Ökologie

Im Labor sind alle Hummer blau

"Hommarus gammarus", so heißt der europäische Hummer auf Latein. In Deutschland kommt er nur in der Nordsee vor Helgoland natürlich vor. Dieses Exemplar lebt in der Biologischen Anstalt Helgoland – einer Station des Alfred-Wegener Instituts (AWI) für Polar- und Meeresforschung.

"Hommarus gammarus", so heißt der europäische Hummer auf Latein. In Deutschland kommt er nur in der Nordsee vor Helgoland natürlich vor. Dieses Exemplar lebt in der Biologischen Anstalt Helgoland – einer Station des Alfred-Wegener Instituts (AWI) für Polar- und Meeresforschung.  |  © Fabian Bimmer/Reuters

Sie zappeln in Plastikschalen, die Scheren verbunden: Die natürlich blauen Hummer in der Biologischen Anstalt Helgoland könnten genauso in der Auslage eines exquisiten Fischhändlers liegen. Mit einem Unterschied: Sie werden blau bleiben, da sie nicht im Kochtopf landen. Erst beim Garen färbt sich ihre harte Schale rot. Bilder aus der Zuchthalle zeigen, wie Meeresökologen die Krebse aufziehen. Der Hummerbestand vor Helgoland ist dramatisch gesunken: Noch in den 1930er Jahren fingen Fischer hier bis zu 80.000 Tiere pro Jahr. Heute sind es höchstens 500.