Aussterbende LöwenDer König der Tiere verliert sein Reich
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Wilderer weichen von Tiger- auf Löwenknochen aus

Auch den Löwen setzt all das zu. "Sie leiden unter Lebensraumzerstörung, dem Rückgang an Beute wegen der Nachfrage nach Buschfleisch, unkontrollierter Trophäenjagd und jetzt auch noch der neuen Nachfrage nach Löwenknochen, die jene des Tigers in der traditionellen asiatischen Medizin ersetzen sollen," sagt Pieter Kat von LionAid. Die Zerstörung des Lebensraumes, zum Beispiel für Ackerflächen oder Baugrund, ist dabei das größte Problem, wie die Panthera-Studie zeigt. Die Savannen sind massiv geschrumpft. "Das Wort Savanne weckt Bilder von weiten Ebenen mit reichhaltigem Tierleben. Doch von diesem Ökosystem, dessen Fläche einst um ein Drittel größer war als jene der USA, blieb nur ein Viertel übrig", sagt Stuart Pimm von der Duke University, der die Studie leitete.

Satellitenbilder täuschen

Die neuen Forschungsergebnisse waren auch für viele Fachleute ein Schock. Bislang vermittelten Satellitenbilder, dass Afrikas Savannen größtenteils intakt seien – eine trügerische Sicherheit, sagt Jason Riggio, ebenfalls Teil des Duke-Teams: "Anhand eigener Anschauung wussten wir, dass die vorhandenen Karten falsch sind." Erst hoch aufgelöste Satellitenaufnahmen zeigten das wahre Ausmaß der menschlichen Einflussnahme: "Viele dieser Gebiete sind übersät mit kleinen Feldern und ausgedehnten, wenngleich dünn besiedelten Dörfern. Dort kann kein Löwe überleben."

Welche Konflikte daraus erwachsen, zeigt sich gut am Beispiel Tansanias, das afrikaweit noch die meisten Löwen beherbergt. Vor allem in den dichter besiedelten Landesteilen raubt die oft unkontrollierte Bejagung von Wild den Raubkatzen die Beute: Statt an Zebras oder Antilopen müssen sich die Tiere an die kleineren Warzenschweine halten, die bevorzugt auf den zahlreichen Äckern nach Fressbarem suchen. Dort treffen die Löwen auf Kleinbauern, die nachts Wache halten, um ihre Ernte zu schützen. Nur zu häufig endet das fatal für die Menschen: Allein zwischen 1990 und 2005 starben mehr als 500 Personen durch Löwenattacken, was umgekehrt zu gezielten Abschüssen führt, um die Gefahr auszuschalten.

Erschienen auf spektrum.de

Erschienen auf spektrum.de  |  © Screenshot ZEIT ONLINE

Mit bis zu 1.000 US-Dollar Schaden im Jahr durch Löwen muss ein Viehzüchter rechnen, schätzt eine Studie von Fred de Boer von der Universität Wageningen. Das ist eine riesige Summe für die armen Menschen der Region. Dennoch suchen sie weiterhin gezielt die Nähe zum Nationalpark auf, obwohl dort die größten Verluste drohen; gleichzeitig finden ihre Herden dort bessere Nahrungsgründe und Wasser, die andernorts bereits übernutzt sind. Aus Vergeltung werden Löwen in vielen Teilen Afrikas deshalb vergiftet oder geschossen. Dabei ließe sich schon mit wenigen kleinen Änderungen die Zahl der gerissenen Schafe, Ziegen oder Kühe verringern, wie die Forscher in Kamerun herausfanden. So mussten diejenigen Hirten die meisten Opfer beklagen, welche angreifende Löwen vertreiben wollten: Dadurch treiben sie erst recht ihre Herden auseinander. Letztlich profitieren die Raubkatzen davon. Wer Ruhe bewahrt, minimiert Verluste. Einfacher umzusetzen sind Pferche mit Dornen, in die die Herden nachts getrieben werden.

Andernorts werden Löwen von Touristen erlegt. Die Entscheidungsträger in Tansania zeigten kein großes Engagement, dass die Tiere überleben, beklagt Kat. Stattdessen schienen sie mehr damit beschäftigt zu sein, Profit aus den Tieren zu schlagen. Tansania ist eines der wichtigsten Reiseziele für Trophäenjäger.

