Raumfahrt"Einer der größten amerikanischen Helden aller Zeiten"
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Auf den Schultern von Neil Armstrong

Auch Nasa-Chef Charles Bolden brachte seine Anteilnahme zum Ausdruck. "Solange es Geschichtsbücher gibt, wird Neil Armstrong als derjenige darin zu finden sein, der den ersten kleinen Schritt eines Menschen in einer Welt fern der eigenen gemacht hat", schrieb Bolden. "Neben der Tatsache, dass er einer der größten Forscher Amerikas war, war er uns allen durch seine Anmut und Bescheidenheit ein Beispiel. Als Präsident Kennedy die Nation herausforderte, einen Menschen auf den Mond zu schicken, akzeptierte Neil Armstrong ohne Vorbehalt. Indem wir diese nächste Ära der Forschung betreten, stehen wir auf den Schultern von Neil Armstrong. Wir betrauern den Tod eines Freundes, Kollegen und wahren amerikanischen Helden", schrieb Bolden in seiner Erklärung.

Die Bundesregierung bedauerte den Tod Armstrongs. Der Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, Peter Hintze ( CDU ), teilte in einer Pressemitteilung mit: "Die Bundesregierung trauert mit dem ganzen amerikanischen Volk um diesen Raumfahrtpionier, der in der Entdeckergeschichte der Menschheit auf einer Stufe mit Christopher Columbus steht. Seine Worte auf dem Mond werden ewig im Gedächtnis der Menschheit bleiben. 

Der französische Premierminister Jean-Marc Ayrault würdigte Armstrongs Leistung, die eine neue Ära der Erforschung des Weltalls eingeleitet habe. "Sein berühmter 'kleiner Schritt' auf den Mond hat dem Traum von Generationen von Erfindern, Wissenschaftlern, Künstlern, Dichtern oder einfachen Amateuren die Schönheit des Weltraums erschlossen", sagte Ayrault. Er bezeichnete Armstrong als ein Symbol dafür, wie Fortschritt von Wissenschaft und Technik identisch sein können mit dem Fortschritt der Menschheit.

Armstrongs Familie in Cincinatti, im Bundesstaat Ohio , hatte für diejenigen, die Armstrong ehren wollen, eine einfache Bitte: "Ehren Sie seinen beispielhaften Dienst, seine Leistung und Bescheidenheit, und wenn Sie das nächste Mal in einer klaren Nacht nach draußen gehen und der Mond zu Ihnen runter lacht, denken Sie an Neil Armstrong und zwinkern Sie ihm zu", hieß es in der Erklärung der Familie.

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Leserkommentare
  1. in einer Pressemitteilung mit, dass: "Die Bundesregierung trauert.(...)“

    Die Bundesregierung wurde von den Bürgern als deren Interessenvertreter und Sprecher gewählt.

    Wenn schon die Regierung ständig so tut, als ob deren diverses Tun und Lassen von den Bürgern gewünscht sei, was beileibe nicht immer der Fall ist und sie oft an den Bürgern vorbei agiert, kann sie sich in diesem Falle absolut sicher sein, das die große Mehrheit der Deutschen parteiübergreifend über jeden Toten trauern, und wenn es ein Prominenter ist, trauert naturgemäß eine große Mehrheit der Deutschen.

    Also hat Peter Hinze gefälligst zum Ausdruck zu bringen dass Deutschland, seine Menschen mehrheitlich um den Tod Armstrong`s trauert, und nicht nur die Bundesregierung.

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    nachdem Sie diesen Artikel gelesen haben? Der durfte das so sagen, ist schon ok. Ich denke lieber an einen Menschen, der einen unglaublichen Schritt fuer uns alle gemacht hat.

    In einer Demokratie versteht sich das, was sie einfordern, von selbst und Bedarf keines weiteren Kommentars.

    Wohin sollte sich dieses polemische Geschwätz der Politiker denn entwickeln, wenn wir auch noch ständig darauf hinweisen müssten, dass alles nur im Namen einer gewissen sich auch noch verändernden Mehrheit des Volkes geschieht?

