Fünf Jahre nach dem Start des Projekts ist die Deutsche Digitale Bibliothek in einer ersten Version freigeschaltet. Unter www.deutsche-digitale-bibliothek.de kann jedermann jetzt in dem öffentlichen Bestand nach Büchern, Bildern, Filmen, Noten, Musikstücken und anderen Archivalien suchen.

Bund, Länder und Kommunen arbeiten seit 2007 an dem Vorhaben. Für die technische Umsetzung sorgen die Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und das FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur. Nach der jetzt freigeschalteten Version soll im kommenden Jahr der Regelbetrieb starten. Geplant ist auch die Entwicklung eines Kinder- und Jugendportals.

Das Suchwort Weihnachtsoratorium beispielsweise liefert derzeit 18 Treffer, darunter die digitalisierte Fassung einer historischen Schellackplatte von 1951. Auch die Originalpartitur von Johann Sebastian Bach ist zu sehen – allerdings in schwer leserlicher Handschrift.

Bisher sind 5,6 Millionen Datensätze von 90 Einrichtungen zugänglich. Ziel sei, alle Kunst- und Wissenschaftseinrichtungen zu vernetzen und in die europäische digitale Bibliothek Europeana zu integrieren, sagte Vorstandssprecher Hermann Parzinger.