Statistik-Analyse "Die Deutschen sind eine Nation von Panikmachern"

Nachrichten sind oft von Angst geprägt. Kein Grund zur Panik, sagt Walter Krämer. Der Statistiker spricht im Interview über Medienhysterie und Gefahren, die keine sind.

Journalisten, Kameramänner und Fotografen auf einer Pressekonferenz in Berlin

Journalisten, Kameramänner und Fotografen auf einer Pressekonferenz in Berlin

ZEIT ONLINE: Herr Krämer, man könnte den Eindruck gewinnen, 2011 sei bislang ein besonders gefährliches Jahr: Ob Dioxin-Skandal und Ehec in Deutschland, zerstörerische Tornados in den USA oder die anhaltende Atomkatastrophe in Japan.

Walter Krämer: Heute ist die Gefahr, durch ein Unglück zu Tode zu kommen, nicht größer als zu anderen Zeiten. Durch die Strahlenfolgen der Reaktorunfälle in Fukushima ist bisher kein Mensch gestorben. Dennoch nahmen sie viele als immense Bedrohung wahr. Die eigentliche Katastrophe wurden hingegen nahezu ignoriert: das Beben und der Tsunami. Viele Tausend Menschen sind dabei umgekommen.

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Walter Krämer
Walter Krämer

ist Statistikprofessor an der Technischen Universität Dortmund. Er ist Autor von "So lügt man mit Statistik". Im August ist nun sein neues Buch "Die Angst der Woche" erschienen.

ZEIT ONLINE: In Ihrem gerade erschienenen Buch Die Angst der Woche gehen Sie der Frage nach, ob gerade die Deutschen eine Nation von Panikmachern sind. Und?

Krämer: Die Fakten sprechen dafür. Ich habe unter anderem verschiedene Tageszeitungen aus Deutschland mit internationalen Titeln verglichen. Da kam etwa raus, dass die Frankfurter Rundschau etwa viermal so viele Panikmeldungen verbreitet wie der Figaro in Frankreich. Oder BSE: In der Süddeutschen Zeitung tauchte der Begriff zwischen 2000 – 2010 rund zweimal so häufig auf wie in der britischen Tageszeitung The Guardian.

ZEIT ONLINE: Warum sind wir so ängstlich?

Krämer: Der Schweizer Psychologe Carl Gustav Jung hat mal postuliert, dass es ein kollektives Unterbewusstsein gibt. Demnach sind die Mitteleuropäer – und speziell die Deutschen – kollektiv ängstlicher als andere wegen der Erfahrungen, die sie in der Geschichte gemacht haben. Das beginnt mit dem 30-jährigen Krieg, in dem ein Drittel der Bevölkerung durch Gewalt umgekommen ist. Dieses traumatische Erlebnis haben viele Deutsche wohl lange nicht verdaut. Ein Beispiel aus der jüngeren Geschichte ist der Zweite Weltkrieg.

ZEIT ONLINE: Und heute sind die Medien Schuld?

Krämer: Das könnte tatsächlich eine Erklärung für die Überreaktion in Deutschland sein. Die Unterschiede zwischen den teutonischen, gallischen, angelsächsischen und japanischen Intellektuellen hat der norwegische Friedensforscher Johann Galtung mal untersucht. Dabei stellte er den deutschen Intellektuellen – zu denen sich die Journalisten ja gerne zählen – ein eher schlechtes Zeugnis aus: Sie seien zu unflexibel, würden zu sehr an ihren Theorien hängen und diese mit allen Mitteln verteidigen. Die Rigidität der Deutschen führt dazu, dass sie sich in alle möglichen Irrwege verrennen. Die Angelsachsen sind da anders: Taugt eine Theorie nicht, schmeißen sie diese über Bord und verwenden eine andere.

Das ist eher ein Glaubenskrieg als ein Austausch von Argumenten.

Walter Krämer

ZEIT ONLINE: Wer müsste sich demnach eher ändern, der Journalist oder der Leser?

Krämer: Die Medien sollten sich auf ihre Rolle als Berichterstatter und Chronist konzentrieren. Zu viele Journalisten verstehen sich jedoch als Prediger und Weltverbesserer. Sie tun so, als wüssten sie, wie die Welt funktioniert und wie sie aussehen müsste. Das hindert sie daran, objektiv zu berichten.

ZEIT ONLINE: Und wie sähe eine nüchterne Berichterstattung aus?

Krämer: Schauen Sie sich doch BBC oder CNN an. Diese beiden Sender haben über das Kraftwerksunglück in Japan berichtet als ginge es um ein Busunglück auf der A3 mit drei Verletzten. Sie haben bloß Fakten berichtet. Die Journalisten sollen die Fakten vermitteln und nicht ihre eigene Betroffenheit ausdrücken. Seit Fukushima schaue ich keine deutschen Nachrichten mehr im Fernsehen. Den deutschen Berichterstattern war doch der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Sie lechzten geradezu nach der nächsten Horrormeldung. Und wenn dann der Journalist in Tokyo keine lieferte, waren die Moderatoren enttäuscht. Hinzu kommt, dass sich die Geschwindigkeit, mit der Nachrichten transportiert werden, durch das Netz dramatisch erhöht hat. Falschmeldungen und Panikwellen können sich schneller verbreiten als früher – und die ganze Welt leichter erreichen.

