Raumfahrt"Einer der größten amerikanischen Helden aller Zeiten"

Menschen auf der ganzen Welt trauern um Weltraumpionier Neil Armstrong. US-Präsident Obama würdigte ihn als Helden, auch die Bundesregierung ehrte ihn. von afp, dpa und reuters

Ein Foto von Neil Armstrong während seiner Apollo-11-Mission.

Ein Foto von Neil Armstrong während seiner Apollo-11-Mission.  |  © Nasa/dpa

US-Präsident Barack Obama hat den gestorbenen Astronauten Neil Armstrong als "einen der größten amerikanischen Helden" aller Zeiten gewürdigt. "Als er und seine Crew 1969 mit der Apollo 11 gestartet sind, nahmen sie die Sehnsucht einer ganzen Nation mit." Auch der designierte republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney bekundete seine Trauer: Armstrong sei "ein wahrer Held".

Der Astronaut war am Samstag im Alter von 82 Jahren an den Folgen eines Herzeingriffs gestorben . Er hatte sich am 7. August einer Bypass-Operation unterzogen.

Politiker und Forscher zeigten sich tief bewegt vom Tod des Astronauten, der am 21. Juli 1969 als erster Mensch einen anderen Himmelskörper betreten hatte. Dabei sprach er die unvergessenen Worte : Dies sei ein kleiner Schritt für ihn als Menschen, aber ein gewaltiger Sprung für die Menschheit.

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"Der beste Pilot, den ich je kannte"

Neil Armstrongs Teamkollege Edwin "Buzz" Aldrin sagte, er sei tief betroffen von Armstrongs Tod. "Ich weiß, dass Millionen von Menschen auf der ganzen Welt mit mir um diesen wahren amerikanischen Helden trauern, den besten Piloten, den ich kannte", schrieb der zweite Mann auf dem Mond . "Mein Freund Neil machte jenen kleinen Schritt, der ein großer Sprung war, der die Welt veränderte und für immer ein großer Moment in der Geschichte der Menschheit sein wird."

Die Besatzung der Mondmission Apollo 11 sei nun für immer mit dem Mond verbunden . "Jedes Mal, wenn ich den Mond sehe, erinnere ich mich an diesen kostbaren Moment vor mehr als vier Jahrzehnten, als Neil und ich in diesem öden, leeren und doch schönen "Meer der Ruhe" standen und auf unseren strahlend blauen Planeten Erde blickten, der im Dunkel des Weltalls hing", schrieb Aldrin. "Ich erkannte dies, obwohl wir weiter von der Erde entfernt waren als es zwei Menschen jemals zuvor waren, und trotzdem waren wir nicht allein. Fast die ganze Welt war mit uns auf dieser denkwürdigen Reise."

Er habe gehofft, mit dem Verstorbenen und ihrem Apollo-11-Teamkollegen Michael Collins am 20. Juli 2019 den 50. Jahrestag der Mondlandung begehen zu können, fügte der 82-jährige Aldrin hinzu. "Leider ist dies nun nicht mehr möglich."

Leserkommentare
    • Karl63
    • 26. August 2012 16:43 Uhr

    Zweifellos hat die Crew von Apollo 11 herausragendes geleistet, denn die Gefahr es passiert etwas vollkommen unerwartetes (siehe Apollo 13), die flog stets dabei mit.
    Im Rückblick erscheint die Mondlandung als ein Abschnitt der Geschichte, in dem die USA in der Lage gewesen sind, auf (nahezu) jede technologische / technische Herausforderung eine Antwort zu finden.
    In dem mehr als vier Jahrzehnten, die seitdem vergangen sind, haben sich die USA deutlich verändert. Selbst im Bereich der Hochtechnologie ist vieles nach Asien abgewandert und die Jobs in der Industrie sowieso. Wenn die USA jemals ihre Schulden wieder abbauen wollen, dann bleibt nichts anderes übrig als auch in solchen Bereichen wie der Raumfahrt zu kürzen. Zumal die jüngste Landung auf dem Mars zeigt, wozu die NASA fähig ist, wenn man keine Menschen auf die Reise schickt.

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  1. nachdem Sie diesen Artikel gelesen haben? Der durfte das so sagen, ist schon ok. Ich denke lieber an einen Menschen, der einen unglaublichen Schritt fuer uns alle gemacht hat.

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  2. 11. oh ja!

    Er war Teil eines grossen Teams und hatte die menschliche Groesse mit Bescheidenheit und Demut immer darauf hinzuweisen.
    Und er war das erste irdische Lebewesen seit dem Beginn allen Lebens auf diesem Planeten, das auf dem Grund eines anderen Himmelskoerper war.
    Er war der erste Mensch in 200.000 Jahren unserer Geschichte, der auf dem Mond war.
    Der erste Mensch auf dem Mond!