    • fragfix
    • 26. August 2012 21:54 Uhr

    Der Amstrong mag ein netter und mutiger Mensch gewesen sein, aber ich trauere nicht. Ich kannte ihn nicht, ich habe die Mondlandung nicht miterlebt (zu jung), meine Faszination für die Weltraumfahrt hält sich in Grenzen und ein Unglück ist ihm auch nicht zugestossen. Er ist in einem normalen (global gesehen: hohem) Alter gestorben. Wenn ich jeden über 80-Jährigen betrauern sollte...

    Insofern finde ich "Die Bundesregierung trauert" viel besser und korrekter als "Deutschland trauert". Endlich werde ich mal nicht ungefragt vereinnahmt.

    • hardius
    • 26. August 2012 14:16 Uhr

    Ob jemals wieder in unserer oder kommenden Zeit die Bedeutung einer solchen menschlichen und technischen Leistung gewürdigt wird, mag ich zu bezweifeln. Viel zu technikverwöhnt und interessenlos wird jede wissenschaftliche Leistung als normal von den Menschen vernommen.
    Sie sind und bleiben Helden, die Techniker, Mediziner und Astronauten.

    • Glik
    • 26. August 2012 14:43 Uhr

    Als Astronaut war Armstrong gewiss ein aussergewöhnlich mutiger und grossartiger Pionier.
    Aber ist er deshalb ein 'Held'?
    Unter 'Helden' werden rückblickend allzu gerne auch sehr zweifelhafte Existenzen geführt - gerade in Amerika (nehmen wir nur mal Leute wie Paul Tibbets oder den hochdekorierten General Pershing).
    'Helden' in diesem Sinne sind in der Regel Militärangehörige - so wie Armstrong auch mit seiner Spitzenleistung der Raumfahrt im kalten Krieg.
    Die Propagandamaschinerie läuft heute eben noch genauso wie ehedem.

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    • lead341
    • 26. August 2012 15:15 Uhr

    Wenn es die heutige verflachte Mainstream-Gesellschaft fertig bringt, selbst Menschen wie Fußballstars, deren einzige Leistung darin besteht, hinter einem Ball herzulaufen, als Helden darzustellen, dann ist der Begriff "Held" für Neil Armstrong ja schon fast eine Beleidigung. Und wenn wir doch bei dem Begriff bleiben wollen, dann können wir ihn zumindest als "wahren Helden" bezeichnen: er hat eine Sternstunde der Menschheit orchestriert, hat gezeigt, welches explorative und pionierhafte Potential in der Menschheit steckt, hat Generationen von Physikern, Ingenieuren, ja Menschen jedweder Profession inspiriert und vorangetrieben.

    Abgesehen davon hoffe ich von Herzen, dass Präsident Obama, den ich ansonsten sehr schätze, über den Tod von Neil Armstrong ins Grübeln gerät und ihn auf die einzig wahre und richtig Art und Weise ehrt: indem er Investitionen in die Raumfahrt endlich in den Mittelpunkt seiner Politik stellt und insbesondere der NASA wesentlich höhere Ressourcen zukommen lässt.

    Hier die Erde mit seiner Familie und einem Milliardenpunlikum -
    dort der unbetrrtene Mond und dazwischen eine Riesen-Rakate mit drei Menschen und dem Neil als Chef und einem Computer mit etwa der leistungsfähigkeit eines C64 !

    Dieser Neil liefert ein 100% Ergebniss bei unglaublichem Risiko und Wahnsinns-Druck

    - das sei kein Held oder nicht heldenhaft ?

    Wenn nicht einer wie er ein Held war, wer denn dann überhaupt in der Menscheitsgeschichte bisher ?

