Ein Volk spart Strom
Die Japaner haben sich in der Vergangenheit gerne als Stromsparer präsentiert. Nach Beben, Tsunami und den Reaktorunfällen im März nutzen die Bürger so wenig Elektrizität wie möglich. Setsuden heißt das nationale Verzichtsprogramm. Ob privat oder im Beruf: Licht und Klimaanlagen bleiben aus. Das erklärte Ziel: Ein Fünftel des Stroms einsparen. Während die Deutschen beschlossen, alle Meiler bis 2022 vom Netz zu nehmen, könnten die Japaner das innerhalb eines Jahres schaffen, wenn sie so weiter machen. Derzeit sind 35 der 54 Reaktoren abgeschaltet.
- Datum 15.08.2011 - 13:44 Uhr
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Sie sollten den heutigen Journalismus unserer Medien nicht allzu wörtlich nehmen. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass dieser Zeit-Artikel im heute als Journalismus geltendem Copy-and-Paste Verfahren erstellt wurde, und zwar in DE, 11.000 km von Tokyo entfernt.
Lassen sie mich ihnen, UND DER ZEIT, eine realistische Beschreibung der Situation dort geben.
Damit sie die Dimensionen verstehen mal vorab: Tokyo hat 36.000.000 Einwohner und reicht von München bis Nürnberg.
Das Stromeinsparen sieht dort folgendermassen aus: Es gibt in Tokyo mit Sicherheit mehrere 10.000 Geschäfte, die sich alle darin ähneln, dass sie gleichzeitig ihre gewaltigen A/C Anlagen auf voller Stärke laufen lassen, während gleichzeitig ALLE Türen zu den Strassen sperrangelweit geöffnet sind...
Jedes einzelne dieser Geschäfte verschwendet also gleichzeitig ein vielfaches des Stromes, als die ganzen Bahnhöfe zusammen einsparen können.
Lassen sie mich Ihnen noch ein Beispiel für das Umweltbewusstsein der Japaner geben.
Wenn sie mir ihrem Auto in die Tiefgarage eines Kaufhauses fahren weil sie dort Einkaufen wollebn, so können sie dort sehen, dass ungefähr die Hälfte der dort parkenden Autos, abgesperrt, mit laufendem Motor und im Sommer eingeschalteter A/C während der zwei bis drei Stunden des Einkaufes steht. Im Winter können sie dasselbe Phänomen mit eingeschalteter Heizung beobachten. Damit es im Auto halt kühl oder eben warm bleibt....
Das Japanbild der Deutschen ist leider ein sehr schlechter Witz.
ist beim Deutschlandfunk nachzuhören (Hintergrund vom 23.8.)
- nachdem die Zeit sich auf Bilder beschränkt, die zum Teil Funkushima nur noch als Aufhänger haben.
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