Umstrittene Forschung Londoner Klinik erhält Genehmigung für Stammzellen-Versuch
Erstmals dürfen Ärzte in Europa embryonale Stammzellen in einem klinischen Test verpflanzen. Probanden sind Patienten mit einer unheilbaren Augenkrankheit.
Die britische Gesundheitsaufsichtsbehörde MHRA hat einer Londoner Klinik die Genehmigung für einen Stammzellen-Versuch erteilt. Erstmals hat damit ein Ärzteteam in Europa die Erlaubnis zur Verpflanzung embryonaler Stammzellen in einem klinischen Test erhalten. Die Ärzte der Moorfield's Augenklinik sollen die Zellen bei zwölf Patienten in den Augapfel einbringen, teilte das US-Biotechnologieunternehmen Advanced Cell Technology (ACT) mit, das an den Tests beteiligt ist. Die Patienten leiden an Morbus Stargardt, einer unheilbaren Augenkrankheit.
Die Behandlungsserie wäre nach Angaben von ACT die erste klinische Anwendung von embryonalen Stammzellen in Europa. In Deutschland ist die Verwendung embryonaler Stammzellen nur zu Forschungszwecken gestattet. Ihre Gewinnung ist in Deutschland verboten, es dürfen nur importierte Zellen verwendet werden.
- Die Zellen
-
In den ersten Tagen seiner Entwicklung ist ein Embryo noch nicht ausdifferenziert – das heißt, aus seinen Zellen können sich noch alle möglichen Organe entwickeln. Diese Tatsache will die Forschung sich zu nutze machen, und aus solchen embryonalen Stammzellen Ersatzgewebe züchten. Erstmals wurden 1981 embryonale Stammzellen aus Mäusen isoliert. Im Jahr 1998 gelang es dem amerikanischen Forscher James Thomson von der Universität Wisconsin die ersten Zell-Linien aus menschlichen Embryonen zu züchten.
Doch auch Erwachsene können noch Stammzellen bilden, zum Beispiel im Knochenmark, wo daraus immer neue Blutzellen entstehen. Diese adulten Stammzellen, auf die Gegner der Forschung an embryonalen Zellen hoffen, können ebenfalls Gewebe nachbilden. Allerdings sind sie nicht so wandlungs- und vermehrungsfähig. Bei Querschnittgelähmten, die sich in den USA freiwillig einer Stammzelltherapie unterziehen wollen, hofft man, zerstörtes Nervengewebe regenerieren zu können.
- Was können sie?
Ob Alzheimer, Parkinson, Diabetes, Querschnittlähmung oder Herzinfarkt – bei diesen Krankheiten stirbt Gewebe ab oder wird geschädigt, sodass die Organe nicht mehr richtig funktionieren. Forscher hoffen, aus embryonalen Stammzellen Ersatzgewebe zu züchten. Zudem könnte man an so hergestelltem Gewebe Medikamente testen.
- Umstrittene Forschung
-
In Deutschland ist die Herstellung von Embryonen zur Stammzellgewinnung verboten. Damit soll das ungeborene Leben geschützt werden. Zwar befinden sich die Embryonen bei der Zellentnahme in einem frühen Entwicklungsstadium und bestehen erst aus wenigen Zellen, doch theoretisch könnte aus ihnen ein Mensch heranwachsen, würden sie in die Gebärmutter einer Frau eingepflanzt.
In anderen Ländern, zum Beispiel in den USA, werden Embryonen für die Forschung genutzt, die bei der künstlichen Befruchtung "übrig" geblieben sind. Bis April 2008 war in Deutschland nur die Forschung an embryonalen Stammzellen erlaubt, die aus dem Ausland stammen und vor dem 1. Januar 2002 gewonnen wurden. Da diese alten Zelllinien durch die häufige Vervielfältigung verunreinigt und genetisch verändert sind, wurde dieser Stichtag im April 2008 auf den 1. Mai 2007 vorverlegt.
Viele Wissenschaftler fordern eine weitere Lockerung der Gesetzgebung in Deutschland, um international konkurrenzfähig zu sein. Einige Gegner wollen ein generelles Verbot der Forschung an embryonalen Stammzellen.
