Kinderwunsch: Schwedische Ärzte transplantieren Gebärmütter
Zwei Frauen haben die Gebärmütter ihrer Mütter verpflanzt bekommen, um schwanger werden zu können. Kritiker halten die Eingriffe für ethisch grenzwertig und gefährlich.
© Adam Ihse/Scanpix/Reuters

Das Chirurgenteam der Sahlgrenska-Universitätsklinik in Göteborg
Schwedische Ärzte an der Sahlgrenska-Universitätsklinik in Göteborg haben zwei Frauen die Gebärmütter ihrer Mütter eingepflanzt. Die Operationen seien bereits am Wochenende ohne Komplikationen gelungen, teilte die Universität mit. Beide Frauen konnten zuvor keine Kinder bekommen. Die Transplantationen sollen dies nun ändern. Allerdings wollen die Ärzte die Eingriffe erst zum Erfolg erklären, wenn die beiden betroffenen Patientinnen tatsächlich schwanger werden.
Darauf sollen die zwei Frauen noch ein Jahr warten, um mögliche Komplikationen mit den Transplantaten auszuschließen. Anschließend sollen den Patientinnen ihre eigenen zuvor eingefrorenen Eizellen im Reagenzglas befruchtet und eingesetzt werden. Eine der beiden Patientinnen hatte ihre eigene Gebärmutter nach einer Krebserkrankung verloren. Die andere Patientin war ohne Uterus auf die Welt gekommen. Beide Frauen sind nach Angaben der Hochschule zwischen 30 und 40 Jahre alt.
Der Leiter des Chirurgenteams, Mats Braennstroem, wollte nicht darüber spekulieren, wie aussichtsreich eine Schwangerschaft nach der Transplantation für die Frauen sein könnte. Er verwies während einer Pressekonferenz darauf, dass die normalen Erfolgschancen bei einer künstlichen Befruchtung zwischen 25 und 30 Prozent liegen.
Die verpflanzten Uteri sollen den Frauen wieder entfernt werden, nachdem sie "bis zu zwei Kinder" bekommen hätten. Dies sei vor allem deswegen sinnvoll, weil die Patientinnen Medikamente nehmen müssen, damit ihr Körper die Transplantate nicht abstoße. Die Ärzte rechnen mit einem Risiko von etwa 20 Prozent, dass die Gebärmütter von den Körpern nicht akzeptiert würden. Die sei die normale Rate nach anderen Transplantationen.
"Ein Experiment mit zwei Patienten"
Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin, Christian Thaler, kritisierte die Operationen. "Die prinzipielle Sorge ist, dass die Gebärmutter im Verlauf der Schwangerschaft eine Vielfalt an Veränderungen durchlaufen muss, die für das Wohlbefinden des Kindes von größter Bedeutung sind". Ob und in welchem Ausmaß dies bei einem Transplantat funktioniere, sei vorher kaum absehbar, sagte Thaler.
Wenn die Schwangerschaft erst mal begonnen habe, sei sie unumkehrbar. "Das ist ein Experiment mit jeweils zwei Patienten – Mutter und Baby", sagte Thaler. Bei allem Verständnis für den Kinderwunsch einer Frau halte er die gegenwärtigen Transplantationsversuche für "ethisch absolut grenzwertig".
Die Eingriffe an der Sahlgrenska-Universitätsklinik seien die weltweit ersten beiden derartigen Transplantationen von Mutter auf Tochter gewesen, teilte die Klinik mit. Zuvor hatten Mediziner ein Jahrzehnt lang die Möglichkeit einer solchen Operation erforscht. Sie hatten zuvor Gebärmütter in Mäusen und Primaten transplantiert.
In Schweden könnten zwischen 2.000 und 3.000 Frauen keine Kinder bekommen, weil sie keinen Uterus haben, sagten die Ärzte. Ihnen wolle man helfen. Das Forschungsprojekt war ursprünglich von Schwedens Ethikrat blockiert worden. Im Mai wurden die Operationen dann genehmigt, nachdem ein eigenes Komitee gegründet worden ist, um die Transplantationen und ihre Folgen zu beobachten. In den kommenden Wochen wollen die Mediziner nun acht weitere Frauen behandeln.