    Na...?

    (Ein bischen Geist und Farbe stuende Ihnen gut)

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    • fegalo
    • 26. August 2012 17:07 Uhr

    Die Mondlandung war eine außergewöhnliches und mutiges Husarenstück, dafür gebührt Armstrong wie auch seinen Kollegen alle Ehre und aller Respekt. Ich habe selbst als Kind die Live-Übertragung im Fernsehen verfolgt, und bin immer noch beeindruckt.

    Dennoch ist die Raumfahrt ein unglaublich sinnloses Unterfangen ohne irgendeinen vernünftigen Zweck. Das Maximum, was überhaupt noch erreicht werden kann, ist, einen Menschen mal kurz auf den Mars zu stellen und das war es dann. Alle weitergehenden Utopien sind vollkommen phantastisch und bar aller physikalischen Realisierbarkeit.

    Manchen Köpfen täte es gut, diesbezüglich wieder in der Wirklichkeit anzukommen.

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    • PGMN
    • 26. August 2012 18:12 Uhr

    "In irgendeinem abgelegenen Winkel des in zahllosen Sonnensystemen flimmernd ausgegossenen Weltalls gab es einmal ein Gestirn, auf dem kluge Tiere das Erkennen erfanden. Es war die hochmütigste und verlogenste Minute der »Weltgeschichte«: aber doch nur eine Minute. Nach wenigen Atemzügen der Natur erstarrte das Gestirn, und die klugen Tiere mussten sterben." - Nietzsche

    Auch wenn Nietzsche etwas theatralisch klingt... Raumfahrt mag zeitweise verschwenderisch wirken, aber ohne sie wird der Mensch einst nur Schall und Rauch gewesen sein.

    ---------------------

    Neil Armstrong ruhe in Frieden. Die Welt ist eine andere ohne ihn.

    • 6bb6
    • 26. August 2012 18:49 Uhr

    ... Ihr Navi am Ausgang dieses Forums ab.

    "Dennoch ist die Raumfahrt ein unglaublich sinnloses Unterfangen ohne irgendeinen vernünftigen Zweck."

    Sie haben Unrecht. Anspruchsvolle Ziele in der Raumfahrt treiben eine Nation technologisch und vor allem bildungsmäßig voran (und nein, damit meine ich nicht die Teflon-Bratpfanne). Dies gilt insbesondere für die USA, deren Raumfahrtbudget nur einen geringen Bruchteil ihrer anderen staatlichen Budgets darstellt. Wenn ich sehe, wie begeistert die amerikanischen Bürger die derzeitige Marsmission mitverfolgen und wie sie vom JPL und der NASA mit fantastischen Bildern versorgt werden, ganz zu schweigen von den Forschungsergebnissen, die wir uns von dieser Mission erwarten dürfen, dann bin ich sicher, dass das einen Effekt auf die USA haben wird.

    Neil deGrasse Tyson (der amerikanische Harald Lesch) kann Ihnen das besser erklären, als ich es je könnte:
    http://www.youtube.com/wa...

  3. In einer Demokratie versteht sich das, was sie einfordern, von selbst und Bedarf keines weiteren Kommentars.

    Wohin sollte sich dieses polemische Geschwätz der Politiker denn entwickeln, wenn wir auch noch ständig darauf hinweisen müssten, dass alles nur im Namen einer gewissen sich auch noch verändernden Mehrheit des Volkes geschieht?

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    die gegen oder für was sind.

    Dann müsste Ihr durchaus plausibles Argument, dass es sich in einer Demokratie von selbst versteht dass die Regierung fürs Volk spricht, auch hier gelten.

    Aber sobald sich Politiker nicht sicher sein können ob ihre Meinung mehrheitsfähig ist, sprechen sie dann gerne, um ihre schwache Position zu stärken (so tun als ob), von „den Deutschen“ oder „wir Deutsche“ die ja angeblich Politikers Meinung teilten. Gerade so, wie in den Kram passt, einerseits die Denke „wir da oben ihr da unten“, aber dann nach Bedarf auf „wir alle“ machen.

    Wie so manche Politiker ticken, mag ein Durchfahrtsverbotsschild (rund, weiß, roter Rand) an einem Mainzer Landes-Regierungskomplex verdeutlichen. An sich spricht ein Verkehrsschild für sich, braucht keinen Zusatz keine Begründung oder Rechtfertigung. Wenn hier zusätzlich z.B. „Sicherheitszone“ stände wäre das ja ok.