- iPS
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Das Kürzel steht für induzierte pluripotente Stammzelle. Sie entstehen, wenn man die ausgereiften Körperzellen eines Erwachsenen mit Hilfe der Biochemie auf einen sehr frühen, quasiembryonalen Zustand zurückprogrammiert. Dann entwickeln etwa Hautzellen Eigenschaften von Embryozellen: Aus ihnen kann praktisch jeder Zelltyp des Körpers entstehen.
Die iPS sind genetisch identisch mit den ursprünglichen Hautzellen. Ein entscheidender Vorteil: Daraus gezüchtetes Gewebe würde nach einer Transplantation vom Immunsystem des Zellspenders nicht abgestoßen werden. Die iPS könnten zudem in Zukunft ein ethisches Problem lösen: Um sie zu gewinnen, muss kein Embryo sterben.
Erstmals gelang die Reprogrammierung 2006 dem Team des japanischen Stammzellforschers Shinya Yamanaka mit Mauszellen. 2008 verwandelte Kevin Eggan von der Universität in Harvard menschliche Hautzellen zunächst in Stammzellen und anschließend in Nervenzellen.
Möglich wurden die iPS, weil die Forschung an echten embryonalen Stammzellen zuvor vier Erbfaktoren identifiziert hatte, die für den jungfräulichen Status der Zelle entscheidend sind.
Einen ersten Versuch mit embryonalen Stammzellen hatte ACT in den USA im November 2010 unternommen. Damals hatten zwei US-Patienten daran teilgenommen. "Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen und wir sind dabei, zwei neue Versuche mit zwei weiteren Patienten vorzubereiten", sagte Bob Lanza, leitender Wissenschaftler bei ACT. Tests an Ratten hätten zu einer Verbesserung der Sicht in 100 Prozent der Fälle geführt, und bei Mäusen hätten Versuche eine nahezu normale Sehfähigkeit bewirkt.
Embryonale Stammzellen sind Körperzellen, die sich in jede Art von Gewebe wandeln können und kranke Zellen ersetzen sollen. Wissenschaftler versprechen sich von ihrem Einsatz eine Heilungschance für viele bisher kaum behandelbare Krankheiten. Die Nutzung embryonaler Stammzellen ist ethisch stark umstritten, weil zur Gewinnung von embryonalen Stammzellen menschliche Embryos – in einem sehr frühen Zellhaufen-Stadium – zerstört werden.
- Datum 23.09.2011 - 07:04 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
- Kommentare 12
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ist die industrielle Produktion von Stammzellen. Nachdem Abtreibung als ethisch unbedenklich gilt, braucht es nur noch eine Interpretation, die es erlaubt, auch den gezielten Einsatz menschlicher Produzentinnen von Stammzellen zu rechtfertigen.
In einer Gesellschaft, in der es als normal gilt, dass Menschen ihre Lebenszeit und ihre physischen Kräfte gegen Bezahlung sogenannten "Auftrag"- bzw. Arbeitgebern zur Verfügung stellen, dürfte die Legitimation eigentlich kein größeres Problem sein. Geschäftsschädigende soziale Vorurteile mag es höchstens hinsichtlich der Tatsache geben, dass von DIESER Art des Missbrauchs und der Zwangsprostitution (also durch Ungleichverteilung erzwungenen Sich-Selbst-Verkaufens an Geldgeber) eher Frauen als Männer betroffen sein dürften (aber vielleicht kann die konsequente Durchführung von gender mainstreaming ja auch die soziale Konstruktion auflösen, dass nur Menschen mit laut sozialer Konstruktion "weiblichen" Geschlechtsteilen geschwängert werden können?), aber unter Gleich-"Berechtigungs"-, pardon, Gleich-Behandlungs-Aspekten wid sich schon eine Begründung dafür finden lassen, warum diese Art durch gesellschaftlich konstruierten materiellen Zwang ("Armut") erzwingbaren Sich-Selbst-Verkaufens von den Betroffenen als "Befreiung" bzw. "Emanzipation" erlebt zu werden hat.
Am Ende bekommen wir dann in den fortschrittlichen Medien ausführliche Berichte über das Glück scheinselbständiger Stammzellenproduzentinnen.
