Satellitenmission: Universum ist 80 Millionen Jahre älter als angenommen
Teile der Geschichte des Weltalls müssen umgeschrieben werden: Das Teleskop "Planck" hat neue Daten über das Weltall geliefert, und die werfen Fragen auf.
© Abacapress/EPA/dpa

Weltraumteleskop "Planck" liefert neue Temperaturkarte des Alls
Die Europäische Raumfahrtagentur (Esa) hat in Paris neue Daten des Teleskops Planck veröffentlicht, die einige bisherige Erkenntnisse zum Weltall umwerfen. Planck liefert die bislang genaueste Karte der fossilen Strahlung aus der Zeit des Urknalls.
Die Daten liefern zwar die bisher präziseste Bestätigung der gängigen kosmologischen Theorien, berichten die Esa-Forscher. Durch die außerordentliche Genauigkeit der neuen Karte wurden aber auch einige ungeklärte Phänomene entdeckt. Für deren Verständnis braucht es womöglich neue physikalische Erklärungen.
Planck war im Mai 2009 ins All geschossen worden. Der Satellit zeichnet die kosmische Mikrowellen-Hintergrundstrahlung auf. Diese Lichtstrahlung hinterließ ihren Abdruck im Sternenhimmel zu einer Zeit, als das All nur 380.000 Jahre alt war. Der Mikrowellen-Hintergrund weist winzige Temperaturunterschiede auf, die sich mit Regionen von geringfügig abweichender Dichte in der Frühzeit des Universums decken – und so den Keim für die heutigen Sterne und Galaxien in sich tragen.
Mysteriöser kalter Fleck
Die Planck-Daten ergänzen die Erkenntnisse der beiden Vorgängermissionen COBE (1989) und WMAP (2001) der US-Raumfahrtbehörde Nasa, die ebenfalls die minimalen Temperaturschwankungen im Mikrowellen-Hintergrund untersucht hatten. Auf dem Komplettbild des Universums machten die Forscher nun unter anderem einen "kalten Fleck" aus, der sich über ein wesentlich größeres Areal am Himmel erstreckt als erwartet. Für diese und weitere Anomalien suchen die Forscher nun nach Erklärungen.
Aus den neuen Daten lässt sich nach Ansicht der Wissenschafler auf ein Alter des Universums von 13,82 Milliarden Jahren schließen – das sind etwa 80 Millionen Jahre mehr als bislang angenommen. Auch die Erkenntnisse über dessen Zusammensetzung wurden durch die Karte präzisiert. Die "normale Materie", aus der Galaxien, Sterne und auch die Erde bestehen, trägt demnach lediglich 4,9 Prozent zur Massen- und Energiedichte des Universums bei. Auf die Dunkle Materie, die sich nur über den Einfluss ihrer Schwerkraft bemerkbar macht, entfällt den neuen Daten zufolge ein Anteil von fast 26,8 Prozent. Das ist fast ein Fünftel mehr als vermutet. Hingegen fällt die Dunkle Energie, die für die immer schnellere Ausdehnung des Universums verantwortlich gemacht wird, weniger ins Gewicht als gedacht.










...sollte einem bewusst sein, dass da o.g. Bild wohl einen deutlichen Bruch mit bisherigen Grundannahmen über den Kosmos bedeuten könnte. Ich nehme mal an, dass hier schon lokale Effekte des Satelliten, Sonnensystems und gar unserer Milchstraße rausgerechnet wurden. Es ist das "älteste" Licht, naja Mikrowellen, das wir sehen können, hier dargestellt, und das Universum scheint hier "Vorzugsrichtungen" zu haben. Vielleicht wird diese Aufnahme mal als "historisch" Angesehen.
Also, da stockt einem der Atem...
Das Universum soll 13,9 Mrd Jahre alt sein (ungefähr) und die jetzt gemessene Strahlung kommt aus dieser Zeit ?
Preisfrage, wie kommt denn unsere Milchstrasse in eine Entfernung von 13,9 Mrd Lichtjahre zu diesem Punkt ? Reisen unsere Sterne mit Lichtgeschwindigkeit oder gar schneller...
Die Hintergrundstrahlung stammt nicht aus einer Entfernung von 13,9Mrd Lichtjahren, sie war schon immer da und hier. Man geht davon aus, dass sie das Echo des Urknalls ist und der war überall.