ZEIT ONLINE: Welche Risiken verharmlosen die Medien?

Krämer: Es gibt eine Reihe von Gefahren, die uns wirklich bedrohen: Krankenhauskeime, schlechte Hygiene sowie Seuchen und Viren. In Deutschland sterben jedes Jahr 50.000 Menschen an Infektionen, die sie sich im Krankenhaus zugezogen haben. Doch in der Zeitung lesen Sie davon kaum. Jedes Jahr sterben Millionen Babys weltweit an Durchfall, weil das Trinkwasser verunreinigt ist. Und auch wenn es utopisch klingen mag: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Erde in den kommenden hundert Jahren von einem Asteroiden getroffen wird, ist alles andere als Null.

ZEIT ONLINE: Vor was haben Menschen dann genau Angst?

Krämer: Wir ängstigen uns vor Dingen, die wir nicht verstehen. An den Folgen von Herzkreislaufkrankheiten sterben jährlich doppelt so viele Menschen wie an Krebs. Aber das macht uns weniger Angst, weil wir zu wissen glauben, wie das Herz funktioniert. Das Herz ist eine Pumpe – ist diese defekt, sind wir es auch. Aber wie Krebs entsteht, ist dem Menschen ein Rätsel. Und das macht uns Angst. Auch vor Radioaktivität haben viele Angst, weil deren Wirkung auf den Organismus so schwer zu verstehen ist.

ZEIT ONLINE: Viele Menschen fürchten sich auch vor verunreinigten oder keimbelasteten Lebensmitteln.

Krämer: Es gibt eine genetisch bedingte Urangst davor, durch Lebensmittel vergiftet zu werden. Unsere Vorfahren im Urwald hatten noch keine Analyseverfahren. Sie mussten eine Beere erst probieren, um herauszufinden, ob sie giftig ist – und wer vorsichtig war, hatte bessere Überlebenschancen. Heute werden im Labor selbst die geringsten Giftstoffkonzentrationen entdeckt, die überhaupt nicht mehr gefährlich sind. Die Dosis entscheidet jedoch darüber, ob ein Stoff schädlich wirkt. Das wissen wir seit 500 Jahren durch Paracelsus – die Botschaft ist bei vielen noch nicht angekommen.

Viele Meldungen schaffen es überhaupt in die Medien, weil die Grenzwerte zu niedrig sind.

Walter Krämer

ZEIT ONLINE: Der Mensch schafft also etwa für Schadstoffe Grenzwerte, die unsinnig sind und hat dann Angst davor?

Krämer: Viele der Grenzwerte, die heute gelten, sind viel zu niedrig. Über Grenzwerte wird in Deutschland vor allem nach politischen Kriterien entschieden – und nicht nach wissenschaftlichen. Dabei gilt: Selbst wenn ein Grenzwert überschritten wird, müssen wir uns in der Regel nicht fürchten. Allein dadurch, dass er überschritten wird, taucht er jedoch in den Nachrichten auf. Das konnte man während des Dioxin-Skandals sehen. Die Belastung war aber so gering, man hätte drei Tonnen Eier essen müssen, um überhaupt eine Beeinträchtigung zu spüren. Die Panik war nur im Gange, weil eine willkürliche Grenze überschritten wurde.

ZEIT ONLINE: Wie kann man Risiken dann richtig einschätzen?

Krämer: Geht es um Risiken, sollten immer auch die Wahrscheinlichkeiten erwähnt werden. Ganz wichtig ist dabei, dass Journalisten die absoluten und nicht die relativen Risiken melden. Ein Beispiel: Das Risiko für eine Gefahr ist um 100 Prozent gestiegen. Panik! Aber was heißt das: Von einer Million Menschen ist vorher einer gestorben, nachher waren es zwei. Erst der Blick auf die absoluten Risiken offenbart, dass die Gefahr nicht sonderlich gewachsen ist. Ähnlich ist es bei vermeintlich schädlichen Stoffen etwa in Lebensmitteln. Werden sie entdeckt, ist das allein noch keine Meldung. Dazu gehört immer auch die Mengenangabe und eine Einschätzung, ab welcher Konzentration ein Stoff gefährlich wird. Eine Statistik, die seit Langem herumgeistert, besagt, dass jeder Mensch rein theoretisch Moleküle von Jesus Christus in sich trägt – von Stalin und Hitler übrigens auch. Wie viele es waren, wurde dann meistens von den Medien unterschlagen. Dass das mit der Realität wenig zu tun hat, ebenso. Bei genauerem Hinschauen sind viele Nachrichten tatsächlich gar keine Nachrichten.

 
Leser-Kommentare
  1. ...ist das wieder eine Verallgemeinerung der Deutschen. Solche Aussagen kann man letztlich nicht ernstnehmen, da der Wissenschaftler irgendwie von Zeitungsmeldungen und historischen Erfahrungen auf den psychologischen Gesamtzustand eines Volkes schließt. Soetwas ist schlicht unseriös.

