Teilchenphysik Forscherteam weist erstmals Antihelium-4-Kerne nach

Das Ende einer Ära: Rund 40 Jahre lang galt Antihelium-3 als der schwerste Antimaterie-Atomkern. Nun hat ein internationales Forscherteam einen schwereren erzeugt.

Der Teilchenbeschleuniger des Brookhaven National Laboratorys

Der Teilchenbeschleuniger des Brookhaven National Laboratorys

Die Urknall-Theorie basiert zum großen Teil auf Symmetrie: Nach dem Big Bang entstanden Materie und zugleich Antimaterie; Teilchen mit derselben Masse, aber umgekehrter Ladung wie die gewöhnlichen irdischen Partikel. Während von dem negativen Gegenstück im All jede Spur fehlt, lässt sich Antimaterie in Teilchenbeschleunigern für kurze Zeit und in kleinen Mengen erzeugen.

So auch Antihelium-3, das rund 40 Jahre lang als der schwerste stabile Antimaterie-Atomkern galt. Eine Ära, die nun endet: Ein internationales Forscherteam, darunter die Physiker Reinhard Stock und Thorsten Kollegger von der Universität Frankfurt, haben in den USA Antihelium-4, auch Anti-Alphateilchen genannt, produziert.

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Das Gegenstück zum Helium-Atomkern ist im Teilchenbeschleuniger des Brookhaven National Laboratorys (BNL) im Bundesstaat New York entstanden. Dort ließen die Physiker Goldionen bei nahezu Lichtgeschwindigkeit frontal zusammenprallen, um die entstehenden Teilchenspuren zu analysieren.

Ein Team unter Leitung der Frankfurter Forscher habe eine Software entwickelt, mit der die Spuren von 500 Milliarden geladenen Teilchen untersucht worden seien, teilte das Frankfurt Institute for Advanced Studies mit, das zur Universität Frankfurt gehört. Dabei seien 18 Antihelium-4-Atomkerne mit einem Gewicht von 6.6 x 10-27 Kilogramm gefunden worden. "Sie bestehen aus zwei Antiprotonen und Antineutronen, zerfallen nicht radioaktiv und zerstrahlen schließlich mit Materie im Außenbereich des Experiments." Die Ergebnisse wurden online vorab im Magazin Nature veröffentlicht. Zudem finden sie sich auf arxiv.org, einer Online-Plattform für wissenschaftliche Vorabdrucke.

Die Energiedichte sei bei dem Experiment ähnlich hoch gewesen wie kurz nach dem Urknall vor rund 14 Milliarden Jahren, bei dem sich Materie und Antimaterie bildeten. Diese sollten sich der Theorie zufolge sofort auslöschen: Treffen sie zusammen, zerstrahlen sie zu Energie. Warum nach dem Urknall überhaupt Materie übriggeblieben ist, aus der Sterne und Planeten entstanden, wird noch immer erforscht.

Für die Erklärung, wieso unsere Welt so asymmetrisch ist, bekamen die drei Physiker Yoichiro Nambu, Makoto Kobayashi und Toshihide Maskawa im Jahr 2008 den Nobelpreis in Physik. Und erst 2010 war es Physikern am Kernforschungszentrum CERN gelungen künstlichen erzeugten Antiwasserstoff einzufangen. Die Forscher hoffen, dass sich die Unterschiede zwischen Materie und Antimaterie anhand des Wasserstoffs am besten beobachten ließen.

In der nahen Zukunft werde wohl Antihelium-4 der schwerste Anti-Atomkern bleiben, schreibt die STAR Collaboration, ein Team von 500 Wissenschaftlern aus 12 Ländern, in Nature. Der nächste Kandidat auf der Periodentafel der Antimaterie ist Antilithium-6. Es besteht aus je drei Antiprotonen und Antineutronen. Derzeit würde es jedoch an den technischen Voraussetzungen zur Produktion von so schweren Antimaterie-Kernen fehlen, sagten die Forscher.

 
Leser-Kommentare
  1. Würde mane einen Frühmenschen auf den Timesquare stellen und ihn oder sie bitten, die Welt drumherum mit ihren Worten und Wissenschaft zu beschreiben, so hätte man einen Vergleich zu dem Wissensstand unserer Physiker gegenüber dem Universum.

