Geschichte des ÖlsAmerikaner fanden das Öl, das Scheichs heute reich macht

Vor 75 Jahren bohrten Amerikaner das erste lohnende Ölvorkommen auf der arabischen Halbinsel an. Seitdem sind die USA und Saudi-Arabien Verbündete.

"Kein Öl. Kein Wasser." Die Telegramme aus Saudi-Arabien klingen trostlos. Die amerikanischen Öl-Pioniere, wildcatters, bohren Ende 1937, Anfang 1938 bereits das siebte Loch in der Nähe des Fischerdorfes Dammam. Die Wildkatze steht im US-Slang für riskante Unternehmungen. Es sieht so aus, als bewahrheite sich dieses Bild.

Ein Loch nach dem anderen bohren die wildcatters in den Wüstenboden. Doch die Ingenieure schaffen es nicht, eine Kuppel im Vorkommen anzubohren, damit der Druck das Öl nach oben presst. Manche Löcher sprudeln kurz, aber alle bleiben unproduktiv.

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Die Firmenzentrale in San Francisco ist kurz davor, das Projekt aufzugeben. Derweil stößt ein amerikanisch-britisches Konsortium Anfang 1938 in Kuwait auf Öl: das Burgan-Ölfeld, das zweitgrößte der Erde. Die wildcatter vermuten das Öl in einer tieferen Schicht, doch tiefere Löcher sind teuer. Mit Mühe bekommen sie das Okay für weitere Bohrungen.

Saudi-Arabien wird zu einem reichen Land

Am 4. März 1938 ist es soweit: Öl sprudelt aus Loch Nummer 7. Viel Öl. Mehr als 2.000, manchmal mehr als 3.000 Barrel am Tag strömen aus dem Bohrloch. Bald werden auch zwei frühere Löcher vertieft und erweisen sich als ergiebig. Die USA haben ihr erstes kommerzielles Ölfeld in der arabischen Welt.

Es sind die ersten Bohrungen einer US-Firma in Saudi-Arabien. Zuvor hatten die Briten das Sagen in der Region. Die britische Royal Navy kontrollierte seit Generationen das Rote Meer und den Persischen Golf; die Scheichtümer an den Küsten durften ohne britische Zustimmung keine Geschäfte mit anderen Nationen treiben. Die englische Krone hielt die Mehrheit an der Anglo-Persian Oil Company (heute BP) im Iran, britische und niederländische Firmen kontrollierten die Iraq Petroleum Company.

In Bahrain bekamen die Amerikaner schließlich einen Fuß in die Tür. Die Standard Oil of California (Socal), entstanden in der vom US-Kartellamt angeordneten Zerschlagung von John D. Rockefellers Standard Oil, kaufte einem britischen Syndikat eine Konzession ab.

Leser-Kommentare
  1. ...wird heutzutage leider auch zu oft im Nahost-Konflikt verschwiegen. Über manche Dinge wächst einfach zu schnell Graß:
    "Als der Iran seine Quellen verstaatlicht, wirken britischer und US-Geheimdienst am Sturz der Regierung mit. Der Schah kehrt zurück und beteiligt die Konzerne wieder am Segen."

    RN

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    • scoty
    • 04.03.2013 um 20:54 Uhr

    wird seinen lang ersehnten Frühling bekommen.

    • scoty
    • 04.03.2013 um 20:54 Uhr

    wird seinen lang ersehnten Frühling bekommen.

    • paul12
    • 04.03.2013 um 19:53 Uhr

    In der Region geht es doch immer nur ums Öl. Der 1. und der 2. Golfkrieg. Und auch der Einmarsch 2003. Und jetzt auch noch das Problem mit dem Iran.
    Fertig aus. Verblendet sind die, die an was anderes glauben!

    MFG

    2 Leser-Empfehlungen
    • scoty
    • 04.03.2013 um 20:54 Uhr

    wird seinen lang ersehnten Frühling bekommen.

    Antwort auf "Ja ja..."
  2. Sie meinten, die Familie Saudi wird steinreich, während die Bevölkerung Arabiens vor sich hin darbt und von diesem Diktatoren Clan unterdrückt wird. So wundert es nicht, dass die 14 der 19 Attentäter vom 11.September 2001 aus Saudi Arabien kamen, die USA aber Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen angreifen. Die ultrareiche Familie Saudis ist ber du mit der Queen und den Bushs. diese drei Familien verschachern den gesamten Reichtum dieser Länder und stellen, unterstützen und verteidigen die diktaturen in Bahrain und in Jemen, deren mesnchen auf täglicher Basis, verprügelt, ausgegrenzt überfahren oder mit Bum-bum-Geschossen schwer verltzt oder getötet werden. Unser Kanzlerrin willunbedingt diesem Terreorbündnis aus Amerikanern Saudis und der Queen Waffen verkaufen.
    Wen wundert es da noch, dass die saudische Familie jüdischer Abstammung ist, gemeinsam mit den USA die Salafisten trainieren und finanzieren und den ultrafanaitschen Wahabismus propagieren. Klar, wer diese dreckige Spiel auf kosten der Bevölkerung nicht mitspielen will ist der Böse. dass lässt sich über gleichgeschaltete Medien seit mehr als dreißig Jahren problemlos an die Massen verkaufen. Was noch auffällt, ist dass nicht einen einzigen sunnitischen Intellektuellen gibt der etwas an diesem System auszusetzten hat.Hoffen wir, dass es dem Iran gelingt dieser Achse der Öl-Verbrecher ein Bein zu stellen.
    Die USA können nicht mehr lange mehr Staaten überfallen, als sie Schulden anhäufen. Dann ist Schluss.

