UN-BerichtLebensstandard weltweit deutlich gestiegen

Nach einer UN-Studie haben sich Gesundheit, Bildung, Einkommen in den meisten Ländern deutlich verbessert. Oman und China entwickelten sich am besten. von dpa , Reuters und AFP

Skyline des Finanzdistrikts im chinesischen Shanghai

Skyline des Finanzdistrikts im chinesischen Shanghai  |  © Philippe Lopez/AFP/Getty Images

"Die Welt hat dramatische Fortschritte gemacht": Jeni Klugman, Hauptautorin des Weltentwicklungsberichts  der Vereinten Nationen (UN), verkündete bei der Vorstellung der Studie viele gute Nachrichten. So seien die Menschen in den vergangenen 40 Jahren "gesünder, gebildeter und wohlhabender" geworden und hätten "mehr Macht, ihre Führung zu bestimmen". Klugman untermauerte ihre Aussagen mit den aktuellen Berechnungen der UN:  Demnach stieg die Lebenserwartung seit 1970 im Schnitt von 59 auf 70 Jahre, die Einschulungsquote von 55 auf 70 Prozent und das Pro-Kopf-Einkommen verdoppelte sich auf mehr als 10.000 Dollar.

Wie schon im vergangenen Jahr beinhaltet der Bericht auch eine Liste von 169 Staaten, die auf ihre Lebensqualität getestet worden waren. Dieser Human Development Index (HDI) bemisst sich nicht nur an wirtschaftlichen Faktoren wie dem Pro-Kopf-Einkommen, sondern bezieht auch Faktoren wie Gesundheit, Bildung, Geschlechtergerechtigkeit und politische Freiheit mit ein.

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Legt man diese Parameter zugrunde, gilt Norwegen als das Land mit der höchsten Lebensqualität. Mit einer Lebenserwartung von 81 Jahren, einem Pro-Kopf-Einkommen von 58.810 Dollar (41.300 Euro) und 12,6 Jahren Schulbildung erreicht es bereits zum achten Mal den ersten Platz. Gefolgt wird Norwegen von Australien, Neuseeland, den USA und Irland, das wegen der Auswirkungen der Finanzkrise von Platz drei auf Rang 17 zurückgefallen ist. Deutschland kletterte hingegen von Platz 22 auf den zehnten Platz.

Unter den zehn Ländern, die seit 1970 die größten Fortschritte machten, sind neben Wachstumsländern wie China, Indonesien und Südkorea auch Oman, Saudi-Arabien, Laos und Nepal, die deutliche Fortschritte bei Bildung und Gesundheit verzeichneten. Fast immer stiegen die Länder bei den Statistikern durch Verbesserungen in diesen beiden Punkten auf. Allein der Volksrepublik gelang der große Sprung nach vorn ausschließlich durch gestiegene Einkommen.

Auf dem letzten Platz landet Simbabwe mit einer Lebenserwartung von 47 Jahren und einem Pro-Kopf-Einkommen von 176 Dollar. Direkt davor liegen die Demokratische Republik Kongo, Burundi und Niger. In Subsahara-Afrika liegen auch genau die einzigen drei Länder, in denen die Lebensqualität seit 1970 zurückgegangen ist: Neben Simbabwe und Kongo trifft dies auch auf Sambia zu.

Legt man nur den Faktor Lebenserwartung zugrunde, hat sich die Situation sogar in sechs Ländern in Afrika südlich der Sahara – darunter auch Südafrika – sowie in Russland, Weißrussland und der Ukraine verschlechtert. In all diesen Ländern werden die Menschen im Durchschnitt nicht älter als ihre Landsleute anno 1970. Auf dem afrikanischen Kontinent liegt dies nach Angaben der UN vor allem an der Aids-Epidemie, in den Ex-Sowjetrepubliken sind demnach die härteren Lebensbedingungen seit dem Ende des Kommunismus der Hauptgrund für den Rückfall.

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Leserkommentare
  1. Das heisst nur, dass die Reichen noch reicher geworden sind.
    Der Reallohn sinkt seit Jahren.

  2. ....in Deutschland sicherlich.

    • LP
    • 04. November 2010 20:29 Uhr

    Sie sprechen da zwar in der Tat ein Problem an, aber dass sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es global gesehen tatsächlich vielen Menschen besser geht als noch vor 20 Jahren.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Was will uns die Zeit Redaktion damit sagen?

    Das es uns besser geht, Friede, Freude, Eierkuchen, kein Grund sich zu sehr zu beschweren...Danke liebe Zeit Redaktion, ein Bericht den wir brauchen wie sonst noch was, wo waeren wir bloss ohne Euch? Ich wuesste zum Beispiel nicht das es uns besser geht wie vor 20 Jahren, weil da war ich noch ein Spross!

    Dont believe the hype, vor allem nicht der UN!

    Schreibt mal ueber etwas Wichtigeres, oder lasst es sein. Keine Meinung zu haben ist auch gut!

  3. Ich sage nur Energiekonzept 2050!
    Die Rache der Ökologisten!

  4. aus der Propagandzentrale der internationalen Finanzbourgeoisie? Da muß man doch nur mal kurz vor die Tür gehen um zu sehen das es der Volksmasse schlechter geht.

  5. Ja, in China. In Afrika genügt ein Blick ins Familienalbum aus den 70igern und ins heutige falls es das gibt, da sieht man eine dokuemntierte Verelendung .....

  6. Was will uns die Zeit Redaktion damit sagen?

    Das es uns besser geht, Friede, Freude, Eierkuchen, kein Grund sich zu sehr zu beschweren...Danke liebe Zeit Redaktion, ein Bericht den wir brauchen wie sonst noch was, wo waeren wir bloss ohne Euch? Ich wuesste zum Beispiel nicht das es uns besser geht wie vor 20 Jahren, weil da war ich noch ein Spross!

    Dont believe the hype, vor allem nicht der UN!

    Schreibt mal ueber etwas Wichtigeres, oder lasst es sein. Keine Meinung zu haben ist auch gut!

    Antwort auf "@Anne Bonny"
    • svenben
    • 04. November 2010 21:50 Uhr

    Also ich bin in Russland aufgewachsen und mir gehts hier in Deutschland viel viel besser.
    Aber meine deutschen Freunde finden das hier normal.
    An Essen mangelt es hier eben nicht, aber wenn ich das sag dann schauen mich die Leute schräg an, was Essen, wir haben andere Sorgen....

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  • Quelle dpa, Reuters, AFP
  • Schlagworte Bildung | Dollar | Finanzkrise | Gesundheit | Kommunismus | Vereinte Nationen
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