    Heute ist es den Wissenschaftlern gelungen, eine Kerze zu identifizieren und mit ihrer Sprache zu beschreiben.

    Glückwunsch!

    C

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    Nau und? Was willst du uns damit sagen?
    Sollen wir aufhören zu fragen, nur weil wir noch nicht alle Fragen beantworten können?

    Oh ja du hast recht, dein Frühmensch wäre besser beraten seine Augen zu zulassen und sich die Welt um sich herum von alten Männern in Frauenkleidern, die dir was von Gott erzählen, erklären zu lassen.
    Ich möchte bezeifeln, dass unser Vormensch so klüger werden kann.

    das physikalische Bild des Universums ist zwar wesentlich umfassender als von ihnen dargestellt, aber ihr wunderschöner Vergleich (hätte in der Grundschule bestimmt einen Preis gewonnen) läßt natürlich die große Leistung vieler bedeutender Denker klein erscheinen.

    Vielleicht wäre von ihrer Seite ja mal eine konstruktive Kritik nötig. Welcher Aspekt des Universums ist ihnen denn nicht genau genug untersucht. Was fehlt ihnen?

    Ansonsten bitte ab in den Gottesdienst etc. und dort glücklich werden

    werde ich immer wütender.

    "Heute ist es den Wissenschaftlern gelungen, eine Kerze zu identifizieren und mit ihrer Sprache zu beschreiben."

    Mich macht es wütend, weil es ohne jede Expertise die ernomen Leistungen vieler großer Männer/Frauen als nichtig hinstellt.

    Ich verweise einmal darauf, dass der Mensch alleine durch Beobachtungen von seinem Planeten feststellen konnte, welche Energiequelle die Sonne antreibt und woher die Elemente auf seinem Planeten stammen. Welche enorme, große, wenig beachtete Leistung. Gerade im Vergleich zu den Erkenntnissen vor 400 Jahren, wo uns nette Glaubensgemeinschaften erzählt haben, was wie wo wann ist.

    Leider viel zu wenig in das Alltagswissen der Menschen und in Kunst und Kultur eingegangen.

    Da wird ja dann eher dem Flachsinn und der Esoterik gefrönt.

    Das mag ja dann auch wieder als Ausrede für ihren Kommentar herhalten.

    Danke an all die mutigen Forscher die uns aus der Unmündigkeit herausgeführt haben und mir die Freiheit gaben, sonntags morgens nicht meine Zeit in der Kirche zu verschwenden.

    Hoffen wir mal, dass der Frühmensch auf dem Timesquare niemals herausfindet wofür das goldene "M" steht.
    Das könnte die Arbeitsmoral eines Jägers, vielleicht sogar seine ganze Existenz, in Frage stellen.

    schon einmal das Höhlengleichnis Platons gelesen?

    Es wird Ihnen nicht gefallen.

    Nau und? Was willst du uns damit sagen?
    Sollen wir aufhören zu fragen, nur weil wir noch nicht alle Fragen beantworten können?

    Oh ja du hast recht, dein Frühmensch wäre besser beraten seine Augen zu zulassen und sich die Welt um sich herum von alten Männern in Frauenkleidern, die dir was von Gott erzählen, erklären zu lassen.
    Ich möchte bezeifeln, dass unser Vormensch so klüger werden kann.

    das physikalische Bild des Universums ist zwar wesentlich umfassender als von ihnen dargestellt, aber ihr wunderschöner Vergleich (hätte in der Grundschule bestimmt einen Preis gewonnen) läßt natürlich die große Leistung vieler bedeutender Denker klein erscheinen.

    Vielleicht wäre von ihrer Seite ja mal eine konstruktive Kritik nötig. Welcher Aspekt des Universums ist ihnen denn nicht genau genug untersucht. Was fehlt ihnen?

    Ansonsten bitte ab in den Gottesdienst etc. und dort glücklich werden

    werde ich immer wütender.

    "Heute ist es den Wissenschaftlern gelungen, eine Kerze zu identifizieren und mit ihrer Sprache zu beschreiben."

    Mich macht es wütend, weil es ohne jede Expertise die ernomen Leistungen vieler großer Männer/Frauen als nichtig hinstellt.

