Grün-rote Regierung Baden-Württemberg will Studiengebühren abschaffen
Gebührenfrei studieren: Die Landesregierung in Baden-Württemberg plant, ab 2012 die Studiengebühren abzuschaffen. Auch wenn die Studentenzahl steigt.
Die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg will den Hochschulen wegfallende Studiengebühren komplett erstatten. Das gelte auch, wenn die Zahl der Studierenden steigt, versicherten Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (beide Bündnis 90/Die Grünen) am Dienstag nach einer Ministerratssitzung in Stuttgart. Die Landesregierung hat ein Konzept zur Abschaffung der allgemeinen Studiengebühren beschlossen. Danach werden im kommenden Wintersemester zum letzten Mal Gebühren für Bachelorprogramme, andere grundständige Studiengänge und darauf aufbauende Masterstudiengänge erhoben.
2005 hatte Baden-Württemberg zu den Vorreitern bei der Einführung von Studienbeiträgen gehört. Damals setzte die CDU-FDP-Regierung Gebühren durch, seit dem Sommersemester 2007 müssen Studierende 500 Euro im Semester zahlen. Zwischenzeitlich hatten sieben Bundesländer Studiengebühren erhoben. Inzwischen haben Hessen, das Saarland, NRW und Hamburg ein Gebühren-Aus beschlossen. Nach dem Ausstieg Baden-Württembergs bleiben ab 2012/13 also nur noch Bayern und Niedersachsen. Selbst in Bayern aber haben Regierungspolitiker kürzlich den Sinn von Studiengebühren in Frage gestellt.
Mit der Abschaffung der allgemeinen Gebühren zum Sommersemester 2012 setze Grün-Rot in Baden-Württemberg "ein Zeichen für einen fairen Hochschulzugang ohne finanzielle Hürden", erklärten Kretschmann und Bauer am Dienstag. Die Gebühren würden durch "staatliche Qualitätssicherungsmittel" ersetzt.
Die Hochschulen erhalten Kompensationszahlungen
Im vergangenen Jahr hätten die Hochschulen 140 Millionen Euro aus Studiengebühren eingenommen. Rechne man den erwarteten Anstieg der Studierendenzahlen hinzu, könnten sie 2012 voraussichtlich Kompensationszahlungen von 150 Millionen Euro erwarten. Bei der Berechnung legt die Landesregierung einen Abschlag von 44 Prozent zugrunde: Dieser Anteil der Studierenden sei 2010 von Gebühren befreit gewesen. Ausgehend von 500 Euro pro Semester ergebe sich folglich für jeden Studierenden eine Gebührenkompensation von 280 Euro pro Semester, heißt es in der Erklärung der Landesregierung.
Die Garantie einer solchen Kompensation hatten die Hochschulen gefordert, nachdem die grün-rote Regierung im Mai ihren Koalitionsvertrag präsentiert hatte. Die Erstattung der Gebühren würde eine zehnprozentige Erhöhung der Landesmittel für die Hochschulen bedeuten. Präsidenten und Rektoren bezweifelten, dass das Land dieses Versprechen langfristig halten werde.
Horst Hippler, Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz, hatte angekündigt: Sollte der Zuschuss abgesenkt oder steigende Studierendenzahlen bei der Kompensation der Gebühren nicht berücksichtigt werden, "werden wir uns wehren". Die Hochschulen würden sich dann gezwungen sehen, die Zahl der Studienanfängerplätze wieder zu reduzieren. Heiner Schanz, Prorektor der Universität Freiburg, hatte mit einer Verschlechterung der Studienbedingungen gedroht.
Auf die steigenden Studierendenzahlen hat die Landesregierung kürzlich mit dem Programm "Hochschule 2012" reagiert: Im kommenden Jahr sollten bis zu 22.000 zusätzliche Studienanfängerplätze gegenüber 2006 an den Landeshochschulen bereit gestellt werden.
Für die Abschaffung der allgemeinen Studiengebühren will die Landesregierung im September einen Gesetzentwurf auf den Weg bringen. Darin soll es auch eine Ausnahmeregelung für Masterstudiengänge geben, die nicht auf einen Bachelorstudiengang aufbauen. Für solche nicht-konsekutiven Programme könnten die Hochschulen noch bis 31. März 2014 Gebühren ab 500 Euro erheben. Danach sollten auch diese Studiengänge gebührenfrei sein, heißt es.
