Astronomie: Die Vermessung des Mondes
Die beiden "Grail"-Sonden der Nasa sollen die Schwerkraft des Mondes vermessen. Die erste Sonde hat ihr Ziel am Silvestertag erreicht, die zweite 24 Stunden später.
Nach dreieinhalb Monaten Reise sind die beiden Grail-Mondsonden am Ziel. Grail-A schwenkte wie geplant am Silvestertag in ihre Umlaufbahn um den Erdtrabanten, wie die US-Weltraumbehörde Nasa mitteilte. Sein Zwilling Grail-B vollzog rund 24 Stunden später, am Abend des Neujahrestages, dasselbe Manöver.
Grail, was für "Gravity Recovery and Interior Laboratory" steht, soll das Schwerefeld des Mondes hundert- bis tausendmal genauer bestimmen als bisher. Astronomen erwarten sich davon Erkenntnisse über die innere Struktur des Mondes und über die Entwicklung der inneren Gesteinsplaneten unseres Sonnensystems, einschließlich unserer Erde. Die kühlschrankgroßen Sonden waren am 10. September zu ihrer neunmonatigen Mission vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida gestartet.
Ziel ist eine neue Mondkarte für die Schwerkraft
Die beiden Sonden sollen so in Umlaufbahnen manövriert werden, dass sie mit etwa 100 Kilometern Abstand in einer Tandemformation hintereinander herfliegen. Die Wissenschaftler erwarten viel von dieser Mission: Danach "werden die Fachbücher über die Entstehung des Mondes neu geschrieben werden müssen", sagte etwa Maria Zuber vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) an.
Während der 82 Tage langen Messphase sollen die Sonden winzige Schwankungen im Schwerkraftfeld des Mondes kartieren. Wegen dieser Unterschiede, die von Gebirgen und Tälern, aber auch unterirdischen Masseänderungen hervorgerufen werden, fliegen die Sonden jeweils etwas schneller oder langsamer. Diese Geschwindigkeitsänderungen überwachen die beiden Sonden dabei gegenseitig.
Für die Erde gibt es bereits eine dreidimensionale Karte der Schwerkraft. Die stark überhöhten Computergrafiken des deutschen Geo-Forschungszentrums in Potsdam (GFZ) zeigen ein Gebilde, das entfernt an eine Kartoffel erinnert.









Zitat: "Danach "werden die Fachbücher über die Entstehung des Mondes neu geschrieben werden müssen"..."
Das denke ich auch. Allerdings bezweifele ich stark, dass wir die 'wahren' Ergebnisse mitgeteilt bekommen werden. Ein "offizielles" Verkünden der (wohl eh schon bekannten bzw. erahnten) Fakten würde die Welt verändern. Das will aber keiner.
Hier ist es ähnlich wie bei den UFOS oder der weitaus längeren Menschheitsgeschichte, die keiner wahrhaben "will". Es gibt "offiziell" kein Interesse etwas am herrschenden Paradigma zu ändern. Zudem, die NASA ist eine Regierungs-Agentur eng verzahnt mit Militär und Geheimdiensten. Da kommts also "offiziell" nix bei raus.
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/ag
Die wahre Herkunft des Mondes wird in Paul Hogans Roman "Der tote Raumfahrer" exakt beschrieben. In wissenschaftlicher Manier und sehr lesenswert.
Wissenschaft spannend wie ein Krimi ;-)
Sorry, er heist James P. Hogan...
Wenn wir uns hier gerade so schön als blutige Laien vergnügen, - und wenn der Mond innen einen grossen Hohlraum hätte? In der Mitte sind die Massen-Anziehungskräfte wohl am grössten, die Resultierende ist aber Null. Und weil der Mond ja nicht so riesig ist und durch und durch abgekühlt, könnten wir uns da doch reinbohren und drinnen einrichten?!
Mmmh? Das wäre doch was!
die ankündigung mit dem neuschreiben der fachbücher erinnert an die hitler-tagebücher. und war damals auch unzutreffend.
an sich halte ich wissenschaftler, die vor dem ersten messwert bereits die auswirkungen ihrer ergebnisse, die aber noch nicht vorliegen, bekanntgeben, für eher zwielichtig. unseriös ist es allemal.
Entfernt. Über konstruktive Kritik würden wir uns freuen. Danke, die Redaktion/mk
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