    Ich verweise einmal darauf, dass der Mensch alleine durch Beobachtungen von seinem Planeten feststellen konnte, welche Energiequelle die Sonne antreibt und woher die Elemente auf seinem Planeten stammen. Welche enorme, große, wenig beachtete Leistung. Gerade im Vergleich zu den Erkenntnissen vor 400 Jahren, wo uns nette Glaubensgemeinschaften erzählt haben, was wie wo wann ist.

    Leider viel zu wenig in das Alltagswissen der Menschen und in Kunst und Kultur eingegangen.

    Da wird ja dann eher dem Flachsinn und der Esoterik gefrönt.

    Das mag ja dann auch wieder als Ausrede für ihren Kommentar herhalten.

    Danke an all die mutigen Forscher die uns aus der Unmündigkeit herausgeführt haben und mir die Freiheit gaben, sonntags morgens nicht meine Zeit in der Kirche zu verschwenden.

    Hoffen wir mal, dass der Frühmensch auf dem Timesquare niemals herausfindet wofür das goldene "M" steht.
    Das könnte die Arbeitsmoral eines Jägers, vielleicht sogar seine ganze Existenz, in Frage stellen.

    schon einmal das Höhlengleichnis Platons gelesen?

    Es wird Ihnen nicht gefallen.

  2. Nau und? Was willst du uns damit sagen?
    Sollen wir aufhören zu fragen, nur weil wir noch nicht alle Fragen beantworten können?

    Oh ja du hast recht, dein Frühmensch wäre besser beraten seine Augen zu zulassen und sich die Welt um sich herum von alten Männern in Frauenkleidern, die dir was von Gott erzählen, erklären zu lassen.
    Ich möchte bezeifeln, dass unser Vormensch so klüger werden kann.

    16 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Eine Kerze"
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    • yarx
    • 24.04.2011 um 23:26 Uhr

    Der Mann hat doch recht!
    Das Problem mit den Wissenschaftsgläubigen ist, daß sie immer so tun, als wäre der momentane Stand der Theorien der Weisheit letzter Schluß.
    Etwas mehr Demut würden denen mehr als gut tun!
    Wenn ich so Überschriften lese wie "Ist Gott noch nötig?" oder ähnlichen Pseudo-Wissenschaftlichen Schwachsinn dreht sich mir der Magen um.
    Wir wissen fast nichts über eden Anfang des Universums, aber alle tun so als wäre der Urknall alternativlos.
    Nein nein! Ich glaube nicht an die Schöpfungsgeschichte der Bibel! Aber viel mehr wert, als das Gelabere dort, ist die Urknall-Theorie auch nicht. Eine nette Theorie, aber eben weit von Beweisen entfernt. Lichtjahr-weit, sozusagen.
    Also Ball flach halten!

    Lesen bildet...vor allem Meinungen und am besten liest man Bild, die bildet ja Meinungen und bild-et dann auch noch, da muss man ja fasst nichts mehr lesen und verstehen, was tatsächlich gemeint war.
    Aber, wie sagt man so schön, never feed the troll. Ich setze sie auf Diät.

    C

    ... ist das nicht das Problem des von ihnen Angegriffenen.

    In diesem Sinne, frohe Ostern.

    Kai Hamann

    • yarx
    • 24.04.2011 um 23:26 Uhr

    Der Mann hat doch recht!
    Das Problem mit den Wissenschaftsgläubigen ist, daß sie immer so tun, als wäre der momentane Stand der Theorien der Weisheit letzter Schluß.
    Etwas mehr Demut würden denen mehr als gut tun!
    Wenn ich so Überschriften lese wie "Ist Gott noch nötig?" oder ähnlichen Pseudo-Wissenschaftlichen Schwachsinn dreht sich mir der Magen um.
    Wir wissen fast nichts über eden Anfang des Universums, aber alle tun so als wäre der Urknall alternativlos.
    Nein nein! Ich glaube nicht an die Schöpfungsgeschichte der Bibel! Aber viel mehr wert, als das Gelabere dort, ist die Urknall-Theorie auch nicht. Eine nette Theorie, aber eben weit von Beweisen entfernt. Lichtjahr-weit, sozusagen.
    Also Ball flach halten!