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    • BooNoc
    • 22.08.2011 um 12:48 Uhr

    Besser hätte ich es nicht ausdrücken können.

    "Die Deutschen sind eine Nation von Panikmachern"

    Wer erzeugt hier Panik? >>> Die Statistiker und die Medien!

    Wer will davon profitieren? >>>In deren Schlepptau: die Finanz- u. Konsumwirtschaft infolge von Panikver- und -einkäufen.

    Wer erhofft sich durch dieses Interview mit der im Titel populär angesagten typisch "deutschen Selbstbeschimpfung" eine Bestseller-Auflage mit "Die Angst der Woche" ???...Aha!

    Nein, Herr Krämer, wir sind kein ängstliches, jedoch ein (auch Sie) hinterfragendes, medienkritisches Volk, u.a. auch BILD zum Trotz!

    "Die Angelsachsen sind da anders: Taugt eine Theorie nicht, schmeißen sie diese über Bord und verwenden eine andere.">>> die nichts taugt...schmeißen sie diese über Bord...

    Deshalb halten die Deutschen lieber vorerst an der einen fest und untersuchen nach dem GRUND, WARUM ...?

    Das was dabei nicht selten herauskommt, genießt dann das inzwischen wieder weltweit geschätzte Qualitätsmerkmal:

    "MADE IN GERMANY"

    Genau deshalb verfallen wir auch NICHT in die uns eingeredete Panik weder "auf angelsächsisch" oder noch "auf anderswo" !

    Wir kaufen trotz Finanzkrisen weiter unseren überflüssigen Krempel, stürmen keine Bankfilialen und unsere führen unsere Gold-Reserven körpernah und diebstahlsicher - nicht nur als "Inlay" im Munde.

    Wovor haben also "die" (?) Deutschen wirklich Angst?

    Dafür bedarf es jedoch weder der Statistik noch eines Angst-Einredebuches-Buches...

    Fragen Sie dazu mal die Leute persönlich!

    Bei der Weltuntergangsstimmung die Online und im Fernsehen verbreitet wurde, hatte ich mit Plünderungen, Mord und Totschlag rechnen müssen. Irgendwie gingen aber die Menschen ihrer Arbeit nach, spazierten die Straße entlang und saßen weiterhin gemütlich in Restaurants.
    Realität und das was uns als Nachricht präsentiert wird - zwei verschiedene Welten.
    Zeit Online war ja auch symptomatisch für die Angst "DER Deutschen". Live Ticker, Horrormeldungen, eine Analyse - "Wie schlimm wird es noch?" nach der anderen, um dann sich anschließend über die ach so ängstlichen Deutschen auszulassen.
    Die Medien bauschen nicht nicht nur Vorfälle auf, sondern auch die Reaktionen darauf, offensichtlich in der Hoffnung eine sich selbst erfüllende Prophezeiung zu schaffen, die die eigene Auflage, Klickzahl,oder Einschaltquote steigert.
    Die Frechheit besteht eigentlich darin, es dann denjenigen in die Schuhe zu schieben, die sich eigentlich nur informieren wollen - ganz ohne Adrenalinkick.

    Auch wenn ich einige seiner Erkenntisse doch zumindest anzweifel (flexible Angelsachsen),so ganz unrecht hat er ja nicht.

    aber es sind vielleicht 2 Faktoren wie historische Erfahrungen sich auswirken können. Zum einen soll es tatsächlich so sein, dass Extremer Streß das Erbgut verändert
    http://www.spiegel.de/wis...
    Hinzu kommt, dass die Erfahrungen einen Menschen sozialisieren und der wiederum andere Menschen sozialisiert d.h. es ist aus meiner Sicht problemlos möglich das eine ängstliche Kultur entsteht.
    Aus meiner Sicht kommt noch ein Aspekt hinzu nämlich, dass bei den nordischen Völkern eher die ängstlichen überlebt haben, weil nur diese einen hinreichenden Nahrungsvorrat für den Winter angelegt haben, was in südlichen Ländern nicht erforderlich war d.h. auch hier haben wir wieder einen doppelten Effekt den kulturellen und den evolutionären (die Gene der mutigen wurden tendentiell aussortiert).

    Alles nur Theorien aber aus meiner Sicht plausibel und es deckt sich ja auch mit der Alltagserfahrung, dass in Deutschland immer schön alles geregelt ablaufen muss.

    • BooNoc
    • 22.08.2011 um 12:48 Uhr

    Besser hätte ich es nicht ausdrücken können.

    "Die Deutschen sind eine Nation von Panikmachern"

    Wer erzeugt hier Panik? >>> Die Statistiker und die Medien!

    Wer will davon profitieren? >>>In deren Schlepptau: die Finanz- u. Konsumwirtschaft infolge von Panikver- und -einkäufen.

    Wer erhofft sich durch dieses Interview mit der im Titel populär angesagten typisch "deutschen Selbstbeschimpfung" eine Bestseller-Auflage mit "Die Angst der Woche" ???...Aha!

