Wissenschaft und Forschung 2012 – das Jahr der Marsforscher und Teilchenphysiker
Elementarteilchen, Mars-Gestein, Stammzellen: Das Magazin "Science" prophezeit, in welchen Forschungsgebieten 2012 große Fortschritte zu erwarten sind.

Detektoren und Computer zeichneten die Kollision zweier Protonen auf, bei der vier besonders energiegeladene Elektronen entstanden. Dieser Zerfall gilt als charakteristisch, sollte das Higgs-Teilchen existieren.
Was erreichen Forscher im nächsten Jahr? Das Magazin Science benennt nicht nur die wissenschaftlichen Höhepunkte 2011, sondern wagt auch einen Ausblick.
1. Higgs oder nicht Higgs, das ist hier die Frage
Mitte Dezember hatten die Physiker mithilfe des Teilchenbeschleunigers LHC am Cern in Genf über vage Hinweise auf die Existenz des Higgs-Teilchens berichtet. Das Higgs wäre das 30. Elementarteilchen und soll laut des Standard-Modells allen anderen Teilchen ihre Masse geben.
Für das kommende Jahr prophezeit Science nun die lang ersehnte Gewissheit in der Frage, ob diese besonderen Teilchen existieren. Das sei eigentlich keine Vorhersage, sondern schon fast eine Tatsache, schreibt Science. Schließlich produziere der LHC fortlaufend solche riesigen Mengen an Daten, dass es aller mathematischen Wahrscheinlichkeit nach 2012 ein Ergebnis geben wird.
Entweder werden Physiker die Higgs-Teilchen am Cern nachweisen, oder sie können belegen, dass es keine Higgs-Teilchen gibt – zumindest nicht mit den Eigenschaften, die ihnen das Standard-Modell zuschreibt.
- Elementarteilchen: Materie
-
Als Elementarteilchen werden all jene Bausteine bezeichnet, die (soweit Physiker wissen) nicht weiter zerlegbar sind.
Das bekannteste Elementarteilchen ist das Elektron, das gemeinsam mit den selteneren Myonen und Tauonen zu den Leptonen zählt. Neben diesen drei Leptonen gibt es noch drei unterschiedliche Neutrinos, die ebenfalls zu den Elementarteilchen zählen. Neutrinos entstehen etwa bei der Kernspaltung in Atomkraftwerken oder bei der Kernfusion in der Sonne.
Darüber hinaus gibt es sechs weitere Elementarteilchen, die sogenannten Quarks. Aus ihnen bestehen etwa Protonen und Neutronen, aus denen der Kern eines Atoms aufgebaut ist.
Zusammen bilden diese insgesamt 12 Elementarteilchen die Grundbausteine der Materie. Entsprechend gibt es 12 Antiteilchen, die die Antimaterie bilden.
- Kräfte
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Nicht alle Elementarteilchen sind Bestandteil der Materie. Es gibt fünf weitere Elementarteilchen, die als Austauschteilchen Kräfte übertragen.
Das Gluon klebt Quarks im Atomkern zusammen, das Photon vermittelt die elektromagnetische Kraft. W-- und W+- Teilchen sowie Z-Teilchen spielen beim radioaktiven Zerfall eine Rolle.
Insgesamt gibt es daher also derzeit 29 Elementarteilchen, die im sogenannten Standardmodell der Teilchenphysik die Zusammensetzung der Welt erklären.
- Higgs-Boson
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Ein möglicher Kandidat für das 30. Elementarteilchen ist das Higgs-Boson, das Forscher mithilfe des Teilchenbeschleunigers LHC im Forschungszentrum Cern nachweisen wollen. Denn das ist bislang noch nicht gelungen.
Nach einer Theorie des britischen Physikers Peter Higgs aus den sechziger Jahren muss ein bislang unbekanntes Feld (Higgs-Feld) alles durchdringen und sämtlichen anderen Elementarteilchen ihre Masse verleihen.
Physiker vergleichen den Higgs-Mechanismus gerne mit einer Cocktailparty unter Politikern: Zu Anfang sind die Anwesenden gleichmäßig verteilt, doch sobald der Premierminister den Raum betritt, zieht er andere Politiker stark an und sammelt sie haufenartig um sich herum. Bewegt er sich im Laufe der Party durch den Raum, wenden sich ihm ständig neue Zuhörer zu, während andere die Menschentraube verlassen.