Botswana dagegen will ab 2014 jegliche Trophäenjagd auf Staatsland verbieten, kündigte Präsident Ian Khama in einer Rede an die Nation an: "Das Abschießen von Wildtieren nur zum Spaß oder für Trophäen lässt sich nicht mehr länger in Einklang bringen mit unserer Verpflichtung, die heimische Fauna als nationalen Schatz zu bewahren. Die Tiere sollten auch als solcher Schatz behandelt werden." Andernorts soll schnöde Marktwirtschaft helfen – angesichts der desolaten Situation von Panthera leo hilft wohl nur noch seine Kapitalisierung.

"In Süd- und Ostafrika bringen Löwen Milliarden Dollar durch Touristen ein. Das stachelt diese Nationen an, in ihren Schutz zu investieren", fasst Henschel zusammen: "Das touristische Potenzial der Löwen ist einzigartig, und keine Tierart zieht mehr Besucher in die großen Naturparks des afrikanischen Kontinents."

Maasai als Löwenwächter

"Die Einnahmen aus dem Tourismus sollten sowohl in den Schutz der Art fließen als auch in Projekte, die Menschen helfen, mit Löwen und anderen Wildtieren zu existieren," sagt Henschel. Mut machen ihm Länder wie Tansania und Botswana, die ein Drittel ihrer Landesfläche unter Naturschutz gestellt haben. "In Deutschland sind es drei Prozent", sagt der Forscher.

In Kenia konnte im Bereich des riesigen Amboseli-Parks der Abwärtstrend sogar umgekehrt werden: "Die Maasai in der Region leben fast ausschließlich von der Rinderzucht, und stehen damit im ständigen Konflikt mit Löwen. Traditionell jagten und erlegten sie einzelne Problemlöwen mit Speeren, jedoch sank unter jungen Maasai die Toleranz und im letzten Jahrzehnt wurden vermehrt ganze Rudel vergiftet, fast bis zur völligen Ausrottung der Löwen. Ab 2007 wurden junge Maasai-Krieger zu Hütern der Löwen ausgebildet. Jeder erhält 'seinen' Löwen, der mit einem Sender versehen wurde. Sobald sich dieser Löwe einer Siedlung nähert, muss der Maasai die Hirten warnen und ihnen beim Schutz ihrer Rinder helfen. Wenn doch einmal ein Rind gerissen wird, versuchen die Krieger zudem aktiv auf andere Maasai einzuwirken, um das Töten ihres Tiers zu verhindern." Seit der Einführung der "Löwenwächter" hat sich der Bestand der Löwen in der Region wieder deutlich erholt – und auch die von den Katzen verschuldeten Viehverluste haben sich deutlich verringert.

Ganz anders sieht es in Westafrika aus: "Naturtourismus entwickelt sich dort nur langsam. Und Löwen besitzen dort momentan praktisch keinen ökonomischen Wert, während die Übergriffe der Großkatzen auf Vieh sehr wohl Kosten verursachen. Es ist eine einfache Rechnung  mit einem fatalen Ausgang für den Löwen."

Sterben die Löwen in Freiheit aus, verliert die Menschheit jedenfalls eine stete Quelle der Inspiration: Seit Jahrtausenden bilden wir sie ab, erheben sie zu Wappentieren, benennen Sternbilder nach ihnen, verehren sie als Götter – die Sphinx bei den Pyramiden von Gizeh ist ein Musterbeispiel – oder bauen sie in Fabeln und Heldengeschichten ein. Der Verlust wäre also nicht nur ein ökologischer. Viel Zeit bleibt den Löwen und ihren Bewahrern aber wohl nicht mehr, befürchtet Andrew Jacobson von der Duke University: "Die nächsten zehn Jahre sind entscheidend nicht nur für die Löwen, sondern für die gesamte Artenvielfalt der afrikanischen Savannen. Um den Löwen überhaupt so etwas wie eine reelle Chance zu geben, müssen wir uns gewaltig anstrengen.