Außerdem darf man nicht denken dass wenn das Universum 13,9 Mrd Jahre alt ist, es auch eine Ausdehnung von von 13,9 Mrd Lichtjahren hat. Es ist wesentlich größer! Man geht von ca. 80 Mrd LJ aus
Also, da stockt einem der Atem...
Das Universum soll 13,9 Mrd Jahre alt sein (ungefähr) und die jetzt gemessene Strahlung kommt aus dieser Zeit ?
Preisfrage, wie kommt denn unsere Milchstrasse in eine Entfernung von 13,9 Mrd Lichtjahre zu diesem Punkt ? Reisen unsere Sterne mit Lichtgeschwindigkeit oder gar schneller...
Die Hintergrundstrahlung stammt nicht aus einer Entfernung von 13,9Mrd Lichtjahren, sie war schon immer da und hier. Man geht davon aus, dass sie das Echo des Urknalls ist und der war überall.
Außerdem darf man nicht denken dass wenn das Universum 13,9 Mrd Jahre alt ist, es auch eine Ausdehnung von von 13,9 Mrd Lichtjahren hat. Es ist wesentlich größer! Man geht von ca. 80 Mrd LJ aus
Die Wissenschaft kann noch nicht mal die Bedeutung von Schwarzen Löchern oder Quasaren erklären, aber die ersten Sekunden des Universums will man genau kennen.
Diese ganzen Messungen von Strahlung, die so alt ist wie das Universum sein soll, wird in unserem Sonnensystem 'gemessen', das zufällig in einer Entfernung von über 13 Mrd Lichtjahren sein soll ???
Science Fiction, bzw. Fantasy hat man das früher genannt...
mit Ihrem Kommentar anfangen? Die Kosmologie hat in ihrer langen Geschichte wissenschaftliche Methoden hervorgebracht, die für den Laien unglaubliches zu leisten vermögen und auf der anderen Seite gibt es scheinbar banale Phänomene, die wir nicht plausibel erklären können. Was ist daran jetzt so ungewöhnlich? Sollen wir alle Wissenschaftler, die sich mit beispielsweise Gammablitzen beschäftigen in den Amazonas schicken, damit wir erstmal vor der eigenen Haustüre kehren und die zoologischen Kataloge vervollständigen?
@ #2: Die ersten Sekunden nach dem Urknall "kennt man" nicht "genau", man hat Vermutungen auf Grund von Theorien aufgestellt und bisher keine andere ähnlich schlüssige Gegenthese; das sind zwei paar Schuhe. Weiterhin ist mir schleierhaft, was denn die "Bedeutung" von Schwarzen Löchern oÄ sein soll... sie haben keine Bedeutung, sie sind da, weil die Naturgesetze ihr Auftreten möglich machen.
"Diese ganzen Messungen von Strahlung, die so alt ist wie das Universum sein soll, wird in unserem Sonnensystem 'gemessen', das zufällig in einer Entfernung von über 13 Mrd Lichtjahren sein soll ???"
Richtig. Die Ausdehnung des Weltalls ist nämlich größer, einer Theorie zufolge weil es sich in seiner Frühzeit mit Überlichtgeschwindigkeit ausgedehnt haben soll (bzw. mit einer Geschwindigkeit, die größer war als die heutige Lichtgeschwindigkeit, was auch wieder was anderes wäre...)
Was Ihre Auffassung von Science Fiction und Fantasy angeht: Schauen Sie sich mal alte SciFi-Märchen an und vergleichen Sie deren Technik zB mal mit ihrem Rechner, Smartphone, GPS-Gerät etc...
mit Ihrem Kommentar anfangen? Die Kosmologie hat in ihrer langen Geschichte wissenschaftliche Methoden hervorgebracht, die für den Laien unglaubliches zu leisten vermögen und auf der anderen Seite gibt es scheinbar banale Phänomene, die wir nicht plausibel erklären können. Was ist daran jetzt so ungewöhnlich? Sollen wir alle Wissenschaftler, die sich mit beispielsweise Gammablitzen beschäftigen in den Amazonas schicken, damit wir erstmal vor der eigenen Haustüre kehren und die zoologischen Kataloge vervollständigen?