    Lesen bildet...vor allem Meinungen und am besten liest man Bild, die bildet ja Meinungen und bild-et dann auch noch, da muss man ja fasst nichts mehr lesen und verstehen, was tatsächlich gemeint war.
    Aber, wie sagt man so schön, never feed the troll. Ich setze sie auf Diät.

    C

    ... ist das nicht das Problem des von ihnen Angegriffenen.

    In diesem Sinne, frohe Ostern.

    Kai Hamann

  3. 3. Satire

    Man ey, immer nur Anti Anti Anti. Kam man nicht mal was promäßiges machen? Zum Beispiel PROtonen. Die sind wenigstens für was, und nicht immer nur dagegen und außerdem machen die die ganz liebe normale Materie auch nicht kaputt :P :D

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    • PGMN
    • 24.04.2011 um 22:27 Uhr

    Antiprotonen auch eher negativ.
    Aber ist doch eh alles Quark.

    • PGMN
    • 24.04.2011 um 22:27 Uhr

    Antiprotonen auch eher negativ.
    Aber ist doch eh alles Quark.

    • PGMN
    • 24.04.2011 um 22:27 Uhr

    Antiprotonen auch eher negativ.
    Aber ist doch eh alles Quark.

    10 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Satire"
  4. Weil das Experiment so teuer war? Weil 500 Wissenschaftler nen Artikel mit "impact factor 30" benoetigen?

    Die Theorie ist klar: Materie = Antimaterie!

    Dass die Falsifikation notwendig ist auch.

    Aber warum kommt sowas in Nature? Warum kommt das xte sequenzierte Genom in Nature? Warum nicht mal der Beweis der Poincare-Vermutung (nur so als Bsp.) o.ae.? Weil sowas keiner kapiert? Dann ist Science und Nature nicht besser als Spektrum der Wissenschaft oder P.M..

    Nichtsdestotrotz, der wissenschaftliche Poebel kriecht vor Science und Nature. Einfach nur erbaermlich!

    Der Perelman hats schon richtig gemacht, meine Hochachtung!

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    Ich denke, hier liegt ein Mißverständnis vor. Die Originalpublikationen in Science und Nature sind in der Regel sehr komplexe Artikel, die nur dem Spezialisten voll verständlich sind, während Wissenschaftler außerhalb des jeweiligen Focus zwar die generelle Richtung begreifen können, aber bei den Details meistens Verständnisschwierigkeiten bekommen. Klar, ein Top-Molekularbiologe und ein Top-Physiker haben völlig unterschiedliches Wissen.

    Ich selbst habe auch schon in Science publiziert und erwarte überhaupt nicht, dass mein Artikel für Wissenschaftler aller Fachrichtungen voll verständlich ist.

    Für die große Vielfalt von Wissenschaftlern gibt es dann in Science und Nature noch eine Kommentarsektion, in der die Ergebnisse des Artikels in allgemeiner wissenschaftlicher Sprache erläutert werden.

    Für die allgemeine Öffentlichkeit werden Pressemitteilungen herausgegeben, die entsprechend griffig formuliert sind. Trotzdem kann es dabei dazu kommen, dass es unklar bleibt, warum die entsprechende Publikation eine so große Beachtung verdient hat.
    Möglich, dass Sie sich deshalb fragen:
    "Warum kommt so was in Nature?" Es ist logisch, durch die Publikationsmacht dieser beiden Journale immer wieder problematische Situationen entstehen. Trotzdem bin ich Science und Nature gegenüber nicht negativ eingestellt.

    Ich finde es spannend, dass bei solchen Hochenergie-Massekollisionen offenbar auch "größere" Antimateriepartikel entstehen.

    • oooo
    • 25.04.2011 um 1:43 Uhr

    Der hat sich hingesetzt und nachgedacht. Ohne dauernd zu publizieren.

    Ohne die Arbeit der Kernphysiker schlechtreden zu wollen: Dass der Beweise von Perelman eine wichtigere Leistung ist als ein neues Teilchen, das der physik. Theorie nicht widerspricht, da bin ich ganz bei ihnen.

    Ich glaube nicht, dass die Physik im Großen und Ganzen abgeschlossen ist. Deshalb ist es schade, dass so wenige Wissenschaftler vom großen Sprung träumen.
    Die Meisten sind doch zufrieden, wenn sie die 10^5-te Supraleiter- Legierung nachmessen können. Statt endlich mal eine Theorie zu entwickeln, die diese Phänomene vorhersagen kann.

