Raumfahrt : In Utah lebt es sich wie auf dem Mars

Weltraumforschung muss nicht teuer sein: In der Wüste Utahs haben Wissenschaftler eine Raumstation gebaut, auf der sie das Leben auf dem Mars üben. Wir zeigen Bilder.

Von Weitem sieht es aus wie ein kleines, weißes Ufo: Inmitten der Steinwüste Utahs haben Weltraumfans eine Raumstation errichtet, auf der sie Marsmissionen nachspielen. Das Projekt ist ernst gemeint, es stammt von der Mars Society, einer Organisation von rund 250 Wissenschaftlern. Um die Marsforschung voranzutreiben, wollen sie die psychologischen und praktischen Probleme ergründen, mit denen Astronauten auf dem Mars rechnen müssen. Volker Maiwald vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat die Gruppe geleitet, die im Februar dort war.

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Kommentare

13 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Erkenntniswerte

Geschätztes Turbohuhn, ich würde den Erkenntniswert dieser Simulation nicht unterschätzen. Die kann zB großen Aufschluss darüber geben, mit welchen Hindernissen sich die Astronauten bzw. die Bewohner einer solchen Station bei ihren alltäglichen Handlungen konfrontiert sehen. Jeder mit ein wenig Taucherfahrung wird mir hier vermutlich beipflichten. (Allein das Einsammeln einer Gesteinsprobe, in einem sperrigen Raumanzug mit unterschiedlichen Umweltbedingungen birgt Herausforderungen, auf die man in der eigentlichen Planungsphase einer solchen Mission vielleicht übersehen würde.) Wie organisiert man Arbeitsabläufe, welches Werkzeug muss wie modifiziert werden (zB ein kleiner "Spitz" an einem Handschuhfinger...), damit alles schon beim ersten mal reibungslos funktioniert und weder Mensch noch Material zu Schaden kommen? Auf der Erde, wenn Sie zB ein neues Betriebsgebäude errichten ist das alles kein Problem, stellen Sie eben etwas um, oder Sie besorgen auf die schnelle neue Teile etc. Im Weltraum bzw auf einem fremden Planteten kann das alles zu einer echten Herausforderung anwachsen - oder zu einem ernsten Problem, wenn man die Situation nicht viele male zuvor durchgespielt hat. Die mögliche psychische Belastung hingegen konnte bereits bei vielen anderen Gelegenheiten beobachtet werden.