Krankheitsausbruch : 14 Menschen sterben in Uganda am Ebola-Virus

Mindestens 20 Menschen haben sich im ugandischen Distrikt Kibaale mit dem gefährlichen Erreger angesteckt. Gegen das Virus gibt es keine Impfung oder Behandlung.

In Uganda ist das gefährliche Ebola-Fieber ausgebrochen. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte, ist die Krankheit bei insgesamt 20 Menschen im Westen des ostafrikanischen Landes festgestellt worden. 14 von ihnen seien bereits gestorben. Das Ebola-Virus trat der WHO zufolge im Distrikt Kibaale auf, etwa 200 Kilometer westlich von der Hauptstadt Kampala und unweit der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo.

Experten des ugandischen Gesundheitsministeriums , der WHO sowie der US-Behörde für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) seien in die Region entsandt worden, hieß es weiter. Es sollten nun so schnell wie möglich Quarantänestationen eingerichtet werden. Die Herkunft der hoch ansteckenden Krankheit sei noch unklar. Nach Einschätzung des WHO-Experten hatten 18 der 20 Infizierten Verbindungen zu einer Familie.

Wer sich mit Ebola angesteckt hat, entwickelt nach einer Inkubationszeit von bis zu drei Wochen starkes Fieber, fühlt sich extrem geschwächt und klagt meist über Muskel- und Kopfschmerzen. Schließlich kommt es zu Durchfall und Erbrechen, Nieren und Leber nehmen Schaden, die Infizierten leiden unter inneren und äußeren Blutungen.

Im Mai 2011 war der Virus zuletzt aufgetreten

Das Ebola-Virus wird durch direkten Blut-Kontakt oder über andere Körperflüssigkeiten von Mensch zu Mensch übertragen, allerdings sind eventuell auch Schmierinfektionen denkbar. Hierbei werden Viren etwa über mangelnde Hygiene weiter verbreitet. In 50 bis 90 Prozent der Fälle führt der Ausbruch der Erkrankung zum Tod. Trotz intensiver Forschung gibt es weder eine vorbeugende Impfung noch eine ausreichende Behandlung. Allein der Versuch, Erkrankte vor weiteren Flüssigkeitsverlusten zu schützen, gelingt in seltenen Fällen.

Das Leiden breitet sich meist nicht weit aus, weil die Infizierten schnell sterben. Vor allem in Afrika südlich der Sahara kommt es immer wieder zu Ausbrüchen. Der Ebola-Erreger zählt zu den gefährlichsten überhaupt, schrieben Forscher um John Dye vom US Army Medical Research Institute for Infectious Diseases kürzlich in den Proceedings der US-Akademie der Wissenschaften . In dem Magazin präsentierten die Forscher im März eine Tierstudie, nach der eine nachträgliche Injektion vor Ebola schützen kann. Bekamen Rhesusaffen wenige Minuten bis Tage nach einem Kontakt mit den Viren Antikörper gegen Ebola, erkrankten sie entweder gar nicht oder nur leicht.

Im Mai vergangenen Jahres war der Erreger zuletzt in Uganda aufgetreten. Damals starb ein 12-jähriges Mädchen an den Folgen. 2007 starben im Westen Ugandas 37 Menschen an der Seuche, im Jahr 2000 wurden bei einer Epidemie 425 Menschen infiziert, von denen das Virus mehr als die Hälfte tötete.

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Kommentare

21 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Ja, die armen Veganer...

...man gut, dass die plöden Fleischfresser so lange dafür gesorgt haben, dass die Menschheit überlebt, dass sie heute ihr Veganertum leben und lobpreisen können. Reisen sie dochmal zurück in die steinzeitliche, oder von mir aus vorsteinzeitliche Zeit und erzählen den Menschen, Fleisch ist pöse...

Nicht Fleischkonsum per se ist schädlich, sondern wie eigentlich bei fast Allem, übermäßiger Fleischkonsum. Und ich meine hier durchaus sowohl die persönliche, als auch die gesamtgesllschaftliche Ebene!

Ich zitiere da mal einfach aus Wikipedia:

"Bislang wurden keine Fälle einer Übertragung in Krankenhäusern oder anderen medizinischen Einrichtungen beschrieben. Wiederholt wurde dagegen in der Öffentlichkeit auch durch Behörden[19] dargestellt, der Erreger der Epidemie könne durch Gülle auf Lebensmittel übertragen worden sein. Der Hinweis von Produzenten von Gurken, Tomaten und Salat, dass diese Produkte vor allem im Frühjahr in Gewächshäusern gezogen werden, wo Gülle nicht eingesetzt wird[20] oder es sich sogar wie bei Sprossen um Hydrokulturen handelt, fand ebenso wenig Beachtung wie die Angabe eines Fachmanns, dass ein Kolonisieren des Ausbruchsstamms bislang nur beim Menschen, nicht bei Wiederkäuern, nachgewiesen worden ist, so dass bisher davon auszugehen sei, dass ausschließlich der Mensch als Reservoir für EHEC O104:H4 dient, was typisch für Stämme der enteroaggregativen E. coli (EAEC) ist."

Warnungen gab es genug

7.7. EHEC !
"Ja, völlig vegane Sprossen die mit Gülle aus Mastbetrieben gedüngt wurden. Da sieht man mal wieder daß Veganer unter Fleischessern zu leiden haben."

Ich kann Ihnen da nur zustimmen,ich finde es ist moralisch und ethisch schon lange nicht mehr zu vertreten Tiere zu quälen in Massentierhaltungen und dann auf schlimme Weise zu töten und zu essen,von Schächtungen begründet mit mittelalterlichen Riten ganz zu Schweigen.Dass sich diese Behandlung der Tiere rächen mußte war eine Frage der Zeit und ist nur gerecht.
BSE hätte schon Warnung genug sein müssen.

Teilweise selbstverschuldet....

Der Wissenschaft ist seit Jahren bekannt, daß verschiedene Affenarten den Ebola-Virus in sich tragen, ohne daß die Krankheit bei den Primaten ausbricht.

In Uganda wird leider sehr viel Affenfleisch, teilweise als Delikatesse, teilweise aber auch, weil sie nichts anderes an tierischem Eiweiß haben, verzehrt. Unter diesen Umständen ist es in meinen Augen schon mehr verwunderlich, daß diese Krankheit deshalb nicht öfter und massenhafter auftritt.