@ #2: Die ersten Sekunden nach dem Urknall "kennt man" nicht "genau", man hat Vermutungen auf Grund von Theorien aufgestellt und bisher keine andere ähnlich schlüssige Gegenthese; das sind zwei paar Schuhe. Weiterhin ist mir schleierhaft, was denn die "Bedeutung" von Schwarzen Löchern oÄ sein soll... sie haben keine Bedeutung, sie sind da, weil die Naturgesetze ihr Auftreten möglich machen.
"Diese ganzen Messungen von Strahlung, die so alt ist wie das Universum sein soll, wird in unserem Sonnensystem 'gemessen', das zufällig in einer Entfernung von über 13 Mrd Lichtjahren sein soll ???"
Richtig. Die Ausdehnung des Weltalls ist nämlich größer, einer Theorie zufolge weil es sich in seiner Frühzeit mit Überlichtgeschwindigkeit ausgedehnt haben soll (bzw. mit einer Geschwindigkeit, die größer war als die heutige Lichtgeschwindigkeit, was auch wieder was anderes wäre...)
Was Ihre Auffassung von Science Fiction und Fantasy angeht: Schauen Sie sich mal alte SciFi-Märchen an und vergleichen Sie deren Technik zB mal mit ihrem Rechner, Smartphone, GPS-Gerät etc...
Also, da stockt einem der Atem...
Das Universum soll 13,9 Mrd Jahre alt sein (ungefähr) und die jetzt gemessene Strahlung kommt aus dieser Zeit ?
Preisfrage, wie kommt denn unsere Milchstrasse in eine Entfernung von 13,9 Mrd Lichtjahre zu diesem Punkt ? Reisen unsere Sterne mit Lichtgeschwindigkeit oder gar schneller...
"Das Universum soll 13,9 Mrd Jahre alt sein (ungefähr) und die jetzt gemessene Strahlung kommt aus dieser Zeit ?"
Ja.
"Preisfrage, wie kommt denn unsere Milchstrasse in eine Entfernung von 13,9 Mrd Lichtjahre zu diesem Punkt ? Reisen unsere Sterne mit Lichtgeschwindigkeit oder gar schneller..."
Warum sollte sie das? Es geht um das Licht, nicht um unsere Milchstraße. Ich nehme an, dass Sie vermuten, dass dieser Punkt (es ist nicht ein Punkt, sondern die gesamte Himmelssphäre), von dem das Licht kommt der Punkt des Urknalls ist. Das ist falsch. Der Urknall ist keine Explosion, welcher Galaxien nach außen schleudert, sondern eine (andauernde) Ausdehnung der Raumzeit. Der Urknall fand (und findet) überall im Universum gleichzeitig statt.
Und weil ich dumme Fragen, die in der arroganten Annahme gestellt werden, dass es keine Antwort darauf gibt, nicht ausstehen kann, eine Preisfrage zurück:
Es gibt hunderte Bücher, welche die Urknallhypothese und die Kosmologie im Allgemeinen behandeln. Warum also lesen Sie nicht mal eines davon, bevor Sie überhebliche Fragen im Internet stellen?
"Das Universum soll 13,9 Mrd Jahre alt sein (ungefähr) und die jetzt gemessene Strahlung kommt aus dieser Zeit ?"
Ja.
"Preisfrage, wie kommt denn unsere Milchstrasse in eine Entfernung von 13,9 Mrd Lichtjahre zu diesem Punkt ? Reisen unsere Sterne mit Lichtgeschwindigkeit oder gar schneller..."
Warum sollte sie das? Es geht um das Licht, nicht um unsere Milchstraße. Ich nehme an, dass Sie vermuten, dass dieser Punkt (es ist nicht ein Punkt, sondern die gesamte Himmelssphäre), von dem das Licht kommt der Punkt des Urknalls ist. Das ist falsch. Der Urknall ist keine Explosion, welcher Galaxien nach außen schleudert, sondern eine (andauernde) Ausdehnung der Raumzeit. Der Urknall fand (und findet) überall im Universum gleichzeitig statt.
Und weil ich dumme Fragen, die in der arroganten Annahme gestellt werden, dass es keine Antwort darauf gibt, nicht ausstehen kann, eine Preisfrage zurück:
Es gibt hunderte Bücher, welche die Urknallhypothese und die Kosmologie im Allgemeinen behandeln. Warum also lesen Sie nicht mal eines davon, bevor Sie überhebliche Fragen im Internet stellen?
entscheidend neu scheint mir vor allem eine jetzt tatsächlich auftretende Struktur - im Gegensatz zu den alten COBE-Daten. Die waren von statistischem Rauschen praktisch nicht zu unterscheiden, woraus aber kühnerweise auf 'Homogenität' geschlossen und daraus wiederum diese mystische Urknall-Story als 'bewiesen' angesehen wurde. Tja - und nu?