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    • xy1
    • 04.03.2013 um 23:26 Uhr

    "Wen wundert es da noch, dass die saudische Familie jüdischer Abstammung ist, gemeinsam mit den USA die Salafisten trainieren"

    • zfat99
    • 05.03.2013 um 7:29 Uhr

    "Wen wundert es da noch, dass die saudische Familie jüdischer Abstammung ist,.. "

    Erstaunlicher ist, dass die Zeit Redaktion sowas durchgehen läßt.

    Aus der ZEIT: "UN-Bericht Lebensstandard weltweit deutlich gestiegen" [...] "Unter den zehn Ländern, die seit 1970 die größten Fortschritte machten, sind neben Wachstumsländern wie China, Indonesien und Südkorea auch Oman, Saudi-Arabien, Laos und Nepal, die deutliche Fortschritte bei Bildung und Gesundheit verzeichneten. " [http://www.zeit.de/wissen/2010-11/entwicklung-lebenserwartung-armut-uno]

    Ferner: "Die Mehrheit der Saudi-Arabier (über 80 %) lebt in den Städten der Küstenregionen oder Oasenstädten im Zentrum des Landes" [...] "Der Lebensstandard ist in städtischen Gebieten sehr hoch, in ländlichen Gegenden dagegen teilweise niedrig." [http://www.laender-lexikon.de/Saudi-Arabien]

    • xy1
    • 04.03.2013 um 23:26 Uhr

    "Wen wundert es da noch, dass die saudische Familie jüdischer Abstammung ist, gemeinsam mit den USA die Salafisten trainieren"

    • zfat99
    • 05.03.2013 um 7:29 Uhr

    "Wen wundert es da noch, dass die saudische Familie jüdischer Abstammung ist,.. "

    Erstaunlicher ist, dass die Zeit Redaktion sowas durchgehen läßt.

    Aus der ZEIT: "UN-Bericht Lebensstandard weltweit deutlich gestiegen" [...] "Unter den zehn Ländern, die seit 1970 die größten Fortschritte machten, sind neben Wachstumsländern wie China, Indonesien und Südkorea auch Oman, Saudi-Arabien, Laos und Nepal, die deutliche Fortschritte bei Bildung und Gesundheit verzeichneten. " [http://www.zeit.de/wissen/2010-11/entwicklung-lebenserwartung-armut-uno]

    Ferner: "Die Mehrheit der Saudi-Arabier (über 80 %) lebt in den Städten der Küstenregionen oder Oasenstädten im Zentrum des Landes" [...] "Der Lebensstandard ist in städtischen Gebieten sehr hoch, in ländlichen Gegenden dagegen teilweise niedrig." [http://www.laender-lexikon.de/Saudi-Arabien]

    • SuR_LK
    • 04.03.2013 um 21:44 Uhr

    hätte man die Grenzziehung teilweise weniger willkürlich vornehmen sollen. Der Westen gab Ländergrenzen vor was zu genug Kriegen in der Geschichte geführt hat. Doku-Tip hierzu "Das Öl-Zeitalter", kam auf arte und ist jetzt auf Youtube zu finden.

    Wieviel weniger Terror und Krieg gäbe es ohne die middle East Ölfelder? Die Saudis und Hamad(Qatar) sind mit die grössten Finanziers des islamischen Terrors, und der Westen lässt gewähren solange das Öl fliesst.

    2 Leser-Empfehlungen
  3. in Arabien, Bahrain und im Jemen also mit Waffengewalt, Drohnen und Folter unterdrückt und gegängelt werden??
    Aha, danek für diesen erhellenden Artikel. Jetzt bn ich dafür noch mehr Waffen a den Prinzenclub zu liefern, der sich alles nimmt und seinen Landsleuten nicht das mindese zugesteht. Was für eine elende Deutsche Außenpolitik, vordiktiert vom Brutalo-Amerikaner ohne Herz und Verstan, übernommen vom hörigen Deutschen, der diesmal alles besser macht, weil er nciht merh Hitler hinterherläuft sondern Bush und Obama.

    http://rt.com/op-edge/us-...

    Eine Leser-Empfehlung
    • xy1
    • 04.03.2013 um 23:26 Uhr

    "Wen wundert es da noch, dass die saudische Familie jüdischer Abstammung ist, gemeinsam mit den USA die Salafisten trainieren"

  4. Walter S. Gabler, ein alter Haudegen der US Army und Lebemann bekam die erste Genehmigung im Yemen nach Öl zu suchen. Dieser Erfolg brachte ihn in die Position mit einem US Geologenteam in Lybien nach Öl zu suchen. Mit enormen Geldsummen Bestechungsgeld und der Lieferung von Luxusgütern schlug er die europäische Konkurrenz aus dem lybischen Markt. Einen Großteil seiner verdienten Millionen investierte er auf Cuba. Als Fidel Castro mit seinen Compagneros in Havanna siegreich einmaschierte verlor er sein Vermögen aber das Öl sprudelt weiter. Er wusste gute Geschichten zu erzählen.
    http://bexarfly.com/artic...

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