    Ich denke, hier liegt ein Mißverständnis vor. Die Originalpublikationen in Science und Nature sind in der Regel sehr komplexe Artikel, die nur dem Spezialisten voll verständlich sind, während Wissenschaftler außerhalb des jeweiligen Focus zwar die generelle Richtung begreifen können, aber bei den Details meistens Verständnisschwierigkeiten bekommen. Klar, ein Top-Molekularbiologe und ein Top-Physiker haben völlig unterschiedliches Wissen.

    Ich selbst habe auch schon in Science publiziert und erwarte überhaupt nicht, dass mein Artikel für Wissenschaftler aller Fachrichtungen voll verständlich ist.

    Für die große Vielfalt von Wissenschaftlern gibt es dann in Science und Nature noch eine Kommentarsektion, in der die Ergebnisse des Artikels in allgemeiner wissenschaftlicher Sprache erläutert werden.

    Für die allgemeine Öffentlichkeit werden Pressemitteilungen herausgegeben, die entsprechend griffig formuliert sind. Trotzdem kann es dabei dazu kommen, dass es unklar bleibt, warum die entsprechende Publikation eine so große Beachtung verdient hat.
    Möglich, dass Sie sich deshalb fragen:
    "Warum kommt so was in Nature?" Es ist logisch, durch die Publikationsmacht dieser beiden Journale immer wieder problematische Situationen entstehen. Trotzdem bin ich Science und Nature gegenüber nicht negativ eingestellt.

    Ich finde es spannend, dass bei solchen Hochenergie-Massekollisionen offenbar auch "größere" Antimateriepartikel entstehen.

    • oooo
    • 25.04.2011 um 1:43 Uhr

    Der hat sich hingesetzt und nachgedacht. Ohne dauernd zu publizieren.

    Ohne die Arbeit der Kernphysiker schlechtreden zu wollen: Dass der Beweise von Perelman eine wichtigere Leistung ist als ein neues Teilchen, das der physik. Theorie nicht widerspricht, da bin ich ganz bei ihnen.

    Ich glaube nicht, dass die Physik im Großen und Ganzen abgeschlossen ist. Deshalb ist es schade, dass so wenige Wissenschaftler vom großen Sprung träumen.
    Die Meisten sind doch zufrieden, wenn sie die 10^5-te Supraleiter- Legierung nachmessen können. Statt endlich mal eine Theorie zu entwickeln, die diese Phänomene vorhersagen kann.

  5. Ich denke, hier liegt ein Mißverständnis vor. Die Originalpublikationen in Science und Nature sind in der Regel sehr komplexe Artikel, die nur dem Spezialisten voll verständlich sind, während Wissenschaftler außerhalb des jeweiligen Focus zwar die generelle Richtung begreifen können, aber bei den Details meistens Verständnisschwierigkeiten bekommen. Klar, ein Top-Molekularbiologe und ein Top-Physiker haben völlig unterschiedliches Wissen.

    Ich selbst habe auch schon in Science publiziert und erwarte überhaupt nicht, dass mein Artikel für Wissenschaftler aller Fachrichtungen voll verständlich ist.

    Für die große Vielfalt von Wissenschaftlern gibt es dann in Science und Nature noch eine Kommentarsektion, in der die Ergebnisse des Artikels in allgemeiner wissenschaftlicher Sprache erläutert werden.

    Für die allgemeine Öffentlichkeit werden Pressemitteilungen herausgegeben, die entsprechend griffig formuliert sind. Trotzdem kann es dabei dazu kommen, dass es unklar bleibt, warum die entsprechende Publikation eine so große Beachtung verdient hat.
    Möglich, dass Sie sich deshalb fragen:
    "Warum kommt so was in Nature?" Es ist logisch, durch die Publikationsmacht dieser beiden Journale immer wieder problematische Situationen entstehen. Trotzdem bin ich Science und Nature gegenüber nicht negativ eingestellt.

    Ich finde es spannend, dass bei solchen Hochenergie-Massekollisionen offenbar auch "größere" Antimateriepartikel entstehen.

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    Ich "freue" mich fuer Sie dass Sie es in Science geschafft haben.

