Biosprit Energie aus dem Moor
Forscher suchen nach Alternativen zu Energiepflanzen, wie Raps oder Mais. Bäume und Gräser aus Feuchtgebieten sind ein neuer Ansatz für umweltfreundliche Treibstoffe.
© Norberto Duarte/AFP/Getty Images

Bioenergie aus Mais? Forscher suchen nach Alternatvien
Man würde den Bürgermeister einer 400-Seelen-Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern nicht für einen Revolutionär halten. Doch Bertold Meyer, Bürgermeister von Bollewick, träumt davon, "den ländlichen Raum neu zu denken". Landwirte müssten sich unabhängig machen von Subventionen und von Energieerzeugern. Er sieht die Region zwischen Hamburg, Berlin und Stettin als "Garten der Metropolen", der gestressten Großstädtern als Rückzugsraum dient und sie mit gesunden Lebensmitteln und regenerativer Energie versorgt. "Wenn wir die Energie für uns und die Städter selbst erzeugen, wird hier ein ökologisches Wirtschaftswunder geschehen", sagt Meyer.
Bollewick wird zum Bioenergiedorf. Mitten in einem Feld, wird gerade der Zement eines Silos für Biomasse gegossen. Von 2011 an soll Bollewick mehr als den Eigenbedarf an Wärme und Strom erzeugen. Kreislaufwirtschaft, bei der die Gewinne im Ort bleiben.
Dass das nicht auf Kosten der Ökologie gehen darf, weiß Meyer. Je stärker Mais- und Rapsflächen das Image der Bioenergie gefährden, umso intensiver hält er Ausschau nach Alternativen. Die könnten in Mooren liegen, in Plantagen schnellwachsender Baumarten oder in der Verwertung von Gras und Heckenschnitt aus der Landschaftspflege. Mit wem man auch spricht, es herrscht Einigkeit: Bioenergie braucht mehr Vielfalt.
Christian Schröder streift häufig durch das, was Meyer "Garten der Metropolen" nennt. "Das ganze Gebiet hier ist für die Landwirtschaft verloren", sagt Schröder und deutet auf ein Feuchtareal, wo der Deich gebrochen ist. Mit Anglerhosen und Gummistiefeln stapft der Ökologe von der Uni Greifswald durch das neue Moorland nahe der Stadt, jeder Schritt ein Schmatzen. Eine Reparatur des Deiches war zu teuer, die Pumpwerke für die Entwässerung wurden abgeschaltet.
Die Natur ließ sich nicht bitten: Wasserampfer, Schilf und Birken siedelten sich an. Für Schröder sind es nachwachsende Rohstoffe der Zukunft. Wildnis in kontrolliertem Anbau, dafür will er Landwirte begeistern. Auch Schröder will, dass Bioenergie dem ländlichen Raum Schwung verleiht. "Wir dürfen aber nicht aufgrund irgendwelcher Fördermechanismen vernachlässigen, welche Bewirtschaftung an welchem Standort sinnvoll ist."
In Mecklenburg-Vorpommern etwa wurden fast eine Viertelmillion Hektar Moorland entwässert. Sie zu bewirtschaften ist ökologisch fragwürdig und unrentabel. Zunehmend würden entwässerte Flächen für den Maisanbau umgepflügt, um daraus vermeintlich saubere Energie zu erzeugen. "Da wird Torf zersetzt und es entweichen zehn Mal mehr Treibhausgase als bei der Verbrennung von Öl und Erdgas", sagt Wendelin Wichtmann von der Greifswalder Succow-Stiftung, die sich naturverträglichem Wirtschaften widmet. Die Klimabilanz wäre schlechter als bei umstrittenen Palmölplantagen für Biodiesel, sagt er.
Schröder schlägt vor, einen Teil der Äcker wieder zu vernässen. Denn Pumpwerke sind Stromfresser, und statt Mais könnten Landwirte Schilf und Erlenholz für ihre Biogasanlagen ernten. "Paludikultur" nennt sich das, und Schröders Forscherteam entwickelt Erntemaschinen für die weichen Torfböden. Er ist sicher: Die Landwirte werden mitmachen, weil es sich lohnt. Außerdem würde die Moorbewirtschaftung für Energiepflanzen reichlich Kohlendioxid binden, die Kohlendioxid-Bilanz wäre sogar negativ.
- Datum 22.11.2010 - 16:19 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Man erlaubt wieder PV auf Freiflächen/Acker.
1 ha PV erzeugt 300.000 kwh Strom=30.000 L Öl, soviel wie keine Pflanze. Heu ernten u. Schafe weiden lassen kann man auch weiterhin.
