RaumfahrtUS-Raumfähre "Endeavour" startet zum Abschiedsflug

Nach mehrfacher Verschiebung ist die Raumfähre zu ihrem letzten Flug ins All gestartet. Im Juli wird es noch einen Flug geben, dann endet das Shuttle-Programm der USA. von dpa und AFP

Die Raumfähre "Endeavour" während ihres Starts vom Weltraumbahnhof Kennedy Space Center

Die Raumfähre "Endeavour" während ihres Starts vom Weltraumbahnhof Kennedy Space Center  |  © Mark Wilson/Getty Images

Die US-Raumfähre Endeavour ist pünktlich um 14.56 Uhr deutscher Zeit vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) abgehoben. Trotz leichter Winde und Wolken am Himmel verlief der zweite Startversuch in 17 Tagen problemlos. Hunderttausende Menschen, darunter 45.000 Gäste im Kennedy Space Center, sahen zu, als die US-Raumfähre zu ihrem letzten Flug ins All aufbrach.

Unter den Zuschauern war auch die Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords, die bei einem Attentat im Januar durch einen Kopfschuss schwer verletzt wurde. Sie ist die Ehefrau des Endeavour-Kommandanten Mark Kelly.



Der Abschiedsflug des Raumschiffes war ursprünglich für den 29. April geplant, musste aber wenige Stunden vor dem Start wegen eines Defektes am Heizungssystem für die Nottreibstoffversorgung verschoben werden. Die Raumfahrtbehörde Nasa hatte den Countdown abgebrochen, als die sechsköpfige Shuttle-Besatzung schon auf der Startrampe war.

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Die Mission zur Internationalen Raumstation ISS soll 16 Tage dauern. Die Mannschaft wird dort unter anderem einen zwei Milliarden Dollar (1,37 Milliarden Euro) teuren Teilchendetektor installieren. Das 6,8 Tonnen schwere Gerät könnte dazu beitragen, mehr über den Urknall zu erfahren, hofft die Nasa.

Nach der Rückkehr von ihrem 25. Flug wird die Endeavour im Wissenschaftszentrum in Los Angeles ausgestellt. Die Nasa hat nur noch einen weiteren Shuttle-Flug geplant: Anfang Juli soll die Atlantis ins All abheben. Danach ist die drei Jahrzehnte währende Ära der wieder verwendbaren Raumfähren beendet.

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Leserkommentare
  1. Als Mitglied der "Generation Mondlandung" und "Generation "Aufbruch in's All" finde ich es schade, dass diese Ära zu Ende geht.

    Ja, wir haben wichtige Probleme auf der Erde zu lösen und eigentlich weder Geld noch die Physik dazu, um wirklich ins All aufzubrechen... aber es war schon eine tolle Zeit, mit dem Gefühl aufzuwachsen, "Zum Mond, zum Mars und dann weiter hinaus"

    Ich finde, sowas setzt wichtige Zukunftsziele, ist ein Antrieb. Die heutige "Depression" ist nicht nur eine der Wirtschaft, der Banken und der Politiker sondern auch eine in den Köpfen der Menschen.

    Wir brauchen wieder etwas in der Art...!

    Eine Leserempfehlung

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
  • Schlagworte Nasa | Atlantis | Attentat | Dollar | Euro | ISS
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