Weltbevölkerung : Sieben-Milliarden-Marke in Sicht

Die Erdbevölkerung wächst stetig: Jede Sekunde gibt es knapp drei Menschen mehr. 2011 werden wir erstmals sieben Milliarden sein. Bilder eines vollen Planeten

1999 durchbrach die Weltbevölkerung die Sechs-Milliarden-Marke. Seitdem wächst die Zahl der Menschen, die diesen Planeten bevölkern, stetig. 2011 ist wieder ein Rekordjahr: Der Mensch knackt die Sieben-Milliarden-Marke. Das Wachstum sei zwar leicht gesunken – dennoch gibt es jedes Jahr etwa 80 Millionen Menschen mehr, teilt das Population Reference Bureau (PRB) mit. Seine Schätzung für 2050: 9,5 Milliarden. Wie voll sollen die Orte, die wir in der Fotostrecke zeigen, dann erst sein? Das Bevölkerungswachstum können Sie hier live verfolgen.

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Kommentare

124 Kommentare Seite 1 von 7 Kommentieren

die Überbevölkerung unserer Erde ist das wahre Problem

Wenn 7 Milliarden Menschen auf den selben Lebensstandard hinarbeiten, den die westliche Welt hat, dann bedeutet dies, industrielle Landwirtschaft, Ressourcenausbeutung unserer Erde, einen unvorstellbaren Energiebedarf, riesige Müllberge, Verseuchung von Luft und Wasser, soziale Spannungen ..... und es werden immer mehr Menschen auf unserem Planeten, 10-12 Millarden

aber die Lösung ist in Sicht, der Zusammenbruch des Weltfinanzsystems, dieser wird das Problem der Überbevölkerung radikal einbremsen!

Was hat Kapitalismus mit Evolution zu tun?

Eine Minderheit verbraucht mehr Ressourcen als sie dauerhaft kann. Die Folgen davon werden wir nicht in einigen Tausend Jahren zu spüren bekommen, sondern noch im laufe der nächsten Jahrzehnte. Wenn es wirklich zum zusammenbrach kommen sollte wird das Globale Auswirkungen haben, es wird zu einem radikalen Rückgang des Lebensstandards in der westlichen Welt kommen.

Kapitalismus hat nichts mit Qualität zu tun. Kapitalismus ist nichts anderes als die mathematisch perfektionierte exponentielle Erhöhung von Quantitäten. Sie haben ja noch nicht mal verstanden wie der Kapitalismus überhaupt funktioniert.

Alternative

Und was ist Ihrer Meinung nach die Alternative?

Immerhin hat es der Kapitalismus bei uns soweit gebracht, dass wir über Umweltschutz nachdenken, die Natur in Deutschland die Tendenz zeigt sich zu erholen, wir unsere Energie regenerativ gewinnen, die Geburtenzahlen niedrig sind usw.

Das muss man unserem System lassen. Viel zu meckern gibt es da eigentlich nicht, wenn auch Verbesserungspotential besteht. Aber auch der Kapitalismus entwickelt sich weiter.

Armut?

Wo?

Waren Sie schon mal in z.B. einem zentralafrikanischen Land? Haben Sie eine Vorstellung, was Armut bedeutet? Hierzulande verarmt niemand!
Zudem sehe ich auch keinen "Zersetzungs"-Prozess oder ähnliches. Das System ist nicht perfekt, aber daran wird jetzt eben gearbeitet. Kein Grund zur Panik!

Außerdem ist das hier nicht das Thema und die Frage nach der Alternative steht immer noch aus.