    Nein, Herr Krämer, wir sind kein ängstliches, jedoch ein (auch Sie) hinterfragendes, medienkritisches Volk, u.a. auch BILD zum Trotz!

    "Die Angelsachsen sind da anders: Taugt eine Theorie nicht, schmeißen sie diese über Bord und verwenden eine andere.">>> die nichts taugt...schmeißen sie diese über Bord...

    Deshalb halten die Deutschen lieber vorerst an der einen fest und untersuchen nach dem GRUND, WARUM ...?

    Das was dabei nicht selten herauskommt, genießt dann das inzwischen wieder weltweit geschätzte Qualitätsmerkmal:

    "MADE IN GERMANY"

    Genau deshalb verfallen wir auch NICHT in die uns eingeredete Panik weder "auf angelsächsisch" oder noch "auf anderswo" !

    Wir kaufen trotz Finanzkrisen weiter unseren überflüssigen Krempel, stürmen keine Bankfilialen und unsere führen unsere Gold-Reserven körpernah und diebstahlsicher - nicht nur als "Inlay" im Munde.

    Wovor haben also "die" (?) Deutschen wirklich Angst?

    Dafür bedarf es jedoch weder der Statistik noch eines Angst-Einredebuches-Buches...

    Fragen Sie dazu mal die Leute persönlich!

    Bei der Weltuntergangsstimmung die Online und im Fernsehen verbreitet wurde, hatte ich mit Plünderungen, Mord und Totschlag rechnen müssen. Irgendwie gingen aber die Menschen ihrer Arbeit nach, spazierten die Straße entlang und saßen weiterhin gemütlich in Restaurants.
    Realität und das was uns als Nachricht präsentiert wird - zwei verschiedene Welten.
    Zeit Online war ja auch symptomatisch für die Angst "DER Deutschen". Live Ticker, Horrormeldungen, eine Analyse - "Wie schlimm wird es noch?" nach der anderen, um dann sich anschließend über die ach so ängstlichen Deutschen auszulassen.
    Die Medien bauschen nicht nicht nur Vorfälle auf, sondern auch die Reaktionen darauf, offensichtlich in der Hoffnung eine sich selbst erfüllende Prophezeiung zu schaffen, die die eigene Auflage, Klickzahl,oder Einschaltquote steigert.
    Die Frechheit besteht eigentlich darin, es dann denjenigen in die Schuhe zu schieben, die sich eigentlich nur informieren wollen - ganz ohne Adrenalinkick.

    Auch wenn ich einige seiner Erkenntisse doch zumindest anzweifel (flexible Angelsachsen),so ganz unrecht hat er ja nicht.

    aber es sind vielleicht 2 Faktoren wie historische Erfahrungen sich auswirken können. Zum einen soll es tatsächlich so sein, dass Extremer Streß das Erbgut verändert
    http://www.spiegel.de/wis...
    Hinzu kommt, dass die Erfahrungen einen Menschen sozialisieren und der wiederum andere Menschen sozialisiert d.h. es ist aus meiner Sicht problemlos möglich das eine ängstliche Kultur entsteht.
    Aus meiner Sicht kommt noch ein Aspekt hinzu nämlich, dass bei den nordischen Völkern eher die ängstlichen überlebt haben, weil nur diese einen hinreichenden Nahrungsvorrat für den Winter angelegt haben, was in südlichen Ländern nicht erforderlich war d.h. auch hier haben wir wieder einen doppelten Effekt den kulturellen und den evolutionären (die Gene der mutigen wurden tendentiell aussortiert).

    Alles nur Theorien aber aus meiner Sicht plausibel und es deckt sich ja auch mit der Alltagserfahrung, dass in Deutschland immer schön alles geregelt ablaufen muss.

  2. 2. GEFAHR

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf polemische Äußerungen und beteiligen Sie sich mit sachlichen Kommentaren an der Diskussion. Bitte beachten Sie dazu auch die Hinweise in der Netiquette. Danke. Die Redaktion/vn

  3. Der Berecih Wissenschaften hat sich in den letzten Jahren zu eine der übelsten Wissenschaften, wenn nicht gar der übelsten Wissenschaft entwickelt.

    Zumindest werden stat. Ergebnisse, deren Zustandekommen vielfach sehr ausführlich erläutert werden müsste, einfach als Ergebnis bekanntgegeben.

    zB originale Aussage vor ARD letzte Woche:
    "Die Deutschen hätten soviel Vermögen wie noch nie".
    Eine solche "statistische" Erfassung ist absolut nichts wert.
    Sie ist sogar gelogen. Sie gehört auf den Müll oder ins Klo. Die Wahrheit, neben der unwahre Eindrücke vermittelnden Statistik lautet so:

    """Zwei Drittel der Bevölkerung ohne nennenswertes Vermögen. Erstmalige Analyse der Vermögensverteilung auf Personenebene

    Rund zwei Drittel der Bevölkerung in Deutschland verfügen über kein oder nur ein sehr geringes Vermögen. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht. Grundlage ist die Vermögenserhebung im Rahmen des sozio-oekonomischen Panels (SOEP), die erstmals eine Analyse der Vermögensverteilung auf individueller Ebene erlaubt.

