Das unbemannte chinesische Raumschiff Shenzhou 8 ist in der autonomen chinesischen Region Innere Mongolei gelandet, wie das Staatsfernsehen berichtete.

Der Sender zeigte Livebilder einer Infrarotkamera von der schwebenden Kapsel, die in der Dunkelheit an einem großen Fallschirm schwebte und in einer großen Staubwolke auf dem Boden landete. Hubschrauber und Fahrzeuge mit Bergungstrupps eilten zur Landestelle.


An Bord des Raumschiffs ist eine deutsche Versuchsanlage mit 17 medizinischen und biologischen Experimenten. Diese sogenannte "Simbox" hat nach Angaben des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) "reibungslos" funktioniert. Mit einem Hubschrauber soll die "Simbox" in ein Labor nach Peking gebracht werden, wo das Projektteam die Experimentiereinheiten ausbaut. Einige gehen an chinesische Wissenschaftler, während andere verpackt und nach Deutschland geschickt werden. 

Deutschland ist das erste Land, das eine wissenschaftliche Kooperation mit China im All aufnimmt. Nie zuvor ist eine ausländische Versuchsanlage auf einem chinesischen Raumschiff mitgeflogen. Bei den biologischen und medizinischen Experimenten geht es um die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf Lebewesen.

Auf der gesamten Mission dockte Shenzhou 8 gleich zweimal erfolgreich an der Raumstation Himmelspalast an. Damit ist China seinen Plänen für den Bau einer Raumstation, die etwa 2020 fertiggestellt werden soll, ein großes Stück näher gekommen.