Da bin ich skeptisch

Ich war erst neulich wieder in Lateinamerika, und ich kann Ihnen versichern, dass die meisten Menschen nicht auf dieselbe Lebenssituation hinarbeiten, wie wir ihn in Deutschland haben. Sie arbeiten schlicht auf ein für dortige Bedürfnisse auskömmliches Leben hin, was in den meisten Teilen der Welt ja bereits purer Luxus ist.
Man sieht eher z.B. in Venezuela wie in Brasilien (und auch in Afrika), dass mit gehobenem Lebensstandard auch die Geburtenrate zurückgeht. Zum einen aufgrund von Bildung, zum anderen weil ab einem gewissen Stand Kinder nicht mehr als familiare Sicherung, sondern als Investition (um das Wort Kosten zu vermeiden) angesehen werden.
Die Lösung wäre daher ein gerechtes Welthandelssystem, was auch heute armen Staaten eine Entwicklung erlaubt. Die Geburtenrate geht dann als Folge zurück.

Der Zusammenbruch des Weltfinanzsystems, oder zumindest des Dollars, der uns hereinsteht, dürfte, nach bisherigen Erfahrungen mit Weltwirtschaftskrisen, diese Drittstaaten wieder am stärksten treffen (nachdem man die nationale Wirtschaft vernichtet hat, bleiben hauptsächlich internationale Arbeitgeber dazu internationale Hilfsgelder), und damit meiner Ansicht nach zu einem Anstieg von Elend, und Geburtenraten, führen. Wie so oft ist das Land Haiti hier ein trauriges, aber lehrreiches Beispiel.

Umweltschutz und Kapitalismus

Es war, soweit mein bescheidenes Geschichtswissen reicht, nicht "der Kapitalismus" (sprich die Herrschaft des Kapitals, oder besser verständlich die Kontrolle der Wirtschaft durch die Eigner der Banken und Großunternehmen), der uns den Umweltschutz beschehrt hat. Sonst wäre es auch seltsam, dass wir in Ländern, die noch "freiere" Formen des Kapitalismus praktizieren, weniger Umweltschutz auffinden.
Es war die Zivilgesellschaft, die die Forderungen nach Umweltschutz zuerst in die Politik, und von dort über Regulierungen in die Wirtschaft getragen hat.

Wenn man der bürgerlichen Repräsentativ-"demokratischen" Ordnung (die mit Kapitalismus nicht gleichzusetzen ist) etwas zugutehalten kann, dann jenes, dass sie zumindest die dringendsten Belange aus der Zivilgesellschaft über kurz oder lang in das System einbrigen kann; und der Kapitalismus sich in Deutschland aufgrund einer gewissen Stimmung der Verantwortlichkeit des Kapitals gegenüber der Gesellschaft zwischen 1949 und den 90er Jahren (klingt heute aus) zur Integration dieser Belange fähig war.

Dazu waren bzw. sind die "staatssozialistischen" Wirtschaften sowie de-facto-"Einparteienregime" nicht fähig, weshalb sie keine Alternative darstellen können.
Meiner Meinung nach sollte es aber weitere Alternativen geben neben der Herrschaft einer Partei oder der Herrschaft der (Interessen der) reichsten Individuen.

"La volonté générale ne se représente pas." (Rousseau)

Umweltbewegung

Das ist, mit Verlaub, absoluter Unfug. Wir konnten uns den Umweltschutz nur leisten, weil wir sehr wohlhabend waren, d.h. Umweltschutz ist eine direkte Folge des Kapitalismus. Als Gegenbeispiel sollte man sich einfach anschauen wie es in sozialistischen Ländern zu ging/geht und wie der Umweltschutz in Afrika und China aussieht...

Umweltschutz kann man einfach durch Eigentumsrechte durchsetzen. Baut jemand eine Fabrik in meine Nachbarschaft und verpestet die Luft, so wird der Preis meiner Immobilie gemindert, d.h. mir ist ein Schaden entstanden, den der Fabrikbesitzer ausgleichen muss.

Der sog. "Umweltschutz" legt einfach nur fest in welchem Grad man die Umwelt verschmutzen kann, ohne jegliche Konsequenz und Initiative für das Unternehmen den Umweltschutz weiter auszubauen. Wenn Verschmutzung zu marktwirtschaftlichen Kosten werden sieht die Sache schon ganz anders aus.