    Erstautor? Letztautor? Oder nur einer von 500?

    Science und Nature, Zeitschriften von und fuer "Namen".

    Ich "freue" mich fuer Sie dass Sie es in Science geschafft haben.

    Erstautor? Letztautor? Oder nur einer von 500?

    Science und Nature, Zeitschriften von und fuer "Namen".

    • yarx
    • 24.04.2011 um 23:26 Uhr

    Der Mann hat doch recht!
    Das Problem mit den Wissenschaftsgläubigen ist, daß sie immer so tun, als wäre der momentane Stand der Theorien der Weisheit letzter Schluß.
    Etwas mehr Demut würden denen mehr als gut tun!
    Wenn ich so Überschriften lese wie "Ist Gott noch nötig?" oder ähnlichen Pseudo-Wissenschaftlichen Schwachsinn dreht sich mir der Magen um.
    Wir wissen fast nichts über eden Anfang des Universums, aber alle tun so als wäre der Urknall alternativlos.
    Nein nein! Ich glaube nicht an die Schöpfungsgeschichte der Bibel! Aber viel mehr wert, als das Gelabere dort, ist die Urknall-Theorie auch nicht. Eine nette Theorie, aber eben weit von Beweisen entfernt. Lichtjahr-weit, sozusagen.
    Also Ball flach halten!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    wer wirklich Ahnung von naturwissenschaftlicher Theoriebildung hat, wird behaupten, dass der aktuelle Stand der Wissenschaft mitsamt der Theorien solange gelten, bis sie wiederlegt sind. Es gilt nach wie vor das Falsifikationsprinzip als grundsätzliche Methode naturwissenschaftlicher Arbeiten. Man sucht keine Beweise, sondern eigentlich, rein methodisch, müsste man nach Falisfikationen suchen. Sind die Falsifikationen nicht gefunden, ist es meist die Theorie, die die wenigsten, schlüssigsten Annahmen macht und am plausibelsten ist. Ich finde es schwierg, da von Glauben zu reden. Generell hat Gott nichts in der Naturwissenschaft und Naturwissenschaft nichts in der Religion verloren. Da werden Äpfel mit Birnen verglichen. Mit wissenschaftlichen Beweisen ist Gott weder zu bestätigen noch zu wiederlegen, umgekehrt hat die Religion in den Naturwissenschaften außer vielleicht ethischen Empfehlungen keinerlei Kompetenzen.

    Zum ersten Kommentar: Viele kleine Kerzen können letzten Endes ziemlich hell sein. Aber es ist doch tatsächlich eine sinnvolle Frage, ob wir mit der Physik, deren Prinzipien (hoffentlich) das gesamte Universum durchdringen herausfinden können, was vorher oder im Ursprung war..

    • tuxman
    • 25.04.2011 um 1:10 Uhr

    Jeder, der sich für Naturwissenschaften interessiert, weiß, dass es in den Naturwissenschaften, im Gegensatz zur Mathematik, keine absoluten Wahrheiten gibt. Dafür muss man noch nichmal studieren, das lernt man schon im Abi. Ziel der NaWis ist es auch nicht irgendwelche Wahrheiten zu finden, sondern Modelle zu entwickeln, die unsere Umgebung beschreiben. Wir sind schon weit gekommen, mit dieser Methode, wir tun gut daran sie weiter zu verfolgen.

    @topic:"Teilchen mit derselben Masse, aber umgekehrter Ladung wie die gewöhnlichen irdischen Partikel."

    Und was ist dann ein Antineutron? Das hat die gleiche Ladung wie ein Neutron.

    • PGMN
    • 25.04.2011 um 12:37 Uhr

    1. In den Naturwissenschaften gibt es keine Beweise in dem Sinne in dem die Mathematik sie sieht. Beweise gibt es nur in dem Sinne in dem die Justiz sie sieht. Nach dem letzteren Standard ist der Urknall "schuldig".
    2. Die Urknallhypothese ist mehr wert als die Schöpfungsgeschichte. Im Gegensatz zu dieser erlaubt sie, die Elementsynthese in der Frühzeit des Universums korrekt vorherzusagen. Sie erlaubte es die Existenz des Kosmischen Mirkowellenhintergrunds vorherzusagen und sie erklärt korrekt die Beobachtung der Hubble-Expansion.
    Die Urknallhypothese ist allerdings unbrauchbar für berechnungen früher als die Planck-Zeit, aber ab diesem Zeitpunkt ist die Urknallhypothese in "gerichtlichem Sinne" nachgewiesen.
    3. Ich nehme an, Sie kritisieren eine wissenschaftliche These ohne sich ausreichend darüber informiert zu haben?

