Artenschutz
Ende der achtziger Jahre kam der Landschaftsgärtner Hermann Benjes unverhofft zu enormer Popularität. Überall in Deutschland begannen Gärtner, nach Vorstellung des Niedersachsen altes Schnittholz und Baumabfälle zu etwa vier Meter breiten Wällen aufzuschichten – genauer gesagt zu Benjeshecken.
Diese künstlichen Wälle, die sich über die Jahre in eine Naturhecke verwandeln, sollen vor allem Tieren Unterschlupf bieten. Benjeshecken sind ein wichtiger Rückzugsort für Igel, Schlangen und anderes Getier.
Ähnliches gilt für auch für Wälder, insbesondere für Wälder, die älter als 150 Jahre sind. Gerade das tote Holz bietet Tieren Unterschlupf. Seltene Pilze und Käfer siedeln darin, im Extremfall können es bis zu 600 Großpilzarten und mehr als 1.300 Käferarten sein. Dazu gehört auch der Hirschkäfer, der in diesem Jahr Insekt des Jahres wurde. Seine Larven siedeln in den morschen Wurzeln alter Eichen und Ulmen.
Ein Beispiel für die Artenvielfalt im Wald findet sich am Edersee in Hessen. Der Stausee ist umgeben vom Kellerwald, einem der letzten Urwälder Deutschlands. Ende Juni ernannte die Unesco ihn zum Weltnaturerbe. Die alten, knorrigen Rotbuchen sind sein Markenzeichen.
Im Kellerwald leben noch Rothirsche, Wildkatzen, Schwarzstörche und der seltene Uhu. 35 Vogelarten, die sich im Kellerwald finden, sind inzwischen so selten, dass sie auf der Roten Liste bedrohter Tierarten stehen.
- Datum 25.11.2011 - 07:18 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Für diesen Artikel, ich habe ihn noch nicht ganz durchgelesen (ist doch etwas lang), habe ihn aber abgespeichert und werde das Lesen später noch einmal nachholen.
Ich muss in dem Punkt auch zustimmen, dass der Wald wohl einer der schönsten Landschaftsarten ist. Ich mag ihn, bin mit ihm aufgewachsen (NRW, Bergische Wälder) und bin immer etwas traurig, wenn irgendwo Bäume gefällt werden.
Ich möchte ihn schützen.
dichtete schon vor langer Zeit ein deutscher Dichter.
Aber nachdem die Germanen, die ja den Wald oder Baum verehrten, okkupiert worden sind,wurde als erstes der Wald
missbraucht.
Daher auch das Sprichwort:" Man sieht den Wald vor Bäumen nicht."
danke für den gut lesbaren Beitrag.
Wie kommt es, daß bei unseren östlichen Nachbarn Wälder gerodet werden dürfen (FSC-zertifiziert), was bei uns als Umweltsünde gelten würde?
http://www.youtube.com/wa...
Weil die FSC-Zertifizierungsanforderungen in jedem Land von Vertretern des Volkes (aus Wirtschaft, Gesellschaft und Naturschutz) in einem Bottom-up Ansatz ausgearbeitet werden. Diese Menschen machen sich in der Regel auch Gedanken. Da großflächige Kahlschläge in anderen europäischen Länder viel näher an den natürlichen Gegebenheiten liegen (Waldbrand) als bei uns, sind Kahlschläge dort auch ökologisch nicht unbedingt nachteilig zu bewerten. Leider wird das hier oft in den falschen Zusammenhang gestellt und mangels Kenntnis kritisiert.
MfG
Weil die FSC-Zertifizierungsanforderungen in jedem Land von Vertretern des Volkes (aus Wirtschaft, Gesellschaft und Naturschutz) in einem Bottom-up Ansatz ausgearbeitet werden. Diese Menschen machen sich in der Regel auch Gedanken. Da großflächige Kahlschläge in anderen europäischen Länder viel näher an den natürlichen Gegebenheiten liegen (Waldbrand) als bei uns, sind Kahlschläge dort auch ökologisch nicht unbedingt nachteilig zu bewerten. Leider wird das hier oft in den falschen Zusammenhang gestellt und mangels Kenntnis kritisiert.
MfG
Weil die FSC-Zertifizierungsanforderungen in jedem Land von Vertretern des Volkes (aus Wirtschaft, Gesellschaft und Naturschutz) in einem Bottom-up Ansatz ausgearbeitet werden. Diese Menschen machen sich in der Regel auch Gedanken. Da großflächige Kahlschläge in anderen europäischen Länder viel näher an den natürlichen Gegebenheiten liegen (Waldbrand) als bei uns, sind Kahlschläge dort auch ökologisch nicht unbedingt nachteilig zu bewerten. Leider wird das hier oft in den falschen Zusammenhang gestellt und mangels Kenntnis kritisiert.
