Ein Volk spart Strom
Die Japaner haben sich in der Vergangenheit gerne als Stromsparer präsentiert. Nach Beben, Tsunami und den Reaktorunfällen im März nutzen die Bürger so wenig Elektrizität wie möglich. Setsuden heißt das nationale Verzichtsprogramm. Ob privat oder im Beruf: Licht und Klimaanlagen bleiben aus. Das erklärte Ziel: Ein Fünftel des Stroms einsparen. Während die Deutschen beschlossen, alle Meiler bis 2022 vom Netz zu nehmen, könnten die Japaner das innerhalb eines Jahres schaffen, wenn sie so weiter machen. Derzeit sind 35 der 54 Reaktoren abgeschaltet.
- Datum 15.08.2011 - 13:44 Uhr
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http://news.astronomie.in...
http://www.youtube.com/wa...
frisch geschlüpfte Meeresschildkröten zum Opfer, die statt zum Meer zur nächsten Lichtquelle kriechen und elend verrecken.
Ein wenig haben wir in letzter Zeit aber schon dazu gelernt. Bis vor ein paar Jahren galt noch der Staubstauger mit 1000 Watt gegenüber dem mit 800 Watt überlegen. Hätte der Hersteller damals einen 10.000 Watt Kurzschluss ins Gerät eingebaut, hätte er von Stiftung-Warentest die beste Note bekommen.
hat nun mal keine Zukunft. Auch unsere baugleichen AKW sind unzuverlässig. Vor kurzem wurde auch Brokdorf sofortabgeschaltet nachdem es wieder mal monatelang in Wartung war.
An die wenig effizienten Kohlekraftwerke die in ungünstigem Teillastbetrieb deshalb ständig mitlaufen müssen (Schattenkraftwerke) darf man garnicht erst denken wenn man Effizienz möchte...
Atomtechnologie führt eben zu Stromausfällen und blackouts
Ich habe seit knapp 3 Jahren 3x 2,5W warmweisse 230V LED-Strahler im Badezimmer (ca. 14m²) und bin immr noch begeistert. Effektiv ~8W
Kostenpunkt damals: 90,00€
Heute: 40,00€
An der Lichtintensität hat sich nichts spürbar verändert.
Im Endeffekt spare ich sogar, denn alle 3-4 Monate ging damals ein normaler 50W-Strahler durch die Feuchtigkeit kaputt. Effektiv waren das früher also ~150W + Anschaffung neuer Strahler alle 4-5 Monate
Die Japaner sind ein beispielhaftes Volk und ich bin mir sicher, dass sie jede Katastrophe meistern können.
Selbstverständlich wäre es nett, wenn ein Staat praktisch unendliche Energievorräte nutzen könnte, leider ist es unrealistisch. Wenn Japan weiter seinen ursprünglichen Atomplänen folgt, sind weitere schwere Unfälle vorprogrammiert, weil es aus Kostengründen keine Vorsorge dafür gab. Die Japaner zahlen jetzt schon sehr hohe Strompreise, eine angemessene Sicherheitsauslegung würde die Kosten vervielfachen, weil man z.B. endlich auch riesige stabile Zwischenlager, sichere Abklingbecken, ein Endlager etc bauen müsste. Allein diese Kostensteigerungen würden einen sehr viel effizienteren Umgang mit Energie erzwingen. Was die Menschen in Japan inzwischen wirklich beschäftigt, ist das Eindringen der radioaktiven Belastung in ihren Alltag, die Erfahrung mit den Atombomben hat sehr viel strengere Belastungsgrenzen etabliert, während Fukushima das vielfache des militärischen Radioaktivitätsinventars freigesetzt hat. Dazu stellt das Vorkommen zahlreicher Hotspots auch außerhalb der "offiziellen" Zonen die Öffentlichkeit vor ein gigantisches Such- und Dekontaminierungsprogramm.
http://www.taz.de/Strahlung-nach-Fukushima-Katastrophe/!76308/
http://www.dradio.de/dkul...
Das japanische Atomprogramm ist also völlig unökonomisch, erzingt ein Ersatzprogramm (überwiegend fossile Gasturbinen) und verursacht den jetzigen Sparzwang.
dass der jetzige Sparzwang keine Folge der Kosten des japanischen Atomprogramms ist. (Die derzeit vom Netz genommenen Reaktoren werden in absehbarer Zeit wieder zugeschaltet werden.)
Was einen so unendlich skeptisch an den Visionen unserer Umeltbewegten stimmt, ist die stets in die Zukunft projizierte finanzielle Einsparung beim Einsatz der sog. EE.
Und man fühlt sich an die Visionen der marxistischen Dialektiker erinnert, die den Beginn des sozialen Paradieses stets in der Zukunft verorteten, der Gegenwart aber besondere Lasten aufbürdeten.
Die Parallelen zu den ökologischen Visionären sind frappierend: In der Gegenwart führen die EE erst einmal zu kräftigen Mehrkosten - aber es wird sich ja rechnen...
(Hopefully :-))
In einem Nachbarartikel findet sich ein interessanter Bericht über Agent Orange, mit - so heißt es dort - einer "Halbwetszeit" von 100 Jahren. Ich habe von einem Kommentar an jener Stelle abgesehen, aber ich denke hier darf ich es formulieren: Mit 20 Millisievert pro Jahr würde man in Vietnam gesünder leben als mit den aus dem Vietnamkrieg verbliebenen Erblasten chemischer Entlaubungsmittel.
Mit Verlaub.
Herzlichst Crest
Vor Fukushima dachte ich das sei eine Hightechnation mit Robotern, wie die USA nach dem News Orleans Hurrikan brechen diese ganze Illusionen ein wenig zusammen und der menschliche Massstab ist wieder hergestellt.
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