So erhält der Premierminister ein größeres Gewicht – und auf ähnliche Weise erzeugt das hypothetische Higgs-Feld die Masse der Elementarteilchen. Eine einst als unveränderlich angesehene Eigenschaft wie die Masse wäre demnach nur das Ergebnis einer Wechselwirkung mit dem Higgs-Feld – eine seltsame Vorstellung, die aber für Physiker nichts Ungewöhnliches ist.
Mit demselben Bild lässt sich auch eine weitere Folgerung aus der Theorie erklären: Der Cocktailparty-Mechanismus funktioniert nämlich auch, wenn ein Gerücht den Raum durchquert. Darum scharen sich ebenfalls Zuhörer und verleihen ihm so eine (wenn auch flüchtige) Masse. Auf ähnliche Weise soll das Higgs-Feld ein Higgs-Teilchen hervorbringen. Dessen Nachweis wäre somit der beste Beleg für die ganze Theorie.
2. Was der Energiehaushalt von Stammzellen verrät

Stammzellen durch ein Mikroskop betrachtet
Die Art, wie Stammzellen Energie und Energiereserven nutzen, hilft Forschern festzustellen, wann sich diese sehr ursprünglichen Zellen spezialisieren und zu welcher Art von Gewebe sie schließlich werden. In 2012, schreibt Science, sollte man besonders auf jene Wissenschaftler achten, die groß-angelegte Studien starten, um einen detaillierteren Einblick in den Energiehaushalt der Stammzellen zu erhalten.
Denn in solchen Studien ließe sich herausfinden, wie sich Stammzellen im Körper eigenständig regulieren – und wie sich das im Labor nachahmen lässt. Dieses Wissen kann helfen, neue Ansätze der regenerativen Medizin zu entwickeln. Die Stammzellen könnten eines Tages zum Beispiel Gewebe ersetzen, das in Folge von Krankheiten verloren gegangen ist.
- Die Zellen
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In den ersten Tagen seiner Entwicklung ist ein Embryo noch nicht ausdifferenziert – das heißt, aus seinen Zellen können sich noch alle möglichen Organe entwickeln. Diese Tatsache will die Forschung sich zu nutze machen, und aus solchen embryonalen Stammzellen Ersatzgewebe züchten. Erstmals wurden 1981 embryonale Stammzellen aus Mäusen isoliert. Im Jahr 1998 gelang es dem amerikanischen Forscher James Thomson von der Universität Wisconsin die ersten Zell-Linien aus menschlichen Embryonen zu züchten.
Doch auch Erwachsene können noch Stammzellen bilden, zum Beispiel im Knochenmark, wo daraus immer neue Blutzellen entstehen. Diese adulten Stammzellen, auf die Gegner der Forschung an embryonalen Zellen hoffen, können ebenfalls Gewebe nachbilden. Allerdings sind sie nicht so wandlungs- und vermehrungsfähig. Bei Querschnittgelähmten, die sich in den USA freiwillig einer Stammzelltherapie unterziehen wollen, hofft man, zerstörtes Nervengewebe regenerieren zu können.
- Was können sie?
Ob Alzheimer, Parkinson, Diabetes, Querschnittlähmung oder Herzinfarkt – bei diesen Krankheiten stirbt Gewebe ab oder wird geschädigt, sodass die Organe nicht mehr richtig funktionieren. Forscher hoffen, aus embryonalen Stammzellen Ersatzgewebe zu züchten. Zudem könnte man an so hergestelltem Gewebe Medikamente testen.
- Umstrittene Forschung
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In Deutschland ist die Herstellung von Embryonen zur Stammzellgewinnung verboten. Damit soll das ungeborene Leben geschützt werden. Zwar befinden sich die Embryonen bei der Zellentnahme in einem frühen Entwicklungsstadium und bestehen erst aus wenigen Zellen, doch theoretisch könnte aus ihnen ein Mensch heranwachsen, würden sie in die Gebärmutter einer Frau eingepflanzt.
In anderen Ländern, zum Beispiel in den USA, werden Embryonen für die Forschung genutzt, die bei der künstlichen Befruchtung "übrig" geblieben sind. Bis April 2008 war in Deutschland nur die Forschung an embryonalen Stammzellen erlaubt, die aus dem Ausland stammen und vor dem 1. Januar 2002 gewonnen wurden. Da diese alten Zelllinien durch die häufige Vervielfältigung verunreinigt und genetisch verändert sind, wurde dieser Stichtag im April 2008 auf den 1. Mai 2007 vorverlegt.
