Dan Browns "Inferno"Kann die Überbevölkerung uns vernichten?

In Dan Browns "Inferno" will ein Irrer die Menschheit dezimieren, um den Weltuntergang aufzuhalten. Die Demografie-Apokalypse ist keineswegs nur Fiktion. von 

Seit nunmehr neun Wochen führt Dan Browns Thriller Inferno die Spiegel-Bestseller-Liste an. Viele, die das Buch gelesen haben, treibt seitdem eine dunkle Frage um – die Kernaussage des Buches: Droht der Menschheit wirklich das Ende, wenn sie ihre eigene Vermehrung nicht in den Griff bekommt?

Brown selbst –Autor von Bestsellern wie Illuminati und Sakrileg – hält die Apokalypse durch Überbevölkerung jedenfalls für möglich, zumindest sagt er das in Interviews. Reine Panikmache als PR für das Buch? Oder eine berechtigte Sorge?

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Ob die wachsende Bevölkerung den Menschen in seiner Existenz bedroht, darüber streiten Gelehrte seit rund 200 Jahren. Bis ins 18. Jahrhundert glaubten Ökonomen, dass mit der Zahl der Einwohner auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes wachse. Dann postulierte Thomas Robert Malthus, die Produktion von Nahrungsmitteln nehme nur linear zu, die Menschheit aber exponentiell, also viel schneller. Wenn sie nicht durch Heiratsverbote zur sexuellen Enthaltsamkeit gezwungen werde, versinke sie unausweichlich in Armut, Elend und Hunger: die "Malthusianische Katastrophe".

Wie viele Menschen kann die Erde tragen?

"Tragfähigkeit" nennen Ökologen die maximale Zahl von Exemplaren einer Spezies, die ein Lebensraum ernähren kann. Beim Versuch, sie für die ganze Erde und die Menschheit zu berechnen, sind so viele Parameter im Spiel, dass Wissenschaftler zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Bis heute finden sich in der Zunft der Demografen pessimistische Malthusianer ebenso wie Öko-Optimisten, die den irdischen Ressourcen fast alles zutrauen.

1968 bezifferte Paul R. Ehrlich in Die Bevölkerungsbombe die Tragfähigkeit der Erde auf (damals bereits überschrittene) 1,2 Milliarden Menschen. Heute sind wir bereits mehr als sieben Milliarden. Der Systemtheoretiker Cesare Marchetti glaubte in den 1970er Jahren, dass noch viel Platz ist: Er schrieb in einem Aufsatz, dass der Planet eine Billion Menschen verträgt, wenn die sich Gartenstädte bauen und Lebensmittel von Mikroorganismen erzeugen lassen.

Wie Marchetti setzen auch heute viele Wissenschaftler darauf, dass der Fortschritt die negativen Folgen des Wachstums ausgleicht. Die Dänin Ester Boserup fand das bei ihren Forschungen in Entwicklungsländern bestätigt: Bevölkerungswachstum führt zu Innovationen in der Agrartechnik. 

Wie lange reicht die Energie?

Ein anderes Beispiel ist die Energieversorgung. In den 1950er Jahren prophezeite der Geologe Marion King Hubbert, dass die Erdölförderung zwischen 1965 und 1971 ihren Höhepunkt erreichen und dann stetig abnehmen würde, mit verheerenden Folgen für unseren Lebensstil. Neue Fördermethoden haben den "Peak Oil" jedoch immer weiter verzögert, manche glauben, er sei jetzt da, andere erwarten ihn 2020 oder noch später. Der Klimawandel könnte ihn hinausschieben, weil Ressourcen in den Polargebieten zugänglich werden. Zudem decken alternative Energien einen immer größeren Teil des Bedarfs. 

Ob die Erdbevölkerung noch lange wächst und die Grenzen der Tragfähigkeit testet, ist gar nicht sicher. Die durchschnittliche Geburtenrate sinkt seit Jahren. Würden die in entwickelten Ländern bereits üblichen 1,5 Kinder pro Frau weltweiter Durchschnitt, würden wir sogar weniger. 2300 wäre es einem extremen Szenario zufolge mit nur noch 870 Millionen Menschen auf der Erde fast einsam. 

Leserkommentare
  1. Alles ist eine Frage der Logik.

