KnochenanalyseVerstaubtes Skelett entpuppt sich als ältester Dino-Fund

Die Fossilien lagen schon in London und Kapstadt im Museum, jetzt haben Paläontologen sie datiert. Die Knochen von "Nyasasaurus parringtoni" sind 243 Millionen Jahre alt. von Jan Osterkamp

Eine Reptilienfantasie: Zwei bis drei Meter lang, etwa einen Meter hoch und bis zu 60 Kilo schwer - so wie in dieser Zeichnung könnte er ausgesehen haben, der in der Trias lebende Nyasasaurus parringtoni.

Eine Reptilienfantasie: Zwei bis drei Meter lang, etwa einen Meter hoch und bis zu 60 Kilo schwer - so wie in dieser Zeichnung könnte er ausgesehen haben, der in der Trias lebende Nyasasaurus parringtoni.  |  © Natural History Museum/Mark Witton

Über den groben Ablauf der Dinosaurierära herrscht im Wesentlichen Einigkeit: Die ersten, einfachen Vorfahren der Sippe entstanden irgendwann nach dem größten Massensterben aller Zeiten im Perm, entwickelten sich bis zur späten Trias weiter, bildeten dann verblüffend rasch eine Vielfalt immer neuer, erfolgreicherer Modelle und gingen dann pünktlich am Schluss der Kreidezeit spektakulär für immer außer Serie.

Das Ende der Dinoära ist dabei häufiger beleuchtet worden als ihr ebenfalls rätselhafter Beginn: Wo entstanden die ersten Dinosaurier eigentlich? Wann begann ihre Erfolgsgeschichte, und mit wem? Auf der Suche nach Antworten entstaubten Paläontologen ein paar alte Museumsknochen und hoffen jetzt, dabei auf den neuesten ältesten Dinosaurierfund gestoßen zu sein: ein Exemplar von Nyasasaurus parringtoni .

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Das Team um Sterling Nesbitt von der University of Washington hatte den rechten Oberschenkelknochen sowie mehrere Wirbelknochen von N. parringtoni -Funden neu untersucht , die schon in den 1930er Jahren am Malawi-See in Tansania ausgegraben wurden. Seit vielen Jahrzehnten hatten die Knochen dann in Museen in London und Kapstadt gelegen. Die Datierung des bisher nicht eindeutig systematisch zuordenbaren Fundes belegt, dass die Art vor rund 243 Millionen Jahren im Süden des Megakontinents Pangäa lebte.

Erdzeitalter
Zeitreise durch die Erdgeschichte
Land vor unserer Zeit
Die Erde aus dem Weltall

Die Erde aus dem Weltall  |  © NASA

Azoikum, Kambrium, Perm oder Jura? Von wann bis wann reichen die verschiedenen Phasen der Erdgeschichte? Wann entstanden erste Pflanzen, Insekten, Fische, die Dinosaurier und schließlich der Mensch? Die Zeitleiste gibt einen Überblick der vergangenen Jahrmilliarden auf unserem Planeten. Paläontologen und Geologen teilen sie in Systeme ein. Deren zeitliche Grenzen sind unter Forschern umstritten. Diese Zeitleiste hält sich an Näherungswerte.

Quelle: Geologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen

Azoikum
Illustration einer Vulkanlandschaft

Illustration einer Vulkanlandschaft  |  © lama-photography/photocase.com

Rund -4.600 bis -4.000Millionen Jahre

Das Azoikum entspricht der Erdurzeit. Es gibt noch kein Leben auf der Erde, und die Atmosphäre ist noch frei von Sauerstoff. Sie besteht stattdessen aus Wasserdampf, Kohlendioxid und Stickstoff. Lebhafter Vulkanismus beherrscht den Planeten. Aus der bestehenden Ursuppe entwickelt sich später Leben.

Archaikum
Ein Archaeobakterium

Ein Archaeobakterium  |  Public domain: Xiaoyu Xiang

Rund -4.000 bis -2.500 Millionen Jahre

Das Archaikum gehört zur Erdfrühzeit. Erste Lebewesen entwickelten sich, darunter die Cyano- und Archaeobakterien, auch Megasphären genannt. Außerdem bildet sich allmählich die Sauerstoff-Atmosphäre. Eine erste Erdkruste umschließt den flüssigen Kern. Neben den ältesten Gesteinen entstehen die Urmeere.

