Weltweit leidet die Gesundheit von rund 200 Millionen Menschen unmittelbar unter Umweltgiften wie Blei, Cadmium, Chrom oder Pestiziden. Das geht aus dem Umweltgiftreport 2013 der Schweizer Stiftung Green Cross hervor. Die gesundheitlichen Auswirkungen der Umweltgifte seien etwa gleich hoch wie die von gefährlichen Krankheiten wie Aids, Tuberkulose und Malaria. Das Leben von Millionen von Menschen sei bedroht. 

Die zehn Orte mit der stärksten Verschmutzung durch Umweltgifte liegen dem Report zufolge in acht Ländern: Argentinien, Bangladesch, Ghana, Indonesien, Nigeria, Russland, Sambia und der Ukraine. Darunter sind das durch Öl belastete Flussdelta des Niger in Nigeria, der von Chemikalien verseuchte Citarum-Fluss in West-Java in Indonesien sowie die ukrainische Stadt Tschernobyl, der Ort des Atomunfalls von 1986.

Eine Rangliste unter den zehn Orten nach dem Grad ihrer Verschmutzung zu erstellen, ist nach Angaben der Stiftung weder realistisch noch machbar, da sie sich in Größe, Bevölkerungsdichte sowie Art der Verschmutzung sehr unterscheiden.

Die 1994 gegründete Green Cross Schweiz gehört zur Dachorganisation Green Cross International, die der frühere sowjetische Präsident Michail Gorbatschow initiiert hatte. Die Organisation setzt sich für die Bewältigung der Folgeschäden aus Industrie und Militärkatastrophen und für die Sanierung der Altlasten aus der Zeit des Kalten Krieges ein.