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    • joG2.0
    • 26. Juli 2013 15:03 Uhr

    ....wirklich? Ich denke es gibt auch die Realität der Dinge: http://www.foreignaffairs...

    • AchimW
    • 19. September 2013 8:13 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren der ZEIT,
    Sie haben über Dan Browns Buch zum Thema Überbevölkerung geschrieben. Warum haben Sie nicht den Mut, auch darüber zu schreiben, dass er damit recht hat, und dass gegen dieses Problem unbedingt etwas getan werden müsste. Und zwar wären das weltweit gültige, strenge, aber humane Geburtenregelungen.
    Bitte veröffentlichen Sie einen Hinweis auf eine in diese Richtung gehende Kampagne bei der weltgrößten Petitionsplattform change.org.
    Hier ist die Adresse: http://www.change.org/de/...
    Mit freundlichen Grüssen
    Achim Wolf (Mannheim)

  2. 2. [...]

    Entfernt. Bitte beachten Sie das konkrete Artikelthema. Danke, die Redaktion/ls

    Eine Leserempfehlung
    • joG2.0
    • 26. Juli 2013 11:47 Uhr

    ....der Bevölkerungszahl. Es gibt allerdings viele solcher Grenzen oder vielmehr eine vermutlich unendliche Zahl solcher Lösungen, denn es hängt davon ab, wie die Technologie ist, die man benutzt und darauf, wie viel die Menschen jeweils bzw in Summe verbrauchen und wovon. Malthus hatte schon recht. Bei der ihm bekannten Technologie wären 6 oder 9 Milliarden Menschen eine noch größere Schwierigkeit als heute.

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    • sneug
    • 26. Juli 2013 13:33 Uhr

    werden bisweilen überbewertet und die folgenbetrachtung wird gerne vergessen! alle existierenden technologien sind nur durch erhöhten energieeinsatz möglich und hier beißt sich die katze in den schwanz!

    siehe hierzu: befreiung vom überfluss (Niko Paech)

    zudem wird weiter bei der gesteigerten "effizienz" gerne die nachhaltigkeit, sprich die spätfolgen, außer acht gelassen!

  3. als Wisswenschaftspublizist in eine seiner Fernsehsendungen die kommende Überbevölkerung ein Weh für die Menschheit.
    Eine gewaltige Katastrophe mit einer Dezimierung könnte für die Menschheit ein Heilsbringer sein.

    7 Leserempfehlungen
  4. Ueberbevoelkerung = Resourcenverbrauch

    nur dieser Ansatz ist etwas verlogen, Nordamerika mit 4% der Weltbevoelkerung verbraucht ca. 25% der Weltresoursen und vieles davon importiert.

    Wir koennen 10 Mrd Menschen auf einem Niveau der 2 Welt durchaus verkraften, nur muessen die reichen Laender dann etwas weniger verbrauchen (verschwenden)ten

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    und Sie haben natürlich recht.

    • snoek
    • 26. Juli 2013 12:52 Uhr

    „Wir koennen 10 Mrd Menschen auf einem Niveau der 2 Welt durchaus verkraften, nur muessen die reichen Laender dann etwas weniger verbrauchen (verschwenden)ten“

    Dem steht aber entgegen, dass zum Beispiel mit China ein global Player in den Startlöchern steht es uns in Sachen Konsum gleich zu tun. Und die sind noch hungrig. Ich glaube mit Argumenten wie Konsumverzicht oder Ressourcenschonung stößt man dort auf taube Ohren.

    Außerdem ist diese Denke von politischer Seite weder erwünscht, noch wird sie gefördert. Ganz im Gegenteil arbeitet man an einem transatlantischen Freihandelsabkommen. Es soll noch mehr konsumiert werden. Insofern finde ich Ihre Wortwahl „verlogen“ etwas vermessen.

    Das hätte noch funktioniert, wenn wir nur soviele Erdenbürger wären, wie vor rund 100 Jahren. Aufgrund der Bevölkerungsexplosion in dieser winzigen Zeitspanne (100 Jahre mögen für uns lange sein, sind in der Erdgeschichte und auch in der Geschichte der menschlichen Spezies gar nichts) ist das utopisch. Es gibt keine großen Landsäugetiere einer Spezies und gab nie große Landsäugetiere einer Spezies die in auch nur annähernd großer Zahl dauerhaft im Gleichgewicht mit ihrer Umwelt leben konnten.