Proterozoikum
Stromatolithen im Meer

Stromatolithen im Meer   |  CC BY 2.0: Phillie Casablanca/flickr.com

Rund -2.500 bis -543 Millionen Jahre

Wie das Archaikum gehört auch das Proterozoikum zur Erdfrühzeit. Aus Einzellern werden erste mehrzellige Lebewesen. Klimatisch ist das Proterozoikum sehr gegensätzlich, zeitweise liegt in dieser Zeit der ganze Globus unter einer eisigen Schicht.

Kambrium
Ein versteinerter Trilobit

Ein versteinerter Trilobit  |  CC BY-SA 2.0: sulla55/flickr.com

Rund -543 bis -495 Millionen Jahre

Mit dem Kambrium beginnt auch das Erdaltertum, die Erdfrühzeit ist beendet. Im Meer entfalten sich die wirbellosen Tiere wie etwa Krebse. Die Landmassen bilden die fünf Kontinentalschollen. Aufgrund des warmen Klimas bilden sich Riffe im warmen Meerwasser.

Ordovizium
Auch Seesterne sind Stachelhäuter.

Auch Seesterne sind Stachelhäuter.  |  CC BY 2.0: roland/flickr.com

Rund -495 bis -443 Millionen Jahre

Auch das Ordovizium gehört noch zum Erdaltertum. Erste fischförmige Wirbeltiere bevölkern die Erde. Viele Arten von Stachelhäutern leben im Meer. Es ist gleichmäßig mild warm und recht feucht. Außerdem bilden sich erste Küstenregionen.

Silur
Ein Steinfisch

Ein Steinfisch  |  CC BY 2.0: walknboston/flickr.com

Rund -443 bis -417 Millionen Jahre

Wie das Ordovizium zählt auch das Silur zum Erdaltertum. Im Silur gibt es erste primitive Landpflanzen und echte Fische. Im Wasser lebende Tiere breiten sich im Süßwasser aus. Das vorherrschende Klima ist trocken und warm.

Devon
Ein Bärlappgewächs

Ein Bärlappgewächs  |  CC BY-SA 2.0: MiikaS/flickr.com

Rund -417 bis -358 Millionen Jahre

Das Devon ist das vierte System, das zum Erdaltertum gehört. In dieser Zeit kriechen die ersten Amphibien über die Erdoberfläche. Während die Fische es schon zu großer Vielfalt gebracht haben, entwickelten sich erst jetzt Samenpflanzen und flügellose Insekten. Für den Fortbestand der Arten ist das anhaltend stabil warme Klima von Vorteil.

Karbon

Rund -358 bis -296 Millionen Jahre

Das Karbon ist das vorletzte System, das zum Erdaltertum zählt. Nach den Amphibien aus dem Silur setzen sich im Karbon die ersten Reptilien durch. Außerdem schwirren flugfähige Insekten wie die Riesenlibelle durch die Luft. Spinnen krabbeln umher. Auch die Waldlandschaft wird vielseitiger: Die ersten Nadelbäume wachsen auf der Erde. Auf der Nordhalbkugel findet eine intensive Steinkohlebildung statt, während die Südhalbkugel vereist.

Perm
Ein Nadelwald

Ein Nadelwald  |  CC BY-SA 2.0: dbaron/flickr.com

Rund -296 bis -251 Millionen Jahre

Das Perm beendet das Erdaltertum. Die ersten Raubechsen bevölkern die Erde. Neue Arten entstehen, andere sterben wieder aus – etwa die Krebsgattung der Trilobiten. Während im Karbon die Nadelbäume erst vereinzelt zwischen Schachtelhalmgewächsen und Farnen wuchsen, werden sie im Perm zu den vorherrschenden Bäumen. Die im Karbon begonnene Vereisung umspannt die Südhalbkugel, auf der Nordhalbkugel herrscht wüstenartiges Klima.

Trias
Ausgestellte Dinosaurier-Roboter

Ausgestellte Dinosaurier-Roboter  |  © Carl de Souza/AFP/Getty Images

Rund -251 bis -208 Millionen Jahre

Mit dem Trias beginnt das Erdmittelalter. In dieser Phase bevölkern die ersten primitiven Säugetiere die Erde und die großen Reptilien, die Dinosaurier, nähern sich ihrer Hoch-Zeit. Während die Nadelbäume das Grün beherrschen, sterben ursprüngliche Bärlapp- und Schachtelhalmgewächse aus. Auf der Südhalbkugel gibt es starken Vulkanismus und es bilden sich kleinere Salzlager.