Viele Wissenschaftler fordern eine weitere Lockerung der Gesetzgebung in Deutschland, um international konkurrenzfähig zu sein. Einige Gegner wollen ein generelles Verbot der Forschung an embryonalen Stammzellen.
- iPS
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Das Kürzel steht für induzierte pluripotente Stammzelle. Sie entstehen, wenn man die ausgereiften Körperzellen eines Erwachsenen mit Hilfe der Biochemie auf einen sehr frühen, quasiembryonalen Zustand zurückprogrammiert. Dann entwickeln etwa Hautzellen Eigenschaften von Embryozellen: Aus ihnen kann praktisch jeder Zelltyp des Körpers entstehen.
Die iPS sind genetisch identisch mit den ursprünglichen Hautzellen. Ein entscheidender Vorteil: Daraus gezüchtetes Gewebe würde nach einer Transplantation vom Immunsystem des Zellspenders nicht abgestoßen werden. Die iPS könnten zudem in Zukunft ein ethisches Problem lösen: Um sie zu gewinnen, muss kein Embryo sterben.
Erstmals gelang die Reprogrammierung 2006 dem Team des japanischen Stammzellforschers Shinya Yamanaka mit Mauszellen. 2008 verwandelte Kevin Eggan von der Universität in Harvard menschliche Hautzellen zunächst in Stammzellen und anschließend in Nervenzellen.
Möglich wurden die iPS, weil die Forschung an echten embryonalen Stammzellen zuvor vier Erbfaktoren identifiziert hatte, die für den jungfräulichen Status der Zelle entscheidend sind.
Schon heute werden Stammzelltherapien zum Beispiel für Alzheimer- oder Parkinson-Patienten erprobt.
3. Wer hat die Epidemie ausgelöst?

Ein Ausschnitt aus einer digitalen Visualisierung des menschlichen Genoms
Dank neuer Methoden lässt sich das Erbgut eines Bakteriums statt in wochenlanger Arbeit an einem Tag erledigen. Bereits im Jahr 2011 war es Wissenschaftlern aus Münster gelungen, das komplette Erbgut des Ehec-Erregers innerhalb von nur 62 Stunden komplett zu entziffern.
In Zukunft ermöglichen noch schnellere Sequenziermethoden, die Ausbreitung eines Krankheitserregers rascher und detaillierter nachzuvollziehen als bislang. Ganze Genom-Sequenzen geben rasch Aufschluss darüber, woher aufkommende Krankheiten stammen, ob bestimmte Mikroben resistent sind gegen Antibiotika und auf welchen wegen sie sich in der Bevölkerung ausbreiten. Auch vergangene Epidemien lassen sich auf diese Weise genau erforschen.
4. Genetische Ursachen für geistige Behinderungen bekämpfen

Die Fotografin Eva Snoijink portraitierte Kinder, die das Down-Syndrom haben, um zu zeigen, dass auch sie das Leben genießen.
Die Wahrnehmungsstörungen und Verhaltensprobleme, die mit Rett-, Fragiles-X- und dem Down-Syndrom einhergehen, galten lange als irreversibel. Bei Menschen, die davon betroffen sind, verursacht eine Chromosomen-Störung eine Fehlentwicklung des Gehirns, teilweise noch vor der Geburt.
An Versuchen mit Mäusen haben Forscher in letzter Zeit zeigen können, dass einige der Symptome einer solchen angeborenen Behinderung durchaus im Laufe des Lebens zurückgehen könnten. Nun sollen klinische Studien zeigen, ob die im Tierversuch erfolgreichen Medikamente auch Menschen helfen können. Science erwartet für 2012 erste Erfolgsmeldungen aus solchen klinischen Studien.
5. Die Neugier auf den Roten Planeten

Die künstlerische Darstellung zeigt, wie sich die Marssonde Curiosity der Oberfläche des Planeten nähert.
Bis die Marssonde Curiosity im August 2012 auf der Oberfläche des Roten Planeten landet, hat die US-Weltraumagentur Nasa voraussichtlich 2,6 Milliarden US-Dollar in ihr Programm "Mars Science Laboratory" (MSL) investiert. Besonders wichtig ist das Landesystem, damit die 900 Kilogramm schwere Marssonde einigermaßen sanft auf der Oberfläche aufsetzt und unbeschädigt mitsamt einigen Gesteinsproben wieder zur Erde zurückkehrt. So sieht es zumindest der Plan der Forscher vor.