Es tut mir Leid, aber mit 40 und nach einer Krebserkrankung muss man nicht unbedingt ein Kind bekommen. Und schon gar nicht in der Gebärmutter der eigenen Mutter. Es ist also ein Erfolg, wenn sie schwanger sind? Ich sage es ist erst ein Erfolg, wenn auch tatsächlich gesunde Kinder auf die Welt kommen. Und ehrlichgesagt mag ich das bezweifeln. Die Frauen täten sich einen Gefallen, wenn sie ihre Unfruchtbarkeit einfach akzeptieren oder ein Kind adoptieren würden. Stattdessen geben sie lieber tausende Euro aus, um eigene zu bekommen. Wie paradox...Und was, wenn die Frauen vorher schwanger werden? Die Pille mal nicht wirkt oder das Kondom reißt? Mit was für Komplikationen muss man denn dann rechnen? Und die OP selbst dürfte ja schon nicht risikoarm sein. Für ein eigenes Kind, das keiner bräuchte...
Als ob Unfruchtbarkeit ein Ernsthaftes Problem für unseren Erhalt wäre. Um es zynisch auszudrücken: Das im großen Stile verschärft die Probleme der Überbevölkerung nur noch und bringt wahrscheinlich viele kranke Kinder hervor.
Vor allem müssen die Mütter doch sicher Immunsupressive einnehmen. Und dann auch noch schwanger...
An Ihrem Kommentar stören mich mehrere Dinge:
Sie schreiben, dass man mit 40 und nach einer Krebserkrankung keine Kinder kriegen müsse. Zunächst einmal wird das Alter der Patientinnen im Artikel mit "zwischen 30 und 40" angegeben, was etwas anderes ist als schlicht und einfach "40", wie Sie schreiben. Außerdem: Wer "muss" denn dann ein Kind bekommen? Wenn Sie diesen Frauen das Recht, ein Kind zu bekommen, absprechen, wem gestatten Sie dieses Recht dann, und basierend auf welchen Grundlagen und Maßstäben? Und warum maßen Sie es sich überhaupt an, diese Entscheidung für jemand anderen treffen zu dürfen? Oder einfacher gefragt: Was geht Sie das Thema an?
Ethisch eher bedenklich wäre es, diese neue Therapie, die ja durchaus Risiken birgt, an jüngeren Frauen auszuprobieren, bei denen eine IVF bzw. andere Therapieformen noch erfolgreich sein könnten. Für diese Frauen ist diese Methode aber die letzte Hoffnung, und an irgendwem muss man ja schließlich den ersten Versuch am Menschen durchführen. In Zukunft wäre es möglich, z.B. jungen Frauen, denen man den Uterus entfernen musste, die Möglichkeit zu geben, Kinder zu kriegen (Sie merken, junge Frauen, denen man also wohl auch Ihrer Meinung nach erlauben kann, Kinder zu kriegen).
Im Übrigen stimme ich Ihnen zu, dass wir zu viele Menschen auf der Welt haben, und eher weniger als mehr Kinder kriegen sollten, aber Ihre Argumentation ist mir einfach zu, Entschuldigung, blöde.
Also intelligent - abgeleitet von elitär - ist Ihre Antwort nicht, eher einfältig.
Menschen die ich als elitär bezeichnen würde z.B. Akademiker studieren so lange etc., wodurch der Kinderwunsch ins höhere Alter verschoben wird. Und falls Sie das auch nicht wissen: Frauen über 40 dürfen keine Kinder mehr adoptieren.
Oder denken Sie das Jugendamt denke sich nichts dabei, dass Sie mit 40 kein Kind mehr adoptieren können? Die Frage ist doch einfach: Wie weit darf ich gehen? Das ist keine individuelle Entscheidung mehr, da es eben auch um ein Kind geht und die enormen Risiken einer solchen Operation. Ich frage mich einfach lediglich ob das ernsthaft notwendig ist, oder ob man nicht lieber lernen sollte damit zu leben.
Im Übrigen habe ich keine Ahnung vom Adoptionsrecht in Schweden.
Aber wer sich seiner Unfruchtbarkeit so grämt und schämt, da muss doch irgendetwas schief laufen.
