Eine Gruppe von Wissenschaftlern der Universität Oldenburg ( Niedersachsen ) und des Elektrokonzerns Siemens hat von Bundespräsident Joachim Gauck den Deutschen Zukunftspreis erhalten.

Die Forscher optimierten die Technik von Hörgeräten so, dass Hörbehinderte besser räumlich hören können. Dafür werden die Geräte auf beiden Ohren mit Hilfe digitaler Technik ohne Kabel in einem System kombiniert. Entscheidend für die Weiterentwicklung sind Rechenverfahren (Algorithmen), die den Schall vom linken und rechten Ohr vergleichen und Störgeräusche unterdrücken.

Die Auszeichnung ist mit 250.000 Euro dotiert. Beim Wettbewerb ging es zum sechzehnten Mal um die besten marktreifen Ideen aus den Technik-, Ingenieur- und Naturwissenschaften. Der Preis des Bundespräsidenten gilt auch als Qualitätssiegel für die Vermarktung.

Bisher war die Hördiagnostik sehr auf ein Ohr ausgerichtet. Das normale Gehör funktioniert aber im Zusammenspiel von beiden Ohren. Erst dadurch wird räumliches Hören gut möglich.

Schwerhörigkeit ist keine reine Alterserscheinung, sie kann auch schon Neugeborene treffen. In Europa gilt jeder sechste Erwachsene als schwerhörig.