Es wäre ein Desaster, wenn das Landesystem nicht einwandfrei funktioniere, urteilt Science. Ähnlich war es 2010 der japanischen Raumsonde Hayabusa ergangen, deren Landung so unsanft war, dass viele Instrumente zerstört wurden. Mit viel Glück und einiger Verspätung fand die Raumsonde doch noch ihren Weg zurück zur Erde.
- Der Mars
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Der Mars gilt zwar als erdähnlich. Doch der Rote Planet ist bei Weitem nicht so einladend wie unser Heimatplanet. Die dünne Atmosphäre des Himmelskörpers besteht zu etwa 95 Prozent aus CO2, dazu kommen Stickstoff, Sauerstoff und Argon.
Seine Oberfläche ist trocken, felsig, kalt, die Durchschnittstemperatur liegt bei minus 63 Grad Celsius. Zudem schwankt die Temperatur stark und beeinflusst das Wetter. So treten im Frühjahr oft heftige Staubstürme auf, die große Teile der Marsoberfläche verhüllen.
Aufgrund der längeren Umlaufdauer um die Sonne – der Planet ist im Durchschnitt rund 230 Millionen Kilometer von ihr entfernt, die Erde im Vergleich rund 150 Millionen Kilometer – dauert ein Marsjahr 687 Erdentage. Ein Marstag wiederum dauert 24 Stunden und 37 Minuten.
- Der Rover "Curiosity"
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Das Mars Science Laboratory (MSL) ist die erste astrobiologische Mission seit Viking in den 1970er Jahren. Mit ihr soll der Marsrover Curiosity zwischen November und Dezember 2011 auf den Roten Planeten gebracht werden.
Gut drei Meter misst das Geländefahrzeug in Länge und Breite, zwei in der Höhe – damit ist er etwas größer als ein Mini Cooper. 900 Kilogramm bringt der Rover auf die Waage. Damit ist er doppelt so lang und fünf Mal so schwer wie seine Kollegen Spirit und Opportunity aus dem Jahr 2003.
Zudem ist das fahrende Labor weitaus besser ausgestattet: Zehn wissenschaftliche Instrumente hat Curiosity an Bord, darunter das Probenanalyse-Modul SAM und das Chemielabor CheMin.
Via einer UHF-Antenne werden Daten an die Erde übertragen. Auch kann die Mars-Odyssey-Sonde der Nasa als Relais verwendet werden.
Die Energie zum Fahren und Forschen liefert wie schon bei Viking ein Radioisotopen-Generator. So ist der Rover auch ohne Sonne funktionstüchtig.
Eine besondere Herausforderung für Curiosity: Die Sonde soll nicht einfach irgendwo sanft aufsetzen, sondern auf einer genau vorbestimmten Position landen, um ganz gezielt Proben vom Mars zu entnehmen.
- Datum 28.12.2011 - 12:29 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Was 1) angeht bin ich eigentlich ganz zuversichtlich. Denn hier scheint es sich nur noch um eine Frage der ausreichenden Stichprobe und damit der Messzeit zu sein.
2)-4) überlasse ich den Biologen, wobei mich 4) ganz besonders freuen würde.
5) ist besonders hervorzuheben, denn es ist dringend notwendig, dass die Menschheit den Blick wieder zu den Sternen hebt, anstatt den eigenen Bauchnabel anzustarren. Auch wenn der Hyperantrieb wohl noch bis 2063 auf sich warten lassen wird...
"5) ist besonders hervorzuheben, denn es ist dringend notwendig, dass die Menschheit den Blick wieder zu den Sternen hebt, anstatt den eigenen Bauchnabel anzustarren."
Warum? Ohne grundlegend neue physikalische Erkenntnisse, die bspw. den "Hyperantrieb" möglich machen, ist eine autarke und längerfristige Besiedelung von anderen Planeten völlig unrealistisch, erst recht außerhalb dieses Sonnensystems. Das einzige, was wir, nach derzeitigem Stand der Physik, im Weltraum für das möglichst lange Überleben der Menschheit realistisch machen ist potentiell ein paar Asteroiden auf Kollisionskurs ablenken.