Es lebe der Fortschritt!
selbst, wenn sie mit heißer Feder geschrieben sind.
Was mich dennoch i.d.R. abgrundtief skeptisch stimmt, sind Analysen, in denen (ich übertreibe) alles mit allem in einen inneren Zusammenhang gebracht wird. Hier: Die Ethik der Stammzellenforschung, der Abtreibung und des "kaitalistischen" Systems. (Ich kenne nämlich kein Beispiel, in dem solche ganzheitlichen Analysen gut gegangen sind.)
Herzlichst Crest
selbst, wenn sie mit heißer Feder geschrieben sind.
Was mich dennoch i.d.R. abgrundtief skeptisch stimmt, sind Analysen, in denen (ich übertreibe) alles mit allem in einen inneren Zusammenhang gebracht wird. Hier: Die Ethik der Stammzellenforschung, der Abtreibung und des "kaitalistischen" Systems. (Ich kenne nämlich kein Beispiel, in dem solche ganzheitlichen Analysen gut gegangen sind.)
Herzlichst Crest
dann stelle ich mir gerade vor, wie Bundestagsabgeordnete, die in Sonntagsreden (und im Bundestag) gegen eine solche Forschung stimmen, im Falle eines Falles darauf verzichten, nahe Angehörige zur entsprechenden Behandlung nach England zu fliegen.
Sie haben recht, das ist schon eine " böse", eine provozierende Phantasie. Aber würde eine solche Situation nicht eine echte Nagelprobe dafür bieten, wie ernst es einem mit den "guten" eigenen ethischen Überzeugungen ist?
(Oder würde dieses Szenarium nicht zeigen, wie gerne man selbst doch "Männer fürs Grobe" stillschweigend nutzt, um sich selbst nicht öffentlich die Hände schmutzig zu machen. ;-))
Herzlichst Crest
selbst, wenn sie mit heißer Feder geschrieben sind.
Was mich dennoch i.d.R. abgrundtief skeptisch stimmt, sind Analysen, in denen (ich übertreibe) alles mit allem in einen inneren Zusammenhang gebracht wird. Hier: Die Ethik der Stammzellenforschung, der Abtreibung und des "kaitalistischen" Systems. (Ich kenne nämlich kein Beispiel, in dem solche ganzheitlichen Analysen gut gegangen sind.)
Herzlichst Crest
"Ich kenne nämlich kein Beispiel, in dem solche ganzheitlichen Analysen gut gegangen sind."
In einem kurzen Kommentar kann man keine umfassende Gesellschaftsanalyse leisten. Aber erlaubt wird es doch sein, quer zu bestehenden Scheuklappen nach dem Motto "wenn ich von x rede, darf nicht von y gesprochen werden, Gesundheitspolitik hat nichts mit der Frage nach nach gerechtem Einkommen zu tun" zu fragen?
Ist es erlaubt, Denkanregungen zu versuchen?
Sie können dann gerne im Einzelnen beweisen, dass kein Zusammenhang zwischen Abtreibungspolitik und embryonaler Stammzellenforschung, dass keiner zwischen Kapitalismus und Prostitution, dass keiner zwischen Gesundheitspolitik und Verteilungsgerechtigkeit, dass keiner zwischen Arbeitszwang und Glücksrhetorik besteht.
Viel Erfolg!
"Ich kenne nämlich kein Beispiel, in dem solche ganzheitlichen Analysen gut gegangen sind."
In einem kurzen Kommentar kann man keine umfassende Gesellschaftsanalyse leisten. Aber erlaubt wird es doch sein, quer zu bestehenden Scheuklappen nach dem Motto "wenn ich von x rede, darf nicht von y gesprochen werden, Gesundheitspolitik hat nichts mit der Frage nach nach gerechtem Einkommen zu tun" zu fragen?
Ist es erlaubt, Denkanregungen zu versuchen?
Sie können dann gerne im Einzelnen beweisen, dass kein Zusammenhang zwischen Abtreibungspolitik und embryonaler Stammzellenforschung, dass keiner zwischen Kapitalismus und Prostitution, dass keiner zwischen Gesundheitspolitik und Verteilungsgerechtigkeit, dass keiner zwischen Arbeitszwang und Glücksrhetorik besteht.
Viel Erfolg!
"Ich kenne nämlich kein Beispiel, in dem solche ganzheitlichen Analysen gut gegangen sind."
In einem kurzen Kommentar kann man keine umfassende Gesellschaftsanalyse leisten. Aber erlaubt wird es doch sein, quer zu bestehenden Scheuklappen nach dem Motto "wenn ich von x rede, darf nicht von y gesprochen werden, Gesundheitspolitik hat nichts mit der Frage nach nach gerechtem Einkommen zu tun" zu fragen?
Ist es erlaubt, Denkanregungen zu versuchen?
Sie können dann gerne im Einzelnen beweisen, dass kein Zusammenhang zwischen Abtreibungspolitik und embryonaler Stammzellenforschung, dass keiner zwischen Kapitalismus und Prostitution, dass keiner zwischen Gesundheitspolitik und Verteilungsgerechtigkeit, dass keiner zwischen Arbeitszwang und Glücksrhetorik besteht.
Viel Erfolg!
Ist es erlaubt, Denkanregungen zu versuchen?
Ja!
Ohne Zweifel gibt es auch Zusammenhänge zwischen Abtreibungspolitik und Stammzellenforschung.
Wird aber hier nicht mehr versucht: Nämlich eine "Gesellschaftsanalyse" zu liefern, die so starke ethische Zusammenhänge postuliert, dass eine Lösung wiederum nur "ganzheitlich" mit einer neuen Ethik zu bewerkstelligen ist (vulgo: "wir müssen umdenken"), die (und jetzt arbeite ich einfach mit copy und paste) Abtreibungspolitik, embryonale Stammzellenforschung, Kapitalismus, Prostitution, Gesundheitspolitik, Verteilungsgerechtigkeit, Arbeitszwang gemeinsam erfasst.
Kurzum: die einen nennen es "ganzheitlich", die anderen "totaltär".
Herzlichst Crest
Ist es erlaubt, Denkanregungen zu versuchen?
Ja!
Ohne Zweifel gibt es auch Zusammenhänge zwischen Abtreibungspolitik und Stammzellenforschung.
Wird aber hier nicht mehr versucht: Nämlich eine "Gesellschaftsanalyse" zu liefern, die so starke ethische Zusammenhänge postuliert, dass eine Lösung wiederum nur "ganzheitlich" mit einer neuen Ethik zu bewerkstelligen ist (vulgo: "wir müssen umdenken"), die (und jetzt arbeite ich einfach mit copy und paste) Abtreibungspolitik, embryonale Stammzellenforschung, Kapitalismus, Prostitution, Gesundheitspolitik, Verteilungsgerechtigkeit, Arbeitszwang gemeinsam erfasst.
Kurzum: die einen nennen es "ganzheitlich", die anderen "totaltär".
Herzlichst Crest
Ist es erlaubt, Denkanregungen zu versuchen?
Ja!
Ohne Zweifel gibt es auch Zusammenhänge zwischen Abtreibungspolitik und Stammzellenforschung.
Wird aber hier nicht mehr versucht: Nämlich eine "Gesellschaftsanalyse" zu liefern, die so starke ethische Zusammenhänge postuliert, dass eine Lösung wiederum nur "ganzheitlich" mit einer neuen Ethik zu bewerkstelligen ist (vulgo: "wir müssen umdenken"), die (und jetzt arbeite ich einfach mit copy und paste) Abtreibungspolitik, embryonale Stammzellenforschung, Kapitalismus, Prostitution, Gesundheitspolitik, Verteilungsgerechtigkeit, Arbeitszwang gemeinsam erfasst.
Kurzum: die einen nennen es "ganzheitlich", die anderen "totaltär".
Herzlichst Crest
Abwurf des Ballöaszes ethischer Gesichtspunkte?
Zu Ihrer Beruhigung: ich bin alternder Pensionär, meine Meinungsäußerung als "totalitär" abzutun....
...ist?
Richtig: Keine Antwort. Und nicht einmkal nur die Verweigerung einer solchen.
Sondern die dominant auftretende Erklärung, meine fragen wären illegitim.
Ist das nicht totalitär?
Wovor haben Sie Angst? Bitte antworten Sie NICHT mit Schlagworten auf die ziemlich konkrete Beschreibung dessen, was ich befürchte.
Beweisen Sie, dass Sie IN DER SACHE argumentationsfähig sind und nicht nur totalitär mit dem Schlagwort "totalitär" um sich werfen können.
Sollten Sie dazu bereit schon jetzt mein Dank für soviel gnädige Herablassung!
Abwurf des Ballöaszes ethischer Gesichtspunkte?
Zu Ihrer Beruhigung: ich bin alternder Pensionär, meine Meinungsäußerung als "totalitär" abzutun....
...ist?
Richtig: Keine Antwort. Und nicht einmkal nur die Verweigerung einer solchen.
Sondern die dominant auftretende Erklärung, meine fragen wären illegitim.
Ist das nicht totalitär?
Wovor haben Sie Angst? Bitte antworten Sie NICHT mit Schlagworten auf die ziemlich konkrete Beschreibung dessen, was ich befürchte.
Beweisen Sie, dass Sie IN DER SACHE argumentationsfähig sind und nicht nur totalitär mit dem Schlagwort "totalitär" um sich werfen können.
Sollten Sie dazu bereit schon jetzt mein Dank für soviel gnädige Herablassung!
geht das nur mir so - aber ich bekomme eine Gänsehaut und gleichzeitig wünsche ich mir, dass es für die "Testpersonen" die Heilung bringt...
Aber um dieses HEISS/KALT-Gefühl des Grauens komme ich nicht umhin...
Wieder mal rechtfertigt die Wissenschaft für (wirklich?!) den Fortschritt nicht nur Pforten der Grenze zwischen Ethik und dem was sie uns als ´"ihr Wissen" glauben machen möchte.
Manchmal gewinnt man den Eindruck, dass die Mehrheit der Wissenschaftler einfach nur unter einer stark progredient verlaufenden Profilneurose leiden.
Es drängt sich mir ganz ehrlich die Frage auf(und ich habe selber eine "unheilbare" Krankheit) - rechtfertigt Wissenschaft all ihr Tun allein durch das Alibi "Fortschritt; über welches Maß von Fortschritt sprechen wir in einer immer schnelllebigeren Zeit wie dieser noch...
Ist es nicht so, dass Fortschritt nicht gleich Fortschritt ist...
Ist es nicht wahr, dass sich Krankheit viel mehr lohnt als das Interesse die Menschen gesund zu therapieren...
Ja - Forschung ist sinnvoll - aber nicht zu jedem Preis...
Nirgendwo ist die menschliche Verantwortung größer als auf diesem Gebiet - aber gleichzeitig wird sie auch nirgendwo so leicht verdrängt...meinereiner
Das Kernproblem ist, dass wir jetzt noch nicht absehen können, wie groß der zukünftige Nutzen sein wird. Ob der Versuch gerechtfertigt war oder nicht, kann daher eigentlich immer nur ex post facto beurteilt werden. Vielen behagt es nicht, "Gott zu spielen". Genausowenige möchten aber die potentiellen Chancen für die Behandlung oder gar Heilung kranker Menschen verstreichen lassen.
Warten wir die Ergebnisse ab und bewerten wir dieselben nüchtern. Dann können wir eine vernünftige und informiert Entscheidung darüber treffen, ob wir diese Art von Forschung fortsetzen oder nicht.
Abwurf des Ballöaszes ethischer Gesichtspunkte?
Zu Ihrer Beruhigung: ich bin alternder Pensionär, meine Meinungsäußerung als "totalitär" abzutun....
...ist?
Richtig: Keine Antwort. Und nicht einmkal nur die Verweigerung einer solchen.
Sondern die dominant auftretende Erklärung, meine fragen wären illegitim.
Ist das nicht totalitär?
Wovor haben Sie Angst? Bitte antworten Sie NICHT mit Schlagworten auf die ziemlich konkrete Beschreibung dessen, was ich befürchte.
Beweisen Sie, dass Sie IN DER SACHE argumentationsfähig sind und nicht nur totalitär mit dem Schlagwort "totalitär" um sich werfen können.
Sollten Sie dazu bereit schon jetzt mein Dank für soviel gnädige Herablassung!
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