Es war die letzte Heimkehr der US-Raumfähre Discovery: Nach zwei Wochen im All setzte der Shuttle wie geplant um 17.57 Uhr (MEZ) mit sechs Astronauten an Bord auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida auf. Jetzt heißt es Abschied nehmen. Nach fast 27 Jahren und 39 Flügen im Dienste von Raumfahrt und Forschung wird die Discovery zum Museumsstück. "Ein großartiger Job", lobte die Bodenkontrolle nach der Landung.

Auf ihrer letzten Mission im All ging es um Wartungs- und Reparaturarbeiten an der Internationalen Raumstation ISS. Dazu waren Astronauten zwei Mal ins All ausgestiegen. Zuletzt halfen sie, einen ausgefallenen Sauerstoffgenerator im russischen Teil der Station zu reparieren. Astronauten werden in der nächsten Zeit nur mit russischen Raumschiffen dorthin gelangen. Versorgungsflüge übernehmen auch Europa, Japan und kommerzielle US-Firmen. Die Discovery war vier Monate später als geplant gestartet, vor allem wegen technischer Probleme. 

Mit dem letzten Flug der Discovery hat das Ende des gesamten Shuttle-Programms der Raumfahrtbehörde Nasa begonnen: Nach den noch ausstehenden Flügen der Raumfähren Endeavour und Atlantis sollen die Orbiter im Juli ein für alle Mal eingemottet werden.

Zwei der ursprünglich fünf Schwester-Shuttles wurden im Einsatz zerstört. Im Jahr 1986 explodierte die Challenger kurz nach dem Start, 2003 zerriss es die Columbia beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Bei jedem der beiden Unglücke kamen alle sieben Besatzungsmitglieder ums Leben.