Deutscher Historikertag "Afrika ist kein Kontinent ohne Geschichte"
Historiker blicken über den Tellerrand: Wie ist nationale Geschichte global verknüpft? Der Forscher Andreas Eckert über neue Perspektiven auf dem Deutschen Historikertag.
Frage: Herr Eckert, der deutsche Historikertag ist dem Thema "Über Grenzen" gewidmet. Spiegelt sich in dem Titel tatsächlich ein Trend Ihrer Zunft?
Andreas Eckert: Das Thema signalisiert, dass sich Deutschland nicht mehr vornehmlich mit der Nationalgeschichte beschäftigt, sondern auch mit außereuropäischen Ländern. Jürgen Osterhammels "Die Verwandlung der Welt" etwa war ein großer Erfolg, auf dem Buchmarkt setzt sich der Blick über den Tellerrand durch. Auch in den Schulen wird das Thema wichtiger. Die Lehrer haben sich mit als erste dafür interessiert. Auch der Trend vorangegangener Historikertage setzt sich fort, auf denen die transnationale Geschichtsschreibung auch eine Rolle gespielt hat.
Frage: Erstmals gibt es beim Historikertag eine Sektion zur "Globalgeschichte". Was ist das eigentlich?
Eckert: Globalgeschichte ist weniger eine Methode als eine Perspektive. Es gilt, Nationalgeschichte als Produkt von Verflechtungen und Verbindungen mit anderen Erdteilen zu sehen. Globalgeschichte kann zum Beispiel bedeuten, dass sich jemand mit japanischem Kolonialismus in Taiwan beschäftigt und damit, wie Japan sich dabei an europäischen Kolonialmächten orientiert.
An der Berliner Humboldt-Universität ist der 46-Jährige Professor für die Geschichte Afrikas. Eckert leitet dort das Forscherkolleg "Arbeit und Generation in globalhistorischer Perspektive".
Frage: Ist Globalgeschichte also Staats- und Strukturgeschichte?
Eckert: Nein. Man kann Globalgeschichte natürlich anhand von Personen erzählen, etwa von Seeleuten. Ein anderes Beispiel ist die Untersuchung des Rohstoffhandels, etwa der Baumwolle, die wiederum eng mit Formen von Arbeitsmigration verknüpft ist. Wir fragen nach den Akteuren, die die Verflechtung konstruieren.
Frage: Sie forschen als Afrikaexperte über Arbeit in globalgeschichtlicher Perspektive. Was bringen hier Vergleiche mit außereuropäischen Gesellschaften?
Eckert: Das Thema ist ein gutes Beispiel für den globalen Ansatz. Afrika ist auf tragische Weise mit der Welt verknüpft, viele Menschen wurden von dort als Arbeitskräfte in alle Welt verschleppt. Für mich ist wichtig zu zeigen, dass Afrika kein Kontinent ohne Geschichte ist, sondern dass die Geschichte Afrikas die Geschichte der Ersten Welt mitgeprägt hat.
Frage: Welche Rolle können in der Globalgeschichte Epochen spielen, die noch keine oder eine sehr andere Vorstellung vom Globalen hatten, wie das Mittelalter?
Eckert: Natürlich passt der Ansatz besser in die Zeit nach 1500, der Schwerpunkt der Forschung liegt sicherlich in der Neuzeit. Man sollte die Geschichte nicht rückwärts globalisieren.
Frage: In Deutschland haben Landesgeschichte und Mikrogeschichte lange Zeit eine tragende Rolle gespielt. Ist die Begeisterung für globale Geschichte auch Zeichen für einen Generationenwechsel?
Eckert: Das kann man sicherlich nicht pauschal sagen, aber es ist richtig, dass sich viele Studierende und Doktoranden diesem Thema widmen. Wichtig ist daher gerade in der Ausbildung, den Eindruck zu vermeiden, dass man wissenschaftlich einfach von Kontintent zu Kontinent hüpfen kann. Sinnvoll ist die Verankerung in einer Region. Aber globale Vernetzung heißt ohnehin nicht, dass alles Nationale unwichtig ist, es heißt nur, das Nationale im globalen Kontext zu sehen.
- Datum 29.09.2010 - 19:18 Uhr
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- Quelle Tagesspiegel
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leicht so aus:
was machen wir mit Außerirdischen, wenn Sie uns besuchen? Werden wir Sie auch in unsere Globalgeschichte aufnehmen können?
hmm nee habe doch keine Lust auf einen Scinece Fiction Kommentar.
Die Global-, Universal-, Transnationale Geschichte (die meint er wohl mit Blick auf die Verschleppung der "Afrikaner") bzw. hisoire croisee oder entangled history ist ein uralter Hut. Der Wehler zitiert da immer den Heimpel, Literaturkenntnis schützt vor Neuentdeckung. Neu ist lediglich, dass die anderen vermehrt eigene Darstellungen liefern und uns Westlern eine andere Perspektive zeigen, allerdings bleibt fraglich, ob die Unzahl entsprechender Forscgungsvorhaben an deutschen Universitäten uns wirklich zeigen können, wie die letzten 500 Jahre auf die Außenwelt Europas gewirkt haben und rezipiert wurden. Hierfür müssten die teutschen Historiker halt mal ins Ausland....aber das tun die nicht....
Das machen die Amerikaner und Briten übrigens besser, insofern importieren wir gerade den nächsten "turn" aus den Staaten und die Ergebnisse sind überwiegend langweilig bis zusammenfantasiert. Eigentlich schade, ich warte seit langem auf eine Geschichte Haitis (die zweitälteste Republik dieses Planeten) oder Liberias oder der Mejirestauration auf deutsch, herausragende Beispiele der Verwestlichung, aber da kommt nix. Wir warten auch auf eine Geschichte der Globalisierung der deutschen/französischen Rechtsdenke, aber da kommt nix....Oder eine Geschichte der modernen Soziometrie und ihrer mittlerweile globalen Anwendung, aber da kommt nix...oder wie wäre es mit einer strukturfunktionalistiscehn Globalgeschichte in modern, so a la Spengler....nada, nix....