    Und wir beanspruchen zusätzlich noch durch allerlei Technik, Landwirtschaft etc. die Umwelt und denken dass wir das irgendwie könnten?

    All die Hoffnungen wie Recycling, erneuerbare Energien etc. können nicht darüber hinwegtäuschen, da dürfen wir uns auch nicht immer falsche Illusionen machen, dass es schlicht zuviele, viel zu viele gibt. Und anstatt uns das endlich einzugestehen und z.B. breite Verhütungskampagnen weltweit durchzuführen und umgekehrt auch unsere Denkweise zu ändern. Wir selbst hier in Deutschland sehen es ja als "Katastrophe" dass wir als Gesellschaft sogar leicht schrumpfen in unserer Kopfzahl, vollkommen falsche Denkweise - ich kann nicht fassen dass man gar mit zig Milliarden versucht wieder eine höhere Geburtenrate zu erzwingen! Das Geld muss weltweit in Entwicklungsländern ausgegeben werden, um die Geburtenraten dort auch zu senken, SOFORT!

    Aber wir sind Egoisten, schon der Titel "UNS vernichten"..vorher haben wir noch zig Tierarten ausgerottet, alles vergiftet.

    • Kauri
    • 27. Juli 2013 8:38 Uhr

    Sie haben die Macht. Man muss nur sehen, was China jetzt in Afrika treibt! Das ist Neokolonialismus pur! Unser Globus wird sich schon wehren!

    er beleuchtet halt einfach nicht die ganze Problematik. Es stimmt, die Erde kann womöglich 10 Mrd Menschen auf dem Niveau der Zweiten Welt verkraften...aber von diesen werden auch nicht alle kinderlos sein.
    Wird man dann sagen, dass die Erde durchaus 15 Mrd. (unter welchen Bedingungen?) verkraften kann?

    In China kam erst die Ein-Kind-Politik, danach folgte der Wohlstand gewissermaßen auf dem Fuß. Und Wohlstand führt offensichtlich ‘naturgemäß’ wiederum zu sinkenden Geburtenraten.

    Die chinesische Ein-Kind-Politik ist viel kritisiert worden, aber ein gewisser Erfolg ist nicht zu bestreiten. Nebenbei zeigte China damit auch Verantwortungsgefühl für die Zukunft des gesamten Planeten. All jene Staaten, die JETZT hauptverantwortlich sind für das Bevölkerungswachstum, sollten sich an China ein Beispiel nehmen. (Denn vergleichsweise hilft es dem Planeten wenig, wenn die ohnehin kinderarmen westlichen Länder noch weniger Kinder bekommen; eine große Hilfe wäre es dagegen, wenn sich in manch anderen Ländern die Kinderzahl pro Frau von 10-15 auf “nur”(!) fünf reduzieren ließe.

    Anderers führt Wohlstand aber auch zu mehr Konsum. Wohlstandsmüll ist längst nicht mehr ein Problem der westlichen Länder. Europäer sind vielleicht für die Verschmutzung von Nord- und Ostsee, teilweise des Mittelmeers und des Atlantiks verantwortlich. Aber bei den riesigen Plastikmüllteppichen, die auf dem pazifischen und dem indischen Ozean gemächlich kreiseln (und nebenbei die Überfischung der Meere), tippe ich eher auf Indien, China & Hongkong, Indonesien, Japan, Malaysia – kurz, die bevölkerungsreichen Anrainerstaaten als Ursprungsländer.

  5. Der Konflikt zwischen einer steigenden Weltbevölkerung mit wachsenden Bedürfnissen und einer Vielzahl inhärenter sozialer und politischer Probleme sowie einer endlichen Menge an Ressourcen dürfte auf Dauer nicht anders zu lösen sein als durch drastische Reduzierung der Zahl der Menschen auf diesem Planeten.