- Datum 27.07.2011 - 11:27 Uhr
- Quelle Tagesspiegel
- Kommentare 103
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Baden_Württemberg chafft sie nicht ab. Wenn, dann ist es die
grün-rote Landesregierung. Und wenn schon, dann will ich wenigstens auch einen kostenlosen Nahverkehr.
Gut, dass die neue Landesregierung die Gebühren abschafft. Allerdings haben die Länder die Einnahmenseite kaum in der Hand. Daher ist zu hoffen, dass der Bund (zumindest die nächste Bundesregierung) anerkennt, dass die Länder für die Bildungsfinanzierung mehr Steuereinnahmen brauchen (ob durch Steuererhöhungen oder als größeren Anteil zusammen mit Ausgabenkürzungen im Bund sei mal dahingestellt).
Zum kostenlosen Nahverkehr: Leider geht aus Ihrem Kommentar nicht hervor, ob der Vorschlag ernstgemeint ist (und wie das Konzept aussieht). Völlig abwegig ist die Idee nicht, aber auch hier hat eine Landesregierung einfach nicht die Mittel, mehr als symbolische Schritte zu gehen (im Gegensatz zur Abschaffung von Studiengebühren hat das aber auch niemand versprochen).
Zu ihrer Wortklauberei "Baden_Württemberg chafft sie nicht ab. Wenn, dann ist es die grün-rote Landesregierung.":
Wenn wir schon dabei sind: Nicht die Regierung kann Gesetze Ändern sondern das Parlament (oder meinetwegen die Regierungskolation).
Gut, dass die neue Landesregierung die Gebühren abschafft. Allerdings haben die Länder die Einnahmenseite kaum in der Hand. Daher ist zu hoffen, dass der Bund (zumindest die nächste Bundesregierung) anerkennt, dass die Länder für die Bildungsfinanzierung mehr Steuereinnahmen brauchen (ob durch Steuererhöhungen oder als größeren Anteil zusammen mit Ausgabenkürzungen im Bund sei mal dahingestellt).
Zum kostenlosen Nahverkehr: Leider geht aus Ihrem Kommentar nicht hervor, ob der Vorschlag ernstgemeint ist (und wie das Konzept aussieht). Völlig abwegig ist die Idee nicht, aber auch hier hat eine Landesregierung einfach nicht die Mittel, mehr als symbolische Schritte zu gehen (im Gegensatz zur Abschaffung von Studiengebühren hat das aber auch niemand versprochen).
Zu ihrer Wortklauberei "Baden_Württemberg chafft sie nicht ab. Wenn, dann ist es die grün-rote Landesregierung.":
Wenn wir schon dabei sind: Nicht die Regierung kann Gesetze Ändern sondern das Parlament (oder meinetwegen die Regierungskolation).
diese Gebühren abzuschaffen.
Viele Studenten kommen auch ohne Studiengebühren trotz permanentem nebenher Jobben mit Schulden in den Arbeitsalltag, wo sie Dank Traineeprogrammen und co nicht wirklich mehr verdienen als Menschen, die sofort berufstätig geworden sind.
Wenn man also vermeiden will, daß nur noch Reichenkinder studieren ist es sehr vernünftig diese Gebühren abzuschaffen.
betragen die Kita-Gebühren mehr als 200 Euro/Monat (für U3 mehr als 400 Euro/Monat). Das ist dann auch nur mehr für Reiche interessant.
betragen die Kita-Gebühren mehr als 200 Euro/Monat (für U3 mehr als 400 Euro/Monat). Das ist dann auch nur mehr für Reiche interessant.
Gut, dass die neue Landesregierung die Gebühren abschafft. Allerdings haben die Länder die Einnahmenseite kaum in der Hand. Daher ist zu hoffen, dass der Bund (zumindest die nächste Bundesregierung) anerkennt, dass die Länder für die Bildungsfinanzierung mehr Steuereinnahmen brauchen (ob durch Steuererhöhungen oder als größeren Anteil zusammen mit Ausgabenkürzungen im Bund sei mal dahingestellt).