    • Jan96
    • 25.04.2011 um 13:22 Uhr

    Wenn man wissenschaftliche Theorien kritisiert, weil es nur "Theorien" seien, sollte man sich auch informieren was eine Theorie wissenschaftlich überhaupt bedeutet.

    Weit von Beweisen entfernt? Also, wie ich die Sachlage verstehe, gibt es zwei Beweisstränge, die zur allgemeinen Anerkennung der Urknalltheorie geführt haben: Einerseits die von Gamow (einem der Begründer der Urknalltheorie) in den 40ern vorhergesagte, und dann in den 60ern entdeckte kosmische Hintergrundstrahlung. Die Urknalltheorie behauptet ja nicht nur den Ur-knall an sich, sondern macht viel mehr als das: Sie kümmert sich auch um die Abläufe nach dem Urknall und die Entstehung der ersten Atome. Nun sagt diese komplexen Theorie voraus, dass es infolge der Expansion des Universums zu einer Abnhame von dessen Dichte kommt - Dadurch kamm um die Zeit um ca. 380'000 Jahre nach dem Urknall erstmals Licht "sichtbar entweichen", da es nicht mehr von Protonen und Elektronen gestreut wird.Diese damals entkoppelte Strahlung ist heute noch als Hintergrundstrahlung nachweisbar, und die Messwerte stimmen sehr, sehr gut mit den theoretischen Voraussagen überein. Der andere Beweisstrang hat dem von Hubble 1929 erbrachten Beweis (Stichwort Rotverschiebung) zu tun, dass alle Galaxien sich voneinender wegbewegen (wie Punkte auf einem Ballon, der augbeblasen wird). Lässt man die Zeit rückwärtslaufen, folgt daraus, dass ein expandierendes Universum sich in sich zusammenzieht, bis zu einem Punkt unendlicher Dichte und Hitze: dem Urknall. Das ganze ist schon viel mehr als eine "nette Theorie"!

    wer wirklich Ahnung von naturwissenschaftlicher Theoriebildung hat, wird behaupten, dass der aktuelle Stand der Wissenschaft mitsamt der Theorien solange gelten, bis sie wiederlegt sind. Es gilt nach wie vor das Falsifikationsprinzip als grundsätzliche Methode naturwissenschaftlicher Arbeiten. Man sucht keine Beweise, sondern eigentlich, rein methodisch, müsste man nach Falisfikationen suchen. Sind die Falsifikationen nicht gefunden, ist es meist die Theorie, die die wenigsten, schlüssigsten Annahmen macht und am plausibelsten ist. Ich finde es schwierg, da von Glauben zu reden. Generell hat Gott nichts in der Naturwissenschaft und Naturwissenschaft nichts in der Religion verloren. Da werden Äpfel mit Birnen verglichen. Mit wissenschaftlichen Beweisen ist Gott weder zu bestätigen noch zu wiederlegen, umgekehrt hat die Religion in den Naturwissenschaften außer vielleicht ethischen Empfehlungen keinerlei Kompetenzen.

    Zum ersten Kommentar: Viele kleine Kerzen können letzten Endes ziemlich hell sein. Aber es ist doch tatsächlich eine sinnvolle Frage, ob wir mit der Physik, deren Prinzipien (hoffentlich) das gesamte Universum durchdringen herausfinden können, was vorher oder im Ursprung war..

    • tuxman
    • 25.04.2011 um 1:10 Uhr

    Jeder, der sich für Naturwissenschaften interessiert, weiß, dass es in den Naturwissenschaften, im Gegensatz zur Mathematik, keine absoluten Wahrheiten gibt. Dafür muss man noch nichmal studieren, das lernt man schon im Abi. Ziel der NaWis ist es auch nicht irgendwelche Wahrheiten zu finden, sondern Modelle zu entwickeln, die unsere Umgebung beschreiben. Wir sind schon weit gekommen, mit dieser Methode, wir tun gut daran sie weiter zu verfolgen.