Jura
Eine Schnecke

Eine Schnecke  |  © Fotoline/photocase.com

Rund -208 bis -142 Millionen Jahre

Das Jura ist das zweite System des Erdmittelalters. Neben den großen Dinosauriern – wie etwa dem Allosaurus – leben im Jura auch erste vogelartige Tiere, wie der berühmte Archaeopteryx. Die Meere werden zunehmend von Schnecken und Muscheln bevölkert. Außerdem treten erste Meeresüberflutungen auf, aber das Klima ist zunehmend trocken und mild. Durch Plattenbewegung falten sich die Rocky Mountains auf.

Kreide
Die Alpen

Die Alpen  |  CC BY 2.0: Rchard/flickr.com

Rund -142 bis -65 Millionen Jahre

Mit der Kreidezeit endet das Erdmittelalter und mit ihm sterben viele Tiere aus, wie etwa die Dinosaurierer oder eine Gruppe der Kopffüßler, die Ammoniten. Es wachsen erste Blütenpflanzen wie Gräser, Pappeln und Eichen. Nach den Rocky Mountains beginnt in der Kreidezeit auch die Auffaltung der Alpen. Das Klima kühlt sich etwas ab.

Paleogen
Ein Wildpferd

Ein Wildpferd  |  CC BY 2.0: erwlas/flickr.com

Rund -65 bis -23,8 Millionen Jahre

Mit dem Paleogen beginnt die Erdneuzeit. Nach den ausgestorbenen Dinosauriern entfalten sich nun die Säugetiere, darunter Pferde und Tapire. Vögel und Insekten teilen sich den Luftraum. Es gibt außerdem zahlreiche Schlangen und Schildkröten. Im feuchtwarmen Klima entsteht eine große Artenvielfalt unter den Pflanzen in tropischen und subtropischen Gebieten.

Neogen
Wollnashorn Tibet Fossilien Paläontologie

Illustration des tibetischen Wollnashorns  |  © Julie Naylor

Rund -23,8 bis -2,5 Millionen Jahre

Das Neogen gehört wie das Paleogen zur Erdneuzeit. In Afrika leben die ersten Menschenartigen, die Hominiden. Außerdem bedecken nun die ersten Mischwälder weite Landflächen. Im Pliozän, einer Phase des Neogen vor 5,3 bis vor 2,5 Millionen Jahren, leben die ersten Wollnashörner, die besonders gut für kalte Bedingungen gewappnet sind. Auf der Erde wird es allmählich kühler.

Quartär
Eine Gruppe Menschen

Eine Gruppe Menschen  |  © misterQM/photocase.com

Rund -2,5 Millionen Jahre bis heute

Das Quartär gehört ebenfalls zur Erdneuzeit, in der wir noch leben. In dieser Zeit entwickelte sich der Mensch auf der Erde. In das Pleistozän fällt auch "die" Eiszeit. Eigentlich gab es mehrere Eiszeiten, aber wer von "der" Eiszeit spricht, meint die im Pleistozän vor 2,5 Millionen Jahren. Damals bildeten sich die heutigen Gletscher. Auf das Pleistozän folgte unser derzeitiges, wärmeres Holozän, in dem an Kälte angepasste Tiere wie das Mammut ausstarben.

Die Analysen der Forscher zeigen nun, dass er einige charakteristische Merkmale klassischer Dinosaurier aufweist – so etwa ein zu Lebzeiten typisches, sehr schnelles Wachstum. Dies macht den Fund entweder zum ältesten aller bisher gefundenen Dinosaurier oder zumindest zu einem sehr alten, sehr nahen Verwandten.

Erschienen auf spektrum.de

Erschienen auf spektrum.de  |  © Screenshot ZEIT ONLINE

Bisher stammte der älteste sicher als Dinosauria klassifizierte Fossilfund aus dem beginnenden Karnium – der ältesten Stufe der Obertrias – vor 230 Millionen Jahren. Damals hatte die Gruppe sich noch nicht in die später dominierenden Linien aufgespalten, die Saurischia und Ornithischia, die dann explosionsartig rasch eine große Vielfalt von Arten hervorbrachten. Nyasasaurus parringtoni – ein ausgewachsen wohl etwa zwei bis drei Meter langes und bis zu 60 Kilo schweres Tier – steht dagegen am unteren Ende des Stammbaums: Er ist entweder der älteste bisher gefundene Dinosaurier oder ein Vertreter der Silesauridae.

