Fischfang : Vor Kanadas Küste leben Haie gefährlich

Große Mäuler, spitze Zähne: In Horrorfilmen werden Haie gerne als Menschenkiller dargestellt. In Wahrheit stimmt das Gegenteil – das zeigen diese Bilder.

Die Crew des Fischerboots Ocean Sunset hat sich auf den Fang von Dorn- und Hundshaien spezialisiert. Deren Bauchfleisch exportieren die Fischer zum Beispiel nach Großbritannien, wo es geräuchert und zu "Fish and Chips" verarbeitet wird. Die Flossen liefern sie nach China – Haifischflossensuppe ist dort ein traditionelles Nationalgericht.

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Kommentare

10 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Ganz genau.

Am schlimmsten finde ich offen gesagt den ganzen Beifang, der einfach tot wieder über Bord geht. Insbesondere bei Fischen, die sich am Meeresgrund aufhalten entstehen riesige Mengen davon (e.g. Scholle, ca. 80% Beifang).

Meiner Ansicht nach gehört entweder das Fischen von Scholle und anderen Fischen mit hohem Anteil an Beifang verboten, oder aber, man ändert die Gesetze, sodass dieser nicht wieder sinnlos tot in die Meere entsorgt wird.

.....

Besonders schlimm finde ich das nun nicht. In anderen Teilen der Welt werden nur die Flossen abgeschnitten und die Haie wieder ins Wasser geworfen, wo sie verbluten und ertrinken. Hier wird wenigstens der ganze Fisch verwertet, wenn er denn schon sterben muss.

Wenn ich diese Bilder mit Bilder aus heimischen Fleischproduktionsstätten ansehe, dann habe ich eher Mitleid mit den Tieren bei uns. Die Haie konnten sich, bevor sie eine Mahlzeit wurden, frei bewegen. Unsere Schweine nicht. Die Haie konnten sich ihren Speisplan selbst zusammen stellen. Unsere Kühe nicht. Die Haie konnten ihren Instinkten nachgehen, laichen, Erfahrungen machen. Unsere Hühner werden teilweise aggressiv und kannibalisch.

Wer Tiere isst, der muss sich auch mit dem Tod auseinander setzen. Aber das wollen wir heute ja nicht mehr, obschon die meisten jeden Tag Tiere essen.

Zu guter Letzt sind, wie schon in Kommentar # 2 erwähnt, die kleinen Fischerboote nicht das Problem. Es sind die Trawler.