    • lead341
    • 26. August 2012 15:15 Uhr

    Wenn es die heutige verflachte Mainstream-Gesellschaft fertig bringt, selbst Menschen wie Fußballstars, deren einzige Leistung darin besteht, hinter einem Ball herzulaufen, als Helden darzustellen, dann ist der Begriff "Held" für Neil Armstrong ja schon fast eine Beleidigung. Und wenn wir doch bei dem Begriff bleiben wollen, dann können wir ihn zumindest als "wahren Helden" bezeichnen: er hat eine Sternstunde der Menschheit orchestriert, hat gezeigt, welches explorative und pionierhafte Potential in der Menschheit steckt, hat Generationen von Physikern, Ingenieuren, ja Menschen jedweder Profession inspiriert und vorangetrieben.

    Abgesehen davon hoffe ich von Herzen, dass Präsident Obama, den ich ansonsten sehr schätze, über den Tod von Neil Armstrong ins Grübeln gerät und ihn auf die einzig wahre und richtig Art und Weise ehrt: indem er Investitionen in die Raumfahrt endlich in den Mittelpunkt seiner Politik stellt und insbesondere der NASA wesentlich höhere Ressourcen zukommen lässt.

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    • Glik
    • 26. August 2012 15:40 Uhr

    Es liegt mir fern, die persönliche Leistung von Armstrong (oder besser: aller Astronauten) schmälern zu wollen.

    Man muss sich aber bewusst sein, dass die Raumfahrt im Wesentlichen militärischen oder zumindest propagandistischen Zielen huldigt und die Beteiligten kleine Rädchen darin sind. Auch dass die Mondlandung nur im verschwindend geringen Umfang wissenschafliche Beweggründe hatte, sollte bekannt sein.

    Daran dürfte sich auch zukünftig nicht viel ändern - trotz erstaunlicher Unternehmungen wie den Marsmissionen.
    Insofern ist die Erwartung auf gesteigerte Investitionen in die Raumfahrt mit gemischten Gefühlen zu beurteilen - nicht nur für die Nasa, sondern auch für alle Staaten, die mit diesen Entwicklungen vor allem ihr Rüstungs- und Überwachungspotential ergänzen, stets jedoch unter dem Deckmäntelchen der Wissenschaft und menschheitsfördernder Innovation.

    • Karl63
    • 26. August 2012 16:43 Uhr

    Zweifellos hat die Crew von Apollo 11 herausragendes geleistet, denn die Gefahr es passiert etwas vollkommen unerwartetes (siehe Apollo 13), die flog stets dabei mit.
    Im Rückblick erscheint die Mondlandung als ein Abschnitt der Geschichte, in dem die USA in der Lage gewesen sind, auf (nahezu) jede technologische / technische Herausforderung eine Antwort zu finden.
    In dem mehr als vier Jahrzehnten, die seitdem vergangen sind, haben sich die USA deutlich verändert. Selbst im Bereich der Hochtechnologie ist vieles nach Asien abgewandert und die Jobs in der Industrie sowieso. Wenn die USA jemals ihre Schulden wieder abbauen wollen, dann bleibt nichts anderes übrig als auch in solchen Bereichen wie der Raumfahrt zu kürzen. Zumal die jüngste Landung auf dem Mars zeigt, wozu die NASA fähig ist, wenn man keine Menschen auf die Reise schickt.

    • fegalo
    • 26. August 2012 17:07 Uhr

    Die Mondlandung war eine außergewöhnliches und mutiges Husarenstück, dafür gebührt Armstrong wie auch seinen Kollegen alle Ehre und aller Respekt. Ich habe selbst als Kind die Live-Übertragung im Fernsehen verfolgt, und bin immer noch beeindruckt.

    Dennoch ist die Raumfahrt ein unglaublich sinnloses Unterfangen ohne irgendeinen vernünftigen Zweck. Das Maximum, was überhaupt noch erreicht werden kann, ist, einen Menschen mal kurz auf den Mars zu stellen und das war es dann. Alle weitergehenden Utopien sind vollkommen phantastisch und bar aller physikalischen Realisierbarkeit.