An Ihrem Kommentar stören mich mehrere Dinge:
Sie schreiben, dass man mit 40 und nach einer Krebserkrankung keine Kinder kriegen müsse. Zunächst einmal wird das Alter der Patientinnen im Artikel mit "zwischen 30 und 40" angegeben, was etwas anderes ist als schlicht und einfach "40", wie Sie schreiben. Außerdem: Wer "muss" denn dann ein Kind bekommen? Wenn Sie diesen Frauen das Recht, ein Kind zu bekommen, absprechen, wem gestatten Sie dieses Recht dann, und basierend auf welchen Grundlagen und Maßstäben? Und warum maßen Sie es sich überhaupt an, diese Entscheidung für jemand anderen treffen zu dürfen? Oder einfacher gefragt: Was geht Sie das Thema an?
Ethisch eher bedenklich wäre es, diese neue Therapie, die ja durchaus Risiken birgt, an jüngeren Frauen auszuprobieren, bei denen eine IVF bzw. andere Therapieformen noch erfolgreich sein könnten. Für diese Frauen ist diese Methode aber die letzte Hoffnung, und an irgendwem muss man ja schließlich den ersten Versuch am Menschen durchführen. In Zukunft wäre es möglich, z.B. jungen Frauen, denen man den Uterus entfernen musste, die Möglichkeit zu geben, Kinder zu kriegen (Sie merken, junge Frauen, denen man also wohl auch Ihrer Meinung nach erlauben kann, Kinder zu kriegen).
Im Übrigen stimme ich Ihnen zu, dass wir zu viele Menschen auf der Welt haben, und eher weniger als mehr Kinder kriegen sollten, aber Ihre Argumentation ist mir einfach zu, Entschuldigung, blöde.
Also intelligent - abgeleitet von elitär - ist Ihre Antwort nicht, eher einfältig.
Menschen die ich als elitär bezeichnen würde z.B. Akademiker studieren so lange etc., wodurch der Kinderwunsch ins höhere Alter verschoben wird. Und falls Sie das auch nicht wissen: Frauen über 40 dürfen keine Kinder mehr adoptieren.
Oder denken Sie das Jugendamt denke sich nichts dabei, dass Sie mit 40 kein Kind mehr adoptieren können? Die Frage ist doch einfach: Wie weit darf ich gehen? Das ist keine individuelle Entscheidung mehr, da es eben auch um ein Kind geht und die enormen Risiken einer solchen Operation. Ich frage mich einfach lediglich ob das ernsthaft notwendig ist, oder ob man nicht lieber lernen sollte damit zu leben.
Im Übrigen habe ich keine Ahnung vom Adoptionsrecht in Schweden.
Aber wer sich seiner Unfruchtbarkeit so grämt und schämt, da muss doch irgendetwas schief laufen.
Passt. Gute Sache sowas. Ethisch grenzwertig, was für ein Schwachsinn. Dann wäre auch eine Herztranplantation, eine Penisverpflanzung oder eine Hodentransplantation falls es sowas gibt ethisch grenzwertig. Das Herz, der übertragene Sitz der Seele eines Menschen.
Risiken wirds immer geben bei so einer Verpflanzung. Aber die kann man nur kennenlernen wenn mans riskiert. Oder wäre es ethisch weniger grenzwertig wenn es sich dabei um Tiere wie Primaten handelte? Was außer minimal mehr Intellekt (minimal - ausgehend von den Problemen die die Menschheit global verursacht und ihren "Anstrengungen" diese in den Griff zu bekommen; zumindest wissen wir von den Problemen auch wenn kaum etwas dagegen geschieht) unterscheidet uns denn von anderen Tieren auf diesem Planeten? Dass wir Werkzeuge etwas geschickter einsetzen? Ist es ethisch weniger bedenklich wenn schwer verkrüppelte Menschen Kinder bekommen (nichts gegen diese Menschen, sie sind nur ein Extrembeispiel)? Wo zieht man die Grenze?
Hier geht es um neu entstehendes Leben! Und die Risiken dafür können doch kaum abgeschätzt werden.
Und ehrlichgesagt ja: Wenn ich behindert wäre und das Wissen besäse, dass meine Kinder wahrscheinlich die gleiche Krankheit erben bzw. an ihre Enkel weitergeben würden, dann würde ich mir sehr gut überlegen, ob ich mich nicht einfach mit der Kinderlosigkeit abfinden sollte. Es wäre für mich und meine Kinder das Beste. Es ist keine individuelle Entscheidung, weil ich schon für mein Kind mitentscheide, noch bevor es eigene Entscheidungen treffen kann.
