Tscheljabinsk : Forscher finden Meteoriten-Krater im Tschebarkul-See

In Tscheljabinsk geht die Suche nach Meteoritenteilen weiter. Taucher haben auf dem Grund eines Sees Krater entdeckt. Dort vermuten Forscher nun größere Trümmerteile.

Knapp zwei Wochen nach dem Meteoriteneinschlag in Russland haben Taucher auf dem Grund des Tschebarkul-Sees Krater entdeckt. Sie hoffen nun, dort größere Trümmer des Himmelskörpers zu finden, sagte eine Sprecherin der Stadt Tschebarkul. Bisher hatten Forscher nur kleinere Fragmente unweit des Sees gefunden.

Eine etwa drei Meter dicke Schlammschicht am Boden erschwere aber die Suche. Ein Team um den Experten Viktor Grochowski aus Jekaterinburg will nun zu dem See aufbrechen, um den Meteoritenteilen nachzuspüren. Sie planen, den Boden des Sees mit Spezialgeräten abzutasten.

Eine erste Suche am 16. Februar hatten die Taucher erfolglos abgebrochen. Nach dem Meteoriteneinschlag war ein kreisrundes, mehrere Meter großes Loch im Eis des Sees entdeckt worden. Seitdem gehen die Forscher davon aus, dass sich der größte Teil des Himmelskörpers am Grund des See befindet.

Der Meteorit war am 15. Februar über der mehr als eine Million Einwohner zählenden Stadt Tscheljabinsk und der gleichnamigen Region mit einem grellen Blitz und einer Druckwelle explodiert. Dabei zersprangen unter anderem zahlreiche Fensterscheiben. Fast 5.000 Gebäude wurden beschädigt. Berstendes Glas verletzte etwa 1.500 Menschen.

Die Forscher aus der Uralstadt Jekaterinburg hatten nach dem Einschlag mehrere Fundstücke von Landexpeditionen präsentiert, das größte wiegt ein Kilogramm.

Verlagsangebot

Der Kult ums gesunde Essen

Nahrung soll Energie und Freude bringen. Doch immer mehr Lebensmittel werden zum Problem gemacht: Vom Salz bis zum Fleisch. Warum eigentlich? Jetzt in der neuen ZEIT.

Hier lesen

Kommentare

8 Kommentare Kommentieren

Geld sinnvoll investieren?

Wenn ich die Entscheidung treffen könnte, wo und wie viel Geld investiert wird, dann würde ich es in Bildung stecken. Dann gäbe es auch weniger Menschen wie Sie einer sind, die über ihren eigenen Tellerrand nicht hinaus blicken können.
Da das aber keine Option ist bzw. die Elite der verschiedensten Staaten die Bildung als unwichtig erachtet und damit Menschen wie Sie einer sind heranzüchten möchte, ist es mir lieber, wenn Geld abgegriffen wird für angeblich "sinnfreie Forschung", als damit die Banken weiter zu füttern.

Sehen Sie, es ist nun mal so: jene Wissenschaft, die stets bemüht ist, die Scheiße aufzusammeln, die durch die Wirtschaft produziert wird, bekommen die Gelder gestrichen. Und jene, die einen feuchten Dreck um Mitmenschen und Umwelt geben, die bekommen für ihre Fehler noch Geld in den Hintern geschoben.

Nehmen Sie die Geschichte vom verlorenen Sohn. Die Wirtschaft ist so ein verlorener Sohn. Und den mochte ich noch nie, diesen Taugenichts. Soll Gott doch urteilen, wer am Ende einen Platz an seiner Seite bekommt. Der Staat soll bitte das tun, was für das Volk richtig ist. Und nicht für die Lobbykratie und deren Anzugträger.