    .Dies ist der Wert, der die reichere und die ärmere Hälfte der Bevölkerung trennt. Das reichste Zehntel der Bevölkerung besitzt fast zwei Drittel des gesamten Vermögens, dagegen verfügen mehr als zwei Drittel der Bevölkerung nur über einen Anteil am Gesamtvermögen von weniger als zehn Prozent.""

    1 Bsp. aus 1000enden.
    Man sollte gar keine Statistiken mehr veröffentlichen oder nur solche, welche der Wahrheit entsprechen.

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    Na ja, Wahrheiten sind in der Statistik relativ ;)

    Es ist ja nicht falsch wenn ich das Durschnittsvermögen nehme und dann Behaupte die Deutschen hätten so viel Vermögen wie nie zuvor.
    Die Aussage ist statistisch richtig, sie ist auch wahr - allerdings ist sie, da haben sie Recht nutzlos.

    Vermutlich würde eine detaillierte Aufschlüsselung der Daten bei jeder Veröffentlichung etwas helfen - aber dann wäre jede veröffentlichte Statistik mindestens ein "Paper".

    PS: Ich kann Statistik auch nicht leiden.

    erst auf Statistiken allgemein, nennen dann ein Beispiel und widerlegen die Aussagen der Beispielstatistik mit eigenen Statistiken.

    Statistik ist nur böse wenn sie meiner Meinung nicht entspricht, oder wie?

    Statistik ist nunmal das einzige Werkzeug mit dem sich eine Gesellschaft greifen lässt. Dass dieses Werkzeug häufig missbraucht wird ist zwar schade, ändert aber nichts an der Wichtigkeit. Wie wollen Sie sonst Veränderungen/Entwicklungen in einer Gesellschaft detektieren und dokumentieren? Subjektive Einschätzungen?

    Wenn einer zwei Mahlzeiten hat und der andere keine, dann hat statistisch gesehen jeder eine, praktisch aber wird der eine fett und der andere verhungert.

    Wenn ich mit dem Kopf im Eisschrank liege und die Füße im Feuer habe, dann habe ich statistisch gesehen eine Durchschnittstemperatur. Warum in aller Welt aber geht es mir so schlecht?

    Bestenfalls (!) Annäherungswerte, aufgrund von stets Interesse geleiteten Anfragen ihrer Auftraggeber.

    Das muss jeder erst mal grundsätzlich verstanden haben!

    Deshalb darf man nie nur "einer" Statistik glauben, schon gar nicht, wenn sie marktschreierisch veröffentlicht wird.

    Es gibt keine "wahre" Statistik, aber wahre Hintergründe, die uns oftmals verborgen gehalten werden!

    Lars Galtung nennt Statistik eine der übelsten Wissenschaften. Mit seinem Beispiel demonstriert er aber, dass die Problematik nicht die Statistik ist, sondern seine Interpretation.

    Sami Skalli weisst ausdrücklich darauf hin, dass eine Statistik nur dann verstehbar und bewertbar ist, wenn sie auch die absoluten Werte benennt und nicht nur relativiert. Das Sammeln und Auswerten von Daten/Werten erleichtert viele Entscheidungen im Leben und den gelassenen Umgang mit Panikmache und auch Forum-Beiträgen.

    Na ja, Wahrheiten sind in der Statistik relativ ;)

    Es ist ja nicht falsch wenn ich das Durschnittsvermögen nehme und dann Behaupte die Deutschen hätten so viel Vermögen wie nie zuvor.
    Die Aussage ist statistisch richtig, sie ist auch wahr - allerdings ist sie, da haben sie Recht nutzlos.

    Vermutlich würde eine detaillierte Aufschlüsselung der Daten bei jeder Veröffentlichung etwas helfen - aber dann wäre jede veröffentlichte Statistik mindestens ein "Paper".

    PS: Ich kann Statistik auch nicht leiden.

    erst auf Statistiken allgemein, nennen dann ein Beispiel und widerlegen die Aussagen der Beispielstatistik mit eigenen Statistiken.

    Statistik ist nur böse wenn sie meiner Meinung nicht entspricht, oder wie?

    Statistik ist nunmal das einzige Werkzeug mit dem sich eine Gesellschaft greifen lässt. Dass dieses Werkzeug häufig missbraucht wird ist zwar schade, ändert aber nichts an der Wichtigkeit. Wie wollen Sie sonst Veränderungen/Entwicklungen in einer Gesellschaft detektieren und dokumentieren? Subjektive Einschätzungen?

    Wenn einer zwei Mahlzeiten hat und der andere keine, dann hat statistisch gesehen jeder eine, praktisch aber wird der eine fett und der andere verhungert.

    Wenn ich mit dem Kopf im Eisschrank liege und die Füße im Feuer habe, dann habe ich statistisch gesehen eine Durchschnittstemperatur. Warum in aller Welt aber geht es mir so schlecht?

    Bestenfalls (!) Annäherungswerte, aufgrund von stets Interesse geleiteten Anfragen ihrer Auftraggeber.

