Japan nach Fukushima

Ein Volk spart Strom

Ein Mann geht die Treppen in einem Tokyoter Bahnhof hoch.

Ein Mann geht die Treppen in einem Tokyoter Bahnhof hoch.  |  © Kim Kyung-Hoon/Reuters

Die Japaner haben sich in der Vergangenheit gerne als Stromsparer präsentiert. Nach Beben, Tsunami und den Reaktorunfällen im März nutzen die Bürger so wenig Elektrizität wie möglich. Setsuden heißt das nationale Verzichtsprogramm. Ob privat oder im Beruf: Licht und Klimaanlagen bleiben aus. Das erklärte Ziel: Ein Fünftel des Stroms einsparen. Während die Deutschen beschlossen, alle Meiler bis 2022 vom Netz zu nehmen, könnten die Japaner das innerhalb eines Jahres schaffen, wenn sie so weiter machen. Derzeit sind 35 der 54 Reaktoren abgeschaltet.