Auf einer Straße in der Nähe der Ortschaft Falköping im Südwesten des Landes sind zwischen 50 und 100 tote Vögel entdeckt worden, die offensichtlich vom Himmel gefallen waren. Der Amtsveterinär habe fünf Vogelkadaver mitgenommen, um die Todesursache zu erforschen, teilte ein Sprecher der Rettungsdienste Falköping mit. Es handelte sich um Dohlen, eine Krähenart. Einige der Vögel hätten noch gelebt, die meisten seien aber tot gewesen.

Am Montag waren im südlichen US-Bundesstaat Louisiana bei Pointe Coupee etwa 500 tote Vögel verschiedener Arten gefunden worden. Auch hier ist die Ursache für das Vogelsterben unklar. Im Bundesstaat Arkansas stürzten in der Silvesternacht 5000 Rotschulterstärlinge vom Himmel. Bewohner sprachen von einem regelrechten Regen toter Vögel.

Nach Angaben der Behörden in Arkansas könnten die Rotschulterstärlinge durch das Silvesterfeuerwerk oder eine von Landwirten eingesetzte Vorrichtung zum Abschrecken von Vögeln so in Unruhe versetzt worden sein, dass sie orientierungslos gegen Hindernisse geflogen sind. Tiermediziner der staatlichen Veterinärkommission schlossen in ihrem vorläufigen Bericht aus, dass Krankheiten oder Viren für den massenhaften Tod verantwortlich sind. Alle wichtigen Organe seien gesund gewesen, heißt es.

Tierarzt Jim LaCour hatte die Vögel in Louisiana zuerst begutachtet. Er sagte dem Nachrichtensender CNN, ob die Tiere aus derselben Ursache gestorben seien wie die Vögel in Arkansas, müsse nun geklärt werden.

Auslöser eines solchen Massensterbens sei oft Hagelschlag, erläuterte der Vogelexperte Ingo Ludwichowski, Vorsitzender des Naturschutzbunds (Nabu) in Schleswig-Holstein. Auch nach Vergiftungen, etwa mit Quecksilber durch gebeiztes Getreide, sei Massensterben beobachtet worden. In seltenen Fällen seien auch besondere Windkonstellationen als Grund denkbar.

Allgemein seien dies eher seltene Ereignisse. "Das gibt es immer wieder mal, man kann aber nicht sagen, dass es häufig ist", sagte der Nabu-Vogelexperte.