Zeitalter

Die Saurier entwickelten sich nach neuesten Erkenntnissen vor etwa 243 Millionen Jahren im Mesozoikum (Erdmittelalter). Es wird in drei Perioden unterteilt: die Trias, der Jura und die Kreide. Die Trias, in dem fast die gesamte Landmasse im Superkontinent Pangea zusammengefasst war, bezeichnet die Zeit von 251 Millionen bis 200 Millionen Jahre. Auf die Trias folgte der Jura von 200 bis 145 Millionen Jahren, in dem der Urkontinent auseinanderbrach und sich langsam in die heutigen Kontinente aufteilte.

Infografik
Warum starben die Dinosaurier aus? Klicken Sie auf das Bild, um die Infografik als PDF herunterzuladen.

Warum starben die Dinosaurier aus? Klicken Sie auf das Bild, um die Infografik als PDF herunterzuladen.  |  © Niels Schröder

Anschließend folgte die Zeit der Kreide vor 145 bis 65 Millionen Jahren. Mit dem Ende der Kreide wurden fast alle Saurier ausgerottet. Da man die Vögel als Nachfahren einer Gruppe der Saurier ansieht, sind sie jedoch streng genommen nicht vollständig ausgestorben.

Von den Reptilien, die damals auf der Erde vorkamen, überlebten zum Beispiel die Krokodile, Schlangen, Eidechsen und die Schildkröten.

Die Pflanzenwelt veränderte sich während dieser Zeit dramatisch. Von einstigen Landschaften mit Nadelwäldern und Ginkobäumen wandelte sich das Bild in der Kreidezeit zu Laubwäldern und Buschlandschaften. Dafür verantwortlich war die Entwicklung der Blütenpflanzen in der frühen Kreidezeit.

Systematik

Zu den Sauriern zählt man die Saurischia (Echsenbeckendinosaurier), zu denen die meist fleischfressenden Theropoden und die zumeist pflanzenfressenden Sauropoden gehören, sowie die Ornithischia (Vogelbeckendinosaurier), deren Gruppe hauptsächlich Pflanzenfresser umfasst. Die meist in Büchern abgebildeten Meeressaurier und Flugsaurier gehören systematisch nicht zu den Dinosauriern.

Erscheinungsbild

Über das Aussehen der Saurier sind die Wissenschaftler sich größtenteils einig. Die Rekonstruktionen aus versteinerten Knochen und Hautfetzen lassen ein ziemlich genaues Bild der damaligen Bewohner entstehen. Allerdings gibt es keine Sicherheit über mögliche Haare, Federn und Farbe. Neueste Erkenntnisse lassen vermuten, dass viele Arten Borsten oder Federn besaßen, die teilweise interessante Färbungen aufwiesen. Pigmentzellen wurden in Borsten- und Federversteinerungen gefunden.

Verhalten

Über die Physiologie, das Verhalten und die Entwicklung kann meist nur spekuliert werden. Hier müssen sich die Wissenschaftler häufig auf Vergleiche mit heutigen Tierarten verlassen. Eine strittige Frage war, ob die Saurier wechselwarme Tiere waren oder nicht. Nach Vergleichen der Anatomie und der aufrechten Körperhaltung der Saurier, die den der warmblütigen Säugetiere und Vögel entspricht, gehen die meisten Forscher davon aus, dass die Saurier aktiv ihre Körpertemperatur über der Umgebungstemperatur halten konnten. Ihre aufrechte Haltung sei ein Indiz für eine Anpassung an dauerhaftes Laufen, was nur mit einer erhöhten Stoffwechselrate zu bewerkstelligen gewesen wäre.

Ob die Saurier Herdentiere waren, lässt sich ebenfalls nicht eindeutig feststellen. Wissenschaftler vermuten, dass die großen Räuber eher Einzelgänger waren, Pflanzenfresser sich lieber in größeren Gruppen aufhielten, um sich gegenseitig Schutz zu bieten. Es gibt aber auch Hinweise, dass kleinere Raubsaurier in Gruppen gejagt haben könnten.

Brutpflege betrieben aber offenbar die wenigsten der Ur-Echsen. Paläontologen entdeckten zwar Nester mit versteinerten Eiern, fanden aber keine Belege dafür, dass sie von den adulten Tieren betreut wurden.