Noch besser ist die Rechnung bei Windkraftanlagen!
aber wie sieht es mit der Versiegelung von Fläche bei PV Anlagen aus inklusive Erosion, durch konzentrierte Abflüsse. Schon mal in D-alnd auf die Felder geschaut, wo verstärkt Windkraftanlagen gebaut wurden. Da wurden oftmals die Entwässerungssysteme zersört, Ergebniss verstärkte Wiedervernässung und mal sehen wie sich das langfristig auf die Statik der Anlagen auswirken wird, Stichwort Grundbruch.
@Thema
Noch eine unausgegorene Idee, erst waren Mais und Raps die Heilsbringer, obwohl, wie Varech #3 schon ausführte, bekannt war, welche ökologischen Zeitbomben dies sind. Einfach mal nach Lake Champlain scrooglen, da sieht man die Auswirkungen von intensivem Maisanbau der letzten 30 Jahre.
Die Äcker Wiedervernässung ist natürlich der absolute Höhepunkt (Stichwort Bodenverdichtung bei Ernte) denn es ist nicht anzunehmen das die Ernte per Hand erfolgt, denn solange die Erntemaschinen nicht fliegen, kommt es dazu.
Spannend wird auch die Hochwasserentwicklung in den Gebieten sein, die Bauern in meiner ehemaligen Heimat freuen sich schon auf die Dorfüberflutungen, nachdem ein Umweltamtsleiter beschlossen hat die Gewässer zuwachsen zu lassen um Flächen wieder zu vernässen, denn das passierte bevor es zur Entwässerung kam.
aber wie sieht es mit der Versiegelung von Fläche bei PV Anlagen aus inklusive Erosion, durch konzentrierte Abflüsse. Schon mal in D-alnd auf die Felder geschaut, wo verstärkt Windkraftanlagen gebaut wurden. Da wurden oftmals die Entwässerungssysteme zersört, Ergebniss verstärkte Wiedervernässung und mal sehen wie sich das langfristig auf die Statik der Anlagen auswirken wird, Stichwort Grundbruch.
@Thema
Noch eine unausgegorene Idee, erst waren Mais und Raps die Heilsbringer, obwohl, wie Varech #3 schon ausführte, bekannt war, welche ökologischen Zeitbomben dies sind. Einfach mal nach Lake Champlain scrooglen, da sieht man die Auswirkungen von intensivem Maisanbau der letzten 30 Jahre.
Die Äcker Wiedervernässung ist natürlich der absolute Höhepunkt (Stichwort Bodenverdichtung bei Ernte) denn es ist nicht anzunehmen das die Ernte per Hand erfolgt, denn solange die Erntemaschinen nicht fliegen, kommt es dazu.
Spannend wird auch die Hochwasserentwicklung in den Gebieten sein, die Bauern in meiner ehemaligen Heimat freuen sich schon auf die Dorfüberflutungen, nachdem ein Umweltamtsleiter beschlossen hat die Gewässer zuwachsen zu lassen um Flächen wieder zu vernässen, denn das passierte bevor es zur Entwässerung kam.
Nun immerhin, ist es gescheihter, als endlose Monokulturen Mais auf ungeeignete Flächen zu bringen, welche dann über unzählige KM zu nächsten Biogasanlage befördert werden, was das noch mit regenerativer Energie gemein hat, frage ich mich bereits Längerem.
...wird man vielleicht auch bald noch.
Wohlfundierte Untersuchungen über die Stoffproduktion verschiedener Pflanzengesellschaften an verschiedenen Standorten findet man seit Jahrzehnten in alten Büchern in alten Bibliotheken, falls man will.
Henry Ford beschäftigte sich bereits seit 1920 mit nachwachsenden Rohstoffen wie z.B. Hanf. Sein legendäres Hanf-Auto besaß eine Hanffaser-verstärkte Kunststoffkarosserie und wurde mit Hanföl bzw. Methanol/Ethanol angetrieben. Die Hanf-Karosserie war 10 mal stoßfester als eine Metall-Karosserie und wog nur 2/3 des Gewichts.
Das Hanf-Potential war der Industrie wohl ein Dorn im Auge, denn bereits 1937 wurde der Anbau durch das Marihuana Tax Act verboten.
Es gibt so viele Hanfsorten, die wenig bis gar kein THC (Tetrahydrocannabinol) enthalten und auch im Bekleidungssektor der Baumwolle buchstäblich das Wasser abgegraben hätten. Bei den Schiffstauen waren die Hanfseile so unverzichtbar, dass man bis heute den Anbau, streng überwacht, zuließ. Hanf wächst mit einem Minimum an Wasser und stellt keine großen Anforderungen an die Böden, Pestizide und Dünger sind nicht erforderlich. Aus Hanf kann man nicht nur Fasern für Textilien herstellen und die Fasern in Kunststoff zur Verstärkung einbetten, sondern Hanf ist auch eßbar(!). Ein idealer Kandidat für Indien, um die Bauern aus dem Würgegriff der Agrarindustrie zu befreien.
