Feinstaub : Peking hustet in der Giftwolke

Die Feinstaubwerte in Chinas Hauptstadt sprengen alle Warnskalen. Hunderttausende sterben jedes Jahr im Land an der Luftverschmutzung. Fotos zeigen Peking im Smog.

Dass Chinas Metropolen im Smog verschwinden, ist längst kein Geheimnis mehr. Jahr für Jahr sterben geschätzt 750.000 Menschen im Land an den Folgen des Feinstaubs. Die Zahl berechneten Forscher für einen Weltbankbericht 2007. Am vergangenen Wochenende stieg die Belastung auf Werte, die dreißigfach über jenen liegen, die die Weltgesundheitsorganisation als unbedenklich einstuft. Chinas Hauptstadt müsste sofort den Atem anhalten, das Risiko für Leiden der Atemwege, Herzkreislauferkrankungen und Krebs steigt im giftigen Smog erheblich.

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Kommentare

16 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Das ist eben erstmal so,

ist denke ich nicht der richtige Weg.

Wenn ich die Fehler anderer kenne entsteht doch hieraus kein Zwang diese zu wiederholen.

Natürlich ist auch die umgekehrte Sichtweise häufig zu einseitig und verallgemeinernd.

China jedoch hat meines Erachtens zu viel Energie auf eine unselige Art des Wirtschaftens ausgerichtet. Sie müssen sich vor Augen halten. Wenn Ihnen jemand sagt, zur Erfüllung Ihres berechtigten Anspruches auf Bedürfnisse wird dieser Weg gegangen, heißt dies noch lang nicht, das jener der einzige Weg ist. Es heißt noch nicht einmal, daß am Ende die Erfüllung Ihrer Bedürfnisse steht.

Doch auch wenn es ein Fehler wäre, China isoliert und losgelöst von Weltwirtschaft und System zu betrachten, liegen hier schwere Fehlentwicklungen vor.

Wer es sich leisten kann, Geisterstädte für Millionen in den Sand zu setzen, durch "Entwicklung" seine Nahrungsmittelsicherheit zu gefährden und die ganze Welt mit billigen Wegwerfprodukten zu überschwemmen, den kann man glaube ich die einfache Begründung, "Wir wollen auch dahin." nicht durchgehen lassen.

Zumal die negativen Erfahrungen anderer mehr als wohldokumentiert vorliegen.