Aussterben

Zum Aussterben der Saurier gibt es mehrere Theorien. Eine geht davon aus, dass ein großer Asteroid die Erde traf und die Folgen das Schicksal der Urzeittiere besiegelte. Die Tiere, die nicht sofort starben, fielen der Veränderung des Klimas zum Opfer.

Einer anderen Theorie zufolge hätte der Ausbruch mehrerer Vulkane das weltweite Klima so stark verändert, dass die Saurier nicht mehr überlebensfähig waren. Durch die Verdunkelung der Atmosphäre durch Staub und Asche könnte auch die Nahrung der Pflanzenfresser verschwunden sein. Die Fleischfresser verhungerten ohne ihre Beutetiere.

Eine weitere Theorie besagt, dass eine weltweite Epidemie die Saurier auslöschte. Diese These ist allerdings stark umstritten, da ein solches Virus für praktisch alle Arten fatale Folgen hätte haben müssen.

Auch die Säugetiere könnten zum Aussterben der Saurier beigetragen haben, indem sie in Konkurrenz um die Nahrung traten und somit die ökologische Nische der Saurier besetzte. Das vermehrte Auftreten von Blütenpflanzen könnte die Nahrung verknappt haben. Daher könnten die Saurier trotz des üppigen Nahrungsangebots verhungert sein.

Die letzten drei Theorien sind allerdings als einzige Ursache sehr umstritten. Mehrere Gründe könnten auch zusammen verantwortlich sein. Dies ist anzunehmen, denn die Saurier hatten bereits die gesamte Erde und viele verschiedene Lebensräume besiedelt und sich angepasst.

Rekorde

Die Urechsen haben erstaunliche Eigenschaften besessen. Der größte unter ihnen, der Argentinosaurus, war an die 45 Meter lang und wog bis zu 80 Tonnen.

Die Schnellsten, zu denen auch der Ornithomimus gehört, erreichten möglicherweise Geschwindigkeiten von mehr als 60 Stundenkilometern.

Die längsten Krallen hatte der Deinocheirus mit etwa 30 Zentimetern. Von ihm gibt es allerdings kein komplettes Skelett. Nur die vorderen Extremitäten sind als Fossilien gefunden worden.

Das größte bekannte Saurier-Ei gehört der Spezies Hypselosaurus. Es war bis zu 30 Zentimeter groß.

Einer der besten gepanzerten Saurier war der berühmte Triceratops, ein etwa neun Meter langer Vierbeiner mit einem Kopf, auf dem eine Knochenplatte und drei Hörner saßen.

In jedem Fall hatte die Stammgrupppe dieser Reptilien – die Archosaurier, zu denen heute noch die Krokodile zählen – nach dem Perm-Massenaussterben wohl schon einige verschiedenartige Formen hervorgebracht, aus denen heraus dann die später dominanten Dinosaurier die Konkurrenz ausstach.

Die Entwicklung der frühen Dinosaurier scheint sich jedenfalls im Süden von Pangäa abgespielt zu haben, schließen die Forscher aus ihrem Exemplar und den schon zuvor bekannten späteren Funden. Erst viel später, in der Kreidezeit, hat das zunehmende Auseinanderbrechen des Riesenkontinents dann die Entwicklung der unterschiedlichen modernen Dinosaurierformen in Nord und Süd gefördert.

Erschienen auf spektrum.de

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Leserkommentare
  1. Die These mit dem schnellen Wachstum überzeugt mich nicht, das ist mWn kein Unterscheidungsmerkmal zwischen Reptilien und Dinos. Meiner Meinung nach der Drang der Forscher, den ersten Dino entdecken zu wollen.

    • spamme
    • 06. Dezember 2012 16:05 Uhr

    Laut Creationisten ist die Welt doch gar nicht so alt ... und Menschen und Dinos haben "friedlich" nebeneinander existiert ... Dass diese Fossilien uns so alt erscheinen, das ist alles das Werk Satans ... genau ... und demnächst klebt ein Darwin-Fisch-Aufkleber an meiner Heckklappe ;)

    Eine Leserempfehlung
  2. 3. Alter

    Auf dem Foto sieht es eher wie 244 Mio Jahre aus. Hat sich vielleicht gut gehalten.

  3. 4. Bitte

    auch einen Link auf die Seite Glauben und Zweifeln.

  4. 5. Merci

    Dank an Herrn Osterkamp für den Artikel und an ZEIT-Online fürs Einstellen! Sehr schön!

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  • Schlagworte Reptil | Tansania | Tier | Kapstadt | London
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