Erschienen auf spektrum.de

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Leserkommentare
  1. Tierisches Leben ist weniger wert als menschliches Leben. Warum ? Menschen haben Entscheidungsfreiheit, sind intelligenter, weniger aggressiv und vor allem meist viel glücklicher als Tiere.

    Bei Tieren geht es doch im Grunde nur darum, zu fressen oder gefressen zu werden. Ein Löwe ist dazu gezwungen, andere Tiere zu töten, um zu überleben. Wenn er das schafft, dann leidet das Tier, das gefressen wird. Wenn der Löwe das nicht schafft, verhungert er qualvoll. Was soll daran bitte so toll sein ?

    Menschen gehen seit der neolithischen Revolution durchs Leben und werden in den allermeisten Fällen nur sehr selten mit Gewalt konfrontiert. Von Insekten abgesehen, habe ich hier in Deutschland noch nie ein Tier getötet, und ich muss auch nicht in Angst leben, zu verhungern oder getötet zu werden.

    Ist es deswegen nicht besser, wenn das menschliche Leben das tierische verdrängt ?

    2 Leserempfehlungen
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    Der Mensch ist die übelste Katastrophe für die Erde, insbesondere für Tiere. Er rottet alles aus, was "er" nicht benötigt. Er legt Regeln fest, derer sich alles unterzuordnen hat, die nicht mit in die Regeln einbezogen wurden. Tiere werden von uns auf das Grausamste systematisch gequält, gefoltert und gemordet. Und nur weil Sie es nicht sehen, heißt es nicht, dass die unterträgliche Gewalt unserer Rasse nicht existent ist. Tagtäglich: In Schlachthäusern, Bauernhöfen, Versuchslaboren und zum Amüsement. Der Löwe tötet, im Vergleich zu tausenden Kilometern (!!!) Tiertransport ist das ein kurzes "Vergehen", zumindest hatte sein Beutetier die Möglichkeit ohne Überzüchtung, Mangel- und Masternährung, Beschneidung von Hörnern, Klauen und Schwänzen zu leben. Die Menschen sind mehr wert als Tiere...Wer sagt das? Menschen. Allein dieser Gedanke ist eine unterträgliche Arroganz. Weniger aggressiv? Lächerlich: Der menschliche männliche Jugendlliche ist das gefährlichste Raubtier der Erde, denn wir sind nichts anderes als das: (Säuge)tiere. Also genau so viel wert wie andere Tiere!

    Auch wenn sie vielleicht selbst hier in Deutschland noch kein Tier getötet haben, so toetet ihre Lebensweise wohl tagtaeglich mehrere Tiere. Selbst wenn sie Vegetarier sind und keine Tiere essen, dann fuehrt der Bau von Staedten und die Umweltverschmutzung durch jegliche Art von Produktion zur Vernichtung von Lebensraum und somit zur Vernichtung von Tieren und Pflanzen. Ohne Tiere wird es wohl auch bald keine Pflanzen mehr geben oder nur noch wenig, weil die meistens auf die Bestaeubung und Verbreitung durch Tiere angewiesen sind. Letztendlich werden wir dann ohne Tiere und Pflanzen auch zu Grunde gehen. Deshalb sollte man sich mal ein Oekologie Lehrbuch zur Hand nehmen und darueber nachdenken, wie wichtig doch Tiere und Pflanzen fuer unser erbaermliches dasein sind...

    • Sven88
    • 21. Januar 2013 23:20 Uhr

    "das tierische verdrängt" - Sind Sie veganer? Komme Sie komplett ohne Tiere aus? Selbst wenn, was wäre unser Leben, ohne das der Tiere?
    Und wo fängt bei Ihnen "tierisches Leben" an? Sie scheinen Insekten dazuzuzählen. Wollen Sie demnächst die Pflanzenbestäubung übernehmen?
    Mich macht so ein Kommentar zutiefst traurig, wenn er wirklich ernst gemeint ist.