    Das muss jeder erst mal grundsätzlich verstanden haben!

    Deshalb darf man nie nur "einer" Statistik glauben, schon gar nicht, wenn sie marktschreierisch veröffentlicht wird.

    Es gibt keine "wahre" Statistik, aber wahre Hintergründe, die uns oftmals verborgen gehalten werden!

    Lars Galtung nennt Statistik eine der übelsten Wissenschaften. Mit seinem Beispiel demonstriert er aber, dass die Problematik nicht die Statistik ist, sondern seine Interpretation.

    Sami Skalli weisst ausdrücklich darauf hin, dass eine Statistik nur dann verstehbar und bewertbar ist, wenn sie auch die absoluten Werte benennt und nicht nur relativiert. Das Sammeln und Auswerten von Daten/Werten erleichtert viele Entscheidungen im Leben und den gelassenen Umgang mit Panikmache und auch Forum-Beiträgen.

  4. Die Grundaussage deckt sich übrigens mit Erfahrungen, die schon länger bekannt sind. Ich erinnere mich an das sogenannte Hofstede-Modell, der anhand von verschiedenen Kriterien, den Vergleich von Kulturen ermöglichen will. Die Deutschen zeichnen sich beispielsweise durch ein überdurchschnittliches Bedürfnis zur Vermeidung von Unsicherheiten aus (Stichwort: Versicherungen und Renten).

    Allerdings muss ich doch bei folgender Aussage schmunzeln:

    "Die Rigidität der Deutschen führt dazu, dass sie sich in alle möglichen Irrwege verrennen. Die Angelsachsen sind da anders: Taugt eine Theorie nicht, schmeißen sie diese über Bord und verwenden eine andere."

    Also wenn ich mir die aktuelle amerikanische Gesellschaft schon anschaue, die von religiösen Extremisten und Ideologen nur so wimmelt, dann bezweifele ich doch sehr, dass "die Angelsachsen" weniger rigide denken/ handeln.

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    So wie man in England an Traditionen festhält hat das mit Flexibilität wenig zu tun...

    Eingestanden dass andere Etwas besser können wird auch selten.
    Flexibilität sieht so nicht aus...

    die sich bis hinein in die Geschichte auswirkt, und zu eindimensionalen, verzerrenden Darstellungen führt, ist tatsächlich völlig unangebracht.

    Ohne die Finanz- und Wirtschaftspolitik der "Angelsachsen", deren Lobbyismus bei der rot-grünen Bundesregierung ab 1998 zum "Erfolg" und damit zur Abschaffung der Deutschland AG nebst diversen weiteren, wirtschaftlichen Neuerungen führte (wofür auch "Die Zeit" damals heftig warb), hätten wir z.B. heute weder die Wirtschaftskrise, noch feindliche Übernahmen, Eurorettungsmaßnahmen, Probleme mit den "Heuschrecken" oder ausufernde Managergehälter.

    So wie man in England an Traditionen festhält hat das mit Flexibilität wenig zu tun...

    Eingestanden dass andere Etwas besser können wird auch selten.
    Flexibilität sieht so nicht aus...

    die sich bis hinein in die Geschichte auswirkt, und zu eindimensionalen, verzerrenden Darstellungen führt, ist tatsächlich völlig unangebracht.

    Ohne die Finanz- und Wirtschaftspolitik der "Angelsachsen", deren Lobbyismus bei der rot-grünen Bundesregierung ab 1998 zum "Erfolg" und damit zur Abschaffung der Deutschland AG nebst diversen weiteren, wirtschaftlichen Neuerungen führte (wofür auch "Die Zeit" damals heftig warb), hätten wir z.B. heute weder die Wirtschaftskrise, noch feindliche Übernahmen, Eurorettungsmaßnahmen, Probleme mit den "Heuschrecken" oder ausufernde Managergehälter.

  5. Ein Grund für die zunehmende Panikmache durch Medien ist die Tatsache, dass die Nachricht ein Produkt ist, dass verkauft werden muss. Und viele Menschen werden nicht mehr von den nüchternen Fakten angesprochen, sondern von Emotionalisierung und Dramatisierung. Dem trägt das Medium Rechnung bei der Herstellung seines Produkts. Aufbauschen ist Trumpf, wer Panik erzeugt, ist vorne. Das gilt glücklicherweise (noch) nicht für alle Medien.

    Die Angst vor Terrorismus ist eine Stellgröße der Politik geworden. Wer den Menschen Angst macht, kann sich als Lösung gegen die Angst präsentieren, verhindert, dass Menschen über andere Dinge nachdenken, kann im Windschatten dieser Angst eigene Ziele verfolgen.

    Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es irgendwann zu einem Anschlag kommen, bei dem Menschen sterben. Das ist so gut wie nicht zu verhindern, aber die von interessierter Seite davor verbreitete Angst ist völlig disproportional. Da könnte man eher Angst davor haben, in die Nähe eines Krankenhauses zu gehen.