Zum kostenlosen Nahverkehr: Leider geht aus Ihrem Kommentar nicht hervor, ob der Vorschlag ernstgemeint ist (und wie das Konzept aussieht). Völlig abwegig ist die Idee nicht, aber auch hier hat eine Landesregierung einfach nicht die Mittel, mehr als symbolische Schritte zu gehen (im Gegensatz zur Abschaffung von Studiengebühren hat das aber auch niemand versprochen).
Zu ihrer Wortklauberei "Baden_Württemberg chafft sie nicht ab. Wenn, dann ist es die grün-rote Landesregierung.":
Wenn wir schon dabei sind: Nicht die Regierung kann Gesetze Ändern sondern das Parlament (oder meinetwegen die Regierungskolation).
...dann kann ich wohl wenigstens ein bis zwei Semester Studiengebührenfrei studieren.
Ich dachte mir ja am 27. März: immerhin etwas, wenigstens kannst Du nun kostenlos studieren. Viele meiner Jahrgangskollegen dachten sich das auch und wählten aus diesem Grunde grün oder rot. Was hören aber nun unsere entzündeten Lauscher: neinnein, grün-rot schön und gut, aber das kommende Wintersemester dürft Ihr noch brav bezahlen. Bitte denken Sie sich an dieser Stelle nun einen polemischen Kommentar bezüglich der Glaubwürdigkeit der Regierungsparteien.
Also, ein halbes Jahr Verzögerung - wenn auch für Sie persönlich sicherlich ärgerlich, mir gehts ebenso - ist kein Grund, hier jetzt Unglaubwürdigkeit vorzuwerfen. Ich hatte auch schon immer SoSe12 als erstes gebührenfreies Semester abgespeichert und wüsste nicht, dass Gegenteiliges versprochen wurde.
Also, ein halbes Jahr Verzögerung - wenn auch für Sie persönlich sicherlich ärgerlich, mir gehts ebenso - ist kein Grund, hier jetzt Unglaubwürdigkeit vorzuwerfen. Ich hatte auch schon immer SoSe12 als erstes gebührenfreies Semester abgespeichert und wüsste nicht, dass Gegenteiliges versprochen wurde.
Immer weiter so. Bei S21 über Kosten maulen und bei den Studiengebühren unser Steuergeld zum Fenster rausschmeißen. Ihr könnt sie geren abschaffen aber bitte dann umso höhere Gebühren für nicht EU Studenten einführen. Denn was ich sehe sind eine extreme Zunahme von internationalen Studenten mit steinreichen Eltern. Keiner von denen zahlte je Steuern in unserem System. Und danach schicken wir sie mit ihrem Wissen wieder nach Hause. Aber wenn es heißt Steuern für Arbeitnehmer senken oder Straßen reparieren ist natürlich kein Geld da. GB hat zb extrem hohe Studiengebühren für EU Mitglieder und noch höhere für nicht EU Mitglieder. Die Unis sind voll aber dafür haben sie wenigstens Geld für Qualität. Wieviele deutsche Unis sind denn Weltspitze? Populistische Forderung der Grünen! Kein armes Kind mehr wird deshalb studieren können. Dafür gibt es bessere Lösungen als pauschal alle umsonst studieren zu lassen. Wenn sich ein Arbeitnehmer weiterbildet um später mehr zu verdienen, muß er das auch selbst bezahlen (er kann es von der Steuer absetzen, die er vorher selbst bezahlt hat!). Wieso also die zukünftigen Manager und Führungskräfte umsonst ausbilden und danach am besten noch vergraulen damit sie in einem anderen land ihre Leistung bringen?
Natürlich - abgeschaffte Studiengebühren wirken sich zulasten des Steuerzahlers aus. Und ja - die Studiengebühren sind wohl oft nicht das entscheidende Hindernis, das Kindern aus einkommensschwächeren Familien den Zugang zum höheren Bildungsweg verwehrt. Dennoch sind sie eine Hürde und ihre Abschaffung ist ein Wegweiser, der in die richtige Richtung deutet. Das sage ich, ohne das Problem zu verkennen, dass die mangelnden Einnahmen deutliche Qualitätsverluste der Bildungsstätten bedeuten kann - wie sollen zehn Prozent höhere Ausgaben für Bildung vom Land gestemmt werden?