    • aehrenr
    • 21. Januar 2013 23:23 Uhr

    Ihre Sichtweise ist schon deshalb unsinnig, da in der Evolution stets nur sehr kleine Schritte gemacht werden. Die Tiere können sich also nicht sehr von uns unterscheiden, da wir erst vor relativ sehr kurzer Zeit aus diesen hervorgingen. Es sind nur Kleinigkeiten, die wir in gigantischem Hochmut zu wichtigen Aspekten aufblasen. Sie können getrost davon ausgehen, dass sich die Gefühlswelten aller höheren Wesen, einschließlich uns Menschen nur unwesentlich voneinander unterscheiden.
    Und zudem: Was denken eigentlich Wale? Erinnern sich Elefanten an mehr Dinge als wir ?
    Vergegenwärtigen Sie sich: Noch vor einigen Jahrzehnten war man felsenfest überzeugt, dass Schwarze-Menschen wie Tiere sind und schlachtete Sie bedenkenlos ab. Heute versteht man nicht, wie man das tun konnte.
    Überhaupt hat der Mensch noch nie soviel gemordet, gemetzelt und zerstört, wie seit der von Ihnen angeführten neolithischen Revolution. Sich selber, fremde Völker und andere Kreaturen. Angesichts dieses massiv treibhaften Treibens, würde ich besser keine Überlegenheit ableiten.

    • Varech
    • 22. Januar 2013 5:17 Uhr

    Ja, aber wie viele Menschen leben denn menschlich?

    Die Begründung dafür nennt man Humanismus.

    Jede Tierart ist egoistisch. Dieses Recht steht dem Menschen als eine Tierart auch zu. Daher ist es legitim wenn Menschen dies nicht anders sehen.

    Wir brauchen keine Begründung ob und wie menschliches Leben für was hilfreich ist.

    Ohne Menschen wäre die Erde nichts wert - aus der Sicht der Menschen. Was ist denn für die Menschen ein bewohnbarer Planet im übernächsten Sonnensystem wert? Und was wäre die Erde ohne Menschen anders?

    strom kommt aus der steckdose und wasser aus der wand, gell?

    "Menschen haben Entscheidungsfreiheit, sind intelligenter, weniger aggressiv und vor allem meist viel glücklicher als Tiere."

    Logisch, das würde wohl jede andere Tierart auch von sich behaupten...

    ... als ich die Zeilen las.

    "Tierisches Leben ist weniger wert als menschliches Leben. Warum ? Menschen haben Entscheidungsfreiheit, sind intelligenter, weniger aggressiv und vor allem meist viel glücklicher als Tiere...."

    Vielen Dank für diesen Kommentar. Ich habe selten so gelacht - auch wenn Sie sicherlich die Satirekennzeichnung vergessen haben, vlt weil Sie nicht wissen, wie es geht? Denn erst gemeint kann es ja wohl nicht sein, z.B. mit der Intelligenz des Menschen ist es nicht weit her, er zerstört seinen Lebensraum, rottet schon mal gerne Artgenossen und andere Arten aus, aus eher lächerlichen Gründen wie Religionskriege, Bequemlichkeit, Neid, Eifersucht, Gier und Co. Dazu legt er eine Aggressivität an den Tag wie kaum ein anderes Tier, schliesst sich zu Sozialsystemen zusammen bei den die genetisch Schwächsten gefördert werden mit dem Ziel sich selbst zu degenerieren. usw usf. Daher kann ich einem anderen Kommentarschreiber nur zustimmen: ein überaus beklemmender Artikel, auch wenn ich Anderes über den Erfolg afrikanischer Reservate gehört habe... (und eher Nashorn, Elefant und Co auf der megaroten Liste sehe, bedroht von Wilderern und zahlungskräftigen Schwachmaten, die auf irgendeine Luststeigerung durch Verzehr von Tierteilen hoffen - übrigens auch ein perfektes Anzeichen für die Abwesenheit jeglicher Intelligenz beim Menschen.)

    ...finde ich die extrem entrüstete Reaktion, die auf meinen Beitrag "Eine andere Sichtweise" erfolgte, in dem ich begründete, warum Menschen mehr wert als Tiere sind.

    Und dann kamen sie alle, die den moralischen Zeigefinger erhoben und mich verdammten.

    Tatsache ist, dass wir Menschen genau so leben, wie ich es beschrieb. Wir verdrängen die Tiere, und das systematisch seit Jahrtausenden. Wir benutzen sie außerdem aus egoistischen Motiven, quälen sie, töten sie. Schon bald wird die Bevölkerungsexplosion des Menschen fast alle Wildtiere vernichtet haben.