    Zwar wird der Verweis auf den technologischen Fortschritt gerne als logisches Hintertürchen aus diesem Konflikt benutzt, man sollte sich jedoch darüber im klaren sein, dass auch dieser Grenzen unterliegt, bzw. selbst Teil der Problematik ist und in starkem Masse von verfügbaren Ressourcen und dgl. abhängt. Die Frage der Verteilung zunehmend knapper werdender Ressourcen und die Dynamik die den damit einhergehenden Verteilungskämpfen inhärent ist, ist damit noch gar nicht angesprochen. Die der Überlebenschancen liberaler demokratischer Systeme unter den Auspizien wachsender Armut blenden wir auch besser aus.

    Ich denke dass bereits in relativ naher Zukunft diese Problematik beginnen wird, sich auszuwirken, bzw. die damit einhergehenden Auseinandersetzungen bereits auch Einfluss auf die Zahl der Weltbevölkerung haben werden. Und "Promethean Technologies" wie Georgescu-Roegen sie genannt hat, stehen als deus ex machina leider nicht zur Verfügung.

    Ich fürchte für eine elegante Lösung dieser Problematik ist es längst zu spät. Es mag ratsam sein, das beste zu hoffen und sich für das schlimmste vorzubereiten.

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    ist die sinkende Geburtenrate in Europa ein Segen. Jetzt muß der Rest der Welt nur noch nachziehen. Statt umziehen.

    ...diese Problematik beginnen wird, sich auszuwirken"

    Sie fängt doch jetzt schon an, sich auszuwirken.
    Sieht man an den Armutswanderungen, die nicht weniger werden wollen...

    • wasup
    • 26. Juli 2013 12:25 Uhr

    Wenn Bevölkerungswachstum zu Innovationen in der Agrartechnik führt, dann vermutlich auch in jedem anderen technischen Bereich. Die Innovation führt zu einer Erhöhung des allgemeinen Lebensstandards. Der wiederum zum Rückgang der Fertilitätsrate führt.
    Es gilt: Je schlechter der Lebensstandard desto höher das Bevölkerungswachstum, je höher der Lebensstandard desto niedriger das Bevölkerungswachstum.
    Das pendelt sich vermutlich letztendlich auf einem stabilem Niveau ein. Wie bei jedem anderen Organismus auch.
    So etwa: https://de.wikipedia.org/...

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    Selbst wenn zu beobachten ist, dass die Geburtenquote in Gesellschaften mit hohem Lebensstandard (und damit verbundenem enormen Resourcenverbrauch) sinkt, wächst die Weltbevölkerung nach wie vor mit erschreckendem Tempo - und es ist mehr als fraglich, ob hier eine Besserung zu erwarten ist, bevor die Folgen einer solchen Populationsexplosion uns auf die ein oder andere Art einholen. (Zumal es schlichtweg unmöglich ist, den westlichen Lebensstil auf die gesamte Menschheit auszudehnen - dafür reichen schlichtweg die Resourcen nicht, von Verschmutzung u.ä. ganz zu schweigen. Unsere dekadente Überfluss- und Wegwerfgesellschaft kann sich nur deshalb überhaupt noch behaupten, weil sie eben auf einen relativ kleinen Personenkreis beschränkt ist - und die Folgen solchen Konsumverhaltens meist in ärmere Länder "exportiert" werden; Stichwort: (Sonder)müll, Überfischung, etc.

    Es ist immer wieder faszinierend, diese Unbändige Glauben an die Zukunft, die alles zum positiven richten wird. Und dann werden wir Technologien erfinden, die es uns erlauben alles tun und lassen zu können was wir wollen, unsere Urenkel werden sich über den Atommüll freuen und ihn in null komma nix entsorgen und wenn sie nicht gestorben sind.........

    Die Natur wird es richten und sie fängt ja schon an.

    Was Sie übersehen ist, dass wir die natürliche Auslese komplett gestoppt und ausgeschaltet haben. Durch die moderne Medizin einerseits, aber auch durch Organisation von Solidarität und Wohlfahrt (Auslese im Tierreich findet ja nicht nur durch Krankheit statt sondern auch durch "Schwäche").

    Umgekehrt ist unser Wachstum auch nicht durch die Kapazität unseres Lebensraums limitiert (vorerst zumindest), da wir diese Kapazität einfach immer weiter künstlich ausweiten durch unsere technischen Fähigkeiten. Landwirtschaft ist das beste Beispiel.