MfG
....."Da großflächige Kahlschläge in anderen europäischen Länder viel näher an den natürlichen Gegebenheiten liegen (Waldbrand) als bei uns, sind Kahlschläge dort auch ökologisch nicht unbedingt nachteilig zu bewerten" ......
Das halte ich für eine etwas großzügige Interpretation pro FSC.
Na ja was solls, ich finde sowieso, dass der Kahlschlag bei uns fast zu sehr verteufelt wird - und damit meine ich nun keine Großkahlschläge. Irgendwann kommen die ersten Forderungen nach wieder mehr Kahlschlag in Deutschland und zwar nicht von der Holzwirtschaft, sondern vom Naturschutz, eben weil viele Pflanzen- und Tierarten auch lichte, sonnige Plätze im Wald benötigen. Nur "Dunkel" ist dogmatisch.
Haben Sie natürlich nicht ganz unrecht. Es ist aus diversen Gründen nicht unbedingt der Natur zuträglich. Aber die Kritik am FSC wird in der Regel von wenig informierten Menschen forciert. Da schwingt dann eben mit, dass man hiesige Verhältnisse eins zu eins auf Länder überträgt, wo eben beispielsweise Waldbrände ohnehin große Areale vernichten. Die Liste wäre fortführbar, verdeutlicht aber schon mit diesem Beispiel die Arroganz des Örtlichen (als Person):
"Wie kommt es, daß bei unseren östlichen Nachbarn Wälder gerodet werden dürfen (FSC-zertifiziert), was bei uns als Umweltsünde gelten würde?"
Zumindest wenn wir dieser Frage Rhetorik unterstellen (was das Video vermuten lässt)! Die eigene Waldwirtschaft wird verklärt, die anderen machen alles falsch. Um das zu überprüfen haben viele ein Leben lang studiert&geforscht. Aber die ARD (der verlinkte Clip) deckt das in 5 min auf.
Mir wird Angst und Bange, wenn ich mich da in manchen "Fachgebieten" selbst reflektiere...
Haben Sie natürlich nicht ganz unrecht. Es ist aus diversen Gründen nicht unbedingt der Natur zuträglich. Aber die Kritik am FSC wird in der Regel von wenig informierten Menschen forciert. Da schwingt dann eben mit, dass man hiesige Verhältnisse eins zu eins auf Länder überträgt, wo eben beispielsweise Waldbrände ohnehin große Areale vernichten. Die Liste wäre fortführbar, verdeutlicht aber schon mit diesem Beispiel die Arroganz des Örtlichen (als Person):
"Wie kommt es, daß bei unseren östlichen Nachbarn Wälder gerodet werden dürfen (FSC-zertifiziert), was bei uns als Umweltsünde gelten würde?"
Zumindest wenn wir dieser Frage Rhetorik unterstellen (was das Video vermuten lässt)! Die eigene Waldwirtschaft wird verklärt, die anderen machen alles falsch. Um das zu überprüfen haben viele ein Leben lang studiert&geforscht. Aber die ARD (der verlinkte Clip) deckt das in 5 min auf.
Mir wird Angst und Bange, wenn ich mich da in manchen "Fachgebieten" selbst reflektiere...
Haben Sie natürlich nicht ganz unrecht. Es ist aus diversen Gründen nicht unbedingt der Natur zuträglich. Aber die Kritik am FSC wird in der Regel von wenig informierten Menschen forciert. Da schwingt dann eben mit, dass man hiesige Verhältnisse eins zu eins auf Länder überträgt, wo eben beispielsweise Waldbrände ohnehin große Areale vernichten. Die Liste wäre fortführbar, verdeutlicht aber schon mit diesem Beispiel die Arroganz des Örtlichen (als Person):
"Wie kommt es, daß bei unseren östlichen Nachbarn Wälder gerodet werden dürfen (FSC-zertifiziert), was bei uns als Umweltsünde gelten würde?"
Zumindest wenn wir dieser Frage Rhetorik unterstellen (was das Video vermuten lässt)! Die eigene Waldwirtschaft wird verklärt, die anderen machen alles falsch. Um das zu überprüfen haben viele ein Leben lang studiert&geforscht. Aber die ARD (der verlinkte Clip) deckt das in 5 min auf.
Mir wird Angst und Bange, wenn ich mich da in manchen "Fachgebieten" selbst reflektiere...
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