Lotus hat eine Eco Elise durch Verwendung von Hanf gebaut – auch hier blieb es beim Prototyp. Auch als Bau- und Dämmmaterial ist Hanf ein Hammer.
aber das läßt sich ja alles nachlesen, auch sämtliche europäischen Uniformen bis (einschließlich?) des 1. Weltkrieges bestanden aus Hanf. Bessere Kimatisierungseffekt, weniger Abrieb, bessere Haltbarkeit und Tragekomfort.
Hanf ist insgesamt der amerikanischen Baumwollindustrie zum Opfer gefallen.
In Bangladesh waren die Küstenstreifen meist mit Hanf bewachsen.
Er diente als Nutzpflanze, als Wellenbrecher bei Sturmfluten - Hanf wird bis zu sechs Meter hoch - und als Bodenfestiger.
Nach dem Sieg der Baumwolle hören wir alle paar Jahre von verheerenden Flutkatastrophen.
Dazu kommt, er ist pflegeleicht und robust.
Als HitlerDeutschland Autarkiebestrebungen förderte stand Hanf deshalb ganz selbstverständlich auf dem Programm, das ist zwar eine gruselige Referenz, dennoch:
Es lohnt sich unter allen Aspekten, sich diese Pflanze genauer anzuschauen.
aber das läßt sich ja alles nachlesen, auch sämtliche europäischen Uniformen bis (einschließlich?) des 1. Weltkrieges bestanden aus Hanf. Bessere Kimatisierungseffekt, weniger Abrieb, bessere Haltbarkeit und Tragekomfort.
Hanf ist insgesamt der amerikanischen Baumwollindustrie zum Opfer gefallen.
In Bangladesh waren die Küstenstreifen meist mit Hanf bewachsen.
Er diente als Nutzpflanze, als Wellenbrecher bei Sturmfluten - Hanf wird bis zu sechs Meter hoch - und als Bodenfestiger.
Nach dem Sieg der Baumwolle hören wir alle paar Jahre von verheerenden Flutkatastrophen.
Dazu kommt, er ist pflegeleicht und robust.
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http://www.youtube.com/wa...
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http://www.transport20.co...
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@Thema
Noch eine unausgegorene Idee, erst waren Mais und Raps die Heilsbringer, obwohl, wie Varech #3 schon ausführte, bekannt war, welche ökologischen Zeitbomben dies sind. Einfach mal nach Lake Champlain scrooglen, da sieht man die Auswirkungen von intensivem Maisanbau der letzten 30 Jahre.
Die Äcker Wiedervernässung ist natürlich der absolute Höhepunkt (Stichwort Bodenverdichtung bei Ernte) denn es ist nicht anzunehmen das die Ernte per Hand erfolgt, denn solange die Erntemaschinen nicht fliegen, kommt es dazu.
Spannend wird auch die Hochwasserentwicklung in den Gebieten sein, die Bauern in meiner ehemaligen Heimat freuen sich schon auf die Dorfüberflutungen, nachdem ein Umweltamtsleiter beschlossen hat die Gewässer zuwachsen zu lassen um Flächen wieder zu vernässen, denn das passierte bevor es zur Entwässerung kam.
PV: diese werden meist mittels Schraubfundamenten installiert die nach Ende der PV-Lebenszeit wieder aus der Wiese geschraubt werden.
Es gibt keine Erosion, keine konzentrierten Abflüsse. Suchen Sie einfach einer solchen Anlage das auf der Nähe aufgenommen wurde.
WKA: Schon vor dem Bau werden Rückstellungen für den Rückbau gebildet.
Windanlagen werden vor allem ganz oben am Berg gebaut, dort gibt es in der Regel keine Entwässerungsanlagen! Wenn Feldwege für den Bau etwas verbreitert werden müssen so ist das vergleichsweise zu anderen Bauten harmlos.
PV: diese werden meist mittels Schraubfundamenten installiert die nach Ende der PV-Lebenszeit wieder aus der Wiese geschraubt werden.
Es gibt keine Erosion, keine konzentrierten Abflüsse. Suchen Sie einfach einer solchen Anlage das auf der Nähe aufgenommen wurde.
WKA: Schon vor dem Bau werden Rückstellungen für den Rückbau gebildet.
Windanlagen werden vor allem ganz oben am Berg gebaut, dort gibt es in der Regel keine Entwässerungsanlagen! Wenn Feldwege für den Bau etwas verbreitert werden müssen so ist das vergleichsweise zu anderen Bauten harmlos.
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