Ohne grundlegend neue Erkenntnisse sind die Chancen der Menschheit auf ein langfristiges Überleben mit Abstand am besten auf der Erde und mit einem sparsamen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen, was auch bedeutet, das man keine Ressourcen für Weltraumfantasien raus schmeißt, die zwar ohne Frage faszinierend, aber auch völlig unrealistisch sind.
Richtig ! Über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen ist langfristig betrachtet von Nutzen. Und vieles in der Forschung wurde am Anfang der Fantasie zugeordnet, als solche abgestempelt und nur belächelt bis .
Selbst wenn aus der heutigen Sicht vieler die Weltraumforschung als überflüssiger Kostenfaktor angesehen wird (im Vergleich zu den Kosten der Kriege auf unserem Planten allerdings fast eine Lapalie) und auf Grund der unendlichen Räume des Weltalls Fantasien über Reisen zu anderen Galxien keine Realisierung erfahren werden, so wird die Forschung auf diesem Sektor wie bisher (z.B. von Klettverschlüssen über die Solarzelle, den Herzschrittmacher bis hin zu neuen in der Raumfahrt erprobten und jetzt im Autobau verwendeten Materialien u.a.m.) auch zukünftig viel nützliches für unser tägliches Leben und letztlich unseren Planeten abwerfen, so z.B. auch hinsichtlich Entwicklung neuer energiesparender Antriebe, neuer Werkstoffe, Recyclingverfahren u.v.a.m.
Also immer weiter geforscht.
"5) ist besonders hervorzuheben, denn es ist dringend notwendig, dass die Menschheit den Blick wieder zu den Sternen hebt, anstatt den eigenen Bauchnabel anzustarren."
Warum? Ohne grundlegend neue physikalische Erkenntnisse, die bspw. den "Hyperantrieb" möglich machen, ist eine autarke und längerfristige Besiedelung von anderen Planeten völlig unrealistisch, erst recht außerhalb dieses Sonnensystems. Das einzige, was wir, nach derzeitigem Stand der Physik, im Weltraum für das möglichst lange Überleben der Menschheit realistisch machen ist potentiell ein paar Asteroiden auf Kollisionskurs ablenken.
Ohne grundlegend neue Erkenntnisse sind die Chancen der Menschheit auf ein langfristiges Überleben mit Abstand am besten auf der Erde und mit einem sparsamen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen, was auch bedeutet, das man keine Ressourcen für Weltraumfantasien raus schmeißt, die zwar ohne Frage faszinierend, aber auch völlig unrealistisch sind.
Richtig ! Über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen ist langfristig betrachtet von Nutzen. Und vieles in der Forschung wurde am Anfang der Fantasie zugeordnet, als solche abgestempelt und nur belächelt bis .
Selbst wenn aus der heutigen Sicht vieler die Weltraumforschung als überflüssiger Kostenfaktor angesehen wird (im Vergleich zu den Kosten der Kriege auf unserem Planten allerdings fast eine Lapalie) und auf Grund der unendlichen Räume des Weltalls Fantasien über Reisen zu anderen Galxien keine Realisierung erfahren werden, so wird die Forschung auf diesem Sektor wie bisher (z.B. von Klettverschlüssen über die Solarzelle, den Herzschrittmacher bis hin zu neuen in der Raumfahrt erprobten und jetzt im Autobau verwendeten Materialien u.a.m.) auch zukünftig viel nützliches für unser tägliches Leben und letztlich unseren Planeten abwerfen, so z.B. auch hinsichtlich Entwicklung neuer energiesparender Antriebe, neuer Werkstoffe, Recyclingverfahren u.v.a.m.
Also immer weiter geforscht.
All das können wir am 1.1.2013 ausführlich beantworten. Alles andere ist Science Fiction statt Wissenschaft
"5) ist besonders hervorzuheben, denn es ist dringend notwendig, dass die Menschheit den Blick wieder zu den Sternen hebt, anstatt den eigenen Bauchnabel anzustarren."
Warum? Ohne grundlegend neue physikalische Erkenntnisse, die bspw. den "Hyperantrieb" möglich machen, ist eine autarke und längerfristige Besiedelung von anderen Planeten völlig unrealistisch, erst recht außerhalb dieses Sonnensystems. Das einzige, was wir, nach derzeitigem Stand der Physik, im Weltraum für das möglichst lange Überleben der Menschheit realistisch machen ist potentiell ein paar Asteroiden auf Kollisionskurs ablenken.