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  6. Na ja, Wahrheiten sind in der Statistik relativ ;)

    Es ist ja nicht falsch wenn ich das Durschnittsvermögen nehme und dann Behaupte die Deutschen hätten so viel Vermögen wie nie zuvor.
    Die Aussage ist statistisch richtig, sie ist auch wahr - allerdings ist sie, da haben sie Recht nutzlos.

    Vermutlich würde eine detaillierte Aufschlüsselung der Daten bei jeder Veröffentlichung etwas helfen - aber dann wäre jede veröffentlichte Statistik mindestens ein "Paper".

    PS: Ich kann Statistik auch nicht leiden.

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    "Es ist ja nicht falsch wenn ich das Durschnittsvermögen nehme und dann Behaupte die Deutschen hätten so viel Vermögen wie nie zuvor."

    -----------

    Doch es ist falsch.
    Weil auch der dadurch vermittelte Eindruck (Zielsetzung) wichtig ist. Und hier wird der Eindruck erzeugt die Deutschen hätten so viel Vermögen wie nie zuvor. Das trifft aber nicht zu.

    Wenn Sie vor Gericht die Wahrheit sagen müssen, dann versteht man unter Wahrheit: "nichts hinzufügen und nichts weglassen".
    Dh es entspricht defacto nicht der Realität.

    Das gleiche gilt für das Durchschnittseinkommen. Das Durchschnittseinkommen vermittelt den Eindruck, uU- dass in Deutschland hohe Einkommen gezahlt werden würden. Tatsächlich aber ist das nicht der Fall, weil nur einige hohe Einkommen beziehen, die anderen aber nicht. Und die hohen Einkommen den Durchschnitt prägen. Der Durchschnitt hat das Ziel der vorsätzlichen Täuschung.

    Wieso werden also derart falsche Aussagen gemacht? Man will bestimmte Eindrücke manipulieren.

    Bsp. Arbeitslosigkeit. Hier werden Arbeitslosenzahlen vorgetragen, welche gelogen sind. Natürlich will man damit den Eindruck erwecken, die Regierung bekämpfe - erfolgreich - die Arbeitslosigkeit. Dass die reale Zahl der Arbeitslosen weit über 5 Mio. liegt wird verschwiegen und geleugnet. Genauso leugnete das Stat Bundesamt den Fakt, dass der Teuro eine höhere Belastung brachte als die vorgeschriebene Umrechnung. Das wurde lange Zeit geleugnet, bis das Bundesamt das letztlich zugeben musste.

    "Es ist ja nicht falsch wenn ich das Durschnittsvermögen nehme und dann Behaupte die Deutschen hätten so viel Vermögen wie nie zuvor."

    -----------

    Doch es ist falsch.
    Weil auch der dadurch vermittelte Eindruck (Zielsetzung) wichtig ist. Und hier wird der Eindruck erzeugt die Deutschen hätten so viel Vermögen wie nie zuvor. Das trifft aber nicht zu.

    Wenn Sie vor Gericht die Wahrheit sagen müssen, dann versteht man unter Wahrheit: "nichts hinzufügen und nichts weglassen".
    Dh es entspricht defacto nicht der Realität.

    Das gleiche gilt für das Durchschnittseinkommen. Das Durchschnittseinkommen vermittelt den Eindruck, uU- dass in Deutschland hohe Einkommen gezahlt werden würden. Tatsächlich aber ist das nicht der Fall, weil nur einige hohe Einkommen beziehen, die anderen aber nicht. Und die hohen Einkommen den Durchschnitt prägen. Der Durchschnitt hat das Ziel der vorsätzlichen Täuschung.

    Wieso werden also derart falsche Aussagen gemacht? Man will bestimmte Eindrücke manipulieren.

    Bsp. Arbeitslosigkeit. Hier werden Arbeitslosenzahlen vorgetragen, welche gelogen sind. Natürlich will man damit den Eindruck erwecken, die Regierung bekämpfe - erfolgreich - die Arbeitslosigkeit. Dass die reale Zahl der Arbeitslosen weit über 5 Mio. liegt wird verschwiegen und geleugnet. Genauso leugnete das Stat Bundesamt den Fakt, dass der Teuro eine höhere Belastung brachte als die vorgeschriebene Umrechnung. Das wurde lange Zeit geleugnet, bis das Bundesamt das letztlich zugeben musste.

  7. Absolut zureffende Beobachtung des Autors:

    "Die Journalisten sollen die Fakten vermitteln und nicht ihre eigene Betroffenheit ausdrücken. Seit Fukushima schaue ich keine deutschen Nachrichten mehr im Fernsehen. Den deutschen Berichterstattern war doch der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Sie lechzten geradezu nach der nächsten Horrormeldung. Und wenn dann der Journalist in Tokyo keine lieferte, waren die Moderatoren enttäuscht."

    Die deutsche Medienwelt ist rot-grün durchtränkt und kocht ihr eigenes "politisches Süppchen". Das ist inzwischen überdeutlich, angefangen bei Sarrazin und bis hin aktuell zum Thema Euro-Bonds.