Es wird die ganze Zeit daran gemäkelt, dass Unternehmen ja profitorientiert arbeiten. Newsflash: Anders würden Unternehmen gar nicht funktionieren. Anstatt das zu beanstanden sollte man das zum Prinzip bei jeder politischen Entscheidung machen. Man muss nur konsequent geltendes Recht anwenden um einen Markt und einen Wettbewerb um die besten Umwelttechnologien zu schaffen.

10 000 000 000 ist der nächste Schritt.

in der natur und in der Evolution sind 10 Milliarden die Stufe für eine nächst höhere Entwicklungsstufe. Wenn das auch auf den Menschen zutrifft müßen wir erst noch wachsen damit wir vernünftig werden.
Ein Erhährungsprobölem gibt es nicht. Allein beim Bauern bleiben schon ca. 30% der Kartoffelernte auf dem Acker zurück (zu klein oder zu buckelig), dazu noch das Zeugs das der Supermarkt wegschmeisst und das was wir zuhause im Kühlschrank vergammeln lassen - das muß nicht sein. Jedes hungernde Kind ist Mord - weil niemand hungern muß.

Nicht die Überbervölkerung ist unser Problem sondern unser Verstand.

Mit Verlaub...

Ich habe nie behauptet, dass Umweltschutz ab einem gewissen Grad keine starke Wirtschaft voraussetzt.
Das bedeutet jedoch nicht, dass man ohne starke Wirtschaft überhaupt nicht auf die Umwelt achten kann (Beispiel Venezuela und Ecuador; im Vergleich zum nominal höher entwickelten Kolumbien).

Woher kommt denn Ihrer Meinung nach der Impuls zum Umweltschutz?
Sie haben natürlich Recht, dass Unternehmen heute profitorientiert sein müssen, deshalb kann er von ihnen nicht kommen. Noch von autokratischen Regimen (siehe China).
Wir erkennen doch an all diesen Beispielen, und an Deutschland selbst, dass der Umweltschutz von der Zivilgesellschaft getragen wird (wo diese, selbstverständlich, ein bisschen gebildet und vom Hunger befreit ist) und sich nur dort verwirklichen kann, wo die politische Struktur es zulässt.

Nichts anderes habe ich bereits gesagt. Ich verstehe nicht, worauf Sie sich beziehen, wenn Sie mir „absoluten Unfug“ vorwerfen.

PS: Die Politik profitorientiert zu gestalten, das wäre allerdings absoluter Unfug. Das hieße jährliche Einnahmeüberschüsse zu erstreben, während auf der anderen Seite direkt „unprofitable“ Leistungen (beziehungsweise Leistungen, deren „Profit“ nicht zu beziffern ist oder nicht unmittelbar deutlich wird) wie Arbeitslosengeld, Rente, Kindergeld, aber auch öffentlicher Verkehr, Bildung, Krankenhäuser usw. zusammengestrichen werden..

Von einem Extrem ins andere zu fallen....

... ist bekanntlich auch keine Lösung.

"Armut? Wo? Waren Sie schon mal in z.B. einem zentralafrikanischen Land? Haben Sie eine Vorstellung, was Armut bedeutet? Hierzulande verarmt niemand!"

Armut und Wohlstand sind eben relative Begriffe. Sollen wir etwa erst dann von "Armut" sprechen dürfen, wenn die Vernichtung der physischen Existenz unmittelbar bevorsteht? Nach der Devise "Alles diesseits von Afrika ist keine Armut"?

"Zudem sehe ich auch keinen "Zersetzungs"-Prozess oder ähnliches. Das System ist nicht perfekt, aber daran wird jetzt eben gearbeitet. Kein Grund zur Panik!"

Stimmt schon - aber wann gab es jemals "Grund zur Panik"? "Panik" ist ja per Definition etwas, das rationalem Kalkül zuwiderläuft; darum ist der Appell "Keine Panik" in etwa so hilfreich wie der Spruch "sei authentisch".