Ohne grundlegend neue Erkenntnisse sind die Chancen der Menschheit auf ein langfristiges Überleben mit Abstand am besten auf der Erde und mit einem sparsamen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen, was auch bedeutet, das man keine Ressourcen für Weltraumfantasien raus schmeißt, die zwar ohne Frage faszinierend, aber auch völlig unrealistisch sind.
Richtig ! Über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen ist langfristig betrachtet von Nutzen. Und vieles in der Forschung wurde am Anfang der Fantasie zugeordnet, als solche abgestempelt und nur belächelt bis .
Selbst wenn aus der heutigen Sicht vieler die Weltraumforschung als überflüssiger Kostenfaktor angesehen wird (im Vergleich zu den Kosten der Kriege auf unserem Planten allerdings fast eine Lapalie) und auf Grund der unendlichen Räume des Weltalls Fantasien über Reisen zu anderen Galxien keine Realisierung erfahren werden, so wird die Forschung auf diesem Sektor wie bisher (z.B. von Klettverschlüssen über die Solarzelle, den Herzschrittmacher bis hin zu neuen in der Raumfahrt erprobten und jetzt im Autobau verwendeten Materialien u.a.m.) auch zukünftig viel nützliches für unser tägliches Leben und letztlich unseren Planeten abwerfen, so z.B. auch hinsichtlich Entwicklung neuer energiesparender Antriebe, neuer Werkstoffe, Recyclingverfahren u.v.a.m.
Also immer weiter geforscht.
Bei Punkt 5 steht "unbeschädigt mitsamt einigen Gesteinsproben wieder zur Erde zurückkehrt. So sieht es zumindest der Plan der Forscher vor.". Dies ist jedoch nicht korrekt: Das Mars Science Laboratory wird auf dem Mars den Rover Curiosity aussetzen und dieser wird dort in der Tat Proben einsammeln. Jedoch werden diese ausschließlich vor Ort untersucht, eine Probenrückkehr ist nicht vorgesehen.
Lieber Leser SimonP,
vielen Dank für Ihren Hinweis. Andere Leser hatten diesen Punkt ebenfalls angemerkt, woraufhin ich den Artikel von Science, auf den wir hier Bezug nehmen, noch einmal überprüft haben. In diesem Artikel steht tatsächlich als Vision für 2012, dass diese Proben zur Erde zurückgebracht werden sollen. Bei Interesse (und Zugang zu Science) können Sie die Information hier nachlesen:
http://www.sciencemag.org...
Herzliche Grüße aus der Wissenschaftsredaktion und einen guten Start ins neue Jahr,
Gianna Grün
Lieber Leser SimonP,
vielen Dank für Ihren Hinweis. Andere Leser hatten diesen Punkt ebenfalls angemerkt, woraufhin ich den Artikel von Science, auf den wir hier Bezug nehmen, noch einmal überprüft haben. In diesem Artikel steht tatsächlich als Vision für 2012, dass diese Proben zur Erde zurückgebracht werden sollen. Bei Interesse (und Zugang zu Science) können Sie die Information hier nachlesen:
http://www.sciencemag.org...
Herzliche Grüße aus der Wissenschaftsredaktion und einen guten Start ins neue Jahr,
Gianna Grün
Lieber Leser SimonP,
vielen Dank für Ihren Hinweis. Andere Leser hatten diesen Punkt ebenfalls angemerkt, woraufhin ich den Artikel von Science, auf den wir hier Bezug nehmen, noch einmal überprüft haben. In diesem Artikel steht tatsächlich als Vision für 2012, dass diese Proben zur Erde zurückgebracht werden sollen. Bei Interesse (und Zugang zu Science) können Sie die Information hier nachlesen:
http://www.sciencemag.org...
Herzliche Grüße aus der Wissenschaftsredaktion und einen guten Start ins neue Jahr,
Gianna Grün
Ich habe zwar keinen Zugang zum Science-Magazin, kann Ihnen aber zur Probenrückkehr sagen, dass eine Probenrückkehr vom Mars zwar vorgesehen ist, jedoch keinesfalls mit dem Marsrover Curiosity. Derzeit planen NASA und ESA, um das Jahr 2020 herum eine Marssonde zu starten, die mit Proben zur Erde zurückkehren soll ("Mars Sample Return"). Jedoch hat diese nichts mit dem aktuellen Marsrover zu tun. Weitere Informationen über den Rover und seine Mission finden Sie auch hier: http://www.raumfahrer.net...
