Raumfahrtmission : Live: Marsrover Curiosity erfolgreich gelandet

Er ist der teuerste und vielseitigste Roboter, der jemals ins All gestartet ist: Curiosity ist planmäßig auf dem Mars gelandet. Seien Sie jetzt per Videostream dabei.


Update: Der Rover ist erfolgreich auf dem Mars gelandet.

Sieben Minuten sind es, die Nasa-Ingenieure heute früh zittern lassen. Sieben Minuten, in denen das Roboterfahrzeug Curiosity (Neugier) in die Mars-Atmosphäre eintreten und nach allerlei komplizierten Manövern auf dem Planeten aufsetzen soll. Nebenbei muss es in dieser Zeit noch von rund 21.000 Kilometern pro Stunde auf Null abbremsen. Wenn alles gut geht. Die Wissenschaftler der amerikanischen Weltraumbehörde können nur abwarten. Alles ist vorprogrammiert und nichts lässt sich während der Landung des Roboters von der Größe eines Kleinwagens mehr ändern.

"Erst wenn der Rover sicher auf dem Mars ist, werde ich mich zurücklehnen können", sagte der Nasa-Manager John Grunsfeld. Allerdings ist es auch nicht leicht zu prüfen, ob die Landung geglückt ist. Curiosity selbst kann aus der Atmosphäre des Roten Planeten zunächst nur wenige Informationen zur Erde schicken.

Nach jedem erfolgreichen Teil des Landemanövers sendet er Ultrahochfrequenz-Töne an die Raumsonde Odyssey, die den Mars umkreist. Odyssey leitet die Signale weiter zur Erde, wo die Antennen des Deep Space Network sie empfangen, unter anderem in der  australischen Hauptstadt Canberra. Von dort aus gelangen die Daten schließlich ins Kontrollzentrum der Nasa in Kalifornien.

Klappt die Übertragung, wissen Ingenieure und Forscher pünktlich gegen 7.31 Uhr deutscher Zeit, ob das rund 900 Kilogramm schwere, sechsrädrige Forschungslabor sicher auf dem Planeten aufgesetzt hat. Im schlimmsten Fall könne es auch Tage dauern, bis die ersten Signale die Erde erreichen, sollte es an einer der Schnittstellen Probleme geben. Frühestens 15 Stunden nach der Landung könnten die ersten von Curiosity geknipsten Fotos auf der Erde eintreffen, sagte ein Nasa-Sprecher. Ein Video, das eine Kamera am Boden des Rovers während der Landung aufzeichnet, werde wahrscheinlich erst ein paar Tage später eintrudeln.

Für die amerikanische Raumfahrtbehörde ist die etwa 1,9 Milliarden Euro teure Mission "das letzte große Hurra im Planetenprogramm für einige Jahre", schrieb Kenneth Chang in der New York Times. Geht auch nur eine Kleinigkeit schief beim Landemanöver ist Curiosity womöglich nur noch ein Haufen Schrott und die Mission gerät zur Blamage. Nachdem die US-Regierung den Etat der Nasa mittlerweile deutlich zusammengekürzt hat, wäre ein Misserfolg kaum zu verkraften. Viele erhoffte Informationen über mögliche Spuren von Leben auf dem Mars blieben aus. Die Zukunft des Mars-Projekts, das nach dem Willen von Präsident Barack Obama auch zu einer bemannten Mars-Mission in rund 20 Jahren führen soll, stünde auf dem Spiel.

Aber die Nasa gibt sich optimistisch. Das unter anderem einen Fallschirm, Korrekturdüsen und einen Kran einbindende Landemanöver möge abstrus wirken, sagt Nasa-Ingenieur Adam Steltzner. "Aber ich versichere Ihnen: Es ist die am wenigsten verrückte Methode, um einen Rover so groß wie Curiosity zu landen." Das Manöver sei jahrelang geprobt worden, ergänzt sein Kollege Steven Lee. "In der Welt der Simulation sind wir schon Millionen Mal auf dem Mars gelandet."

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Kommentare

4 Kommentare Kommentieren

Nun kann der Mensch sich auch dort breit machen.....

Wäre doch gelacht wenn wir nachdem wir die Erde nun erfolgreich zerstört haben aufbrechen können und andere Planeten weiter zerstören können. Also schickt Raumfahrzeuge auf den Mars und baut Raumstationen wäre doch gelacht wenn wir nicht auch den Mars kaputt kriegen.

DER MENSCH