Doch auch wenn ich Ihren Unmut über die Verwendung von Steuergeldern respektiere, halte ich Ihre Einstellung gegenüber ausländischen Studenten für äußerst bedenklich. "Und danach schicken wir sie mit ihrem Wissen wieder nach Hause." - ernsthaft? Deutschland gilt, insbesondere durch Schüler- und Studentenaustauschprogramme, endlich nicht mehr (einzig) als braunes, verseuchtes Nazideutschland. Die Erfahrungen durch Programme wie ERASMUS prägen Studenten tiefer als jedes Semester im Inland. Sie fördern den kulturellen Austausch - wie kann man dieser unglaublichen Errungenschaft mit "Die Ausländer nehmen uns alles weg - raus mit ihnen" (sinngemäß) begegnen?
nur weil man studiert, heisst es nicht gleich das man einen spitzen Lohn hat.
Da ich im Sozialbereich tätig bin, werde ich unterdurchschnittlich verdienen. Darüber müsste man auch mal diskutieren, warum bekommen Unternehmer um einiges mehr Geld, als Leute die im Sozialbereich tätig sind? Armes Deutschland........
Und der Wegfall der Studiengebühren ist für mich ein Segen, da ich trotz jobben sparen muss und eigentlich keine Freizeit mehr habe.
Natürlich - abgeschaffte Studiengebühren wirken sich zulasten des Steuerzahlers aus. Und ja - die Studiengebühren sind wohl oft nicht das entscheidende Hindernis, das Kindern aus einkommensschwächeren Familien den Zugang zum höheren Bildungsweg verwehrt. Dennoch sind sie eine Hürde und ihre Abschaffung ist ein Wegweiser, der in die richtige Richtung deutet. Das sage ich, ohne das Problem zu verkennen, dass die mangelnden Einnahmen deutliche Qualitätsverluste der Bildungsstätten bedeuten kann - wie sollen zehn Prozent höhere Ausgaben für Bildung vom Land gestemmt werden?
Doch auch wenn ich Ihren Unmut über die Verwendung von Steuergeldern respektiere, halte ich Ihre Einstellung gegenüber ausländischen Studenten für äußerst bedenklich. "Und danach schicken wir sie mit ihrem Wissen wieder nach Hause." - ernsthaft? Deutschland gilt, insbesondere durch Schüler- und Studentenaustauschprogramme, endlich nicht mehr (einzig) als braunes, verseuchtes Nazideutschland. Die Erfahrungen durch Programme wie ERASMUS prägen Studenten tiefer als jedes Semester im Inland. Sie fördern den kulturellen Austausch - wie kann man dieser unglaublichen Errungenschaft mit "Die Ausländer nehmen uns alles weg - raus mit ihnen" (sinngemäß) begegnen?
nur weil man studiert, heisst es nicht gleich das man einen spitzen Lohn hat.
Da ich im Sozialbereich tätig bin, werde ich unterdurchschnittlich verdienen. Darüber müsste man auch mal diskutieren, warum bekommen Unternehmer um einiges mehr Geld, als Leute die im Sozialbereich tätig sind? Armes Deutschland........
Und der Wegfall der Studiengebühren ist für mich ein Segen, da ich trotz jobben sparen muss und eigentlich keine Freizeit mehr habe.
Dann können die "armen" Studenten sich wenigsten noch ein IPhone, IPad usw kaufen und RayBan Sonnenbrillen. Denn anscheinend reicht das Geld für solche sehr nötigen Studienutensilien bei den meisten. Sorry aber das Märchen vom armen Student der wegen den Gebühren nicht studieren kann glaub ich nicht. Bildung ist mit das wichtigste für die Zukunft aller aber Gebühren zur Lasten der Qualität abzuschaffen ist nicht sinnvoll. Dafür gehört das gesamte System reformiert.
...mal Studenten deren Eltern Hartz IV bekommen. Was für eine kurzsichtige Haltung.