Mal sehen, wann diese Mystik endlich im Orkus der Wissenschaft verschwindet. Als nächstes fällt dann vermutlich die 'dunkle Energie' nicht nur weniger ins Gewicht, sondern ebenso in den Mülleimer.
Und zwar kurz die Originalmeldung ( http://www.esa.int/Our_Ac...):
"Overall, the information extracted from Planck’s new map provides an excellent confirmation of the standard model of cosmology at an unprecedented accuracy"
Und soo viel anders als die Abschlussveroeffentlichung der WMAP Daten sieht's denn auch nicht aus: http://apod.nasa.gov/apod...
Nicht der Urknall ist irgendwie fraglich, es geht auf dieser Ebene von Genauigkeit mittlerweile um die Details der darauf folgenden "Inflation".
Und zwar kurz die Originalmeldung ( http://www.esa.int/Our_Ac...):
"Overall, the information extracted from Planck’s new map provides an excellent confirmation of the standard model of cosmology at an unprecedented accuracy"
Und soo viel anders als die Abschlussveroeffentlichung der WMAP Daten sieht's denn auch nicht aus: http://apod.nasa.gov/apod...
Nicht der Urknall ist irgendwie fraglich, es geht auf dieser Ebene von Genauigkeit mittlerweile um die Details der darauf folgenden "Inflation".
mit Ihrem Kommentar anfangen? Die Kosmologie hat in ihrer langen Geschichte wissenschaftliche Methoden hervorgebracht, die für den Laien unglaubliches zu leisten vermögen und auf der anderen Seite gibt es scheinbar banale Phänomene, die wir nicht plausibel erklären können. Was ist daran jetzt so ungewöhnlich? Sollen wir alle Wissenschaftler, die sich mit beispielsweise Gammablitzen beschäftigen in den Amazonas schicken, damit wir erstmal vor der eigenen Haustüre kehren und die zoologischen Kataloge vervollständigen?
Nein, sie können halt nicht das Biosystem der Erde erklären, wenn sie gerade eine lebende 'Zelle' im Meer gefunden haben.
Ich denke die Fakten sind so dünn, darauf kann man keinen Urknall ableiten - das ist halt Science Fiction.
@thomascap: gut, und ich denke Ihr Wissen über diese Fakten ist eher dünn. Natürlich ist die Urknalltheorie eben eine Theorie, die erweitert oder widerlegt werden kann. Ich sehe hier kein grundsätzliches Problem. Wenn Sie gute Argumente haben, mit denen diese Theorie verworfen werden kann, dann her damit. "Ich glaube das nicht" ist übrigens kein gutes Argument.
Nein, sie können halt nicht das Biosystem der Erde erklären, wenn sie gerade eine lebende 'Zelle' im Meer gefunden haben.
Ich denke die Fakten sind so dünn, darauf kann man keinen Urknall ableiten - das ist halt Science Fiction.
@thomascap: gut, und ich denke Ihr Wissen über diese Fakten ist eher dünn. Natürlich ist die Urknalltheorie eben eine Theorie, die erweitert oder widerlegt werden kann. Ich sehe hier kein grundsätzliches Problem. Wenn Sie gute Argumente haben, mit denen diese Theorie verworfen werden kann, dann her damit. "Ich glaube das nicht" ist übrigens kein gutes Argument.
erkennen und spekuliert. Es bleibt bei Dr. Fausts Nacht.
Nein, sie können halt nicht das Biosystem der Erde erklären, wenn sie gerade eine lebende 'Zelle' im Meer gefunden haben.
Ich denke die Fakten sind so dünn, darauf kann man keinen Urknall ableiten - das ist halt Science Fiction.
Die wirklich grossen Erkenntnisse waren für jeden leicht verständlich, da brauchts keine komplizierten Formel und Beschreibungen, z.B. hat man erst vor 60 Jahren entdeckt wie Energie in der Sonne produziert wird... was sich aber sonst noch in der Sonne abspielt, da hat man nicht wirklich die grosse Ahnung (Magnetfelder, dunkle Flecken usw.).
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