Deutschland rechnetDer große ZEIT-Mathetest

Genie oder Niete? Erfahren Sie, was von Ihrem Schulwissen in Mathematik übrig ist und wie Sie damit im Deutschlandvergleich abschneiden. von  und

Wie viel Wechselgeld bekomme ich zurück, wie viele Eimer Farbe brauche ich, um meine Küche zu streichen, und wie rechne ich ein US-Kochrezept für fünf Personen für das Abendessen zu zweit um?

ZEIT-Mathetest jetzt starten

Jeder Tag stellt uns solche Aufgaben: Aber sind wir Deutschen wirklich gut darin, sie zu meistern? Klar – im Smartphone hat heute fast jeder einen Taschenrechner. Aber was nützt der, wenn wir nicht mehr wissen, was wir im Dreisatz wodurch teilen müssen, wie noch gleich Maßeinheiten umgerechnet werden oder welche Unbekannte wir eigentlich gerade suchen?

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DIE ZEIT hat zusammen mit der Stiftung Rechnen und zwei Didaktik-Professoren einen Mathetest entwickelt, den Sie jetzt hier auf ZEIT ONLINE machen können. Ganz anonym natürlich – Ihr Ergebnis erfahren nur Sie, es sei denn, Sie outen sich auf Facebook.

Im Vorfeld haben Meinungsforscher von Forsa den Test 1.027 Erwachsenen zwischen 18 und 65 Jahren vorgelegt. Wie Sie im Vergleich abgeschnitten haben, erfahren Sie am Ende des Tests. Den kompletten Bericht zur Studie stellt die Stiftung Rechnen als PDF-Datei bereit.

Das Forsa-Ergebnis

Von den 30 Fragen des Original-Tests (inklusive Unterfragen, die in der ZEIT wegfielen) haben die Teilnehmer der repräsentativen Forsa-Studie im Durchschnitt 20 korrekt beantwortet. Hauptschulabsolventen lösten 18 Fragen richtig, Menschen mit mittlerem Schulabschluss 19 und Abiturienten 23. Aussagekräftig war auch die letzte Mathe-Schulnote: Wer zuletzt ein »sehr gut« hatte, egal, von welcher Schule, löste 24 Fragen korrekt.

Generell rechneten Junge besser als Alte, West- besser als Ostdeutsche, Schulabsolventen aus Bayern besser als die aus Nordrhein-Westfalen. Solche Detailergebnisse sind aber mit Vorsicht zu genießen und nicht unbedingt repräsentativ.

Die Professoren Ulrich Kortenkamp und Anselm Lambert wollen die Resultate ausführlich analysieren und zu einem wissenschaftlichen Aufsatz verarbeiten. Die ZEIT wird darüber berichten.

Detailliertere Ergebnistabellen finden Sie hier. Selbst ausprobieren, wie Sie im Mathe-Test abschneiden, können Sie hier.

Wer den Mathe-Test vom Mobilgerät aus machen möchte, findet ihn hier.

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Leserkommentare
  1. Fast niemand kann eine einfache Zahl aus einem Diagramm ablesen (Goldpreis zu Jahreszahl)?
    42,x Prozent der Zeitleser und noch weniger der Bundesbürger wissen, dass bei 3maligem Würfeln die Wahrscheinlichkeit eine 6 zu würfeln kleiner als 1/2 ist? Auch ohne Mathe-Kenntnisse... wie kommt man denn auf 1/2 oder sogar mehr? Die 1/6 aufsummieren oder wie? Und dann bei 6 Würfen hat man eine Wahrscheinlichkeit von 1, also todsicher eine 6?

    Primitivste Wahrscheinlichkeitsrechung und Statistik.

    Aber alle philosophieren fleißig zum Klimawandel, Atomkraftwerken und deren Versagenswahrscheinlichkeit? Unfassbar.