Für eine Probenrückkehr im Jahr 2012 war ursprünglich die Sonde Fobos-Grunt aus Russland vorgesehen. Jedoch sollte diese zum einen keine Proben vom Mars selber sammeln, sondern von dessen Mond Phobos, zum anderen ist diese kurz nach dem Start im Erdorbit havariert und wird wahrscheinlich Anfang Januar in die Atmosphäre eintreten und verglühen.
Liebe Frau Grün,
kein Zweifel, MSL wird spektakulär, aber im Science Magazin heißt es:
"samples and return them on a later mission." - Das ist eine Vision für das nächste Jahrzehnt. Die Technologie für eine Rückführung steht noch nicht zur Verfügung.
Bitte korregieren Sie ihren Artikel doch entsprechend. Raumfahrt sollte realistisch dargestellt werden und nicht zu phantasievoll, sonst müssen falsche Erwartung korregiert werden.
Viele Grüße
www.raumfahrer.net
Ich habe zwar keinen Zugang zum Science-Magazin, kann Ihnen aber zur Probenrückkehr sagen, dass eine Probenrückkehr vom Mars zwar vorgesehen ist, jedoch keinesfalls mit dem Marsrover Curiosity. Derzeit planen NASA und ESA, um das Jahr 2020 herum eine Marssonde zu starten, die mit Proben zur Erde zurückkehren soll ("Mars Sample Return"). Jedoch hat diese nichts mit dem aktuellen Marsrover zu tun. Weitere Informationen über den Rover und seine Mission finden Sie auch hier: http://www.raumfahrer.net...
Für eine Probenrückkehr im Jahr 2012 war ursprünglich die Sonde Fobos-Grunt aus Russland vorgesehen. Jedoch sollte diese zum einen keine Proben vom Mars selber sammeln, sondern von dessen Mond Phobos, zum anderen ist diese kurz nach dem Start im Erdorbit havariert und wird wahrscheinlich Anfang Januar in die Atmosphäre eintreten und verglühen.
Liebe Frau Grün,
kein Zweifel, MSL wird spektakulär, aber im Science Magazin heißt es:
"samples and return them on a later mission." - Das ist eine Vision für das nächste Jahrzehnt. Die Technologie für eine Rückführung steht noch nicht zur Verfügung.
Bitte korregieren Sie ihren Artikel doch entsprechend. Raumfahrt sollte realistisch dargestellt werden und nicht zu phantasievoll, sonst müssen falsche Erwartung korregiert werden.
Viele Grüße
www.raumfahrer.net
Ich habe zwar keinen Zugang zum Science-Magazin, kann Ihnen aber zur Probenrückkehr sagen, dass eine Probenrückkehr vom Mars zwar vorgesehen ist, jedoch keinesfalls mit dem Marsrover Curiosity. Derzeit planen NASA und ESA, um das Jahr 2020 herum eine Marssonde zu starten, die mit Proben zur Erde zurückkehren soll ("Mars Sample Return"). Jedoch hat diese nichts mit dem aktuellen Marsrover zu tun. Weitere Informationen über den Rover und seine Mission finden Sie auch hier: http://www.raumfahrer.net...
Für eine Probenrückkehr im Jahr 2012 war ursprünglich die Sonde Fobos-Grunt aus Russland vorgesehen. Jedoch sollte diese zum einen keine Proben vom Mars selber sammeln, sondern von dessen Mond Phobos, zum anderen ist diese kurz nach dem Start im Erdorbit havariert und wird wahrscheinlich Anfang Januar in die Atmosphäre eintreten und verglühen.
Liebe Frau Grün,
kein Zweifel, MSL wird spektakulär, aber im Science Magazin heißt es:
"samples and return them on a later mission." - Das ist eine Vision für das nächste Jahrzehnt. Die Technologie für eine Rückführung steht noch nicht zur Verfügung.
Bitte korregieren Sie ihren Artikel doch entsprechend. Raumfahrt sollte realistisch dargestellt werden und nicht zu phantasievoll, sonst müssen falsche Erwartung korregiert werden.
Viele Grüße
www.raumfahrer.net
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