    Genau das machen wir, die Menschen.
    Und gleichzeitig lehnt ein großer Teil von uns genau das ab, was wir tagtäglich tun.

    Woran liegt das ? Ist es Scheinheiligkeit ? Ein schlechtes Gewissen ? Nostalgie ? Das Bedürfnis, einen Löwen dabei zu beobachten, wie er eine Gazelle tötet ?

    Und diese ganzen Argumente, wir bräuchten die Wildtiere, sind lächerlich. Landwirtschaft braucht keine Wildtiere, Viehzucht auch nicht. Wir werden auch ohne Wildtiere überleben.

    Ein Löwe ist weit mehr wert als ein Mensch. Menschen können sich nicht selbst verteidigen. Sie töten andere Menschen. Sie benötigen um zufrieden zu sein immer mehr. Sie benötigen um gesund zu bleiben aufwändig gebaute Hütten. Sie brauchen um sich nicht selbst zu erschießen Lichtspielhäuser. Sie stinken. Sie sind rücksichtslos. Sie brüllen zusammen in riesigen Stadien wirres Zeug herum und quasseln die ganze Zeit in verschiedenen Sprachen, die kein einziger Löwe verstehen kann.

    Wäre es nicht besser, wenn das löwische Leben alles andere auf diesem Planeten verdrängt?

    Lalala und lala

    Nur für den Fall, dass dein Posting wirklich wirklich ernst gemeint war: Erhebe dich aus deinem Sessel und siehe da, hinterm Tellerrand da ist noch was!

    Für die erste Lektüre in deinem neuen Leben empfehle ich "Der Kleine Prinz." Denn da hat der Prinz einen Fuchs zum Freund.

    • Sikasuu
    • 21. Januar 2013 21:00 Uhr

    Es ist schade, das wir nur noch in der Lage sind, zu leben in dem wir unsere Umwelt zerstören.
    .
    Wir sind schon eine eigentümlich Rasse, die es als IHRE Aufgabe zu begreifen scheint, ihre Lebensgrundlage zu zerstören :-(((
    .
    Vielleicht gehts ja noch gut?
    Sikasuu

  2. Der Mensch ist die übelste Katastrophe für die Erde, insbesondere für Tiere. Er rottet alles aus, was "er" nicht benötigt. Er legt Regeln fest, derer sich alles unterzuordnen hat, die nicht mit in die Regeln einbezogen wurden. Tiere werden von uns auf das Grausamste systematisch gequält, gefoltert und gemordet. Und nur weil Sie es nicht sehen, heißt es nicht, dass die unterträgliche Gewalt unserer Rasse nicht existent ist. Tagtäglich: In Schlachthäusern, Bauernhöfen, Versuchslaboren und zum Amüsement. Der Löwe tötet, im Vergleich zu tausenden Kilometern (!!!) Tiertransport ist das ein kurzes "Vergehen", zumindest hatte sein Beutetier die Möglichkeit ohne Überzüchtung, Mangel- und Masternährung, Beschneidung von Hörnern, Klauen und Schwänzen zu leben. Die Menschen sind mehr wert als Tiere...Wer sagt das? Menschen. Allein dieser Gedanke ist eine unterträgliche Arroganz. Weniger aggressiv? Lächerlich: Der menschliche männliche Jugendlliche ist das gefährlichste Raubtier der Erde, denn wir sind nichts anderes als das: (Säuge)tiere. Also genau so viel wert wie andere Tiere!

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  3. Auch wenn sie vielleicht selbst hier in Deutschland noch kein Tier getötet haben, so toetet ihre Lebensweise wohl tagtaeglich mehrere Tiere. Selbst wenn sie Vegetarier sind und keine Tiere essen, dann fuehrt der Bau von Staedten und die Umweltverschmutzung durch jegliche Art von Produktion zur Vernichtung von Lebensraum und somit zur Vernichtung von Tieren und Pflanzen. Ohne Tiere wird es wohl auch bald keine Pflanzen mehr geben oder nur noch wenig, weil die meistens auf die Bestaeubung und Verbreitung durch Tiere angewiesen sind. Letztendlich werden wir dann ohne Tiere und Pflanzen auch zu Grunde gehen. Deshalb sollte man sich mal ein Oekologie Lehrbuch zur Hand nehmen und darueber nachdenken, wie wichtig doch Tiere und Pflanzen fuer unser erbaermliches dasein sind...