    [...] Gekürzt. Bitte achten Sie auf einen sachlichen Tonfall. Danke. Die Redaktion/kvk

    Eine Leserempfehlung
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    danke, genau DAS wusste ich nicht mehr. Meine Frage, warum es nicht 0,5 sein kann, ist beantwortet.

    dass reelle Probleme nicht immer so einfach zu lösen sind wie Mathe-Aufgaben, oder was wollen Sie sagen?

    Wenn ich Sie richtig verstehe, sollten alle Menschen, bevor sie in die Gesellschaft aufgenommen werden und mitdiskutieren dürfen, ihre Fähigkeiten in Mathe bzw. Wahrscheinlichkeitsrechnung unter Beweis stellen.
    Mir stellt sich die Frage: Warum Mathe? Ist nicht mittlerweile belegt, dass musische Fächer einen weit größeren Anteil an unserer Entwicklung haben als Mathematik?

    Ich bin dafür, dass jeder Mensch, bevor er die Wahlberechtigung erwirbt, seinen Namen vortanzen muss!

    /Disclaimer: In diesem Beitrag ist Ironie enthalten.

    Der Kommentarabschnitt, auf den Sie kritisch Bezug nehmen, wurde mittlerweile entfernt. Danke, die Redaktion/jk

    Der Gedanke kommt mir häufiger, warum Deutsche so oft dazu tendieren scheinen, mit ihren Fähigkeiten so überaus arrogant umzugehen. Tatsächlich lese ich auch hier in den Kommentaren häufig mehr oder weniger abfällige Kommentare bezüglich des Anspruchs dieses Tests.

    Indem aber stets betont wird wie trivial einfach dieser Test ist und, dass es sich hier ja nicht wirklich um Mathematik handelt, plustern sich diese Kritiker auf, allerdings werden auch implizit diejenigen herabgesetzt, die mit den Aufgaben größere Probleme haben. Seien Sie sich ihres Privilegs bewusst und freuen sich einfach zu den Menschen zu gehören, die diese Aufgaben ohne große Schwierigkeiten lösen konnten, und lassen der Bescheidenheit etwas mehr Raum. Ich bin mir sicher, dass auch Sie ab einem gewissen Niveau Schwierigkeiten bekommen könnten, in welchem Falle Sie hoffentlich auch froh wären von Besseren nicht als Problemfall degradiert zu werden.

    Ich lese zuletzt des öfteren in der Presse, dass England sich in gewissen Fragen Deutschland zum Vorbild nehmen will/sollte. Mein Eindruck ist, dass auch die Deutschen oft was von den Engländern lernen können: Ein sozialer Umgang mit Bescheidenheit, Respekt und Höflichkeit, ohne, die wie ich finde sehr deutsche Tendenz, sich implizit in Aussagen über andere zu stellen.

  2. In nichts zeigt sich der Mangel an mathematischer Bildung mehr, als in einer übertrieben genauen Rechnung.

    Carl Friedrich Gauß, 1777–1855

    11 Leserempfehlungen
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    löst diese Aufgaben mit Leichtigkeit. Nicht weil er das kleine Einmaleins übt, nicht weil er sich überlegt wann sich eine Waschmaschine rentiert, sondern weil er denken kann.
    Wer hingegen diese Aufgäbchen nicht lösen kann versteht nichts von Mathematik. Ich habe mich durchgeklickt. Da ist keine Frage dabei für die man irgend etwas auswendig können muss.

    Das Zitat ist von Gauß, dem Mann, der praktisch die Fehlerrechnung erfunden hat. Dass der nicht übertrieben genau gerechnet hat, liegt wohl auf der Hand.

    Das Erschreckende ist doch nicht, dass die Leute die Zahl der Farbeimer auf acht Stellen berechnen, sondern dass viele auf überhaupt kein brauchbares Ergebnis kommen!

    Wer die Nachkommastellen der benötigten Farbeimer berechnet, zeigt eben, dass er überhaupt nichts verstanden hat. Wem klar ist, was er da rechnet, der bricht an der Kommagrenze ab, weil Farbeimerbruch unverkäuflich ist.