    Dort steht aber „Privatstrasse“.
    Aber hallo, vieles kann privat sein, aber Regierungsgebäude niemals, sie sind Eigentum des Staates, der Bürger. Das Schild kann nur Köpfen entsprungen sein, die sich nicht als Demokraten sondern als Fürsten und ihr Verwaltungsgebäude als Palast verstehen.

    Ich hoffe, nicht zu sehr OT zu sein, aber ich beziehe mich auf den Artikel, auf Peter Hintze.
    Meine Betrachtung ist nicht kleinkariert, ich habe nur Antennen auch für vermeintliche Kleinigkeiten, die aber zu einem Puzzle zusammengesetzt entlarven und auf große Missstände hinweisen können.

    • TomFynn
    • 26. August 2012 17:43 Uhr

    sind vollkommen phantastisch und bar aller physikalischen Realisierbarkeit."

    Ich vermute mal, ähnlichen Unsinn haben auch die Leute gesagt, als der ersten Mensch es geschafft hat, selber Feuer zu machen.

    [kopfschüttel]

    So, und jetzt alle vortreten die die mathematischen Kenntnisse und den physikalischen Durchblick haben einen Warpantrieb zu realisieren. Bis 2063 ist nicht mehr viel Zeit.

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    • fegalo
    • 26. August 2012 18:18 Uhr

    „Ich vermute mal, ähnlichen Unsinn haben auch die Leute gesagt, als der ersten Mensch es geschafft hat, selber Feuer zu machen.“

    Mit Sicherheit nicht. Mit Feuer konnte man nämlich direkt etwas anfangen.

    Dass manche heutige Menschen nur noch in Star-Wars-Phantasiewelten leben, ist dagegen etwas völlig Neues.

  4. Hier die Erde mit seiner Familie und einem Milliardenpunlikum -
    dort der unbetrrtene Mond und dazwischen eine Riesen-Rakate mit drei Menschen und dem Neil als Chef und einem Computer mit etwa der leistungsfähigkeit eines C64 !

    Dieser Neil liefert ein 100% Ergebniss bei unglaublichem Risiko und Wahnsinns-Druck

    - das sei kein Held oder nicht heldenhaft ?

    Wenn nicht einer wie er ein Held war, wer denn dann überhaupt in der Menscheitsgeschichte bisher ?

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    Zwei Computer. CM und LM hatten jeweils einen.

    • Glik
    • 26. August 2012 19:48 Uhr

    Als 'Held' hat er für das Projekt oder für die VSA agiert. Wie oben geschrieben, zolle ich ihm hohen Respekt für seinen Mut. Im klassischen Politk-Jargon ist das natürlich 'heldenhaft'. Letzte Triebfeder ist aber immer ein ausgeprägtes Ego mit Hang zum Ruhm.

    "Wahre" Helden aber tun etwas für andere Menschen, für Tier- und Umwelt. Und oft tun sie das im Stillen, unbemerkt von der Öffentlichkeit. Leute, die sich für die Erhaltung von Regenwäldern oder der letzten Nashörner engagieren; Leute, die sich um Arme und Kranke in unserer Gesellschaft kümmern.
    Ohne diese Helden bräche unsere Gesellschaft zusammen, ohne Raumfahrthelden nicht.

    • PGMN
    • 26. August 2012 18:12 Uhr

    "In irgendeinem abgelegenen Winkel des in zahllosen Sonnensystemen flimmernd ausgegossenen Weltalls gab es einmal ein Gestirn, auf dem kluge Tiere das Erkennen erfanden. Es war die hochmütigste und verlogenste Minute der »Weltgeschichte«: aber doch nur eine Minute. Nach wenigen Atemzügen der Natur erstarrte das Gestirn, und die klugen Tiere mussten sterben." - Nietzsche

    Auch wenn Nietzsche etwas theatralisch klingt... Raumfahrt mag zeitweise verschwenderisch wirken, aber ohne sie wird der Mensch einst nur Schall und Rauch gewesen sein.

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    Neil Armstrong ruhe in Frieden. Die Welt ist eine andere ohne ihn.

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    • fegalo
    • 26. August 2012 18:33 Uhr

    „Auch wenn Nietzsche etwas theatralisch klingt... Raumfahrt mag zeitweise verschwenderisch wirken, aber ohne sie wird der Mensch einst nur Schall und Rauch gewesen sein.“

    Können Sie das auch mit Argumenten untermauern, oder einfach nur ebenso theatralisch wie Nietzsche tönen?

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
  • Schlagworte Barack Obama | Bundesregierung | Neil Armstrong | CDU | Weltraum | Apollo
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