    Manchen Köpfen täte es gut, diesbezüglich wieder in der Wirklichkeit anzukommen.

  2. Apollo 11 Press Conference youtube.
    Einfach mal gucken.

    • Glik
    • 26. August 2012 15:40 Uhr

    Es liegt mir fern, die persönliche Leistung von Armstrong (oder besser: aller Astronauten) schmälern zu wollen.

    Man muss sich aber bewusst sein, dass die Raumfahrt im Wesentlichen militärischen oder zumindest propagandistischen Zielen huldigt und die Beteiligten kleine Rädchen darin sind. Auch dass die Mondlandung nur im verschwindend geringen Umfang wissenschafliche Beweggründe hatte, sollte bekannt sein.

    Daran dürfte sich auch zukünftig nicht viel ändern - trotz erstaunlicher Unternehmungen wie den Marsmissionen.
    Insofern ist die Erwartung auf gesteigerte Investitionen in die Raumfahrt mit gemischten Gefühlen zu beurteilen - nicht nur für die Nasa, sondern auch für alle Staaten, die mit diesen Entwicklungen vor allem ihr Rüstungs- und Überwachungspotential ergänzen, stets jedoch unter dem Deckmäntelchen der Wissenschaft und menschheitsfördernder Innovation.

    Antwort auf "Wahre Helden"
  3. 7. na ja

    der junge war teil eines riesigen teams unten und da oben und durfte als erster raus.

    das ist jetzt der größte held?

    na da.

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    • hardius
    • 26. August 2012 16:21 Uhr

    ist es doch das Einfachste der Welt auf dem Mond zu landen. Man kann jederzeit aussteigen z. B. bei Platzangst und alles war damals eh sicher.

    Jo, wie in meinem ersten Kommentar erwähnt, erkennt man wissenschaftlich-technische Leistungen heute nicht an.
    Grund ist mangelnde technische Bildung und Karriere mit Schleimbeutel hauptsächlich in der Verwaltung.
    Auch das bricht irgendwann zusammen.

    Er war Teil eines grossen Teams und hatte die menschliche Groesse mit Bescheidenheit und Demut immer darauf hinzuweisen.
    Und er war das erste irdische Lebewesen seit dem Beginn allen Lebens auf diesem Planeten, das auf dem Grund eines anderen Himmelskoerper war.
    Er war der erste Mensch in 200.000 Jahren unserer Geschichte, der auf dem Mond war.
    Der erste Mensch auf dem Mond!

    Na...?

    (Ein bischen Geist und Farbe stuende Ihnen gut)

    Ich bezweifle, dass Sie den Schneid besessen hätten, zum Mond zu fliegen (oder geflogen zu werden - besser so?) und als erster Mensch überhaupt Ihren Fuß darauf zu setzen.

    (Ein bischen Geist und Farbe stuende Ihnen gut)

    wo hast du defizite entdeckt?
    die usa haben 20 mrd dollar für die mondlandung ausgegeben. wenn im ergebnis dieser teamleistung einer als erster den fuß auf den mond stellt, ist er ein personifiziertes symbol dieser leistung, aber sicher nicht der größte held der natio.

    das ist doch eigentlich klar, es sei denn man schwelgt im patriotismus, der symbolfiguren zu helden stilisiert.

    • hardius
    • 26. August 2012 16:21 Uhr
    8. na da

    ist es doch das Einfachste der Welt auf dem Mond zu landen. Man kann jederzeit aussteigen z. B. bei Platzangst und alles war damals eh sicher.

    Jo, wie in meinem ersten Kommentar erwähnt, erkennt man wissenschaftlich-technische Leistungen heute nicht an.
    Grund ist mangelnde technische Bildung und Karriere mit Schleimbeutel hauptsächlich in der Verwaltung.
    Auch das bricht irgendwann zusammen.

    Antwort auf "na ja"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
  • Schlagworte Barack Obama | Bundesregierung | Neil Armstrong | CDU | Weltraum | Apollo
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