Raumfahrt: Erfolgreiche Rückkehr von der ISS in "Sojus"-Kapsel
Drei Raumfahrer sind nach 125 Tagen in der Internationalen Raumstation ISS wieder auf die Erde zurückgekehrt. In Kasachstan tranken sie dann erst mal Tee.
© Shamil Zhumatov/Reuters

Das Bodenpersonal hilft dem russischen Kosmonauten Sergei Revin nach der Landung in Kasachstan aus dem Raumschiff "Sojus".
Da alle US-Raumfähren außer Dienst gestellt wurden, sind russische Raumfähren derzeit das Transportmittel der Wahl für alle, die zur Internationalen Raumstation (ISS) und zurück gelangen wollen. Nun sind zwei Kosmonauten und ein Astronaut nach 125 Tagen auf der ISS wie erhofft sicher in der kasachischen Steppe gelandet. Das Raumschiff Sojus TMA-04M sei um 4.53 Uhr deutscher Zeit 85 Kilometer nordöstlich der kasachischen Stadt Arkalyk gelandet, teilte das Flugleitzentrum (FLZ) in Koroljow bei Moskau mit. Fernsehbilder der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten, wie eine Sojus-Kapsel an einem riesigen Bremsfallschirm in der kasachischen Steppe landete. An Bord waren die beiden Kosmonauten Gennadi Padalka und Sergej Revin sowie der US-Astronaut Joe Acaba.
"Ich fühle mich großartig", sagte Padalka, der als erster aus der Kapsel ausstieg. Er winkte in die Kameras und nahm dann eine Tasse Tee entgegen. Er dankte seinen Kollegen für ihre Unterstützung während der Mission. Padalka hat bei vier Missionen nun insgesamt 711 Tage im Weltall verbracht und ist damit weltweit einer der erfahrensten Raumfahrer. Acaba reckte den Daumen hoch und erklärte: "Es ist schön, zu Hause zu sein."
Die drei Männer lassen in der ISS ein Trio zurück, das von der US-Astronautin Suni Williams angeführt wird. Sie hatte erst vor Kurzem einen Rekord aufgestellt: Keine Frau war bisher am Stück so lange wie sie im All. Die beiden anderen Raumfahrer an Bord der ISS sind Aki Hoshide aus Japan und Juri Malentschenko aus Russland. Zu ihnen soll sich im nächsten Monat ein Trio aus Kevin Ford, Oleg Nowizki und Jewgeni Tarelkin gesellen.








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