Die eiern ihren ausgelutschten Fragestellungen hinterher und das meist mit unterdurchschnittlichen Ergebnissen, aber da sind viele weiße Flecken, viel terra incognita, aber das wissen die schon gar nicht mehr....
Die Global-, Universal-, Transnationale Geschichte (die meint er wohl mit Blick auf die Verschleppung der "Afrikaner") bzw. hisoire croisee oder entangled history ist ein uralter Hut. Der Wehler zitiert da immer den Heimpel, Literaturkenntnis schützt vor Neuentdeckung. Neu ist lediglich, dass die anderen vermehrt eigene Darstellungen liefern und uns Westlern eine andere Perspektive zeigen, allerdings bleibt fraglich, ob die Unzahl entsprechender Forscgungsvorhaben an deutschen Universitäten uns wirklich zeigen können, wie die letzten 500 Jahre auf die Außenwelt Europas gewirkt haben und rezipiert wurden. Hierfür müssten die teutschen Historiker halt mal ins Ausland....aber das tun die nicht....
Das machen die Amerikaner und Briten übrigens besser, insofern importieren wir gerade den nächsten "turn" aus den Staaten und die Ergebnisse sind überwiegend langweilig bis zusammenfantasiert. Eigentlich schade, ich warte seit langem auf eine Geschichte Haitis (die zweitälteste Republik dieses Planeten) oder Liberias oder der Mejirestauration auf deutsch, herausragende Beispiele der Verwestlichung, aber da kommt nix. Wir warten auch auf eine Geschichte der Globalisierung der deutschen/französischen Rechtsdenke, aber da kommt nix....Oder eine Geschichte der modernen Soziometrie und ihrer mittlerweile globalen Anwendung, aber da kommt nix...oder wie wäre es mit einer strukturfunktionalistiscehn Globalgeschichte in modern, so a la Spengler....nada, nix....
Die eiern ihren ausgelutschten Fragestellungen hinterher und das meist mit unterdurchschnittlichen Ergebnissen, aber da sind viele weiße Flecken, viel terra incognita, aber das wissen die schon gar nicht mehr....
Die Global-, Universal-, Transnationale Geschichte (die meint er wohl mit Blick auf die Verschleppung der "Afrikaner") bzw. hisoire croisee oder entangled history ist ein uralter Hut. Der Wehler zitiert da immer den Heimpel, Literaturkenntnis schützt vor Neuentdeckung. Neu ist lediglich, dass die anderen vermehrt eigene Darstellungen liefern und uns Westlern eine andere Perspektive zeigen, allerdings bleibt fraglich, ob die Unzahl entsprechender Forscgungsvorhaben an deutschen Universitäten uns wirklich zeigen können, wie die letzten 500 Jahre auf die Außenwelt Europas gewirkt haben und rezipiert wurden. Hierfür müssten die teutschen Historiker halt mal ins Ausland....aber das tun die nicht....
Das machen die Amerikaner und Briten übrigens besser, insofern importieren wir gerade den nächsten "turn" aus den Staaten und die Ergebnisse sind überwiegend langweilig bis zusammenfantasiert. Eigentlich schade, ich warte seit langem auf eine Geschichte Haitis (die zweitälteste Republik dieses Planeten) oder Liberias oder der Mejirestauration auf deutsch, herausragende Beispiele der Verwestlichung, aber da kommt nix. Wir warten auch auf eine Geschichte der Globalisierung der deutschen/französischen Rechtsdenke, aber da kommt nix....Oder eine Geschichte der modernen Soziometrie und ihrer mittlerweile globalen Anwendung, aber da kommt nix...oder wie wäre es mit einer strukturfunktionalistiscehn Globalgeschichte in modern, so a la Spengler....nada, nix....
Die eiern ihren ausgelutschten Fragestellungen hinterher und das meist mit unterdurchschnittlichen Ergebnissen, aber da sind viele weiße Flecken, viel terra incognita, aber das wissen die schon gar nicht mehr....
in ihrem "Kulturwahn" sozialkonstruvistischer Provenienz....
Naja, gelegentlich kommt was, aber halt aus den USA...
in ihrem "Kulturwahn" sozialkonstruvistischer Provenienz....
Naja, gelegentlich kommt was, aber halt aus den USA...
in ihrem "Kulturwahn" sozialkonstruvistischer Provenienz....
Naja, gelegentlich kommt was, aber halt aus den USA...
Geschichte vom Standpunkt der nationalen Begebenheiten zu studieren,schafft ein unklares Bild von der allgemeinen historischen Umwelt. Auch die deutsche Geschichte ist eigentlich keine echte "deutsche" Geschichte, denn Deutschland ist jahrhundertelang nur ein georgraphischer Begriff geblieben, denn ich habe die Wahl mich in die sogenannte Nationalgeschichte eines jeweiligen Landes zu vertiefen. Also, wenn man von globalen Geschichte spricht, was ist denn eigentlich global?
Hallo ? - Afrika IST die Erste Welt der Menschen.
Denn die Menschheit lebt nun in ihrer Zweiten Welt.
Und für alle Umweltsünder:
Eine Dritte Welt wird es niemals für den Menschen geben.
Genausowenig wie Außerirdische,
denn die Genesis des Menschen ist nicht wiederholbar.
Dies wird jeder verstehen, der sich die Evolution sehr genau anschaut.
Die erste Matrix gab es immerhin schon vor 4 Milliarden Jahren - in der Flora.
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