Hier geht es um neu entstehendes Leben! Und die Risiken dafür können doch kaum abgeschätzt werden.
Und ehrlichgesagt ja: Wenn ich behindert wäre und das Wissen besäse, dass meine Kinder wahrscheinlich die gleiche Krankheit erben bzw. an ihre Enkel weitergeben würden, dann würde ich mir sehr gut überlegen, ob ich mich nicht einfach mit der Kinderlosigkeit abfinden sollte. Es wäre für mich und meine Kinder das Beste. Es ist keine individuelle Entscheidung, weil ich schon für mein Kind mitentscheide, noch bevor es eigene Entscheidungen treffen kann.
...wenn man die Leihmutterschaft (zumindest in diesen Fällen) legalisieren würde.
An Ihrem Kommentar stören mich mehrere Dinge:
Sie schreiben, dass man mit 40 und nach einer Krebserkrankung keine Kinder kriegen müsse. Zunächst einmal wird das Alter der Patientinnen im Artikel mit "zwischen 30 und 40" angegeben, was etwas anderes ist als schlicht und einfach "40", wie Sie schreiben. Außerdem: Wer "muss" denn dann ein Kind bekommen? Wenn Sie diesen Frauen das Recht, ein Kind zu bekommen, absprechen, wem gestatten Sie dieses Recht dann, und basierend auf welchen Grundlagen und Maßstäben? Und warum maßen Sie es sich überhaupt an, diese Entscheidung für jemand anderen treffen zu dürfen? Oder einfacher gefragt: Was geht Sie das Thema an?
Ethisch eher bedenklich wäre es, diese neue Therapie, die ja durchaus Risiken birgt, an jüngeren Frauen auszuprobieren, bei denen eine IVF bzw. andere Therapieformen noch erfolgreich sein könnten. Für diese Frauen ist diese Methode aber die letzte Hoffnung, und an irgendwem muss man ja schließlich den ersten Versuch am Menschen durchführen. In Zukunft wäre es möglich, z.B. jungen Frauen, denen man den Uterus entfernen musste, die Möglichkeit zu geben, Kinder zu kriegen (Sie merken, junge Frauen, denen man also wohl auch Ihrer Meinung nach erlauben kann, Kinder zu kriegen).
Im Übrigen stimme ich Ihnen zu, dass wir zu viele Menschen auf der Welt haben, und eher weniger als mehr Kinder kriegen sollten, aber Ihre Argumentation ist mir einfach zu, Entschuldigung, blöde.
das sie trotzdem das "Experiment" durchgezogen haben.
Um in der Forschung weiter zukommen, kann man Risiken eingehen.
Außerdem wollten es beide Frauen so.
Bei einer Schwangerschaft besteht immer das Risiko auf eine Fehlgeburt.
Aber sollte alles klappen, kann mein in ca. 2 Jahren eine glückliche Familie sehen.
Also intelligent - abgeleitet von elitär - ist Ihre Antwort nicht, eher einfältig.
Menschen die ich als elitär bezeichnen würde z.B. Akademiker studieren so lange etc., wodurch der Kinderwunsch ins höhere Alter verschoben wird. Und falls Sie das auch nicht wissen: Frauen über 40 dürfen keine Kinder mehr adoptieren.
...ich zitiere: ".....unbedingt ein Kind bekommen ....in der Gebärmutter der eigenen Mutter."
sorry, bei dem wichtigen Thema, aber das stellte ich mir vor! eine Matrjoschka...
Oder denken Sie das Jugendamt denke sich nichts dabei, dass Sie mit 40 kein Kind mehr adoptieren können? Die Frage ist doch einfach: Wie weit darf ich gehen? Das ist keine individuelle Entscheidung mehr, da es eben auch um ein Kind geht und die enormen Risiken einer solchen Operation. Ich frage mich einfach lediglich ob das ernsthaft notwendig ist, oder ob man nicht lieber lernen sollte damit zu leben.
Im Übrigen habe ich keine Ahnung vom Adoptionsrecht in Schweden.
Aber wer sich seiner Unfruchtbarkeit so grämt und schämt, da muss doch irgendetwas schief laufen.
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