Koronaler Massenauswurf : Starker Sonnensturm soll Erde treffen

Stromnetze und Handy-Verbindungen könnten beeinträchtigt werden, ebenso der Flugverkehr. Am Samstag steht die Erde unter verstärkter geomagnetischer Einwirkung.

Ein starker Sonnensturm wird am Samstag auf die Erde treffen. Das kündigten die Weltraumagenturen Nasa und Esa sowie die US-Wetterbehörde Noaa an. Der Sturm hatte sich am Donnerstag von der 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Sonne gelöst.

"Er rast mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Erde", sagte ein Sprecher des Esa-Satellitenkontrollzentrums Esoc in Darmstadt . Stromnetze und Handy-Verbindungen könnten beeinträchtigt werden, ebenso der Flugverkehr. Die Auswirkungen könnten Skandinavien, Kanada und Nordeuropa treffen.

Die Eruptionsregion auf der Sonne liege leicht südlich, teilte der Astrophysiker Volker Bothmer von der Universität Göttingen mit. Der koronale Massenauswurf (CME) sei mit knapp 1.500 Kilometern pro Sekunde entfesselt, in Erdnähe werde er voraussichtlich rund 800 Kilometer pro Sekunde schnell sein.

Sonnenaktivität nimmt seit 2010 zu

Somit werde er am Samstag gegen 10.30 Uhr europäischer Sommerzeit eintreffen. Die Hauptphase werde aber erst nach 18.00 Uhr erwartet, bei klarem Wetter könnten dann Polarlichter in Nordeuropa zu beobachten sein.

Schwere Sonnenstürme können Satelliten, elektrische Anlagen, Navigationssysteme wie GPS und Funkverbindungen stören. 2003 führte ein solcher Sturm unter anderem zu einem mehrstündigen Stromausfall in Schweden , einem Ausfall des europäischen Flugradars, zur Verschiebung von über 60 Flügen in den USA und zum Verlust des Forschungssatelliten Midori 2.

Die Noaa erwartete für diesen Sonntag eine geomagnetische Intensität des Sturms von Rang G2 auf der Skala von G1 (am schwächsten) bis G5 (am stärksten). Bei der Explosion seien auch große Mengen UV-Strahlung Richtung Erde gesandt worden, hieß es. Messstationen in Norwegen , Irland und Italien hätten dies bereits registriert.

Die Sonnenaktivität schwankt im Rhythmus von etwa elf Jahren und nimmt seit 2010 wieder zu: Sonnenstürme werden häufiger und stärker. Grund für die Aktivitätsschwankungen ist der Rhythmus des Gastransports in den Außenschichten der Sonne.

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Kommentare

22 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

Nein, das Ende ist - wieder einmal - NICHT nah

"Die Sonnenaktivität schwankt im Rhythmus von etwa elf Jahren".
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Und das seit dem Urknall bzw. dem Tag der Schöpfung. Gab es seitdem unüberwindliche oder dauerhafte Probleme physikalischer oder technischer Natur, die auf Sonnenstürme zurück zu führen wären? Nein.
Also bitte keine Panik herbeischreiben. Wir haben es nur mit einem ganz normalen Phänomen zu tun.

Wie schön abgeklärt Sie doch sind,

aber an Aufklärung scheint es Ihnen zu fehlen. Zwar ist der erwartete Sonnensturm wohl kein Problem. Fakt ist aber auch, dass ein stärkerer Sonnensturm unsere technisierte Welt in ihren Grundfesten erschüttern könnte. Das meinen nicht nur Weltuntergangspropheten, sondern auch seriöse Wissenschaftler. Haben Sie sich einmal überlegt, was geschehen würde, wenn plötzlich die Kühlsysteme sämtlicher Kernkraftwerke in einer Region ausfielen? Vermutlich nicht...

Unsere technisierte Welt ist fehlerhaft?

Nun, dann ist es wohl so wie es in der Natur der Sache halt ist ! Wir werden neue entwickeln die sicherer ist, aber erst dann ,wenn wir den heutigen Schrott nicht mehr an den Mann/Frau bringen können. Oh, habe ich wieder vergessen. Unsere Ing. arbeiten für einen Hungerlohn, den man durch Einwanderer noch drücken möchte. Da wird wohl nichts draus!

Nur Warnungen vor Panik erzeugen Panik

"Also bitte keine Panik herbeischreiben."

Ich bin mir gerade nicht sicher, ob wir den selben Artikel gelesen haben, aber ich habe dem Artikel entnommen, dass wir mit Glück heute Abend Polarlichter sehen könnten.

Das ist etwas wunderbares!

Der Rest des Artikels ist nur Standardaufklärung welche Einwirkungen auf die Erde bestehen und wie und wann diese auftreten.

Nirgends ist von größeren Problemen die Rede oder gar von Auswirkungen, bei denen Panik angebracht wäre. Warum wollten Sie Panik herbei schreiben?

Ich für meinen Teil werde heute Nacht mit einem Foto und Stativ im Freien verbringen und mich freuen, wenn ich morgen hellere Bereiche auf den Fotos finde.

Gefährdungsstufe

Ein absolut bedrohliches Phänomen, welches in intensiverer Ausprägung durchaus katastrophale Schäden für unsere technologisierte Welt bedeuten können. Da muss ich meinem Vorkommentator leicht widersprechen.

In diesem Fall jedoch besteht keinerlei Grund zur Panik.
Der in diesem Artikel für Samstag auf der Erde zu erwartende Sonnensturm wird von der NOAA mit G1 bis maximal G2 eingestuft (http://www.swpc.noaa.gov/).

Dies sind die geringst möglichen Warnstufen auf einer Skala bis G5 (http://www.swpc.noaa.gov/...). Vielleicht gibt es ein paar Störungen, aber unser Kommunikations- und Energienetz wird es überleben. Es sei denn, sämtliche Transformatoren werden geschrottet. Aber das halte ich für mehr als unwahrscheinlich (=