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    • Sven88
    • 21. Januar 2013 23:20 Uhr

    "das tierische verdrängt" - Sind Sie veganer? Komme Sie komplett ohne Tiere aus? Selbst wenn, was wäre unser Leben, ohne das der Tiere?
    Und wo fängt bei Ihnen "tierisches Leben" an? Sie scheinen Insekten dazuzuzählen. Wollen Sie demnächst die Pflanzenbestäubung übernehmen?
    Mich macht so ein Kommentar zutiefst traurig, wenn er wirklich ernst gemeint ist.

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    • aehrenr
    • 21. Januar 2013 23:23 Uhr

    Ihre Sichtweise ist schon deshalb unsinnig, da in der Evolution stets nur sehr kleine Schritte gemacht werden. Die Tiere können sich also nicht sehr von uns unterscheiden, da wir erst vor relativ sehr kurzer Zeit aus diesen hervorgingen. Es sind nur Kleinigkeiten, die wir in gigantischem Hochmut zu wichtigen Aspekten aufblasen. Sie können getrost davon ausgehen, dass sich die Gefühlswelten aller höheren Wesen, einschließlich uns Menschen nur unwesentlich voneinander unterscheiden.
    Und zudem: Was denken eigentlich Wale? Erinnern sich Elefanten an mehr Dinge als wir ?
    Vergegenwärtigen Sie sich: Noch vor einigen Jahrzehnten war man felsenfest überzeugt, dass Schwarze-Menschen wie Tiere sind und schlachtete Sie bedenkenlos ab. Heute versteht man nicht, wie man das tun konnte.
    Überhaupt hat der Mensch noch nie soviel gemordet, gemetzelt und zerstört, wie seit der von Ihnen angeführten neolithischen Revolution. Sich selber, fremde Völker und andere Kreaturen. Angesichts dieses massiv treibhaften Treibens, würde ich besser keine Überlegenheit ableiten.

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  4. Nur.

    Welches Recht haben wir SoHochEntwickelten und SoHochSensibilisierten, dass wir den Menschen, die dort leben, vorschreiben wollen, wie sie zu leben haben.

    Reicht es nicht, dass wir unsere Wildpopulation ausgerottet haben?

    Und. Haben wir wirklich so viel aus unserer Geschichte gelernt?

    Aus der Geschichte der Ausrottung der Arten; inklusive der Eigenen.

    Lassen diese Menschen ihre eigenen Fehler machen.

    Solange wir unseren Planeten oder den Schutzschild, der uns umgibt, nicht zerstören, werden mehr als genug Arten überlebenden, damit wir uns keine Gedanken über den Erhalt des Lebens auf der Erde machen zu brauchen.

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    Wenn in Afrika oder sonst wo ein Völkermord begangen wird, entrüsten wir uns zurecht und rufen nach der UNO oder den USA, dem Treiben ein Ende zu bereiten.

    Die Löwen oder sonstige höhere Lebewesen wissen nichts von unserer willkürlichen Einteilung der Welt in irgendwelche Staatsgebiete, sie haben ihren eigenen Modus Territorien abzugrenzen. Sie haben aber auch ein Recht auf diesem Planeten zu (über)leben. Mal abgesehen davon, dass wir eine gewisse Menge intakte Natur für unser eigenes Überleben benötigen.

    Dafür kann nur die Gemeinschaft aller Menschen Sorge tragen und damit geht es uns sehr wohl etwas an. Die Unterteilung der Erde in unabhängige Nationalstaaten sollte langsam überwunden werden. Natürlich müssen auch wir hier in Deutschland/Europa dafür Sorge tragen, dass es ebenso bei uns auf Dauer weniger Menschen gibt (etliche Arbeiten können auch Roboter und Computer machen, auch hier ist die Bildung der Menschen der alles entscheidende Faktor), um langfristig uns und anderen Lebewesen eine Lebensmöglichkeit in Deutschland/Europa zu geben.

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