    Eine Kommazahl für die Anzahl der benötigten Farbeimer ist unbrauchbar, solange sie nicht aufgerundet wurde. Manch einer kommt auf den Trichter, wenn er sein Kommazahlenergebnis kritisch betrachtet. Erst dann entsteht Erkenntnis. Besser spät als gar nicht. :-)

  3. löst diese Aufgaben mit Leichtigkeit. Nicht weil er das kleine Einmaleins übt, nicht weil er sich überlegt wann sich eine Waschmaschine rentiert, sondern weil er denken kann.
    Wer hingegen diese Aufgäbchen nicht lösen kann versteht nichts von Mathematik. Ich habe mich durchgeklickt. Da ist keine Frage dabei für die man irgend etwas auswendig können muss.

    Eine Leserempfehlung
  4. danke, genau DAS wusste ich nicht mehr. Meine Frage, warum es nicht 0,5 sein kann, ist beantwortet.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Irrsinn"
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    ging es mir auch. War aber meine einzige falsche Antwort. Die Fragen waren alle durchaus beantwortbar.

  5. ging es mir auch. War aber meine einzige falsche Antwort. Die Fragen waren alle durchaus beantwortbar.

  6. dass reelle Probleme nicht immer so einfach zu lösen sind wie Mathe-Aufgaben, oder was wollen Sie sagen?

    Wenn ich Sie richtig verstehe, sollten alle Menschen, bevor sie in die Gesellschaft aufgenommen werden und mitdiskutieren dürfen, ihre Fähigkeiten in Mathe bzw. Wahrscheinlichkeitsrechnung unter Beweis stellen.
    Mir stellt sich die Frage: Warum Mathe? Ist nicht mittlerweile belegt, dass musische Fächer einen weit größeren Anteil an unserer Entwicklung haben als Mathematik?

    Ich bin dafür, dass jeder Mensch, bevor er die Wahlberechtigung erwirbt, seinen Namen vortanzen muss!

    /Disclaimer: In diesem Beitrag ist Ironie enthalten.

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Irrsinn"
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    > Ist nicht mittlerweile belegt, dass musische Fächer einen
    > weit größeren Anteil an unserer Entwicklung haben als Mathematik?

    Ein Hinweis darauf, wo ein solcher Beleg zu finden ist, würde das ganze von einem flotten Spruch zur sinnvollen Aussage machen.

    Wobei dazu auf alle Fälle noch eine Kerninfo fehlt: Entwicklung von was?

    Gruß,
    Tezcatlipoca

    "Warum Mathe? Ist nicht mittlerweile belegt, dass musische Fächer einen weit größeren Anteil an unserer Entwicklung haben als Mathematik?"

    Welche Entwicklung? Die der Menschheit? Oder die Entwicklung einzelner Menschen? Belege?
    So oder so kann man Musik und Mathematik nicht gegeneinander ausspielen. Musik hat nämlich sehr viel mit Mathematik zu tun.

    Traurig allerdings, dass solche mathematikfeindlichen Aussagen auch noch Zustimmung finden. Einige der Leute, die Mathe so uncool finden, wissen wohl nicht wem sie das Funktionieren ihres Ipod oder Ipad zu verdanken haben...

  7. Ich bin, glaube ich, sehr gut bis Frage 25 gekommen - aber dann blieb die Seite immer wieder haengen!

    • con313
    • 29. Mai 2013 12:01 Uhr

    Ist man eigentlich auch ein Deutsch-Genie/ Schreib-Nerd, wenn man in der Lage ist, sich frei von Rechtschreibfehlern ausdrücken zu können?
    Es ist wirklich traurig, dass grundlegende Mathematik-Kenntnisse mittlerweile so etwas Besonderes und Seltenes sein sollen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Erwachsene | Facebook | Forsa | Smartphone | Studie | Test
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