"Außerdem ist das hier nicht das Thema und die Frage nach der Alternative steht immer noch aus." Auch richtig - aber gibt es etwa solange kein Problem, wie es keine Alternative gibt? Erst muss ein Problem erkannt werden, dann kann man nach Alternativen suchen. Und nicht umgekehrt.

Armut

"Armut und Wohlstand sind eben relative Begriffe. Sollen wir etwa erst dann von "Armut" sprechen dürfen, wenn die Vernichtung der physischen Existenz unmittelbar bevorsteht? Nach der Devise "Alles diesseits von Afrika ist keine Armut"?"

Nein, ich gehe davon aus das Armut zwar kein relativer Begriff ist, wohl aber Teile beinhaltet, welche von der Gesellschaft abhängen in der ein Mensch aufwächst.
Zum Nicht-Arm sein gehören eben auch Komponenten wie gesellschaftliche Teilhabe.
Wer in einem Land aufwächst, in dem Klassenfahrten üblicher Standard sind, der wird ausgegrenzt, wenn er sich das nicht leisten kann. Wenn aber niemand im Umfeld sich eine Klassenfahrt leisten kann, führt das auch nicht zur Ausgrenzung und somit auch nicht zur Armut. Wir können eine Welt schaffen, in der nicht gehungert werden muss, in der alle Menschen Zugang zum weltweiten Wissen haben, in der niemand sterben oder leiden muss, weil selbst einfachste medizinische Behandlungsmöglichkeiten fehlten. Was wohl nicht geht ist eine hohe Bevölkerung und Individualverkehr für alle, jeden Tag Fleisch, Flugreisen, große Wohnungen/Häuser usw. Ich denke so eine Gesellschaft wäre nicht arm, auch wenn ihre Bürger verglichen mit denen heutige aus Deutschland auf ein paar selbstverständlich gewordene Sachen verzichten müssten. Wenn die Alternative ein totalitäres Regime ist, welches festlegt, welche Bürger sich wie fortpflanzen darf, dann erscheint mir dieser Verzicht der deutlich sinnvollere Weg zu sein.

Und wie immer verschlafen unsere Politiker weltweit das Problem

Sie prangern dafür lieber gesunkene Geburtenraten wie z.B. für Deutschland an, obwohl das genau das der richtige Trend sein müsste.
Die ein Kind Politik wäre auch für Indien die einzig richtige Lösung um dieses Land vor dem Chaos zu bewahren.
Stattdessen lässt man den Karren so wie üblich einfach weiter laufen ohne Aufklärung über die Folgen.
Mann lässt lieber zu dass die gequälten Kreaturen sich auf Flüchtlingsboote quetschen müssen um danach elendiglich zu ertrinken.

Der "Weg" Deutschlands ist der falsche

Deutschland mit seinen 80 Mio Menschen hat (heute) eine ausreichende Bevölkerung(sdichte). Wären die Geburtenzahlen auf einem bestandserhaltenden Niveau und bliebe eine halbwegs gesunde Altersgruppenpyramide dauerhaft erhalten statt einer rasanten Überalterung, hätte das weltweite Vorbildfunktion, nicht aber die dramatische Schrumpfung und Vergreisung hierzulande.
Das heutige - weit überwiegend außereuropäische - Bevölkerungswachstum wird jedoch jegliche noch so geringe Ansätze zur Verbesserung des Lebensstandards zunichte machen, von einer Erreichung auch nur des deutschen Hartz IV - Niveaus ganz zu schweigen.
Auch wenn es gegen die Regeln der "political correctness" verstößt, sollte man Seuchen und Hungersnöte in Drittweltstaaten mit dem höchsten Bevölkerungszuwachs nicht als humanitäre Katastrophe, sondern als bevölkerungsbestandsregulierende Chance begreifen