    Und durch unseren Egosimus gepaart mit durchaus gut gemeinten Menschenrechten etc. und unserem tief verwurzelten Instinkt jedem Menschenleben höheren Wert als allem Anderen beizumessen, werden wir salopp gesagt den ganzen Planeten verfrühstücken und keine Sekunde eher damit aufhören, bis schlicht nichts mehr da ist. Und dann auf dem Planeten, den wir selbst ruiniert haben, als Spezies langsam zu Grunde gehen.

    Mein Trost ist vielleicht, dass das Leben auf Erden schon mehrfach kurz vor seinem Ende stand und es sich wieder erholte. Aber das wird Jahrmillionen dauern, wie schon bei früheren Massenausterben. Diesmal wird aber kein Asteroid die Ursache sein. Ich habe resigniert, immer wenn ich dachte "endlich wachen die Leute auf" war es doch mehr eine Art Mode und Bio kaufen die Leute auch nur weil sie kein Gift in ihren Tomaten wollen, nicht weil sie sich für Bodenerosion, Gewässerreinhaltung etc. interessieren.

  6. Der Zusammenhang zwischen Bevölkerungsentwicklung und Ressourcenverbrauch ist wissenschaftlich bewiesen und unumstritten, aber eben auf lokaler und nicht auf globaler Ebene. Ein schönes Beispiel ist die Entwicklung der Waldbestände Europas in Gegenüberstellung mit der Bevölkerungszahl: Viel Wald: wenig Menschen; viel Menschen: wenig Wald. Der 30-Jährige Krieg hat so z.B. zu einer beispiellosen Erholung der Waqldbestände in Mitteleuropa geführt.
    Selbst schlimmste Folgen eines Klimawandels würden aber hauptsächlich im Süden zur Bevölkerungsdezimierung führen. Global gesehen geht das Bevölkerungswachstum immer mehr zurück und wird vermutlich in spätestens Hundert Jahren stagnieren und abnehmen. Was an der Wohlstandsentwicklung und der zunehmenden Urbanisierung liegt. Ehemalige Entwicklungsländer wie die Türkei nähern sich schon jetzt einer deutschen Bevölkerungsstagnation an, Ähnliches sieht man in Südamerika und China, nur in Afrika gibt es noch ein massives Bevölkerungswachstum.

    Empfehleswert als populärwissenschaftliche Literatur ist das Buch vom Evolutionsbiologen Jared Diamond, Kollaps, Warum Gesellschaften überleben oder untergehen (2005).

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    "Der Zusammenhang zwischen Bevölkerungsentwicklung und Ressourcenverbrauch ist wissenschaftlich bewiesen und unumstritten". Das ist soweit richtig, allerdings sind die Beispiele schlicht falsch!
    Viel Wald = wenig Menschen sagen Sie, doch hat es in Deutschland seit dem Hochmittelalter nie mehr Wald gegeben als heute und die Bevölkerungsentwicklung in dieser Zeit werden Sie sich denken können.

    Übrigens ist die, von ihnen empfohlene "populärwissenschaftliche Literatur [...] vom Evolutionsbiologen Jared Diamond (2005): Kollaps, Warum Gesellschaften überleben oder untergehen", absolut nicht zu empfehlen. Das ist übelstes, nicht wissenschaftliches, absurd vereinfachtes Geschwätz und an vielen Beispielen bereits widerlegt. Wenn Sie diesen Autor erwähnen, hört man nicht umsonst Gekicher

    • AchimW
    • 13. November 2013 9:10 Uhr

    Alle großen Probleme der Menschheit (Umweltschutz, Lebensqualität, gesellschaftlicher Zusammenhalt, wirtschaftliche Entwicklung) hängen direkt oder indirekt mit dem ungehemmten Wachstum der Weltbevölkerung, die auch die Hauptursache für sehr viele weitere Übel auf der Erde ist.
    So wird beispielsweise der Klimawandel durch den vermehrten CO2-Aussstoß von immer mehr Erdenbewohnern beschleunigt und wächst sich zu einer Klimakatastrophe ungeheuren Ausmaßes aus, wenn nichts wirklich Greifendes dagegen unternommen wird, die Folgen noch zu minimieren.
    Hier geht es zur Kampagne für weltweit verbindliche Geburtenregelungen:
    www.change.org/de/Petitio...ühren-introduce-obligatory-worldwide-birth-controls

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