf der erde beschäftigen- der rest kommt von ganz alleine.
ist die beste Möglichkeit, herauszufinden, warum Leben überhaupt möglich ist. Solange wir nur die Erde als Stichprobe haben, lassen sich schlicht keine allgemein gültigen Aussagen zu den Bedingungen treffen, unter denen Leben entsteht. (Anders gesagt: Wenn Sie Ihr ganzes Leben lang Ihren Kopf in den Sand gesteckt haben, werden Sie versucht sein, dies als den Normalzustand anzusehen.)
Alles außer der Suche nach fremdem Leben sind nichts als theoretische Überlegungen, die durchaus auch keine Relevanz für den eigentlichen Zustand der Dinge haben können.
....von komplexen Molekülen zu Einzellern usw stattgefunden hat. Natürlich war niemand dabei, aber man kann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sagen, wieso es Leben gibt.
http://de.wikipedia.org/w...
..wie wieder ein paradigmenwechsel stattfindet.
sowas ist immer ein hinweis darauf, dass man sich total auf dem holzweg befunden hatte, weil man keinen plan hatte.
ausserdem ist die molekulargeschichte für mich solange eine flache theorie, bis jemand aus einer ursuppe leben geschaffen hat.
und wenn ich das problem beim punkt nennen sollte: die menschen sollten sich lieber erstmal ausgiebig mit den problemen auf der erde beschäftigen- der rest kommt von ganz alleine.
ist die beste Möglichkeit, herauszufinden, warum Leben überhaupt möglich ist. Solange wir nur die Erde als Stichprobe haben, lassen sich schlicht keine allgemein gültigen Aussagen zu den Bedingungen treffen, unter denen Leben entsteht. (Anders gesagt: Wenn Sie Ihr ganzes Leben lang Ihren Kopf in den Sand gesteckt haben, werden Sie versucht sein, dies als den Normalzustand anzusehen.)
Alles außer der Suche nach fremdem Leben sind nichts als theoretische Überlegungen, die durchaus auch keine Relevanz für den eigentlichen Zustand der Dinge haben können.
....von komplexen Molekülen zu Einzellern usw stattgefunden hat. Natürlich war niemand dabei, aber man kann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sagen, wieso es Leben gibt.
http://de.wikipedia.org/w...
Der Artikel ist nicht gut! Er enthält zuviele kleine Fehler, Ungenauigkeiten, Verständnismängel. Dazu sagt er ziemlich wenig zur Neuentdeckung; dass es eine gab, ist jedoch längst keine Meldung mehr wert.
Allerdings sehe ich es ohnehin längst nicht so positiv wie manche Forscher. Die Nachweismethoden sind sehr, sehr indirekt und in jeden "Nachweis" gehen bereits viele Annahmen ein. Fast schon amüsant ist es, dass dabei äußerst traditionelle Vorstellungen Anwendungen finden, während in der Kosmologie es nach wie vor extreme Probleme mit diesen Modellen gibt.
Damit will ich nicht sagen, dass es dort draußen nicht viele Planeten gibt - sie dürften aber anders sein als jetzt aus solchen Methoden abgeleitet. Und der Gedanke, erdähnliche Planeten, gar eine sauerstoffhaltige Atmosphäre zu entdecken, der stets in solchen Beiträgen erwähnt wird, ist immer noch reine Science Fiction: Unsere technischen Möglichkeiten sind noch weit davon entfernt.
Wenn man verstehen will, wie leben entsteht, dann sollte man sich gut über Wasser informieren. Nicht umsonst Quell des lebens birgt es mehr Geheimnisse als man vermuten würde. Wenn man sich dann nur mal einen einzigen Vortrag von Hans Peter Dürr ansieht, mit seinem Pendel, der weiß, "Zufall" existiert. Man kann eben nicht alles berechnen, auch nicht mit einem beliebig schnellen oder tollen Computer. Und, mit dem Geld was im LHC steckt könnte man viele Probleme lösen, aber Geld sollte in einer Zivilisierten Welt im bezug auf Forschung und Entwichlung in meinen Augen keine Rolle spielen. Wir halt keinen deut weiter als die römischen Sklaventreiber.
Nebenbei, oben heißt es eine "Sonne" im Sternbild Leier... Sonne, gibt es nur eine, das ist die Bezeichnung unseres Sternes... und nur weil da etwas drumherum schwirrt ändert sich das nicht, oder hab ich was verpasst?
/klugscheiß aus
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