    @topic:"Teilchen mit derselben Masse, aber umgekehrter Ladung wie die gewöhnlichen irdischen Partikel."

    Und was ist dann ein Antineutron? Das hat die gleiche Ladung wie ein Neutron.

    • PGMN
    • 25.04.2011 um 12:37 Uhr

    1. In den Naturwissenschaften gibt es keine Beweise in dem Sinne in dem die Mathematik sie sieht. Beweise gibt es nur in dem Sinne in dem die Justiz sie sieht. Nach dem letzteren Standard ist der Urknall "schuldig".
    2. Die Urknallhypothese ist mehr wert als die Schöpfungsgeschichte. Im Gegensatz zu dieser erlaubt sie, die Elementsynthese in der Frühzeit des Universums korrekt vorherzusagen. Sie erlaubte es die Existenz des Kosmischen Mirkowellenhintergrunds vorherzusagen und sie erklärt korrekt die Beobachtung der Hubble-Expansion.
    Die Urknallhypothese ist allerdings unbrauchbar für berechnungen früher als die Planck-Zeit, aber ab diesem Zeitpunkt ist die Urknallhypothese in "gerichtlichem Sinne" nachgewiesen.
    3. Ich nehme an, Sie kritisieren eine wissenschaftliche These ohne sich ausreichend darüber informiert zu haben?

    • Jan96
    • 25.04.2011 um 13:22 Uhr

    Wenn man wissenschaftliche Theorien kritisiert, weil es nur "Theorien" seien, sollte man sich auch informieren was eine Theorie wissenschaftlich überhaupt bedeutet.

    Weit von Beweisen entfernt? Also, wie ich die Sachlage verstehe, gibt es zwei Beweisstränge, die zur allgemeinen Anerkennung der Urknalltheorie geführt haben: Einerseits die von Gamow (einem der Begründer der Urknalltheorie) in den 40ern vorhergesagte, und dann in den 60ern entdeckte kosmische Hintergrundstrahlung. Die Urknalltheorie behauptet ja nicht nur den Ur-knall an sich, sondern macht viel mehr als das: Sie kümmert sich auch um die Abläufe nach dem Urknall und die Entstehung der ersten Atome. Nun sagt diese komplexen Theorie voraus, dass es infolge der Expansion des Universums zu einer Abnhame von dessen Dichte kommt - Dadurch kamm um die Zeit um ca. 380'000 Jahre nach dem Urknall erstmals Licht "sichtbar entweichen", da es nicht mehr von Protonen und Elektronen gestreut wird.Diese damals entkoppelte Strahlung ist heute noch als Hintergrundstrahlung nachweisbar, und die Messwerte stimmen sehr, sehr gut mit den theoretischen Voraussagen überein. Der andere Beweisstrang hat dem von Hubble 1929 erbrachten Beweis (Stichwort Rotverschiebung) zu tun, dass alle Galaxien sich voneinender wegbewegen (wie Punkte auf einem Ballon, der augbeblasen wird). Lässt man die Zeit rückwärtslaufen, folgt daraus, dass ein expandierendes Universum sich in sich zusammenzieht, bis zu einem Punkt unendlicher Dichte und Hitze: dem Urknall. Das ganze ist schon viel mehr als eine "nette Theorie"!

    • Jubufi
    • 25.04.2011 um 0:05 Uhr

    Die Urknalltheorie in ihrer derzeitig bekannten Interpretation ist sicherlich nicht geeignet, die Ursache der Entstehung von Materieuniversen zu erklären. Trotzdem ist sie Basis einer weiteren Theorie, die bisherige Fragen gelöst hat - und zwar beweisbar gelöst hat.
    Die Vorstellung, dass nach dem Urknall gleichviel Materie wie Antimaterie entstanden sein soll, ist nicht korrekt. Sie ist lediglich eine Annahme, die auf Vermutungen bezüglich der Materieherausbildung entstanden ist. Wie will man behaupten wollen, dass es anfangs paritätische Verhältnisse gab, wenn man noch nicht einmal in der Lage ist, den Materieentwicklungsprozess in seiner Ursache zu erfassen? Es gibt derzeit nur sehr wenige Physiker, die diese Abläufe beschreiben können.

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