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    "Die deutsche Medienwelt ist rot-grün durchtränkt und kocht ihr eigenes "politisches Süppchen". Das ist inzwischen überdeutlich, angefangen bei Sarrazin und bis hin aktuell zum Thema Euro-Bonds."

    [...] Können Sie das mit nachprüfbaren Zahlen belegen? Nur, weil einem die ein oder andere Entscheidung nicht in den Kram passt, muss dieses nicht rot-grün durchtränkt sein, sondern entspricht vielleicht einfach nur gesundem Menschenverstand.

    Generell kann ich mich dem Artikel anschließen. Deutschlands Nachrichten sind i.d.R. von Panik durchtränkt (nicht von rot-grün). Es wird überdramatisiert. Wie schon erwähnt, sachliche Informationen interessieren viele Leser nicht. Man ergötzt sich lieber an der Katastrophe und so entwickelt sich eine Eigendynamik, bei der man glauben könnte, die Welt geht unter. Wetten, die Erde dreht sich auch morgen noch?

    Gekürzt. Bitte diskutieren Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/er

    Ich halte es ebenfalls wie Herr Krämer. Seit Fukushima kann ich die meisten Deutschen Medien, allen voran das Qualitätsmedium aus dem Spiegel-Verlag, nicht mehr Ernst nehmen. Ich hätte vorher nicht gedacht, dass in Deutschland eine derartige Panikmache, wie sie dort betrieben wurde, noch als Journalimus durchgehen kann. Selbst die Bild-Zeitung hat weniger reisserisch und faktenbezogener argumentiert. Dass in diesem Fall auf ausbleibende Horrormeldungen mit unverhohlener Enttäuschung reagiert wurde, ist mir ebenfalls aufgefallen. Danke an Die Zeit, dass Sie solch klare Köpfe wie Herrn Krämer zu Wort kommen lassen. Ich fürchte, die Deutsche Reaktion auf Fukushima wird uns noch viel Ansehen kosten. Es gibt kaum einen ausländischen Beobachter, der da nicht den Kopf geschüttelt hat. Sehr zu empfehlen dieser (satirische) Überblick über die Berichterstattung zu Fukushima: http://www.ichwerdeeinber...

    "Die deutsche Medienwelt ist rot-grün durchtränkt und kocht ihr eigenes "politisches Süppchen". Das ist inzwischen überdeutlich, angefangen bei Sarrazin und bis hin aktuell zum Thema Euro-Bonds."

    [...] Können Sie das mit nachprüfbaren Zahlen belegen? Nur, weil einem die ein oder andere Entscheidung nicht in den Kram passt, muss dieses nicht rot-grün durchtränkt sein, sondern entspricht vielleicht einfach nur gesundem Menschenverstand.

    Generell kann ich mich dem Artikel anschließen. Deutschlands Nachrichten sind i.d.R. von Panik durchtränkt (nicht von rot-grün). Es wird überdramatisiert. Wie schon erwähnt, sachliche Informationen interessieren viele Leser nicht. Man ergötzt sich lieber an der Katastrophe und so entwickelt sich eine Eigendynamik, bei der man glauben könnte, die Welt geht unter. Wetten, die Erde dreht sich auch morgen noch?

    Gekürzt. Bitte diskutieren Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/er

    Ich halte es ebenfalls wie Herr Krämer. Seit Fukushima kann ich die meisten Deutschen Medien, allen voran das Qualitätsmedium aus dem Spiegel-Verlag, nicht mehr Ernst nehmen. Ich hätte vorher nicht gedacht, dass in Deutschland eine derartige Panikmache, wie sie dort betrieben wurde, noch als Journalimus durchgehen kann. Selbst die Bild-Zeitung hat weniger reisserisch und faktenbezogener argumentiert. Dass in diesem Fall auf ausbleibende Horrormeldungen mit unverhohlener Enttäuschung reagiert wurde, ist mir ebenfalls aufgefallen. Danke an Die Zeit, dass Sie solch klare Köpfe wie Herrn Krämer zu Wort kommen lassen. Ich fürchte, die Deutsche Reaktion auf Fukushima wird uns noch viel Ansehen kosten. Es gibt kaum einen ausländischen Beobachter, der da nicht den Kopf geschüttelt hat. Sehr zu empfehlen dieser (satirische) Überblick über die Berichterstattung zu Fukushima: http://www.ichwerdeeinber...

  8. So wie man in England an Traditionen festhält hat das mit Flexibilität wenig zu tun...

    Eingestanden dass andere Etwas besser können wird auch selten.
    Flexibilität sieht so nicht aus...

    Antwort auf "Interessante Analyse"
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    Wenn sich in England etwas bewährt hat, hält man daran fest, an Traditionen festzuhalten hat auch was mit Tiefe und Nachhaltigkeit zu tuin, während der Deutsche hysterisch und unkritisch allem und jedem hinterherennen, was als neu und modern verkauft wird.

    Wenn sich in England etwas bewährt hat, hält man daran fest, an Traditionen festzuhalten hat auch was mit Tiefe und Nachhaltigkeit zu tuin, während der Deutsche hysterisch und unkritisch allem und jedem hinterherennen, was als neu und modern verkauft wird.

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