Was Sie glauben oder nicht interessiert doch gar nicht.
Wieviel Studenten besitzen denn ein IPhone, ipad oder eine RayBan Sonnenbrille? Ich kenne keinen.
Dabei ist meine Wahrnehmung ebenso repräsentativ wie die Ihre!
Aufgrund der Preise der besagten Produkte bezweifle ich aber, dass die Mehrheit der Studenten diese besitzen.
Also was sollen diese sinnlosen Pauschalisierungen?
Und selbst wenn sich jemand so ein Ding kauft: Darf man sich als Student nicht etwas gönnen und leben?
Ich hab mir während des Studiums einen 800€ Laptop gekauft. Ist das noch ok für Sie oder freut sich Asus zu sehr?? Anmerkung: Ich habe ihn auch fürs Studium benutzt!!!
Was Sie schreiben hat in etwa das Gleiche Niveau wie die Beschimpfungen der "faulen" Arbeitslosen die dicke LCD Fernseher zuhaus stehen haben!
"Dafür gehört das gesamte System reformiert."
Was meinen Sie konkret? Haben Sie Vorschläge?
Was mich noch mehr interessieren würde:
Gibt es Untersuchungen dazu, ob die Einführung von Studiengebühren zur Verbesserung der Studienqualität geführt hat? Gerade im Vergleich zu den Ländern, die keine Studiengebühren erheben?
...mal Studenten deren Eltern Hartz IV bekommen. Was für eine kurzsichtige Haltung.
Was Sie glauben oder nicht interessiert doch gar nicht.
Wieviel Studenten besitzen denn ein IPhone, ipad oder eine RayBan Sonnenbrille? Ich kenne keinen.
Dabei ist meine Wahrnehmung ebenso repräsentativ wie die Ihre!
Aufgrund der Preise der besagten Produkte bezweifle ich aber, dass die Mehrheit der Studenten diese besitzen.
Also was sollen diese sinnlosen Pauschalisierungen?
Und selbst wenn sich jemand so ein Ding kauft: Darf man sich als Student nicht etwas gönnen und leben?
Ich hab mir während des Studiums einen 800€ Laptop gekauft. Ist das noch ok für Sie oder freut sich Asus zu sehr?? Anmerkung: Ich habe ihn auch fürs Studium benutzt!!!
Was Sie schreiben hat in etwa das Gleiche Niveau wie die Beschimpfungen der "faulen" Arbeitslosen die dicke LCD Fernseher zuhaus stehen haben!
"Dafür gehört das gesamte System reformiert."
Was meinen Sie konkret? Haben Sie Vorschläge?
Was mich noch mehr interessieren würde:
Gibt es Untersuchungen dazu, ob die Einführung von Studiengebühren zur Verbesserung der Studienqualität geführt hat? Gerade im Vergleich zu den Ländern, die keine Studiengebühren erheben?
Leider ist einiges aus den Fugen geraten und eine einfache Antwort schwer, aber Studiengebühren sind sozial gesehen ungerecht und moralisch nicht vertretbar.
Eine Universität, als Institution hat das Ziel, Wissen zu vermitteln, was von Nutzen für die Gesellschaft ist. Allein schon wegen der Demokratie ist es notwendig, Studienplätze unabhängig vom Geldbeutel zu gestalten. Nur so bekommt man die entsprechende Meinungsvielfalt die ein demokratischer Prozess benötigt.
Die Universität ist folglich auch kein Unternehmen, welches sich am Arbeitsmarkt zu orientieren hat und möglichst gewinnbringend wirtschaften soll. Zumal wir in einem Wirtschaftsraum leben, der, wie zu lesen, vermehrt zu Depression, Burnout, Zukunftsangst etc. führt. Zudem noch die Umwelt systematisch zerstört und ebenso Tiere systematisch quält, weil es gut für die Wirtschaft ist.
Das Prinzip der Gewinnmaximierung, das dabei ist unsere Lebensgrundlage Erde zu zerstören, darf nicht an die Uni, wenn wir nicht in Erklärungsnot gegenüber unseren Kindern und Enkelkindern geraten möchten.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren