BASF EU-Zulassung für Gentechnik-Kartoffel beantragt

Die meisten großen Lebensmittelhersteller haben kein Interesse – dennoch will BASF eine gentechnisch veränderte Kartoffel für Pommes und Chips auf den Markt bringen.

Der weltweit operierende Chemiekonzern BASF hat bei der Europäischen Union die Zulassung einer gentechnisch veränderten Kartoffel für die Herstellung von Pommes Frites und Chips beantragt. Das Unternehmen rechne mit einer Markteinführung der Sorte Fortuna im Zeitraum 2014/2015, teilte BASF mit. Ein Sprecher von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) sagte, das Zulassungsverfahren könne Jahre dauern.

BASF forscht nach eigenen Angaben seit 2003 an einer Speisekartoffel, die resistent gegen die Kartoffelkrankheiten Kraut- und Knollenfäule ist. Die Fortuna sei sechs Jahre in Feldversuchen getestet worden und besitze "den natürlichen Schutz einer Wildkartoffel" gegen die Krankheiten, hieß es von BASF.

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In Deutschland sei von dem BASF-Antrag nichts bekannt, sagte Aigners Sprecher. Ein solcher Antrag könne aber in jedem Mitgliedsland der EU gestellt worden sein. Bevor ein Antrag genehmigt wird, müsse er zunächst durch die EU-Kommission und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) geprüft werden. Von dort gehe er wieder an die Mitgliedsstaaten und die Kommission.

Lebensmittelhersteller lehnen Gentechnik ab

Die Gentechnik-Expertin von Greenpeace, Stephanie Töwe, sagte die Mehrheit der europäischen Verbraucher lehne Gentechnik im Essen nach wie vor ab. Und wie eine Umfrage im vergangenen Jahr gezeigt habe, täten dies auch die meisten Unternehmen. BASF solle daher "die Finger davon lassen, Grundnahrungsmittel gentechnisch verändert herzustellen", forderte sie.

Große Pommes- und Chipshersteller sowie Fastfoodketten hatten 2010 auf Anfrage von Greenpeace mehrheitlich erklärt, sie lehnten gentechnisch veränderte Kartoffeln ab. Funny-frisch, Chio, Chipsletten und Lay's erklärten, sie würden aktuell und künftig keine Chips aus solchen herstellen oder verkaufen. Dem schlossen sich Burger King, Tank&Rast, Nordsee und Agrarfrost an. Der Pringles-Hersteller Procter&Gamble sowie McDonald's wollten sich für die Zukunft nicht festlegen.

Fortuna ist die dritte gentechnisch veränderte Kartoffel, für die BASF eine Zulassung beantragt. Da nach Angaben von Greenpeace-Expertin Töwe eine Verunreinigung niemals ausgeschlossen werden kann, stellen die Firmen eine Zulassung für gentechnisch veränderte Pflanzen stets für die Nutzung als Futter- und als Lebensmittel.

Die BASF-Sorte Amflora war im vergangenen Jahr nach einem 13-jährigen Verfahren für die Produktion von Industrie-Stärke zugelassen worden. In diesem Jahr wurde die Sorte – auch wegen starker Proteste – in Deutschland und Schweden lediglich auf zwei Hektar angebaut. 2010 reichte BASF auch die Zulassung für die Kartoffelsorte Amadea ein. Auch sie soll vor allem Stärke liefern.

Gegen die Kartoffelkrankheiten Kraut- und Knollenfäule könnten Landwirte auch mit neuen Züchtungen und modernen Anbaumethoden vorgehen, sagte Greenpeace-Expertin Töwe. "Aus unserer Sicht sollte BASF lieber hier Forschungsgelder investieren."

 
Leser-Kommentare
  1. Die Auswirkungen auf unseren Organismus und die Umwelt sind nicht abzusehen. GVO könnten Schaden anrichten oder auch nicht. Allerdings gibt es mittlerweile Erkenntnisse aus Tier- und Freilandversuchen, das GVO keineswegs substantiell äquivalent sind und damit auch nicht dieselbe Wirkung auf ihre Umwelt haben, wie ihre natürlichen Varianten, deren Wirkungen ja meistens schon viel besser erforscht und die größtenteils natürlicherweise in die Umwelt integriert sind.

    Der Anbau, die Nutzung und Kommerzialisierung von GVO birgt hohe Risiken, die mit einem möglichen Nutzen absolut nicht aufzuwiegen sind. Denn letztendlich haben wir auf der Erde vor allem ein quantitatves Verteilungsproblem. Für die qualitativen Probleme sorgt die Menschheit ja u.a. mit der Einführung der GVO wahrscheinlich selbst.

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    Können Sie mir negative Folgen auf Umwelt, Mensch, Tier und evtl. negativ aufgetretene Folgen in Bezug auf sozioökonomische Auswirkungen der natürlich vorkommenden Phytophtoraresisten Sorte in Südamerika nennen?

    Zitat aus Wikipedia (sorry):
    [...Die neu entwickelte Kartoffelsorte basiert auf einer in Südamerika vorkommenden Kartoffelsorte (Solanum bulbocastanum), welche resistent gegen den Erreger der Kraut- und Knollenfäule Phytophthora infestans ist...]

    http://de.wikipedia.org/wiki/Fortuna_(Kartoffel)

    Flaemingslord

    Können Sie mir negative Folgen auf Umwelt, Mensch, Tier und evtl. negativ aufgetretene Folgen in Bezug auf sozioökonomische Auswirkungen der natürlich vorkommenden Phytophtoraresisten Sorte in Südamerika nennen?

    Zitat aus Wikipedia (sorry):
    [...Die neu entwickelte Kartoffelsorte basiert auf einer in Südamerika vorkommenden Kartoffelsorte (Solanum bulbocastanum), welche resistent gegen den Erreger der Kraut- und Knollenfäule Phytophthora infestans ist...]

    http://de.wikipedia.org/wiki/Fortuna_(Kartoffel)

    Flaemingslord

  2. Hallo Zusammen,
    ich zähle mich nicht zu der Mehrheit der Bevölkerung, die die Grüne Gentechnik kategorisch ablehnt.
    Wenn es zu einer "Verunreinigung" (wahrscheinlich ist Auskreuzung damit gemeint) kommt, ist doch das Ergebnis, dass die natürlich vorkommende Phytophtora-Resistenz in der Natur verbreitet wird. Ich kann daraus nichts für die Natur schädliches entnehmen.
    Wenn ich als Bio-Bauer alle möglichen Vorbeugemaßnahmen wie Anbaustandort, Fruchtfolge, Anbautechnik, weniger anfällige Sorten etc.ausschöpfe und es auf Grund von Regen und warmen Wetter trotzdem zu Befall kommt, dann spritze ich Kupferpräparate.

    Dazu an dieser Stelle ein Zitat aus einer Studie der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft: [...Am erfolgversprechendsten ist noch immer der Einsatz von Kupfermitteln. Da Kupfer jedoch toxisch auf das Bodenleben wirkt und sich im Boden anreichert [...], wird ihre Anwendung seit Jahren kontrovers diskutiert und ist in einigen EU-Ländern und bei einigen Öko- Anbauverbänden verboten bzw. ihr Einsatz mengenmäßig limitiert. Dennoch werden Kupferpräparate von 60 % aller Biokartoffelanbauer in den Ländern der EU angewandt, in denen ihr Einsatz erlaubt ist. Sie sind kostengünstig, verzögern den Befall recht sicher und steigern den Ertrag um bis zu 20 % ...] Zitat aus: Schriftenreihe der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft (9),S.47-57
    Link: http://orgprints.org/1100...

    Also: Pro Fortuna aus Naturschutzgründen!

    Flaemingslord

    • MyBaum
    • 31.10.2011 um 19:47 Uhr

    Greenpeace und Konsorten von der Bio-Lobby werden ziemliche Erklärungsnöte haben um ihre ideologisch begründete Ablehnung argumentativ zu unterlegen.
    Die Fortuna ist nicht Transgen und kann auch nicht andere Felder belasten. Damit entfallen die zwei wichtigsten der vorgeschobenen Pseuo-wissenschaftlichen Gründe für ihre Ablehnung molekularbiologischer Pflanzenzucht.
    Jenseits von Bio-Yuppie-Ideologie müssen wir seit heute 7 Milliarden+ ernähren. Für eine nachhaltige Intensivierung! Gegen rückschrittliche Kuschelmärchen der Biofront!

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    Ja, die Mär von den hungernden 7 Milliarden Menschen, die sehnsüchtig auf patentierte Genkreationen zum Überleben hoffen! Sie (MyBaum) reden von Pseudo Argumenten der Biofraktion und pflegen selbst das größte Pseudo Argument der Genlobby schlechthin! Aus welcher Motivation ist die besonders große Kartoffel entwickelt worden? Große Kartoffel=schöne lange Pommes. Große Kartoffeln=anfälliger für Kartoffelkrankheiten. Die Ernährungsnot besteht also aus zu kleinen Pommes. In Industrieländern wohlgemerkt! Also kein hungerndes Afrikanisches Kind, welches BASF helfen möchte, sondern dem vermögenden wohlernährten Industrielandbewohner! Der Hunger in der Welt ist ein wirtschaftlich strukturelles Problem und kein Folge einer unvollkommenden Flora.

    Ja, die Mär von den hungernden 7 Milliarden Menschen, die sehnsüchtig auf patentierte Genkreationen zum Überleben hoffen! Sie (MyBaum) reden von Pseudo Argumenten der Biofraktion und pflegen selbst das größte Pseudo Argument der Genlobby schlechthin! Aus welcher Motivation ist die besonders große Kartoffel entwickelt worden? Große Kartoffel=schöne lange Pommes. Große Kartoffeln=anfälliger für Kartoffelkrankheiten. Die Ernährungsnot besteht also aus zu kleinen Pommes. In Industrieländern wohlgemerkt! Also kein hungerndes Afrikanisches Kind, welches BASF helfen möchte, sondern dem vermögenden wohlernährten Industrielandbewohner! Der Hunger in der Welt ist ein wirtschaftlich strukturelles Problem und kein Folge einer unvollkommenden Flora.

  3. Können Sie mir negative Folgen auf Umwelt, Mensch, Tier und evtl. negativ aufgetretene Folgen in Bezug auf sozioökonomische Auswirkungen der natürlich vorkommenden Phytophtoraresisten Sorte in Südamerika nennen?

    Zitat aus Wikipedia (sorry):
    [...Die neu entwickelte Kartoffelsorte basiert auf einer in Südamerika vorkommenden Kartoffelsorte (Solanum bulbocastanum), welche resistent gegen den Erreger der Kraut- und Knollenfäule Phytophthora infestans ist...]

    http://de.wikipedia.org/wiki/Fortuna_(Kartoffel)

    Flaemingslord

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    Nun ja, abgesehen davon, dass u.a. der Boden nach dem Anbau der besagten Pflanze praktisch nicht mehr benutzbar ist und die Menschen abhängig vom Saatgut der großen Konzerne werden, wird es mit Sicherheit viele Mittel- bis Spätfolgen geben, die (wie ich schon erwähnte) noch nicht in der Praxis definiert werden können (sehr wohl aber in vitro auftraten).

    Und letztendlich sind doch zwei Dinge entscheidend: Gentechnik an sih ist nichts Schlechtes, aber so ausgenutzt und eingesetzt wie bis heute ein echter Sargnagel.

    Nun ja, abgesehen davon, dass u.a. der Boden nach dem Anbau der besagten Pflanze praktisch nicht mehr benutzbar ist und die Menschen abhängig vom Saatgut der großen Konzerne werden, wird es mit Sicherheit viele Mittel- bis Spätfolgen geben, die (wie ich schon erwähnte) noch nicht in der Praxis definiert werden können (sehr wohl aber in vitro auftraten).

    Und letztendlich sind doch zwei Dinge entscheidend: Gentechnik an sih ist nichts Schlechtes, aber so ausgenutzt und eingesetzt wie bis heute ein echter Sargnagel.

  4. Wir wollen keine gentechnisch veränderten Pflanzen oder Tiere, die unsere Natur und damit auch das Leben der Menschen einem nicht kalkulierbarem Risiko aussetzen.

    Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel gibt es bis heute nicht. Immer wieder lese ich auf Packungen "Citronensäure", einem Zusatzstoff, von dem ich lange Zeit dachte, es sei ein vitaminhaltiger Extrakt von Zitrusfrüchten mit einem Vitamin-C-Gehalt

    Weit gefehlt. Ein gentechnisch erzeugtes Produkt aus einem schimmeligen Bodenpilz.
    Das könnte langfristig auch Einfluss auf Antibiotika-Resistenzen haben.

    Und ich würde gerne mal wieder eine Kartoffel essen wie bei meinen aus Ostpreussen stammenden Urgroßeltern mit Sauermilch und Kräutern.

    Aber eine Kartoffel mit Geschmack gibt es ebenso wenig wie eine Tomate mit Geschmack.

    Wenn wir demnächst Freunde zum Essen einladen, werden wir Namensschildchen neben dem Teller platzieren:

    " Kartoffel:zertifiziert von BASF, Patentinhaber für das Ferkel; Monsanto."

    Bitte einen kleinen Obolus für die uns entstandenen zusätzlichen Kosten für diese Zertifizierung der Konzerne am Ausgang in einen Hut werfen.

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    • MyBaum
    • 31.10.2011 um 20:08 Uhr

    Sie vermischen da so einiges. Am Ende weiß man nicht mehr so genau, was Sie eigentlich sagen wollen. Sie lehnen die Kartoffel also wegen ihres fehlenden Geschmacks ab? Dann empfehle ich Ihnen, im eigenen Garten eine interesante Sorte anzubauen. Aber bitte, bitte, behaupten Sie hier nicht, Citronensäure könnte Antibiotaresistenzen erzeugen. Das beweist nämlich im Wesentlichen Ihr Unverständnis des Themas.

    • MyBaum
    • 31.10.2011 um 20:08 Uhr

    Sie vermischen da so einiges. Am Ende weiß man nicht mehr so genau, was Sie eigentlich sagen wollen. Sie lehnen die Kartoffel also wegen ihres fehlenden Geschmacks ab? Dann empfehle ich Ihnen, im eigenen Garten eine interesante Sorte anzubauen. Aber bitte, bitte, behaupten Sie hier nicht, Citronensäure könnte Antibiotaresistenzen erzeugen. Das beweist nämlich im Wesentlichen Ihr Unverständnis des Themas.

    • MyBaum
    • 31.10.2011 um 20:08 Uhr

    Sie vermischen da so einiges. Am Ende weiß man nicht mehr so genau, was Sie eigentlich sagen wollen. Sie lehnen die Kartoffel also wegen ihres fehlenden Geschmacks ab? Dann empfehle ich Ihnen, im eigenen Garten eine interesante Sorte anzubauen. Aber bitte, bitte, behaupten Sie hier nicht, Citronensäure könnte Antibiotaresistenzen erzeugen. Das beweist nämlich im Wesentlichen Ihr Unverständnis des Themas.

  5. Nun ja, abgesehen davon, dass u.a. der Boden nach dem Anbau der besagten Pflanze praktisch nicht mehr benutzbar ist und die Menschen abhängig vom Saatgut der großen Konzerne werden, wird es mit Sicherheit viele Mittel- bis Spätfolgen geben, die (wie ich schon erwähnte) noch nicht in der Praxis definiert werden können (sehr wohl aber in vitro auftraten).

    Und letztendlich sind doch zwei Dinge entscheidend: Gentechnik an sih ist nichts Schlechtes, aber so ausgenutzt und eingesetzt wie bis heute ein echter Sargnagel.

    Eine Leser-Empfehlung
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    • MyBaum
    • 31.10.2011 um 20:20 Uhr

    Ich verstehe nicht, warum der Boden nach dem Anbau der Fortuna nciht mehr benutzbar sein soll? Wenn die Pflanze resisten gegen einen Schädling ist, verhindert dies doch das Verbreiten und Überdauern eben dieses Schädlinges im Boden. Eine intensive Bodenbarbeitung wie im Bioanbau entfällt, wodurch der Boden hinterher gesünder sein dürfte.
    Das mit der Abhängigkeit der Menschen ist auch nicht ganz klar. Wenn man die Kartoffel isst? Oder wenn man sie anbaut? Wann wird man denn abhängig?
    Und was überwiegt denn? Die Sicherheit eines Nahrungsmangels für 1 Milliarde Menschen, oder die um die eigene Agenda zu pushen erfundene These, das es irgendwann mal irgendwie irgendeinen Schaden durch GMO's geben könnte?

    Lieber everydaynormalguy,

    wenn Sie mir für Ihre Behauptungen einen Hauch an seriösen (!!) Beweisen zeigen könnten wäre ich sehr dankbar.
    Angenommen Ihre Behauptung stimmt: Viele indigenas Völker auf dem mittel- und südamerikanischen Kontinent würden durch eine natürlich vorkommende Phytophtora-Resistenz ihre Böden unfruchtbar machen. Wenn dem so wäre, warum nutzen die Bauern die Phytophtoraresistente-Kartoffel-Sorte dann jedes Jahr wieder?
    Ich sage Ihnen warum: Diese Resistenz hat keinen Einfluss auf die Bodenfruchtbarkeit. Die Phytophtora-Resitenz hat aber einen sehr positiven Einfluss auf den Ertrag und die Ertragsstabilität.
    Einen sehr großen nachgewiesenen negativen Einfluss auf die Bodenfruchtbarkeit hat allerdings die Anwendung von kupferhaltigen Pflanzenschutzmitteln gegen Pilzkrankheiten. Und genau der würde durch den Einsatz einer Phytophtora-Resistenten Kartoffelsorte im Öko-Landbau drastisch minimiert werden. Siehe meinen Link im 2.
    Kommentar.

    Nutzung der gentechnisch veränderten "Fortuna" = Steigerung der Bodenfruchtbarkeit im Ökolandbau

    Flaemingslord

    • MyBaum
    • 31.10.2011 um 20:20 Uhr

    Ich verstehe nicht, warum der Boden nach dem Anbau der Fortuna nciht mehr benutzbar sein soll? Wenn die Pflanze resisten gegen einen Schädling ist, verhindert dies doch das Verbreiten und Überdauern eben dieses Schädlinges im Boden. Eine intensive Bodenbarbeitung wie im Bioanbau entfällt, wodurch der Boden hinterher gesünder sein dürfte.
    Das mit der Abhängigkeit der Menschen ist auch nicht ganz klar. Wenn man die Kartoffel isst? Oder wenn man sie anbaut? Wann wird man denn abhängig?
    Und was überwiegt denn? Die Sicherheit eines Nahrungsmangels für 1 Milliarde Menschen, oder die um die eigene Agenda zu pushen erfundene These, das es irgendwann mal irgendwie irgendeinen Schaden durch GMO's geben könnte?

    Lieber everydaynormalguy,

    wenn Sie mir für Ihre Behauptungen einen Hauch an seriösen (!!) Beweisen zeigen könnten wäre ich sehr dankbar.
    Angenommen Ihre Behauptung stimmt: Viele indigenas Völker auf dem mittel- und südamerikanischen Kontinent würden durch eine natürlich vorkommende Phytophtora-Resistenz ihre Böden unfruchtbar machen. Wenn dem so wäre, warum nutzen die Bauern die Phytophtoraresistente-Kartoffel-Sorte dann jedes Jahr wieder?
    Ich sage Ihnen warum: Diese Resistenz hat keinen Einfluss auf die Bodenfruchtbarkeit. Die Phytophtora-Resitenz hat aber einen sehr positiven Einfluss auf den Ertrag und die Ertragsstabilität.
    Einen sehr großen nachgewiesenen negativen Einfluss auf die Bodenfruchtbarkeit hat allerdings die Anwendung von kupferhaltigen Pflanzenschutzmitteln gegen Pilzkrankheiten. Und genau der würde durch den Einsatz einer Phytophtora-Resistenten Kartoffelsorte im Öko-Landbau drastisch minimiert werden. Siehe meinen Link im 2.
    Kommentar.

    Nutzung der gentechnisch veränderten "Fortuna" = Steigerung der Bodenfruchtbarkeit im Ökolandbau

    Flaemingslord

    • zyx99
    • 31.10.2011 um 20:18 Uhr

    Resistenz Gene können von bodenbürtigen Bakterien in andere Organismen übertragen werden. Es gibt einige Fälle in den USA wo verschiede Unkräuter eine Immunität gegen Glyphosat entwickelt haben. Und ganz toll, da steht der Landwirt mit runtergelassenen Hosen da und kann nichts mehr machen. Da hilft auch mehr spritzen nichts, da hilft nur sinnvoll Antagonisten zu fördern, die Fruchtfolge vielfältig gestalten und die Schläge klein und abwechslungsreich zu gestalten, alles andere ist NICHT nachhaltig, weil man die natrürliche mikroevolution nicht ausschalten kann. Es ist nichts anderes als eine arbeitsbeschaffungsemasnahme und den gegossen Konzernen in die Tasche zu wirtschaften.
    Es ist ein Kampf gegen die Zeit mit der immer abartigere Organismen entstehen. Es ist eine Frage der Zeit. Da aber der Landwirt und die Konzerne die Kredite von heute tilgen müssen, müssen sie solchen scheiss anbauen.

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    • MyBaum
    • 31.10.2011 um 20:25 Uhr

    Statt wiederzukauen, was sie irgendwo mal aufgeschnappt haben, sollten Sie die logische Folge ihre Argumente im allgemeinen, und deren Anwendbarkeit auf diesen speziellen Fall überprüfen.

    Da Sie ja offensichtlich zur Mehrheit der hinterherlaufenden Schafherde gehören empfehle ich Ihnen im eigenen Interesse Ihre Argumentation noch einmal genauer anzuschauen:
    Sie haben ganz richtig festgestellt, dass es zu Resistenzbildung bei übermäßiger Anwendung von einem bestimmten Pflanzenschutzmittel (in diesem Fall eines mit dem Wirkstoff Glyphosat) kommen kann. Übrigens nicht nur in den USA sondern auch in Deutschland und der ganzen Welt. Das hat aber zunächstmal nichts mit der Grünen Gentechnik zutun. Denn Herbizidresistenzen traten schon lange vor der Einführung der ersten gentechnisch veränderten Pflanze auf. Stichwort: Windhalm,Resistenzmanagement (für alle die nicht der Schafherde hinterherlaufen wollen)
    Jetzt aber zu Ihrem Punkt mit der Herbizidresistenz und das der Bauer nichts mehr machen kann. Eine einfache Frage: Wie glauben Sie bekämpfen die Öko-Bauern ihre Unkräuter wenn sie doch keine Pflanzenschutzmittel einsetzten dürfen? Für alle die jetzt tatsächlich überlegen, es gibt auch noch die mechanische Unkrautbekämpfung!
    Und alle konventionell wirtschaftenden Betriebe nehmen einfach ein Herbizid mit einem von Glyphosat verschiedenen Wirkstoff und alle resistenten Pflanzen sind nicht mehr. Denn eine Resitenz gegenüber Glyphosat bedeutet eben auch nur eine Resistenz gegenüber diesem einem konkreten Wirkstoff. Dabei gibt es noch einige andere.

    Nachdenken und unvoreingenommen recherchieren bevor man ein Urteil gefällt wird!

    Flaemingslord

    • MyBaum
    • 31.10.2011 um 20:25 Uhr

    Statt wiederzukauen, was sie irgendwo mal aufgeschnappt haben, sollten Sie die logische Folge ihre Argumente im allgemeinen, und deren Anwendbarkeit auf diesen speziellen Fall überprüfen.

    Da Sie ja offensichtlich zur Mehrheit der hinterherlaufenden Schafherde gehören empfehle ich Ihnen im eigenen Interesse Ihre Argumentation noch einmal genauer anzuschauen:
    Sie haben ganz richtig festgestellt, dass es zu Resistenzbildung bei übermäßiger Anwendung von einem bestimmten Pflanzenschutzmittel (in diesem Fall eines mit dem Wirkstoff Glyphosat) kommen kann. Übrigens nicht nur in den USA sondern auch in Deutschland und der ganzen Welt. Das hat aber zunächstmal nichts mit der Grünen Gentechnik zutun. Denn Herbizidresistenzen traten schon lange vor der Einführung der ersten gentechnisch veränderten Pflanze auf. Stichwort: Windhalm,Resistenzmanagement (für alle die nicht der Schafherde hinterherlaufen wollen)
    Jetzt aber zu Ihrem Punkt mit der Herbizidresistenz und das der Bauer nichts mehr machen kann. Eine einfache Frage: Wie glauben Sie bekämpfen die Öko-Bauern ihre Unkräuter wenn sie doch keine Pflanzenschutzmittel einsetzten dürfen? Für alle die jetzt tatsächlich überlegen, es gibt auch noch die mechanische Unkrautbekämpfung!
    Und alle konventionell wirtschaftenden Betriebe nehmen einfach ein Herbizid mit einem von Glyphosat verschiedenen Wirkstoff und alle resistenten Pflanzen sind nicht mehr. Denn eine Resitenz gegenüber Glyphosat bedeutet eben auch nur eine Resistenz gegenüber diesem einem konkreten Wirkstoff. Dabei gibt es noch einige andere.

    Nachdenken und unvoreingenommen recherchieren bevor man ein Urteil gefällt wird!

    Flaemingslord

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