Ein Hinweisschild mit der Aufschrift "Bundesamt für Strahlenschutz - Schachtanlage Asse" hängt am Eingangstor zum Atommüllendlager Asse. © Jens Schlueter/dapd

Das marode Salzbergwerk Asse hätte nie zur Lagerung von Atommüll genutzt werden dürfen. Zu diesem Schluss kommt der niedersächsische Untersuchungsausschuss nach mehr als dreijähriger Arbeit in seinem Abschlussbericht.

Politik, Atomwirtschaft und Wissenschaft hätten kritische Stimmen seit den sechziger Jahren beiseite geschoben, um das Endlagerproblem zu lösen und die Eignung von Salzstöcken nachzuweisen. Das gefährliche Eindringen von Wasser in die Asse sei bekannt gewesen, aber ignoriert worden.

Alle Landtagsfraktionen in Hannover pochen nun auf eine Bergung des Mülls. 126.000 Atommüllfässer lagern heute in dem Salzbergwerk . Die Entsorgungskommission des Bundes zweifelt daran , dass eine Bergung und ein Transport der Atomfässer möglich sei. Denn das Bergwerk drohe einzustürzen und mit Wasser vollzulaufen.

Auch bei der Vorstellung des Abschlussberichts sagte der SPD-Abgeordnete Detlef Tanke, die Ermittlungen hätten gezeigt, dass Wassereinbrüche in Salz nicht auszuschließen seien. "Wie jetzt in Gorleben wurde damals bei der Asse behauptet, dass ein Absaufen nicht möglich ist." Bei der anstehenden Endlagersuche solle gewährleistet werden, dass die Abfälle rückholbar bleiben, sagte Tanke.